Abgeschlossene Projekte


BioInsPa

Up-cycling von Stroh – Biogene Dämmplatte – Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten

Zukünftig wird das Bewusstsein der Bevölkerung für nachhaltige Bau- und Dämmprodukte steigen, weshalb es der Entwicklung standardisierter Dämmstoffsysteme mit definierter Eigenschaft, Rohstoff- und Produktqualität bedarf. Im Forschungsprojekt sollen daher anfallende landwirtschaftliche Erntenebenprodukte unter den Gesichtspunkten des "Upcycling" aufgewertet und stofflich genutzt werden. Die Ziele des Projektes sind:

  • Aus dem Werkstoff Stroh Produktkonzepte, Prototypen, Bauteilsysteme für die Gebäudedämmung zu konzipieren,
  • Musterwandaufbauten zu generieren,
  • Voruntersuchungen für eine mögliche Zulassung durchführen, um mit dem vielversprechendsten Werkstoff / Produkt eine bauaufsichtliche Zertifizierung zu erhalten.

Einerseits sollen damit neue Anwendungsfelder für den Wertstoff Stroh geschaffen werden, andererseits sollen ressourcenschonende, kostengünstige Substitutionsprodukte für Anwendungen von synthetischen Dämmmaterialien erzeugt werden. Aus diesen Gründen erfolgt die Entwicklung des innovativen und standardisierten Dämmstoffes auf Basis von Stroh sowie natürlicher Bindemittel (z. B. auf Basis von Casein) unter Berücksichtigung der Ökoeffektivität, deren Betrachtung sich über den gesamten Produktlebenszyklus erstreckt.

Laufzeit: September 2012 - Dezember 2015
Fördergeber: FFG, COIN Kooperation und Netzwerke
Kooperationspartner: FH OÖ Forschungs- & Entwicklungs GmbH, enicon – eco energy consulting GmbH, ISOCELL GmbH, Flachshaus Waldviertel GmbH, Öko Verein, Architekten Scheicher ZT GmbH
Projektleitung: Dr. Thomas Schnabel [eMail]
Team: Dr. Gianluca Tondi, Hermann Huber, Thomas Wimmer, Katharina Nagl

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FLAME

Brandversuche und Aufschäumen einer Platten aus 50% Wet Blue Lederfalzspänen und 50 % Holzfasern (re)

Integrierte (Markt-)Entwicklung von natürlichen, flammhemmenden Werkstoffen aus Lederspänen für erhöhte Brandsicherheit

Ziel des Kooperations- und Netzwerkprojektes FLAME ist die (Markt-) Entwicklung und industrielle Umsetzbarkeit von neuen, feuerhemmenden 2D-Plattenwerkstoffen auf Basis von Lederfalzspänen für erhöhte Brandsicherheit. Hierbei sollen diese Lederfalzspäne, welche in der Lederfertigung anfallen und eine nationale als auch europaweit zur Verfügung stehende Ressource darstellen, verwendet werden, um nachhaltige Alternativen zu knapp werdenden ligno-cellulosen Rohstoffen sowie zu Brandschutzmitteln zu bieten.

Laufzeit: Dezember 2012 - November 2015
Fördergeber: FFG, COIN Kooperation und Netzwerke
Kooperationspartner: Rema Massivholzplattenwerk GmbH, Eben i. Pongau; IBS – Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung GmbH, Linz; Fa. Unternehmensberatung Mag. Gerald Lackinger, Salzburg; MOMI - HAPPY HATS e.U., Salzburg; Fa. Ing. Teubel Umwelttechnik e.U, Altmünster
Projektleitung: DI (FH) Dr. Thomas Schnabel
Team: Prof. Marius C. Barbu, Axel Maximilian Rindler Bsc, Dr. Thomas Schnabel, Ingrid Seidl, Pia Solt BSc, FH-Prof. Dr. Dominik Walcher, Thomas Wimmer

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Wertstoffe aus Abwasser

Gewinnung biogener Wertstoffe aus industriellen Abwässern
Spezifische Charakterisierung von bereitgestellten Prozessabwässern und Evaluierung der Möglichkeiten zur Generierung von Wertstoffen

Die Nutzung der Sulfitablauge aus der Papier- und Zellstoffherstellung für Produkte in der holzverarbeitenden Industrie ist ein innovativer Schritt zur Weiterverwendung von bisher thermisch genutzten Stoffen. Das Verwenden des Lignins aus der Ablauge einer Zellstofffabrik, die in hohen Produktionsmengen verfügbar ist, stellt in diesem Projekt eine große Herausforderung dar. Es soll nun geprüft werden, ob eine Nutzung des Lignins zur Holzmodifikation oder Spanplattenherstellung möglich ist.
Abwasserreinigungskonzepte für Zellstoff- und Papierabwässer können unter Berücksichtigung der aus langjährigen Erfahrungen abgeleiteten Dimensionierungsregeln an die produktionsspezifischen Bedingungen sowie an die Anforderungen des Standorts angepasst werden.
So gehören Membrantechnologien als Verfahren der Filtrierung zu den Standardprozessen in vielen Bereichen. Durch die TRF-Filtration können Stoffe getrennt und Medien gereinigt werden. Das Hauptaugenmerk des Projekts liegt auf der Verwertung der durch diese Filtrationstechnik gefilterten Stoffe.
Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurden auf Basis eines Retentats (nicht filtrierbarer Anteil) Versuche zur Spanplattenherstellung sowie Holzmodifikation durchgeführt.

