FH Salzburg: 67 Millionen Euro Wertschöpfung

06.10.2016
Präsentierten am 6. Oktober 2016 die Studie über die „Volkswirtschaftliche Relevanz der FH Salzburg“ (v.l.n.r.): FH-Geschäftsführer Raimund Ribitsch, Wilfried Bischofer (AK Salzburg), FH-Geschäftsführerin Doris Walter, Bernd Gaubinger (Konsulent, ehem. WKS). © FH Salzburg/Kolarik
Präsentierten am 6. Oktober 2016 die Studie über die „Volkswirtschaftliche Relevanz der FH Salzburg“ (v.l.n.r.): FH-Geschäftsführer Raimund Ribitsch, Wilfried Bischofer (AK Salzburg), FH-Geschäftsführerin Doris Walter, Bernd Gaubinger (Konsulent, ehem. WKS). © FH Salzburg/Kolarik

Die Fachhochschule Salzburg sichert nachhaltig Beschäftigung und Wertschöpfung und ist somit – neben ihrer bildungspolitischen Verantwortung – auch wirtschaftlich von enormer Bedeutung für unser Bundesland. Dies ergab eine Studie im Studienjahr 2014/15 zur volkswirtschaftlichen Relevanz der FH Salzburg, durchgeführt von den beiden renommierten Experten Wilfried Bischofer (AK Salzburg) und Bernd Gaubinger (ehem. Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung der WKS).

Bei der Erfassung der von der FH Salzburg ausgehenden gesamtwirtschaftlichen Effekte ist zwischen direkten und indirekten Wirkungen zu unterscheiden. Die Ermittlung der direkten Wirkungen umfasst einerseits die Ausgaben, die von den Studierenden im Rahmen ihres Studiums für Verpflegung, Wohnen, Verkehrsmittel, Fachliteratur, Arbeitsmaterialien usw. getätigt werden; zum anderen die nachfragewirksamen Ausgaben der Fachhochschule selbst für bezogene Güter und Leistungen sowie die Aufwendungen für Personal.

So führen die Ausgaben der Studierenden in den Betrieben des Handels, der Gastronomie, des Verkehrs usw., basierend auf den ermittelten Ausgaben von monatlich rund 784 Euro bzw. circa 6.700 Euro pro Studienjahr, zu einem Umsatzvolumen von insgesamt rund 17 Mio. Euro. Nach Herausrechnen der Umsatzsteuer resultiert daraus ein direkter, nachfragewirksamer Gesamtumsatzeffekt von rund 15,2 Mio. Euro. Aus dem Betrieb der FH Salzburg GmbH selbst ergeben sich weitere direkte, nachfragewirksame Effekte in Höhe von insgesamt rund 22 Mio. Euro.

Die somit von der FH Salzburg ausgehenden direkten Wirkungen von insgesamt rund 37,2 Mio. Euro, die sich aus den nachfragewirksamen Ausgaben der Fachhochschule selbst und den Ausgaben der Studierenden zusammensetzen, führen zu weiteren, indirekten Wirkungen von rund 29,8 Mio. Euro (Multiplikatoreffekt). Diese werden in zahlreichen vorgelagerten Branchen des Dienstleistungs- und Produktionssektors der regionalen und auch österreichischen Wirtschaft, zu einem kleineren Teil auch im Ausland (vor allem im Bayrischen Grenzraum), ausgelöst.

67 Millionen Euro Wertschöpfung

„Zusammenfassend ergeben sich somit gesamtwirtschaftliche Produktions- bzw. Umsatzeffekte von rund 67 Mio. Euro; wobei der größte Teil dieser Wirkungen, etwa vier Fünftel, der Wirtschaft des Landes Salzburg zufließt“, betonen die beiden Studienautoren Wilfried Bischofer und Bernd Gaubinger die volkswirtschaftliche Relevanz der FH Salzburg.
Der aktuellen Studie vorangegangen war eine erste Untersuchung aus dem Jahr 2008 – damals wurden die gesamtwirtschaftlichen Produktions- bzw. Umsatzeffekte von rund 44 Mio. Euro ermittelt. Hier spiegelt sich somit die insgesamt sehr positive Entwicklung der FH Salzburg wider.

1.180 sichere und hochwertige Arbeitsplätze

Wilfried Bischofer: „Auch die Abschätzung der Beschäftigungswirkung und der steuerlichen Effekte ergibt ein für die regionale Wirtschaft respektables Ergebnis. So resultiert aus dem gesamtwirtschaftlichen Produktionswert ein Beschäftigungseffekt von insgesamt rund 860 Arbeitsplätzen, von denen dem Bundesland Salzburg etwa 690 Arbeitsplätze zugeordnet werden können. Dazu kommen noch die rund 320 Arbeitsplätze, die die FH Salzburg selbst bietet.“ Dazu kommen noch die rund 900 externen Lehrbeauftragten, die an der FH nebenberuflich unterrichten. 2008 waren das 190 Arbeitsplätze und 400 externe Lehrbeauftragte.

8 Mio. Euro fiskalische Effekte

Bernd Gaubinger: „Die fiskalischen Effekte der von der FH ausgehenden Wertschöpfung liegen bei Steuereinnahmen von rund 8 Mio. Euro, die den Gebietskörperschaften insbesondere in Form der Umsatzsteuer und der Lohn- bzw. Einkommenssteuer zufließen.“ 2008 betrug diese Summe noch 5,2 Mio. Euro.

Bedarfsgerechte Ausbildung – nur 1,6 % FH Salzburg-Alumni derzeit arbeitslos

„Akademische Ausbildung mit hohem Praxisbezug – quasi mit Jobgarantie“ – auf diese einfache Formel bringen die beiden FH Salzburg-Geschäftsführer Doris Walter und Raimund Ribitsch jüngst veröffentlichte Arbeitslosenzahlen: Beträgt die Arbeitslosenquote unter allen FH- und Uniabsolventen österreichweit derzeit 3,8 Prozent, so sind momentan nur 124 von insgesamt mehr als 7.500 Alumni der FH Salzburg ohne Beschäftigung. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von nur 1,6 Prozent (Stand: Juli 2016; Quelle AMS/Eigenrecherchen).

 

Studie im Studienjahr 2014/15 zur volkswirtschaftlichen Relevanz der FH Salzburg [pdf]