Bayerischer Staatspreis für Design-Absolventin

13.03.2017
FH-Absolventin Susanne Honsa (Master Design & Produktmanagement) hat am 6. März 2017 den Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner erhalten. © FH Salzburg/Ebner
FH-Absolventin Susanne Honsa (Master Design & Produktmanagement) hat am 6. März 2017 den Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner erhalten. © FH Salzburg/Ebner

Design & Produktmanagement Absolventin Susanne Honsa hat für ihr Projekt, den Flechthocker "Merhaba", den Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner erhalten. Das Projekt, das sie am Studiengang im Rahmen der Masterarbeit entwickelt hat, wurde nun in der Kategorie "Gestaltendes Handwerk" ausgezeichnet.

Ein Kooperationsprojekt zwischen Handwerk und Design im interkulturellen Kontext

Der Hocker entstand in enger Zusammenarbeit mit einem türkischen und einem deutschen Flechtwerkgestalter. Die Ästhetik und Funktion des Hockers lehnt sich eng an die in der Türkei weit verbreiteten niedrigen „Tabure“-Hocker an. Mit einem freundlichen „merhaba“, das so viel bedeute wie "Hallo!", laden diese zum kurzen Verweilen und Kommunizieren ein. Doch nicht nur das Produkt selbst ist außergewöhnlich, es wurde zudem eine neuartige Fertigungsmethodik im Flechthandwerk entwickelt: "Die Sitzmöbel werden nicht wie gewöhnlich geflochten, sondern auf eine spezielle Art gewickelt", erklärt Susanne Honsa. Diese Methode wurde erst durch die Erfindung einer eigenen Vorrichtung möglich.

Nachhaltig und ressourcenschonend

Die Besonderheit der „merhaba“-Hocker liegt vor allem in der ressourcenschonenden Produktionsweise und ihrer hohen Stabilität. Durch die innovative Konstruktion halten nur 300 g Weidenruten oder 700 g Kastanienspan einer statischen Belastung von über 160 kg stand.

Auch die Betreuer der Arbeit am Studiengang Design & Produktmanagement Michael Ebner und Michael Leube freuen sich mit der 30-jährigen. "Susanne Honsa hat in ihrer Masterarbeit ein Produkt entwickelt und zur serienreifen Umsetzung gebracht. In der Bearbeitung der Aufgabenstellung hat sie sämtliche Kompetenzen im Bereich biogener Materialien, technischer Detailentwicklung, ästhetischer Produktentwicklung und Marktrelevanz eingesetzt."

Die Arbeit zum Flechthocker wurde bereits in Leipzig auf dem „Scientific Symposium: Potentials of Frugal Innovation in Industrial Countries“ und im November 2016 in Hong Kong auf der Cumulus Konferenz "Open Design for E-very-thing" präsentiert.

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