Laufzeit: Februar 2012 - Juli 2013
Auftraggeber: Fa. Sappi Austria Produktions- GmbH & CoKG, Gratkorn Fa. TBP Paperconsult GmbH, Linz
Kooperationspartner: Fa. Schweighofer Fiber GmbH, Hallein; Fa. GIG Karasek GmbH, Gloggnitz
Projektleitung: Prof. Marius C. Barbu, FH-Salzburg; Dr. Kurt Schloffer, Added Value International GmbH, Kuchl; Dr. Fritz Struber, Schweighofer Fiber GmbH, Hallein
Team: Timothy Coutu, DI Tilman Grünewald, Elias Keck, Dr. Joachim Knoblauch, Hanna Nedorost, Verena Schießl, Dr. Gianluca Tondi, DI Eugenia Tudor

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Mikroperforation

Für die Ausstattung von Hallen und die Herstellung von Akustik-Wandverkleidungen und Deckenelementen liegen mikroperforierte Sandwichelemente bereits im Trend. Im Studiengang Holztechnologie und Holzbau und dem Forschungsbereich Holz- und biogene Technologien der FH Salzburg werden die Möglichkeiten in diesem Marktsegment analysiert. Es werden die grundlegenden Möglichkeiten zur Herstellung von Mikroperforationen an verschiedenen Materialien und Komponenten von Sandwichelementen aus Holzwerkstoffen untersucht. Für die Herstellungsmethodik ist im Besonderen die Verwendung von Lasergeräten interessant. Verschiedene Einflussparameter müssen im Detail betrachtet sowie deren Entwicklungs- und Optimierungspotential ausgelotet werden. Weitere Herstellungsmethoden sollen jedoch auch in das Screening mit aufgenommen werden. Die Ergebnisse dieser ersten Forschungs- und Entwicklungsarbeit sollen zur Weiterentwicklung eines selbst entwickelten Sandwichelementes des Projektpartners dienen und können auch Grundlage für weitere Neuentwicklungen sein.

Laufzeit: November 2012 - November 2013
Projektleitung: Prof. Marius C. Barbu

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Formaldehyde-free tannin-furanic foams

The tannin-based rigid foam is one of the most interesting products developed in material science in the last years. Recently, the product has been significantly developed and several industrial partners are seriously considering to invest in this new lightweight material.
These foams were originally constituted of tannin extract and furfuryl alcohol polymerized at room temperature with the fundamental contribution of formaldehyde. In our laboratories we have shown that totally natural formulations (no more formaldehyde is used) can produce stable tannin-furanic network as soon as some external heat is supplied (hot-press and microwaves).
According to this recent breakthrough, our research group is focusing in the further improvement of the properties of the product trying to maintain or even improve the sustainability of this environmentally-friendly insulation material.
The most significant properties of the tannin-furanic foams are the strong insulation and fireproof properties: A foam of 50 Kg/m³ has a heat conductivity comparable to the one of the most common insulation foams (e.g. polystyrene and polyurethanes) and it resists to burning very hardly. Indeed, no flame propagates through the tannin-furanic foams and short extinguish time occurs when the material is hit by the flame.
Our research group have recently published two important research articles in this field: The first work is related to the hot-press produced foams and the second is dedicated to the microwaves produced ones.
Industrial interest on this project is actually arising especially for the use of these products as insulation materials. An active collaboration with Kaindl has been recently established.

Laufzeit: Oktober 2010 - Dezember 2013
Kooperationspartner: Kaindl GmbH
Projektleitung: Dr. Gianluca Tondi
Masterstudenten: Martin Link, Christian Kolbtisch

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Innovative Brandschutzmittel zur Holzimprägnierung

Brandschutz ist ein wichtiger Aspekt in der Bauwirtschaft. Auch wenn bereits sehr gute Lösungen angeboten werden, ist dieses Thema nach wie vor eines der vorrangigen im Bereich der Holzforschung.
Im Zuge eines gemeinsamen Projektes wurde nun eine neue industrielle Formulierung eines Brandschutzmittels der Firma Adler-Werk Lackfabrik u. a. über Brandversuche an häufig verwendeten Holzarten getestet, um das Eindringen des Brandschutzmittels und den Grad der Imprägnierung zu untersuchen.

Laufzeit: März 2013 - Juni 2013
Kooperationspartner: Adler-Werk Lackfabrik, Johann Berghofer GmbH & Co KG
Projektleitung: Dr. Gianluca Tondi

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Babelweb.Pro

Babelweb.Pro reagiert auf einen Nachholbedarf bei der Implementierung neuer, auf dem Web 2.0 basierender Lernformen im Sprachunterricht und fördert den handlungsorientierten Ansatz (GERS) sowie Interkomprehension. Das Vorgängerprojekt Babelweb erfährt durch Babelweb.Pro eine Neuauflage, die Materialien werden weiterentwickelt und einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Babelweb ist eines der wenigen Projekte, das innovative Wege für die genannten Neuerungen im Sprachunterricht aufzeigt. Die Blogs und Foren  der Website  www.babel-web.eu eröffnen für Lernende romanischer Sprachen authentische Situationen der Sprachverwendung und der Interkomprehension. Bahnbrechende Ansätze wie jener der "unsichtbaren Didaktik" und jener der Interaktion machen Babelweb zu einem äußerst innovativen Produkt in diesem Bereich.

