Laufende Projekte


RASSA

Reference Architecture for a Secure Smart Grid in Austria

Die künftige Stromversorgung im Smart Grid wird von einer kompletten Umstellung der Stromnetzsteuerung begleitet. Von zentraler Steuerung, hin zu einem intelligent gesteuerten Netz mit einem dezentralen Versorgungssystem.
Hierzu müssen Komponenten und Teilsysteme des elektrischen Energiesystems, die formals isoliert betrieben sind, netzwerktechnisch untereinander verknüpft werden. Umgeben von der geeigneten Softwarearchitektur kann die Interoperabilität des Zusammenspiels sichergestellt sein. Zudem können passende Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen implementiert werden, die kritische Infrastrukturen effektiv gegen Cyber-Angriffe schützen.

Im Forschungsprojekt RASSA‚ Reference Architecture for a Secure Smart Grid in Austria, wird, ausgehend von erforschten Teillösungen bisheriger Smart-Grid-Projekte, erstmals eine Architektur als Referenz für eine österreichische Gesamtlösung entworfen.
Das Projektteam ITS/JRZ baut auf Standards und Konzepte auf, die in Vorprojekten am Josef Ressel Zentrum für Anwenderorientierte Smart Grid Privacy, Sicherheit und Steuerung entwickelt wurden. Im Zuge des EU-Mandates M/490 von CEN-CENELEC-ETSI (Europäisches Institut für Standardisierung im Telekommunikationsbereich), wurde ein Modell entwickelt, das der Refernzarchitektur als Vorlage dient.
Besonderes Augenmerk wird auf Design und Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen und des Datenschutzes gelegt. Aspekte, die gerade im Endkundenbereich von besonderer Bedeutung sind. Forscher des Josef-Ressel-Zentrums am Studiengang ITS bringen ihr Know-How im Schutz der Privatsphäre und in der Generierung benutzerfreundlicher Schnittstelllen ein.

Zusammen mit Projektpartnern wird im Konsortium, das aus relevanten Netzbetreibern, Systemintegratoren, Komponentenlieferanten und Forschungspartner besteht, eine Architektur geschaffen, die eine einfache, nachhaltige und sichere Smart-Grid-Implementierung gewährt, die Freiraum für Ausgestaltung von Lösungen bietet und die volkswirtschaftlich eine breite Akzeptanz finden wird.

Team: Norbert Egger, Dominik Engel, Michael Fischinger, Christian Neureiter
Laufzeit: Juni 2015 – November 2017
Fördergeber: Klima- und Energiefonds
Projektpartner: AIT Austrian Institute of Technology GmbH
                         SBA Research gemeinnützige GmbH
                         Technische Universität Wien, Inst. für Computertechnik
                         KNG-Kärnten Netz GmbH
                         TINETZ-Stromnetz Tirol AG
                         Technologieplattform Smart Grids Austria
                         Siemens AG Österreich
                         Energie AG Oberösterreich Data GmbH
                         Alcatel-Lucent Austria AG
                         Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS)
                         Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
                         Sprecher Automation GmbH


PROMISE

Process Mining for Intrusion Detection in Smart Energy Grids - Sicherheit für Smart Grid Prozesse

Im intelligenten Energienetz interagiert eine Vielzahl komplexer, miteinander verbundener Systeme wie Kraftwerke, Transformatorstationen, Smart Meter oder Stromzähler. Dabei werden sämtliche Aktivitäten des Kommunikations- und Datenaustausches zwischen Netzbetreiber, Energieversorger und Verbraucher protokolliert.
Für den ordnungsgemäßen Betrieb dieser kritischen Infrastruktur sind Sicherheit und Integrität der Systeme und Prozesse von höchster Bedeutung. Abweichungen von üblichen Smart Grid Aktivitäten, zum Beispiel von Geschäftsprozessen des täglichen Energieverbrauchs, können unerlaubte Zugriffe auf  diese Systeme darstellen. Das Erkennen von Angriffen in Echtzeit, von Betrugsfällen oder bereits erfolgten unerlaubten Zugriffen (Intrusion und Fraud Detection) ist eine große Herausforderung im Smart Grid.

Im Sondierungsprojekt PROMISE werden Analysetechniken untersucht, die Unregelmäßigkeiten der Stromnetzdaten erkennen und die Rate an Fehlalarmen bisher existierender Techniken verringern. Die Sicherheit der Smart Grid Systeme soll auf globaler Ebene analysiert werden. Derzeit werden Ereignisse nur auf Ebene von Teilsystemen geprüft. Dafür werden im Energiebereich erstmalig Process Mining Techniken verwendet werden, um komplexe Muster und Prozessstrukturen von Smart Grid Aktivitäten zu untersuchen. Weiters werden Möglichkeiten für eine Kombination der Process Mining Methoden mit bereits existierenden Big Data Methoden und Technologien erforscht.

Das Team des Josef Ressel Zentrums/ITS konzentriert seine Forschungsarbeit auf:

  • Auswahl und Beschreibung der Use-Cases basierend auf existierenden Use-Case Szenarien
  • Erzeugung unterschiedlicher Prozessinstanzen
  • Unterstützung des Forschungsteams der Universität Wien bei der praktischen Umsetzung von  Process Mining
  • Mögliche Kombinationen mit existierenden Intrusion Detection Algorithmen
  • Analyse der Ergebnisse
  • Einbettung der neuen Methoden in bereits existierende Big Data Systeme des Projektpartners  Teradata (Big Data Analytics Solution Aster)

Partner sind die Forschungsgruppe ‚Workflow Systems and Technology‘ der Universität Wien,  Experten im Bereich prozessorientiere Datenverarbeitung, und Teradata, ein österreichisches Unternehmen mit Know-How in Big Data Analytics.

Team: Sebastian Burkhart, Günther Eibl, Dominik Engel, Cornelia Ferner
Laufzeit: September 2015 - August 2016
Budget: € 161.418,- (gesamte Förderung)
             € 52.5290,- (FHS Förderanteil)
Fördergeber: FFG, IKT der Zukunft 3. Ausschreibung, Sondierung
Förderquote: 80 %
Projektpartner: Universität Wien, Teradata GmbH

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