European Youth Award: Evolution zum Nachspielen

25.11.2015
App der Fachhochschule Salzburg gewinnt beim European Youth Award
Die stolzen Gewinner: Katrin Strasser, Johanna Wald und Philipp Koller vom „Origin“ Entwicklungsteam. © ICNM/Philipp Benedikt

Digitale Produkte mit gesellschaftlichem Mehrwert, etwa in den Bereichen Gesundheit, Lernen, Umweltschutz oder Interkulturalität: Das sind die Preisträger des European Youth Awards (EYA), der am 20. November in Graz verliehen wurde. Unter den 13 internationalen Preisträgern befindet sich auch ein Projekt der Fachhochschule Salzburg.

Digitale Lebewesen erschaffen

„Origin“ ist ein Abschlussprojekt von Studierenden der Studiengänge MultiMediaArt und MultiMediaTechnology. Die kreative Smartphone-App zählt zu den Siegern in der Kategorie „Connecting Cultures: arts | games | diversity“.

Mit Origin lässt sich die Evolution in einer Art digitalen Sandkasten nachspielen. Die Spieler können dabei herausfinden, welche Auswirkungen verschiedene Umwelteinflüsse auf Lebewesen haben.
„In unserem Spiel kann man digitale Kreaturen mit unterschiedlichen Eigenschaften erzeugen und deren Lebenswelt modifizieren. Beim Experimentieren lässt sich dann beobachten, wie sich die Lebewesen unter bestimmten Klimaeinflüssen entwickeln“, erklärt Programmiererin Katrin Strasser.

Zum Leben erweckt werden die Kreaturen mittels Augmented-Reality Technik. Besonders gelungen ist dabei die Verbindung einer digitalen Anwendung und eines analogen Spielbretts, mit dem sich die virtuelle Welt modifizieren lässt. Ein sechsköpfiges Studierenden-Team hat ein halbes Jahr intensiv an dem Projekt gearbeitet.

Inhalte aus Europa

Der European Youth Award wird vom Internationalen Centrum für Neue Medien unter der Patronanz des Europarates, UNESCO und Unido durchgeführt. Junge Menschen sollen damit motiviert werden, gesellschaftlich wertvolle digitale Projekte zu entwickeln. 17 internationale ExpertInnen haben in einem zweitägigen Evaluierungsmarathon die besten Projekte ausgewählt. Die Gewinner kommen aus 10 verschiedenen Ländern. Österreich war neben „Origin“ noch mit der Lernplattform „talentify“ vertreten.

Team:
Katrin Strasser, Johanna Wald, David Pritz, Philipp Koller, Marie-Theres Schweitl, Magenta Shipsey

Autor: Martin Ortner