Projektwebsite: www.babel-web.eu
Laufzeit:
Februar 2012 - Jänner 2013
Fördergeber: EU, EACEA
Projektleitung: Mag. Ulrike Hofmann

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3d-LeFaShape

Manche Stoffe sind unnachahmlich, wie Leder etwa. Seine Haptik und seine Optik kann man kaum imitieren. Leder wirkt auf den Konsumenten edel und von hoher Qualität. Eigenschaften, die man nicht ungenutzt lassen sollte. Genau so wenig wie die Nebenprodukte, die bei der Lederverarbeitung anfallen. Deshalb reichte die Fachhochschule Salzburg gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen, HDEMC Hessenberger GmbH, nanocuir®, Unternehmensberatung Mag. Gerald Lackinger und LSI Ludwig Schleicher Ingenium GmbH & Co KG, ein Forschungsprojekt bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zu diesem Thema ein. Am 25.01.2011 wurde das Projekt mit dem Kick-Off Meeting erfolgreich gestartet.
Verfolgt wird ein neuer Ansatz für die innovative Nutzung von Nebenprodukten am Studiengang Holztechnologie & Holzbau gemeinsam mit dem Studiengang Design & Produktmanagement. Das Ziel des ambitionierten Projektes ist unter anderem die Entwicklung von wiederverwertbaren, großflächigen Werkstoffplatten mit wahrnehmbarer Materialdicke, die aus aufbereiteten Lederfaserresten und Bindemittel gefertigt werden. Die größte Herausforderung im Entwicklungsprozess des Werkstoffes liegt darin, die eingesetzten Materialien mit dem Herstellungsprozess abzustimmen. Schließlich beinflusst dieser die Eigenschaften des Lederwerkstoffes erheblich. Aus dem neuen Leder-Werkstoff sollen Prototypen für Konsumgüter entstehen, wie etwa Lautsprecherboxen, „enjoy desin“ oder Lederlandschaften, die sich mit ansprechendem Design, natürlicher Optik und den haptischen Eigenschaften auszeichnen. Durch das Forschungsprojekt können einerseits neue Anwendungsfelder für ein Recyclingprodukt geschaffen werden, andererseits ressourceneffiziente Substitutionsprodukte für Bereiche, in denen bislang natürliches Leder benutzt wurde.
Gemeinsam mit den Projektunternehmen aus dem In- und Ausland werden die Prozess- und Materialentwicklung für die innovativen Produktideen und deren Analyse der Marktpotenziale verfolgt. Dabei profitieren die beteiligten KMUs durch die verbesserte Ressourcenausnutzung, durch Markterschließung, Produktinnovationen aber auch durch die Erhöhung des Marktwertes. Zudem liefern die Forschungsinhalte einen wichtigen Input und Erkenntnisse für die Studierenden beider beteiligter Studiengänge. So arbeiten zum Beispiel die beiden Masterstudenten des im Herbst 2010 gestarteten Masterstudiengangs Holztechnologie & Holzwirtschaft, Tilman Grünewald und Sven Ostrowski, im Projektteam mit und werden im Rahmen des Themas ihre Masterarbeit erstellen.

Laufzeit: Dezember 2010 - Dezember 2012
Fördergeber: FFG, COIN Kooperation und Netzwerke
Kooperationspartner: HDEMC Hessenberger GmbH, Nanocuir, Dr. Remy Cedric Stoll, LSI Ludwig
Schleicher Ingenium GmbH & Co KG, Unternehmensberatung Mag. Gerald Lackinger
Projektleitung: DIin (FH) PhD Stefanie Wieland, MSc; DI (FH) Dr. Thomas Schnabel (Holztechnologie & Holzwirtschaft); FH-Prof. Mag. Dr. Bernhard Rothbucher (Design- und Produktmanagement)

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"Leder up-cycling"

Verwendung von wertvollen Nebenprodukten aus der Lederveredlungsproduktion für neue Anwendungen
Durch die Neuentwicklung von Werkstoffen unter Berücksichtigung der Ressourcenausnützung oder Weiterentwicklung von Eigenschaften bestehender Materialien können wichtige Produktinnovationen entstehen. Anfallende Nebenprodukte können unter dem Gesichtspunkt des "up-cycling" aufgewertet werden.
In diesem Themenfeld steht auch die Entwicklung großflächiger Plattenwerkstoffe aus rückgewonnenen Produkten des lederverarbeitenden Gewerbes. Auf diese Weise wird nicht nur die Wertschöpfung der Lederfasern erhöht, es können auch innovative Produktideen mit dem neuartigen Werkstoff umgesetzt werden. Durch die interdisziplinäre Aufstellung des Projektes in Form der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Nanocuir , dem Studiengang Holztechnologie und Holzbau und dem Studiengang Design- und Produktmanagement wurden erste Anwendungsmöglichkeiten ermittelt und Ideen für Prototypen angedacht.

