Laufende Projekte


EMIT-Assay Entwicklung für POCT-Messungen von Cortisol

Point-Of-Care-Testing (POCT) Systeme sind tragbare, einfach handhabbare und damit flexibel einsetzbare Geräte, die zur Messung von Laborwerten genutzt werden können. Ein klassisches Beispiel hierfür sind Blutzuckermessgeräte für Diabetiker. Durch die rasche Verfügbarkeit von Messwerten sind POCT-Systeme jedoch nicht nur für das Therapiemonitoring bei chronischen Erkrankungen, sondern auch für ad-hoc Analysen im biomedizinischen und veterinärmedizinischen Bereich von großem Interesse.

Ziel des EMIT Projektes ist die Entwicklung eines einfach durchführbaren Assay, der mittels dem EUROLyser Cube System, das POCT orientiert arbeitet, gemessen werden kann. Mit Hilfe der „Enzyme Multiplied Immunoassay“ Technik (EMIT) soll der Nachweis von Cortisol aus Hundeblut mit möglichst wenig Arbeitsschritten und kurzer Durchführungszeit unter Berücksichtigung der Laborqualitätsstandards Sensitivität, Reproduzierbarkeit und Reliabilität etabliert werden.
Gelingt die Umsetzung, ist die Erweiterung des Spektrums an Laborparametern, die über diese Technologie und dieses POCT-System gemessen werden können, angedacht.

Fördergeber: Eurolyser Diagnostica GmbH
Laufzeit: Dezember 2015 - November 2016
Projektleitung: Mag. Dr. Barbara Bogner,
Team: Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh, Ing. Michael Gruber, Sarah Weikinger (BSc), Maria Schmittner
Studiengang: Biomedizinische Analytik


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POCT - Temperaturabhängigkeit von POCT-Blutzuckermessgeräten

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit des Studiengangs Biomedizinische Analytik (BMA) mit dem Zweig Biomedizin und Gesundheitstechnik der Höheren Technischen Lehranstalt Salzburg durchgeführt. Zwei Schülerinnen führen dieses Projekt im Rahmen ihrer Diplomarbeit unter der Betreuung von Geja Oostingh und Karin Schwenoha am Studiengang BMA durch. Darüber hinaus ist das Projekt auch Teil des Forschungsprojekts SmartHealthCheck des Studiengangs MultiMediaTechnology (MMT) an der FH Salzburg mit Unterstützung durch die Privatklinik Wehrle-Diakonissen.

Diabetes gehört zu den weltweit ansteigenden nicht übertragbaren Krankheiten, welche unter anderem durch einen ungesunden Lebensstil verursacht werden. In Österreich gibt es, laut Informationen der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, derzeit rund 600.000 Menschen, die an Diabetes Mellitus erkrankt sind. PatientInnen mit insulinabhängigem Diabetes müssen mehrmals täglich ihre Blutzuckerwerte kontrollieren. Diese Kontrolle findet mittels „point of care test“ (POCT)-Geräten statt. Diese zeichnen sich durch ihre Mobilität und Einfachheit in der Handhabung aus, sind äußerst klein und können daher flexibel im Alltag verwendet und einfach transportiert werden. Ein bereits durchgeführtes Pilotprojekt der Studiengänge Biomedizinische Analytik und MultiMediaTechnology zusammen mit der Privatklinik Wehrle-Diakonissen zeigte, dass hohe oder niedrige Temperaturen die Messwerte maßgeblich beeinflussen können. Unrichtige Messwerte können in einer inkorrekten Insulindosierung oder inadäquaten Nahrungszufuhr resultieren, welche negative Folgen für die PatientInnen hat.

Hauptziel dieses Projektes ist es, konkrete und exakte Aussagen über die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Blutzucker-POCT-Geräten bei unterschiedlichsten Temperaturen machen zu können. Darüber hinaus soll ermöglicht werden, den Herstellerfirmen von Blutzucker-POCT-Geräten, ein unabhängiges und direktes Feedback über die Möglichkeiten und Grenzen der Geräte zu geben.

