Schwerpunkte im Forschungsbereich Holz & Biogene Technologien

Im Kernkompetenzbereich "Holz & Biogene Technologien" liegt der Schwerpunkt auf der Neuentwicklung von Werkstoffen unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte, der Untersuchung, Weiterentwicklung und Optimierung von Eigenschaften bestehender Holzwerkstoffe und deren Oberflächen sowie auf Projekten im Bereich intelligenter Ressourcennutzung.
Dies beinhaltet z.B. die Kombination unterschiedlicher Materialien (z.B. das FFG Projekt "3d-LefaShape", Lederfaser-/Holzfaserkombinationen), die Untersuchung neuer Composite Materials (FFG Innovationsscheck SFK Spitzbart GmbH), die Entwicklung, Qualifizierung und Erprobung neuer Wärmedämmstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe (z.B. Schäume auf Basis von Tanninen), die Entwicklung und Untersuchung innovativer Materialfunktionen (z.B. multifunktionale Oberflächen) oder die Evaluierung von Wertstoffnutzungsmöglichkeiten (z.B. von Prozesswasserabfällen in Pulp & Paper Produktionen).
Gerade in den genannten Bereichen werden auf Basis der Aufbereitung und Wiederverwertung von Materialien viele Entwicklungen voran getrieben. Des Weiteren befasst sich die Forschung mit der Material- und Prozessanalyse, -charakterisierung und -entwicklung für biogene Materialen.

Diese umfassenden Forschungsfelder, die u. a. studiengangsübergreifende Kooperationen innerhalb der Fachhochschule Salzburg ergeben, werden in die fünf nachfolgenden Wissens- & Forschungslinien eingeteilt:


Informationstechnologien in der Holzwirtschaft

Die Wissens – und Forschungslinie Informationstechnologien in der Holzwirtschaft umfasst gemeinsame Forschungsaktivitäten mit dem Studiengang „Informationstechnologien und Systemmanagement“ am Standort Urstein. In diesem Themenbereich werden vor allem Fragen der Prozessanalyse und Optimierung, welche die Einbindung von Informationstechnologien im Bereich der Logistik und der Prozessentwicklung oder –steuerung in Unternehmen der Holzwirtschaft betreffen, initiiert und abgewickelt.

Forschungsfeld Prozessanalyse & - steuerung

Mit Prozessanalyse & -steuerung in der Holzwirtschaft beschäftigt sich dieses Forschungsfeld. Auch im Zuge des Vertiefers “Produktion in der Holzwirtschaft” des Masterstudiengangs Holztechnologie & Holzwirtschaft, in welchem Themen im Bereich Prozessanalyse & - steuerung abgewickelt werden, gewinnt dieses Forschungsfeld an Bedeutung. Entlang der Produktionskette Holz sind weitere Themengebiete in diesem Bereich Supply Chain Management und Prozessanalyse, Erhebungen des Ist-Zustandes der Prozesskette zur Prozessanalyse, Datenerhebungen und statistische Auswertungen mit dem Ziel, Wege zur optimalen Wertschöpfung aufzuzeigen. Durch die Ergebnisse der im Rahmen dieses Forschungsfeldes durchgeführten Forschungsprojekte können die Prozesse in der Wertschöpfungskette abgebildet und sogenannte Schlüsselprozesse identifiziert werden.

Forschungsfeld Prozessoptimierung

Die wirtschaftliche Situation für Unternehmen der Holzwirtschaft bringt es mit sich stetig neue Herausforderungen anzunehmen. Die Rahmenbedingungen am Markt wie z.B. steigende Anforderungen der Kunden oder Kostendruck bei gleichzeitig sinkenden Erlösen zwingt die Unternehmen Rationalisierungspotenziale innerhalb der eigenen Unternehmen zu erkennen und umzusetzen. Große Potenziale liegen in der Organisations- und Prozessoptimierung der Betriebe. Dabei kommt es darauf an die eigenen Abläufe und Prozesse anzuschauen, Schwachstellen zu erkennen und darauf aufbauend die Effizienz bestehender Geschäfts-, Produktions- und Entwicklungsprozesse, sowie den Einsatz der hierfür benötigten Ressourcen z.B. mit Hilfe von softwaretechnischen Lösungen zu verbessern. Im Bereich des Forschungsfeldes werden auch organisatorische Fragestellungen, die Herstellung von Naturfaserwerkstoffen mit wissensbasierter Prozessoptimierung, die Prozessoptimierung im Wohnungs-und Objektbau in Holz sowie Qualitätssicherungsprozesse betrachtet.