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Jumbo - Neue Kundengruppe für eine Schweizer Baumarktkette

Die Marktdynamik der DIY (do it yourself) - Branche in der Schweiz beschleunigte sich in den letzten Jahren durch den aggressiven Eintritt der deutschen Mitbewerber ungemein. Dies war die Motivation für die Nr. 2 im Markt, die Jumbo-Markt AG, eine Studentengruppe im 5. und 6. Semester mit der Entwicklung von Strategien für die Gewinnung neuer Kundengruppen für das Unternehmen zu beauftragen.
Ausgehend von einer Fact-Finding-Mission in Zürich mit Briefing von Marketingleiter Massimo Moretti, einer Analyse der verschiedenen implementierten Filialkonzepte des Konzerns und einer Konkurrenzanalyse in der deutschsprachigen Schweiz wurde das Projekt in 4 Bausteine als abgeleiteter Corporate-Identity-Prozess strukturiert:

  • Corporate Identity – wofür steht Jumbo und wie könnte sich das Unternehmen in Zukunft positionieren?
  • Corporate Behaviour – welche Verhaltensmaßnahmen nach innen Richtung Mitarbeiter und außen Richtung Kunden – können die Identitätsattribute von Jumbo weiter stärken?
  • Corporate Communication – mit welchen konventionellen und unkonventionellen Kommunikationsaktivitäten könnten die Kommunikationsziele von Jumbo effizienter umgesetzt werden?
  • Corporate Architecture – welche Gestaltungsänderungen der Märkte und in der Warenpräsentation könnten neue Zielgruppen in die Shops locken?

Mit dem Vorteil der Außenbetrachtung (die Österreicher schauen in die Schweiz) kombiniert mit dem Branchen- und Marktverständnis wurden in fünf aufeinander abgestimmten und synchronisierten Bachelorarbeiten ein klares und umsetzbares Corporate Identity Konzept für das Unternehmen erarbeitet, das genau die Potenziale für eine künftige Positionierung und Profilierung in einem schwierigen Marktumfeld ermöglicht.

Massimo Moretti (Marketingleiter Jumbo-Markt AG): "Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Salzburg war für JUMBO äußerst unkompliziert und mit wenig Aufwand von Seiten des Auftraggebers verbunden. Die Aufgabenstellung, die Baumarktkette JUMBO zu analysieren und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Positionierung von JUMBO zu geben, war nicht so einfach. Zumal die Baumarkt-Branche ihre eigenen Gesetze hat. Umso erstaunlicher war die hohe Affinität der Studierenden zur Branche und ihre pragmatische Lösungsvorschläge. Die Jumbo Markt AG wird bestimmt einige Idee in die Praxis umsetzen und ist dementsprechend zufrieden mit dem Ergebnis. An dieser Stelle sei auch ein Dank an Herrn Professor Berger und sein Team erlaubt, welche die Arbeiten fachlich kompetent begleitet haben".

Laufzeit: Oktober 2011 - Oktober 2012
Projektbetreuer/in: Prof.(FH) Mag. Günter Berger, Manuela Lackus MA, DI(FH) Otmar Bachler
Studentische Mitarbeiter/innen: Julia Promegger, Nadine Hatzmann, Julia Kitzberger, Michael Pelka, Vanessa Bogensperger

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CT-FEM: Das optimale patientenspezifische Implantat

In Kooperation mit der Pracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) arbeitet die Projektgruppe unter Leitung von Dr. Karl Entacher und Dr. Alexander Petutschnigg an der Analyse und Optimierung von Implantaten und Prothesen. Erste wichtige Erfolge sind bereits zu verzeichnen.
Auf Basis von CT und MRI Daten ist es möglich dreidimensionale Finite Elemente Volumenmodelle (Verfahren zur Berechnung komplexer Strukturen) von Knochen und Gelenken zu erstellen. Diese 3D-FE Modelle können zur Analyse und Optimierung von Implantaten und Prothesen verwendet werden.
Ziel der Forschungsarbeit war die Entwicklung von Methoden zur Anpassung eines Implantats auf den jeweiligen Patienten. Daraus ergaben sich viele unterschiedliche Aufgabenstellungen betreffen der Implantatentwicklung und -herstellung sowie der Unterstützung beim Einsetzen der Implantate. Da die Lösung dieser Aufgabenstellungen ressourcenbezogen und inhaltlich sehr umfangreich war wurden erste Pilotstudien erstellt.

Erste 3D-Schultermodelle
Die Projektgruppe unter der Leitung von Univ-Doz. Dr. Karl Entacher und Dr. Alexander Petutschnigg in Kooperation mit der PMU konnte bereits erste wichtige Erfolge verbuchen. So wurden für mehrere Patienten 3D-FE Modelle der Schulter erstellt und für ein ausgewähltes Modell Finite Elemente Berechnungen durchgeführt. Mit Hilfe dieser Berechnungen lassen sich für unterschiedliche Belastungsfälle die Spannungen im Implantat sowie die Spannungen und Scherkräfte im Knochen ermitteln. Die Ergebnisse werden zur Beurteilung von unterschiedlichen Implantat-Formen oder unterschiedlicher Implantat-Positionen verwendet.
Das Projekt im Rahmen des FWF - Translational Research Program ist mit einem Budget von 160.000 Euro für 3 Jahre anberaumt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch für Studien zur 3D-Modellierung und FE-Analyse von Holz und Holzwerkstoffen angewandt.

