Innovative Technik für Smart Building Labor

03.12.2015
Bei der offiziellen Übergabe der technischen Einrichtung für das Smart Building Labor der FH Salzburg am Campus Kuchl: DI DI Dr. Thomas Reiter (Studiengangsleiter Smart Building FH Salzburg), Dr. Doris Walter (Geschäftsführerin FH Salzburg), Wolfgang Schneider (Niederlassungsleiter Siemens Salzburg) und Thomas Lonauer (Projektleiter, Siemens Building Technologies)
DI DI Dr. Thomas Reiter (Studiengangsleiter Smart Building FH Salzburg), Dr. Doris Walter (Geschäftsführerin FH Salzburg), Wolfgang Schneider (Niederlassungsleiter Siemens Salzburg) und Thomas Lonauer (Projektleiter, Siemens Building Technologies) bei der offiziellen Übergabe der technischen Einrichtung für das Smart Building Labor der FH Salzburg am Campus Kuchl (v.l.n.r.) (c) FH Salzburg/Neumayr

Am Campus Kuchl wurde am 3. Dezember 2015 offiziell die technische Einrichtung für das Smart Building Labor der FH Salzburg übergeben. Das Labor wurde mit Automatisierungstechnik und einem Gebäudemanagementsystem von Siemens ausgestattet. Diese Technik ermöglicht es den Studierenden, verschiedenste Experimente – beispielsweise mit der hauseigenen Wärmepumpe – durchzuführen und die gewonnenen Daten gebäudetechnisch auszuwerten.

„Die Anforderungen an Gebäude steigen stetig: 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude und 80 Prozent der Gesamtgebäudekosten entstehen durch Betriebskosten. Wir bei Siemens unterstützen daher bewusst Forschungsprojekte im Bereich Smart Building und freuen uns heute sehr, der FH Salzburg die technische Einrichtung für das Forschungslabor überreichen zu dürfen“, so Wolfgang Schneider, Niederlassungsleiter Siemens Salzburg.

Moderne Gebäudemanagementsysteme wie Desigo von Siemens ermöglichen die Integration aller Gewerke im Gebäude – von Heizung, Lüftung und Klima über Brandschutz und Sicherheit bis hin zu Energiemanagement, Beleuchtung und Beschattung. Ziel ist es vor allem, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, Energie effizienter einzusetzen, Betriebskosten zu senken sowie Sicherheit und Komfort zu steigern.

Wirtschaft und Wissenschaft

Kooperationen mit der Wirtschaft sind für die Fachhochschule Salzburg kennzeichnend: „Die neue, moderne Laborausstattung ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung“, freut sich Studiengangsleiter Thomas Reiter. „Die Studierenden vertiefen im Labor durch anschauliche Versuche die in den Vorlesungen erarbeiteten theoretischen Grundlagen. Die Ausstattung vermittelt den Studierenden den Zusammenhang zwischen Hydraulik sowie zur Steuerungs- und Regelungstechnik. Sie können die Veränderungen und Auswirkungen direkt im Labor testen“, erklärt Reiter.

Weitere Forschungsprojekte in Salzburg

Siemens Österreich hat sich mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Wohnbau zusammengeschlossen, um auf dem Weg zur Entwicklung und Realisierung von Smart Grids die Kräfte zu bündeln und vom gegenseitigen Know-how zu profitieren. Das Ergebnis ist die „Smart Grids Modellregion Salzburg“ – eine Denk- und Praxiswerkstatt für das Stromnetz der Zukunft. In der Modellregion werden die Fragestellungen aus einer Vielzahl von Teilprojekten zusammengeführt und vernetzt. In Leuchtturmprojekten wie „Rosa Zukunft“ oder der Smart Grids Modellgemeinde Köstendorf wird diese übergreifende Perspektive sichtbar und erlebbar. Diese Projekte zeigen, dass Smart Grids technisch funktionieren und die Einbindung erneuerbarer Energie ins Stromnetz durch Smart Grids Technologien um bis zu 50 Prozent günstiger ist als der konventionelle Netzausbau. Intelligente Netze tragen somit wesentlich zur Leistbarkeit der Energiewende und der Einsparung von CO2-Emmissionen bei. Mit den Projekten konnte eine hohe nationale und internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erreicht werden. Die „Smart Grids Modellregion Salzburg“ wurde offiziell zum EU-Vorreiterprojekt ernannt und mit dem „Core Label“ ausgezeichnet.

Vom Gebäude zur Stadt bzw. Smart City

SIEMENS und Vertreter der Bauwirtschaft haben gemeinsam mit internationalen Experten aus der Baubranche den Master-Studiengang „Smart Cities - Interaktion Mensch | Energie | Umwelt“ an der FH Salzburg entwickelt, der im Herbst 2016 startet.