26.05.11
News
Smartphones und ihre Risiken
Smart - aber gehackt! Welche Risiken Anwender eingehen, die Smartphones & Co sowohl privat wie beruflich nutzen - damit beschäftigte sich kürzlich das IKT-Forum 2011 des Studiengangs Informationstechnik & System-Management.
Sie sind wahre Alleskönner: Über Smartphones bekommt man Restauranttipps, bucht sein Flugticket, misst den Reifendruck. Längst sind die Mini-Computer mobile Büros, über die man nicht nur seine Mails bearbeiten kann, sondern auch alle Firmendaten jederzeit und überall zur Hand hat. Dass hier Gefahren lauern, daran denken die wenigsten.
"Ohne dass wir es merken, lassen sich Trojaner, Würmer und Viren in unsere Mobiltelefone einschleusen, die erheblichen Schaden anrichten können", sagt Marko Rogge, selbstständiger IT-Sicherheitsberater aus Frankfurt. Der Experte, der kürzlich Gast beim diesjährigen IKT-Forum des Studiengangs Informationstechnik & System-Management der FH Salzburg war, weiß wovon er spricht. Vor einigen Jahren hätte ihn sein Hackerdasein beinahe ins Gefängnis gebracht. Jeder Mitarbeiter, so Rogge, der sein Smartphone mit dem Firmennetz verbindet, ist ein potenzielles Ziel.
Täter lauert in der Bar
Wer rechnet damit, dass die nette Barbekanntschaft scharf auf Firmendaten ist? "Hacker können ein fremdes Handy mit einem Trojaner infizieren. Sobald das Opfer firmeninterne Informationen abruft, hat auch der Täter darauf Zugriff." Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, empfiehlt der Fachmann "ein paar Cent" in die mobile Sicherheit zu investieren. Genauso wie für PCs gebe es auch für Smartphones entsprechende Sicherheitssoftware.
Laut Alexander Loisel, Geschäftsführer von L.S.Z. Consulting in Wien, ist der Boom hin zu Mobilen Diensten trotz der Risiken nicht mehr zu stoppen. "Seit Firmenvorstände die einfache und komfortable Nutzung der Blackberries und Smartphones entdeckt haben, stehen die EDV-Abteilungen vor der Herausforderung, diese Geräte in das Firmennetz zu integrieren", weiß Loisel. Auf die Frage, ob sie die Nutzung von privaten, mobilen Endgeräten mit Firmenanwendungen unterstützen würden, antworteten 45 Prozent der Führungskräfte mit Ja. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des unabhängigen Forschungsinstituts Forrester Research hervor.
Für Manfred Bortenschlager, Teamleiter bei Samsung Mobile in London, überwiegen die Vorteile, die Mobile Dienste für ihre Anwender bieten. Der Absolvent des IT-Studiengangs sieht jedoch Handlungsbedarf bei den Endgeräte-Herstellern. Einerseits müssen entsprechende Sicherheitslösungen zur Verfügung stehen, andererseits die User auf mögliche Gefahren hingewiesen werden.
(c) crunchgear.com