Laufzeit: Februar 2006 - Jänner 2012
Fördergeber: FWF, Einzelprojekt
Kooperationspartner: Private Medizinische Universität Salzburg
Team: K. Entacher, A. Petutschnigg, W. Pomwenger und P. Schuller-Götzburg

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Zerreiche aus dem Kosovo/Analyse der Eigenschaften von Quercus cerris L. aus dem Kosovo

42% der Landesfläche im Kosovo ist mit Wald bedeckt. Zu den am häufigsten vorkommenden Holzarten gehören neben diversen Nadelholzarten vor allem Laubholzarten, wobei der größte Anteil auf Buche und Eiche entfällt. Holz spielt im Kosovo vor allem als Energieträger eine wichtige Rolle. Über 50% des geernteten Holzes wird als Brennholz verbraucht (Österreich: ~20%), der Rest entfällt auf Holzprodukte. Zu den derzeitigen Holzprodukten im Kosovo gehören Türen, Fensterrahmen, Möbel und diverse Baumaterialien. Eine steigende Tendenz der Holznutzung als Rohstoff für wertvolle Produkte erfordert auch einen fundierten Kenntnisstand über den eigesetzten Rohstoff.
Dieses Projekt beschäftigt sich daher mit ausgewählten physikalischen und mechanischen Eigenschaften und der Mikrostruktur der Holzart Zerreiche (Quercus cerris L.) aus dem Kosovo. Ergebnisse der Arbeit sollen das Potenzial dieser Holzart aufzeigen, um neue Einsatzgebiete dafür zu erschließen. Die Daten dienen als wertvolle Werkzeuge zur Unterstützung der Entscheidungsfindung in Bezug auf die praktische Bedeutung der Zerreiche in der Industrie.

Laufzeit: August 2010 - Oktober 2011
Fördergeber: AEI Agentur für Europäische Integration/AEI Project office, FAA Holding GmbH, Wien
Kooperationspartner: Universität Prishtina, Faculty of Technical Applied Sciences, Department of Wood Technology
Projektleitung: FH-Prof. Dr. Alexander Petutschnigg, DI(FH) Gernot Standfest

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3D-Charakterisierung der Mikrostruktur von Verbund-, Faser- und Schaumwerkstoffen mittels Sub-μm Röntgen-Computertomografie

Verbund-, Faser-, und Schaumwerkstoffe auf Polymer- und Holzbasis haben wegen ihrer spezifischen Eigenschaften und ihrer vielseitigen Verarbeitungs- und Anwendungsmöglichkeiten eine sehr große Bedeutung erlangt. Anwendungen von diesen Werkstoffen reichen vom Leichtbau (z.B. Automobil- und Flugzeugindustrie) bis zur Elektronik, Freizeitindustrie, sowie Textil- und Medizintechnik. Weitere wesentliche Anwendungsgebiete sind im Bereich der Papier-, Bau- und holzverarbeitende Industrie zu finden.
Die FH Salzburg beschäftigt sich in diesem Projekt mit der quantitativen (aber auch qualitativen) Charakterisierung der Strukturen in Holzwerkstoffen – vornehmlich Spanplatte, Faserplatte und Oriented Strand Board (OSB). Nach Erfassung der Struktur in den Holzwerkstoffen soll der Einfluss der Hohlräume auf gewisse mechanische und physikalische Eigenschaften dargestellt werden.
Die Computertomographie soll dabei als schnittbildgebendes Verfahren maßgeblich beteiligt sein. Da es sich in diesem Projekt um drei vom Aufbau her unterschiedliche Holzwerkstoffe handelt, soll herausgefunden werden, ob die Mikrotomographie oder die Sub-Mikrotomographie ausreichend ist. Holzwerkstoffe haben ein ausgeprägtes vertikales Rohdichteprofil, das maßgeblich für die wichtigsten Eigenschaften des Holzwerkstoffes verantwortlich ist. So ist es auch von großem Interesse, ob das Rohdichteprofil anhand der Tomographiedaten darstellbar ist. Daraus resultierende Ergebnisse sollen mit den Ergebnissen aus anderen Prüfmethoden wie z.B. einer Rohdichtemessung mittels üblichem Durchstrahlungsverfahren (Röntgenstrahlung oder Isotopenmessung) verglichen werden. Weiters soll auch überprüft werden, ob die Dichte mittels CT auch in Plattenebenen bestimmbar ist.

