Campus Kuchl plant erste Fachhochschule für Kosovo

09.07.2015
Die Studiengänge Holztechnologie & Holzbau und Design & Produktmanagement am Standort Kuchl arbeiten derzeit an der Entwicklung der ersten Fachhochschule für den Kosovo. Das Projekt Higher:KOS wurde kürzlich mit dem Erhard-Busek-Würdigungspreis ausgezeichnet.
Geburtshelfer für die erste Fachhochschule im Kosovo: die Busek-Preisträger Max Pristovnik und Hermann Huber
Geburtshelfer für die erste Fachhochschule im Kosovo: FH-Vizerektor Hilmar Linder, FH-Rektorin Kerstin Fink, die Preisträger Max Pristovnik und Hermann Huber mit den Initiatoren des Preises, AK-Direktor Gerhard Schmidt und FH-Geschäftsführer Raimund Ribitsch.

Seit 2009 arbeitet der Studiengang Holztechnologie & Holzbau mit der Faculty of Technical Applied Sciences, Ferizaj der Universität Prishtina zusammen. Bei Higher:KOS, das vom World University Service (WUS) Austria gefördert wird, wurden die Studienpläne des kosovarischen Partnerstudiengangs neu entwickelt und an das Modell von Holztechnologie & Holzbau und Design & Produktmanagement angepasst. Ziel war, die holzwissenschaftlichen Inhalte um die Designschwerpunkte Möbeldesign und Innenarchitektur zu ergänzen.

Dank des nun äußerst attraktiven Studienplans sind die Studierendenzahlen spürbar angestiegen. Zusätzlich hat die Fakultät ein neues, modernes Campusgebäude erhalten. Aktuell gibt es Bestrebungen, den Campus Ferizaj in eine Fachhochschule nach dem Modell der FH Salzburg umzugestalten, um eine praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten und die Industrie noch aktiver einzubinden.

Geburtshelferin der ersten Fachhochschule

Der mit 6800 Euro dotierte Erhard-Busek-Würdigungspreis, der heuer zum vierten Mal vergeben wurde, wird zur Gänze in die Gründung einer eigenen Fachhochschule im Kosovo fließen. Maximilian Pristovnik, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Studiengang, erhielt gemeinsam mit Hermann Huber den Preis verliehen: "Die Fakultät für angewandte Wissenschaften (Universität Prishtina) hat bereits ein neues Gebäude in der Stadt Ferizaj zur Verfügung gestellt. Es fehlt allerdings noch an Ausstattung und an entsprechender Planungskompetenz."

Konkret handle es sich um zwei große Werkstätten für die Holz- und Kunststoffbearbeitung. Dafür seien weder eine Maschinenausstattung noch ein entsprechendes Werkstätten-Konzept vorhanden. "Zusätzlich gibt es auch noch einige Seminarräume und Hörsäle, die entweder schlecht oder noch gar nicht möbliert sind. Wir verwenden den Erhard-Busek-Preis dazu, sowohl unser Know-how als auch Teile der Ausstattung für die neu zu gründende Fachhochschule zur Verfügung zu stellen."

Author: Manu Kliemstein