Forschungsfeld Fertigung, Logistik, Simulation

Die Simulation betrieblicher Prozesse stellt heute ein anerkanntes Hilfsmittel bei der Planung, Bewertung und Überwachung von Prozessen in Fertigung und Logistik dar. Sie unterstützt bei der Absicherung von Lösungskonzepten, bei der Aufdeckung von Potentialen und kann auch bei kurzfristiger Entscheidungsfindung in betrieblichen Abläufen helfen. Die Simulation betrieblicher Prozesse ist bei der Lösung logistik-relevanter Fragestellungen ebenso erforderlich wie bei der Untersuchung produktionstechnischer Alternativen. Forschungsprojekte in diesem Bereich beschäftigen sich z.B. mit dem Handling von Fertigungskomplexität in der Skiindustrie, Automation in der Holzwirtschaft oder Material- und Stoffstrommodellierung.

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Produktentwicklung

Da die Fragestellungen der angewandten Forschung in zunehmendem Maße der Einbindung unterschiedlicher Fachbereiche bedürfen, als auch auf Grund der spezifischen Situation, dass am Standort Kuchl der FHS Studiengang „Design- Produktmanagement“ beheimatet ist, werden in der zweiten Wissens – und Forschungslinie Produktentwicklung in zunehmendem Masse auch Projekte an der Schnittstelle zwischen Produktentwicklung, Produktgestaltung und Konstruktion sowie Marktforschung und Marketing durchgeführt. Dieser Bereich beinhaltet die folgenden Forschungsfelder:

Forschungsfeld Produktentwicklung mit biogenen Materialien

Vom Material zum Produkt - vom Produkt zum Material, das ist das Motto dieses Forschungsfelds welches sich mit nachhaltiger Produktentwicklung beschäftigt. Die Umsetzung des Mottos umfasst sowohl die Gestaltung von Produkten als auch die Planung und Konzeption, die Konstruktion (mit Berücksichtigung der Produktionsverfahren), den Gebrauch des Produktes (mit Aspekten möglicher neuer Nutzungsformen) sowie das Wirtschaften in Kreisläufen (im Hinblick auf Recycling, Wiederverwendung und Verwertung). Ebenso sollen Forschungsfragen in diesem Umfeld Unternehmen der Holzwirtschaft dabei unterstützen schneller mit nachhaltigen und verkaufsfähigen Produkten auf den Markt zu kommen.

Forschungsfeld Systementwicklung & Konstruktion

Das Forschungsfeld Systementwicklung & Konstruktion befasst sich mit der Erstellung von Konstruktionslösun-gen, Sytementwicklungen und Erprobungsgrundlagen für die Konzept-, Gestaltungs- und Validierungsaktivität im Produktentstehungsprozess zur Entwicklung technischer Systeme für den Holzbau unter Nutzung von Ingenieurholzwerkstoffen. Dies umfasst ebenso Themen wie Modularisierung, funktionelles Bauen, nachhaltigen Gebäudekonzepte als auch Instandhaltung und Altbausanierung.

Forschungsfeld Holzmarktforschung

Was beeinflusst den Kunden beim Kauf eines Holzprodukts? Wie können klein- und mittelständische Unternehmen der Holzwirtschaft miteinander im Bereich von Forschung und Entwicklung kooperieren? Was ist bei der Markteinführung eines Produkts wichtig? Welche Einflussfaktoren beeinflussen die Innovationskraft von Unternehmen am stärksten? Um solche und ähnliche Fragen und deren Antworten kümmern sich die Projekte im Forschungsfeld Holzmarktforschung und Marketing.