Laufzeit: Oktober 2008 - September 2011
Fördergeber: FFG, FHplus in COIN
Kooperationspartner: FH OÖ Wels als Koordinator, Borealis Polyolefine GmbH, Lenzing AG, Trodat GmbH, Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH und Institut für Werkstoffwissenschaft und -technologie der TU Wien
Projektleitung: FH-Prof. Dr. Alexander Petutschnigg, DI(FH) Gernot Standfest

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Holzmarketing: Kommunikation

Im Auftrag des Holzcluster Salzburg werden die aktuellen Kommunikationsaktivitäten der Interessensvertretungen und der Betriebe der Branche im Bundesland Salzburg erhoben und in weiterer Folge in einem Benchmark-Prozess mit anderen Branchen und Baustoffen verglichen sowie Optimierungspotenziale für die Kommunikation von Holz erarbeitet.
Schwerpunkte sind:

  • die Analoge Kommunikation der handelnden Akteure
  • Möglichkeiten der digitalen Kommunikation mit Schwerpunkt web2.0 und 3.0
  • ein Vorschlag für einen Masterplan der PR- und Kommunikationsaktivitäten der verschiedenen Branchenakteure in Salzburg
  • Möglichkeiten des "Low-Budget-Marketings" mit besonderem Fokus für die KMU der Branche
  • Eventmarketing für die Holzbranche
  • Entwicklung von Verbersserungsvorschlägen für die Imagesteuerung des Werkstoffes Holz

Laufzeit: September 2010 - Juli 2011
Projektleitung: Mag. Günter Berger

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New biofriendly tannin-based wood preservatives

Wood preservation is a branch of science which is always looking for new up-to-date solutions to maintain unaltered the characteristics of timber. Especially nowadays, the availability and use of environmentally friendly wood preservatives are strictly required. In this way several ideas and many publications have been proposed to replace heavy-metal based formulations in the last years e.g. using tannins.
However, there are still some drawbacks for the use of tannins in wood preservation in order to make them interesting and applicable for industrial use, like their high solubility in water and consequently the high leachability. Our approach is the optimization of a more performing, environmentally-friendly tannin-bore formulation and the development of new bio-friendly, non-toxic and 100 % natural wood preservatives derived from low cost poly-phenolic compounds. Moreover, the introduction of additives such as phosphoric compounds in the formulation of the wood preservatives will be analyzed to bring new functionality to the wood material (e.g. fire-resistance) without modifying the properties as wood-preservative. Various wood species and different tannin based formulations will be investigated in this project. The important wood properties will be determined against the European Norms for wood
preservation certification to give a statement of the potential of the wood preservative treatment for industrial applications. Also the parameters of importance at the chemical level in such wood preservatives performance induced by the different wood-derived tannins used will be determined.
A successful finish of the proposed project enables knowledge on the usability of various environmentally-friendly tannin based formulations as wood preservatives and the influence of these formulations to the process of timber treatment and final wood properties (e.g. long-term protection, resistance against biological agents). The gained knowledge is essential for further projects to get commercially useable results.

Laufzeit: Juli 2010 - Juni 2011
Fördergeber: FWF, Lise Meitner Programm
Kooperationspartner: CIRAD Persyst, Montpellier/France; University of Nancy, Epinal/France
Projektleitung: Dr. Gianluca Tondi

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Surface functionalization

Die Verwendung von Holz hat eine lange Tradition und wird wegen seiner positiven Eigenschaften geschätzt und für viele Anwendungen dadurch attraktiv. Im Außenbereich ohne Erdkontakt unterliegt es einem Abbauprozess, der das Material an der Oberfläche verändert. Häufig werden Beschichtungssysteme eingesetzt, um das Holz zu schützen. Neben der ökologischen Betrachtung spielt auch der mögliche Wartungs- und Sanierungsaufwand der Beschichtungen eine wesentliche Rolle bei der Verwendung von Beschichtungssystemen.
Ziel des Projektes war es, eine Methode für die Funktionalisierung von natürlichen Holzoberflächen zu erreichen, um gezielte Eigenschaften (z. B. beschleunigte, gleichmäßige Vorvergrauung oder eine verbesserte Verwitterungsbeständigkeit) zu erhalten. Verschiedene Prozesse mit entsprechenden Materialvor- und -nachbehandlungen wurden durchgeführt und lassen ein großes Potenzial einiger Methoden erkennen. Nichtsdestotrotz sind noch einige Forschungsfragen ungelöst, weshalb ein größeres Forschungsprojekt für die nötige Grundlagenforschung angedacht wird.

Laufzeit: September 2009 - September 2010
Auftraggeber: Timberfreak GmbH (über FFG Innovationsscheck)
Projektleitung: Dr. Thomas Schnabel

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Für Atomic Prozesse optimieren

Gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Informationstechnologie & System-Management entwickeln Studierende von Holztechnologie & Holzbau für den AMER Sports Konzern (mit der bekannten Marke ATOMIC) am Standort Altenmarkt ein System zur Optimierung betrieblicher Produktionsprozesse. So werden bestehende Prozesse kontinuierlich verbessert - ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um als Unternehmen im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben.
Die Zusammenarbeit zwischen HolztechnologInnen und InformationstechnologInnen im Rahmen einer betrieblichen Aufgabenstellung entspricht dem Alltag in einem Unternehmen. So lernen die Studierenden nicht nur KollegInnen anderer Studienrichtungen kennen, sondern auch deren Arbeitsweise und –methoden. Durch die zusätzliche Einbindung von Gaststudierenden der École
Supérieure d’Ingénieurs – ESIGETEL in Frankreich, werden auch internationale und kulturelle Fragestellungen - die französische Wintersportmarke Salomon gehört ebenfalls zum AMER Sports Konzern - in der Projektarbeit relevant.
Die Ergebnisse des Projekts wurden in einer Zwischenpräsentation den Managern des Unternehmens vorgestellt und das Potenzial dieses Aufgabenfelds erfolgreich hervorgehoben. Betreut wird das Projekt wird von von FH-Prof. Dr. Alexander Petutschnigg und FH-Prof. Univ.-Doz. Dr. Karl Entacher.