Fördergeber: GWS-Forschungstopf
Laufzeit: September 2015 – April 2016
Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh
Team: Karin Schwenoha, MSc, Dr. Richard Podolan, Maria Schmittner, Laura Mitteregger, Isabella Lechner
Beteiligte Forschungsbereiche: Biomedizinische Analytik, MultiMediaTechnology, Privatklinik Wehrle-Diakonissen


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MOYO

Motivating young people to maintain a healthy lifestyle by providing information, education and analysis

Erkrankungen, die infolge falscher Ernährungs- und Lebensweise entstehen, stellen nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Gesundheitssystem eine massive Belastung dar. Im Rahmen des interdisziplinären Gesundheits- und Lifestyle-Projektes „MoYo“, das für und mit SchülerInnen im Raum Salzburg im Herbst 2014 startet, wird ein Programm zur Wissensvermittlung mit Schwerpunkt ausgewogene Ernährung entwickelt. Dabei werden zum einen gesundheitliche Aspekte in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Übergewicht vermittelt, und zum anderen praxisnahe Möglichkeiten zur Verbesserung der Ernährung näher gebracht.

Der Ist-Zustand des Gesundheitsstatus von Probanden wird anonymisiert über die Messung von Laborwerten festgestellt. Folgemessungen sollen zeigen, ob das Interventionsprogramm zu einer Verbesserung der Laborwerte, der körperlichen Fitness und des Gesundheitsbewußtseins allgemein führt. Für die Dokumentation des Ernährungs- und Bewegungsverhalten stehen Smart Phone Applikationen zur Verfügung, die auch als Feedback zur besseren Selbsteinschätzung genutzt werden sollen.

Ziel des Interventionsprogrammes ist die Förderung des Gesundheitsbewusstsein und in weiterer Folge die Verbesserung der Lebensqualität des Einzelnen. Basierend auf den erhobenen Daten können sowohl qualitative als auch quantitative Aussagen über die Effizienz des Interventionsprogrammes gemacht und für die weitere Planung von weitreichenderen Maßnahmen genutzt werden.

Projektwebsite: www.moyo-salzburg.at
Fördergeber: Land Salzburg
Laufzeit: September 2013 - Februar 2016
Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh
Team: Dr. Barbara Bogner, Karin Schwenoha
Studiengang: Biomedizinische Analytik

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Smart Health Check

Im Rahmen des Projekts "Smart Health Check" werden Software-Bausteine für die Entwicklung von spezialisierten Gesundheitsapplikationen auf Smartphones geschaffen. Diese Infrastruktur ermöglicht es, effizient krankheits- und personenspezifische Applikationen zu entwickeln, die dem/r BenutzerIn den Umgang mit seiner/ihrer Krankheit erleichtert und damit helfen, Krankheitssymptome und –folgen zu reduzieren. Essentiell für die korrekte medizinische Diagnose und Behandlung ist eine genaue Dokumentation gesundheitsrelevanter Faktoren. Verstärkte Automatisierung der Dokumentation hat direkten Einfluss auf die Qualität der Aufzeichnungen und somit auch auf die Optimierung der Behandlungsstrategie. Aufgrund der erhobenen Daten werden Hinweise zur Verbesserung der persönlichen Verhaltensweisen erstellt. Diese Hinweise basieren auf der Abschätzung des Einflusses von vergangenen und zukünftigen Handlungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität.
Die starke Zunahme der Smartphone-NutzerInnen eröffnet neue Möglichkeiten der Interaktion mit den PatientenInnen. Die Dokumentation soll substanziell erleichtert und qualitativ verbessert werden. Dies wird sowohl durch intuitive Benutzerinterfaces als auch durch vollständig automatisierte Aufzeichnungen erreicht. Die Gesundheitsapplikation selbst wird im Gegensatz zu einem rein passiven Eingabe- und Monitoring-Tool zu einem aktiven Vorschlagssystem mit starker spielerischer Komponente.