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Holz & Biogene Technologien

Im Kernkompetenzbereich "Holz & Biogene Technologien" liegt der Schwerpunkt auf der Neuentwicklung von Werkstoffen unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte, der Untersuchung, Weiterentwicklung, Optimierung von Eigenschaften bestehender Holzwerkstoffe und deren Oberflächen sowie Projekten im Bereich intelligenter Ressourcennutzung. Dies beinhaltet z.B. die Kombination unterschiedlicher Materialien (z. B. FFG Projekt 3d Lefa Shape Lederfaser-/ Holzfaserkombinationen), Untersuchung neuer Composite Materials (FFG Innovationsscheck SFK Spitzbart GmbH), Entwicklung, Qualifizierung und Erprobung neuer Wärmedämmstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe (z.B. Schäume auf Basis von Tanninen), Entwicklung und Untersuchung innovativer Materialfunktionen (z.B. multifunktionale Oberflächen) und Evaluierung von Wertstoffnutzungsmöglichkeiten (z.B. von Prozesswasserabfällen in Pulp & Paper Produktionen). Gerade in den genannten Bereichen werden im auf Basis der Aufbereitung und Wiederverwertung von Materialien viele Entwicklungen voran getrieben. Des Weiteren befasst sich die Forschung mit der Material- und Prozessanalyse, -charakterisierung und -entwicklung für biogene Materialen und beinhaltet die folgenden Forschungsfelder:

Forschungsfeld Werkstoffe, Materialentwicklung & Materialcharakterisierung

Um die Weiterentwicklung bestehender Holz- und Naturfaserwerkstoffe sowie die Erschaffung neuer Materialkombinationen mit biogenen Materialien kümmert sich das Forschungsfeld Werkstoffe, Materialentwicklung & Materialcharakterisierung. Dies umfasst auch Aktivitäten und Projekte, die sich mit der Qualität von gewachsenem Holz sowie seiner Be- und Verarbeitung auseinandersetzen. Untersucht werden die Eigenschaften der Holzwerkstoffe und Holzarten und ebenso werden die Eigenschaften der Materialien charakterisiert. Des Weiteren werden verlässliche Prüfverfahren zur Qualitätsbestimmung sowie Verfahren zur Be- und Verarbeitung von Massivholz und Holzwerkstoffen ermittelt. Die Untersuchungen und Ergebnisse im Bereich Massivholz sollen neue Potenziale bekannter und wenig erforschter Holzarten aufzeigen um neue Einsatzgebiete zu erschließen.

Forschungsfeld Oberflächen, Modifikation & Funktionalisierung

Bei der Wechselwirkung eines Festkörpers mit seiner Umgebung spielt die Oberfläche eine entscheidende Rolle und sie bestimmt wichtige Materialeigenschaften. Diese Wechselwirkung ist auf Grund der besonderen Eigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen von wesentlicher Bedeutung. Das Forschungsfeld “Oberflächen, Modifikation & Funktionalisierung” beschäftigt sich dementsprechend mit Eigenschaften von Oberflächen und Beschichtungen für Holz im Außen- und Innenbereich sowie Maßnahmen der Modifikation & Funktionalisierung, die zu einer gezielten und durchgehenden Veränderung der Holz- sowie Oberflächeneigenschaften führen. Im Rahmen von Projekten erfolgt die Neu- und Weiterentwicklung sowie Optimierung von Technologien und Verfahren zur Vergütung von Holz- und Holzwerkstoffen in den Bereichen Oberflächenmodifikation, Thermische Modifikation Holztrocknung, Imprägnierung sowie Behandlung mit Extraktstoffen. Die bedeutet auch, dass Materialieneigenschaften erzielt werden dies es erlauben gesünder, sauberer und funktionaler zu wohnen. Ziele sind hierbei die Erschließung neuer Einsatzfelder, die Verbesserung der mechanisch-physikalischen (z.B. Festigkeit, Dimensionsstabilität, Dauerhaftigkeit gegenüber Pilzen und Insekten) oder antibakteriellen Eigenschaften.

Forschungsfeld Intelligentes Ressourcenmanagement

Intelligentes Ressourcenmanagement gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit intelligentem Ressourcenmanagement bei nachwachsenden Rohstoffen und Untersuchungen von Möglichkeiten der stofflichen vor energetischer Verwertung von Produkten und Nebenprodukten können bei wachsender Weltbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten Engpässe vermieden werden. Forschungsprojekte in diesem Bereich beschäftigen sich mit Fragen der Nachhaltigkeit, Möglichkeiten der Ökoeffektivität von Produkten, dem Einsatz des Cradle to Cradle-Prinzips für eine nachhaltige Holzwirtschaft, Fragen der Wertstoffgewinnung aus Produktionsückständen sowie Fragen im Bereich holzartiger Biomasse.