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Neue Ideen für Materialien aus Holz

Neue Werkstoffe und Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen entwickeln - das ist Ziel eines Studentenprojekts des ersten Semesters des Studiengangs Holztechnologie & Holzbau in Kooperation mit der SFK Tischler GesmbH, welche die Flugzeug- und Automobilindustrie mit Werkstoffen aus biogenen Materialien sowie gefrästen Aluminiumkomponenten beliefert.
Von den Studierenden werden zahlreiche neue Materialkonzepte entwickelt, wobei die innovationen Ansätze von Materialien für Sportartikel bis hin zu bauphysikalischen
Detailentwicklungen reichen.
In einer ersten Zwischenpräsentation wurden Gerhard Spitzbart, Geschäftsführer von SFK, die ersten Ergebnisse präsentiert. Das hohe kreative Potenzial der Studierenden und ihr Einsatz für einen optimalen Lösungsansatz lassen spannende Ergebnisse erwarten.
Im Rahmen dieses Projekts werden die Studierenden nicht nur von den Professoren des Studiengangs sondern auch von externen Experten aus unterschiedlichen Forschungs- und
Bildungsinstitutionen unterstützt (Univ.-Prof. Dr. Rupert Wimmer von der Universität für Bodenkultur in Wien, Prof. Dr. Marius Barbu von der Universität Hamburg und Prof. Dr. Ing. Jörg Müssig von der Fachhochschule Bremen).
Damit kommen die Studierenden in Kontakt mit internationalen Forschergruppen und machen Erfahrungen mit den Herausforderungen der internationalen Kommunikation in Entwicklungsprojekten.

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Holzfenster Salzburg

Unter der Leitung von FH-Prof. Mag. Günter Berger hat die ARGE Holzfenster ein zertifiziertes Passivhausfenster entwickelt.
Der Markt für Holzfenster hat sich mit der Substitution durch PVC-Fenster in der Vergangenheit dramatisch verändert, das Holzfenster hat sehr große Marktanteile verloren. Für
handwerklich organisierte Betriebe wird es trotz der vorhandenen technischen Möglichkeiten immer schwieriger, auf dem Fenstermarkt wirtschaftlich erfolgreich zu agieren.
Zusätzlich steigen die Anforderungen an das Produkt stetig, weil sich durch die steigende Energieeffizienz im Bauwesen (Niedrigenergie- und Passivhausstandard) die bauphysikalischen Eigenschaften verschärfen.
Die Kooperation von vier Mitbewerbern am Markt für Holzfenster soll die Wettbewerbsfähigkeit der KMU gegenüber den industriellen Mitbewerbern erhöhen. Erreicht werden soll dies durch die Erarbeitung eines gemeinsamen Marketingkonzeptes, der Entwicklung von innovativen neuen
Produkten und Effizienzsteigerungen durch gemeinsame Beschaffung und Produktion. Die Gründung einer gemeinsamen Dachmarke und die Steigerung des Bekanntheitsgrades mit verschiedensten Kommunikationsinstrumenten (z.B.: TV-Spots, Print-Infokampagne) sind ebenso wie die Durchführung gemeinsamer Events Bestandteile dieser Strategie.
Im Rahmen des von FH-Prof. Mag. Günter Berger geleiteten Projektes ist die gemeinsame Entwicklung eines neuartigen und passivhaustauglichen Holzfensters gelungen, welches durch das Darmstädter Passivhaus-Institut zertifiziert ist. Das erfolgreiche Clusterprojekt zeigt die positiven Auswirkungen einer professionell begleiteten Kooperation.

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Furniere neu interpretieren

Die Karl Danzer GmbH - einer der weltweit führenden Hersteller von Laubholzfurnieren und Schnittholz - hat Studierende des Studiengangs Holztechnologie & Holzbau beauftragt, neue Anwendungskonzepte für Furnier und Furniermaterialien zu entwickeln, um diesem hochwertigen und ästhetisch anspruchsvollen Werkstoff neue Anwendungsfelder zu erschließen.
Die Verwendung von Furnieren ist traditionellerweise dem exklusiven Interiorbereich zugeordnet. Innovationssprünge in der Anwendung sind selten. Studierende des 3. Semesters suchen nun nach Antworten auf gestalterische und technologische Fragestellungen. Darüber hinaus werden Strategien für das Marketing des Unternehmens erarbeitet.
Da die Karl Danzer GmbH mit Produktionsstätten in Europa, Afrika, Süd- und Nordamerika vertreten ist, sind Konzepte und Produktentwicklungen nur im Kontext einer internationalen Sichtweise zu erstellen. In einer ersten Zwischenpräsentation wurden Walter Mooslechner, Geschäftsführer der Danzer-Niederlassung in Salzburg, die ersten Ergebnisse präsentiert.