Projektwebsite: www.smarthealth.at
Laufzeit: Juni 2013 - Mai 2015 (mit Option auf Verlängerung um 2 Jahre)
Fördergeber: FFG, COIN Aufbau
Projektleitung: Dr. Simon Ginzinger
Team: Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh, Dr. Thomas Stütz, Martin Tiefengrabner, MSc
Beteiligte Forschungsbereiche: MultiMediaTechnology, Biomedizinische Analytik

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ALRAUNE

Allergieforschung in ruralen, alpinen und urbanen Netzen

Im Rahmen des Sparkling Science Projekts ALRAUNE wird die Exposition und Sensibilisierung auf Allergene im Hausstaub (Milbe, Katze und Hund) untersucht.

Zentrales Element bei Sparkling Science Projekten ist die aktive Einbindung von Schüler/innen und Lehrer/innen in die Forschungsarbeiten. Bei ALRAUNE geschieht dies im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft (AG), die eng mit den Wissenschaftler/innen und der School of Education zusammenarbeitet und in folgende Aufgaben involviert ist: Fragebogenentwicklung, Akquise der Proband/innen, ausgewählte Laborexperimente und Datenanalyse. Parallel dazu entwickelt die AG Unterrichtsmittel sowie Infomaterial für Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Allergie.

ALRAUNE untersucht die IgE Sensibilisierung und Exposition von 500 Schüler/innen aus dem Bundesland Salzburg mittels Microarrays und ELISA. Ein speziell dafür entwickelter Fragebogen soll Aufschluss über die Lebensumstände und Gewohnheiten der Jugendlichen geben. Wichtig ist, dass die Schüler/innen aus unterschiedlichen Regionen kommen um mögliche Umwelt- und Risikofaktoren für die Entstehung einer allergischen Sensibilisierung zu erkennen.

Das Projekt und die Resultate der Studie sollen sowohl durch Pressearbeit, als auch durch Publikationen in fachspezifischen Journalen, Präsentationen auf nationalen und internationalen Kongressen und Wissenschaftskommunikationsveranstaltungen dargestellt werden. Im Sinne einer nachhaltigen Vermittlung und Verankerung von Kompetenzen und der Vernetzung von Wissenschaftler/innen und Bildungspartnern findet während des Projekts an der Universität Salzburg eine Lehrveranstaltung für Studierende und eine Lehrer/innen-Fortbildung in Kooperation mit der PH statt.

Projektwebsite
Fördergeber: BMWF, Sparkling Science
Laufzeit: März 2013 - Februar 2015
Kooperationspartner: Fachbereich Molekulare Biologie, Universität Salzburg; School of Education, Universität Salzburg; Paracelsus Medizinische Universität Salzburg; Pädagogische Hochschule Salzburg; Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule Ursprung
Projektleitung an der FH Salzburg: Carmen Wageneder-Schmid, Geja Oostingh
Studiengang: Biomedizinische Analytik

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Subjective Quality of Life in Care Settings for Older Person - Towards an appropriate assessment tool

Pflegeheime und Einrichtungen des Betreubaren Wohnen haben ein Ziel: Wer dort wohnt, soll sich wohlfühlen. Über das subjektive Befinden ihrer Bewohner ist jedoch nur wenig bekannt. In der Regel werden nur Gesundheitsprobleme erfasst. So erfährt man, wie schlecht es den Bewohnern geht – nicht aber wie wohl sie sich fühlen. Um dies festzustellen, muss man die Betroffenen selbst befragen. Von der amerikanischen Psychologin Carol Ryff wurde hierzu ein Fragebogen entwickelt. Es muss jedoch noch festgestellt werden, ob dieser Fragebogen auch für ältere Menschen in Österreich geeignet ist. Fragt er wirklich nach Dingen, die ihnen für ihr Wohlbefinden wichtig sind? Der Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Salzburg wendet sich daher in einer Befragung an die Personen, die die älteren Menschen am besten kennen: ihre Pflegekräfte und Betreuungspersonen. Diese werden gebeten, an einer systematischen Bewertung des Fragebogens teilzunehmen und ihn mit ihren Vorschlägen zu verbesssern.