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Didaktik & Sprachen

In der Wissenslinie Didaktik der Sprachen werden Projekte, welche die Lehre und Internationalisierung betreffen, eingereicht und abgewickelt. Hier geht es vor allem um die erfolgreiche Vermittlung von fachlichen Inhalten, auch über sprachliche Barrieren hinweg. In diesem Bereich arbeitet schon seit Jahren Frau Mag. Ulrike Hofmann sehr erfolgreich an europäischen Projekten. Ein weiterer Erfolg ist die Genehmigung und Finanzierung eines LLL-Erasmus Intensivprogramms für das Jahr 2011, subventioniert von der Europäischen Kommission. An diesem Projekt beteiligen sich unter der Leitung der FH Salzburg mehrere internationale Partneruniversitäten.

Forschungsfeld Hochschuldidaktik

Im Bereich der Hochschuldidaktik wird aktuell ein Konzept der inneren Differenzierung entwickelt und in einem Pilotkurs am Bachelor-Studiengang Holztechnologie & Holzbau (Spanisch 4) umgesetzt. Im Rahmen einer empirischen Untersuchung soll der Frage nachgegangen werden, ob die verstärkt lernendenzentrierten und selbstgesteuerten Erarbeitungsformen zu höherer Lernmotivation und besser verwertbaren Kompetenzen führen als die traditionelle, stärker lehrendenzentrierte Methode und ob es gelingt, durch den binnendifferenzierten Unterricht die Lernbereitschaft der Studierenden zu steigern, ihnen zu helfen, mehr Selbstzutrauen im Umgang mit der Sprache, mehr Offenheit für Fremdes sowie bessere Lernstrategien zu entwickeln.

Forschungsfeld Sprachendidaktik

In diesem Bereich wurden in den letzten Jahren mehrere von der Europäischen Kommission subventionierte Projekte erfolgreich mit entwickelt.

Forschungsfeld Working in Multicultural Teams

Auf Initiative der Kolleginnen der North Karelia University of Applied Sciences/ Language Services wird für März 2011 ein Projektantrag für ein Intensivprogramm mit dem Arbeitstitel “Working in Multicultural Teams” vorbereitet. In dem Kurs, der im Rahmen dieses Projekts entwickelt und sich an Studierende verschiedener europäischer Universitäten richtet, werden Themen dieser Art in plurikulturellen Arbeitsgruppen erarbeitet werden: unterschiedliche Konzeptionen von Gruppen, Teams und Teamarbeit; unterschiedliche Traditionen der Teamarbeit in kollektivistischen und individualistischen Kulturen; Rollen- und Arbeitsteilung, Führung, Management und Hierarchieverständnis; Wissensaufbau sowie Wissens- und Informationsaustausch; direkte und indirekte Kommunikation, Zeitmanagement, Konfliktmanagement, Werte in unterschiedlichen Kulturen etc.

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Holz & Gesundheit

Die seit September 2009 im Aufbau befindliche Wissens – und Forschungslinie Holz & Gesundheit umfasst gemeinsame Forschungsaktivitäten mit dem Studiengang Biomedizinische Analytik am Standort Universitätsklinikum Salzburg. Mit der Erweiterung des Forschungsfokus wird auf die zunehmende Sensibilität auf gesundheitsbezogene oder allergene Wirkung von Materialien Bezug genommen. In dieser fünften Wissens – und Forschungslinie werden gemeinsam mit dem Studiengang Biomedizinische Analytik neue Forschungskompetenzen aufgebaut. In einem Pilotprojekt "Holz mit bakterieller und fungizider Kontamination" wurden bereits unterschiedliche natürliche Oberflächen mit verschiedenen Vorbehandlungen und Expositionen hinsichtlich des Befalls von Bakterien und Pilzen untersucht. So konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, welche für weiterführende Forschungsprojekte grundlegend sind. Durch ein gemeinsames Master Projekt im Rahmen des im WS 2010 gestarteten Masterstudiengangs "Holztechnologie & Holzwirtschaft" werden diese Forschungskompetenzen weiter ausgebaut. Ziel wäre für 2011 die Einreichung eines interdisziplinären Forschungsprojekts in Bereich Interaktion Holz – Mensch.

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Aktuell

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