Optimale Berufsvorbereitung
Das hohe kreative Potenzial der Studierenden und die konstruktive Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Furnier lassen spannende Ergebnisse erwarten. Der Einfluss der unterschiedlichen Sichtweisen, Kulturen und Wirtschaftssysteme in der Projektbearbeitung bereiten die
angehenden ManagerInnen und IngenieurInnen optimal auf die späteren Aufgaben in der international vernetzten Holzwirtschaft vor.
Das Projekt wird von FH-Prof. Dr. Alexander Petutschnigg, Mag. Michael Ebner und DI (FH) Maximillian Pristovnik betreut.

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Analyse und Entwicklung einer Methodik zur Steuerung der Qualität bei der thermischen Modifikation von Holz

Erhitzes Holz: Dunkler - widerstandsfähiger - umweltfreundlich
Thermoholz erfüllt neue Anforderungen und findet neue Einsatzbereiche. Für außen, im Feuchten oder aus Geschmacksgründen. Gezieltes Erhitzen macht Holz zum modernen Material.
Holz ändert unter Hitze seine chemische Zusammensetzung und damit seine Eigenschaften. Bei 180 bis 220 Grad wird die Farbe dunkler, das Verhalten beim Klimawechsel ruhiger und die Widerstandsfähigkeit höher. Thermisch behandelt "arbeitet" Holz weniger und reagiert daher weniger auf Feuchtigkeit mit Formveränderung. Dieser Vorteil eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel in Außen- oder Wellnessbereichen.
Während der Erhitzungsvorgang bisher weitgehend von Erfahrungswerten abhängig war, erlauben die neuesten Forschungsergebnisse eine baldige Online-Steuerung der Thermobehandlung. Damit wird die Holzqualität verlässlicher und Ressourcen werden geschont, da Materialausfälle während der Produktion der Vergangenheit angehören.

Laufzeit: April 2006 - April 2009
Fördergeber: FFG, FHplus Kooperationsvorhaben
Kooperationspartner: Thermoholz Austria GmbH (Gaflenz), Mühlböck Trocknungsanlagen GmbH (Eberschwang), timberfreaks Holztechnik GmbH (Eugendorf), TU München, Holzforschung München
Team: FH-Prof. Dr. Bernhard Zimmer, Dipl. Holzw. Helmut Bächle (Dissertant), Herbert Irnberger, Thomas Wimmer

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Entwicklung eines Formgebungsverfahrens für holzwerkstoffbasierte Grünkörper zur Herstellung biogener SiCKeramiken

Moderner Werkstoff mit exzellenten Eigenschaften
Holz auf neuen Wegen: In Verbindung mit Hitze und flüssigem Silizium entsteht ein Hightech-Material für besondere Anforderungen - Keramik fast so hart wie Diamant.
Wird Holz in der sogenannten Pyrolyse auf 900 Grad erhitzt, bildet sich ein Kohlenstoffkörper. Wie bei der Herstellung von Holzkohle verabschieden sich temperaturbedingt Sauerstoff und Wasserstoff aus dem Material. Die Struktur des Holzes bleibt erhalten, aber die ursprüngliche Größe und Dichte verändern sich.
Der entstandene Kohlenstoffkörper lässt sich leicht formen und wartet auf seinen nächsten Bearbeitungsschritt: Bei 1600 Grad und unter Vakuum wird flüssiges Silizium ‚infiltriert’. Dadurch entsteht eine Keramik namens Siliziumcarbid (SiC). Die einst hölzerne Form ist nun hart wie Diamant und extrem hitzebeständig. Holz als Hightech-Werkstoff mit völlig neuen Aufgaben: SiC-Keramik dient zum Beispiel als Hitzeschild bei Spaceshuttles und kommt neuerdings als hochbelastbares Material für Schulterimplantate in Betracht.

Laufzeit: November 2006 - November 2008
Fördergeber: FFG, Fabrik der Zukunft
Kooperationspartner: TSGL Carbon GmbH (Meitingen, D), Böhler Wärmebehandlung GmbH (Wien, A), iew Induktive Erwärmungsanlagen GmbH (Brunn am Gebirge), TU München
Team: FH-Prof. Dr. Bernhard Zimmer, FH-Prof. Dr. Olaf Treusch, Dipl. Ing. silv. univ. Josef Lohr (Dissertant)

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Unter dem Segel entspannen

Mit VELA präsentiert der Möbelhersteller Joka ein Produkt, das den Gedanken von Ruhe und Entspannung konsequent aufgreift und zu einer unverwechselbaren Formensprache
führt. Die Idee zu VELA entstand in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Holztechnik & Holzwirtschaft an der Fachhochschule Salzburg.
VELA vereint die Funktionen von Sonnenschutz und Liege. Die komfortable Einstellung des Segels erfolgt bequem aus der Liegeposition. Das flexible Segel besteht aus einem bielastischen Stoff.
Die Idee zu VELA entstand in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Holztechnik & Holzwirtschaft an der Fachhochschule Salzburg. Im Rahmen eines Studentenprojektes wurde das Konzept unter der Leitung von DI (FH) Maximilian Pristovnik und Mag. Michael Ebner entwickelt.
Die Umsetzung des Konzeptes und die Weiterentwicklung bis hin zum Designprototypen lag in der Verantwortung von Mag. (FH) Timo Nau, Absolvent des Studienganges Design & Produktmanagement.

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