Laufzeit: August 2013 - November 2013
Fördergeber: GWS Forschungstopf, FH Salzburg
Projektleitung: Dr. Thomas Boggatz
Studiengang: Gesundheits- und Krankenpflege


Lebensqualität und Selbständigkeit im Alter

Bis zum Jahr 2050 werden fast 3 Millionen Menschen über 60 in Österreich leben. Dies kann zu einer Zunahme des Pflegebedarfs führen und wirft die Frage auf, welche Möglichkeiten es gibt, Wohllbefinden und Selbständigkeit im Alter möglichst lange zu erhalten? Wie sehen die Erwartungen der Betroffenen selber aus? Unser Projekt untersucht, was ältere Menschen tun, um diese Ziele zu erreichen und welches Bedürfnis nach Unterstützung sie dabei haben. Im Rahmen einer qualitativen Studie befragen wir Seniorinnen und Senioren aus dem Bundesland Salzburg danach, wie sie soziale Kontakte und Freizeit gestalten, wie sie zu wohnen wünschen, was sie für ihre Gesundheit tun, welche Unterstützung und Betreuung zu erwarten. Entsprechende Angebote können Wohlbefinden und Selbständigkeit fördern - vorrausgesetzt sie entsprechen den Erwartungen. Die entscheidende Frage lautet also: Wer braucht welches Angebot?

Laufzeit: September 2011 - August 2013
Projektleitung: Dr. Thomas Boggatz
Team: Mag.a Cornelia Habacher
Kooperationspartner: Hilfswerk Salzburg, Gemeindeentwicklung Salzburg, Sozialer Hilfsdienst Seeham
Studiengang: Gesundheits- und Krankenpflege

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Visuelle und sprachliche Metaphorik als Instrument der Compliance-Förderung

Die Effektivität von Gesundheitsförderungs‐ und Präventions-maßnahmen sowie von Behandlungen scheitert im Alltag häufig an der Verständniskluft zwischen InformationsempfängerInnen und Sendenden.
Explorative Gespräche mit ExpertInnen (TherapeutInnen) ergaben, dass im Rahmen von Behandlungen/Beratungen häufig nicht sichergestellt werden könne, „ob sie und PatientInnen nun
vom selben reden“ und dass eine gewisse Hilflosigkeit in der laiengerechten Vermittlung fachspezifischer Inhalte bestünde (vgl. fachübergreifende Gespräche mit Gesundheitsfachberufs-angehörigen) .
Ziel des Forschungsprojektes ist die Bildung eines Metaphern‐/ Assoziationssystems im Form von systematisch erarbeiteten Sprachbildern und Visualisierungen für den Einsatz im therapeutischen bzw. gesundheitsfördernden Kontext. Der Ansatz der visuellen Metaphorik ist dabei ein Schlüsselthema für den Aufbau von Gesundheitskompetenz (Health Literacy, vgl. WHO 1998) und Förderung von Compliance. Er kann maßgeblich zur Adaption von unterschiedlichen Literacy‐Niveaus an verschiedenen Zielgruppen beitragen und die elementare Funktion des Patienten / Bürger als Koproduzent von Gesundheit nachhaltig fördern.

Laufzeit: Oktober 2012 - September 2014
Fördergeber: Salzburger Landeskliniken
Projektleitung: Thomas Michael Haug, MSc
Team: T. Haug, M. Lackus, B. Grabner, M. Seisenbacher, E. Streitwieser
Studiengänge/Forschungsbereich: Design- und Produktmanagement, Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie, Ergotherapie

Aktuell

Virtual Reality Summit an der FH Salzburg

Die VR-Community trifft sich in Salzburg! Am 5. Oktober, ab 14.00 Uhr, findet der erste...

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