Junges Startup "Coati" auf Erfolgskurs

18.03.2016
Junges Startup auf Erfolgskurs: Eberhard Gräther und das „Coati“-Team © FH Salzburg/Laubichler
Junges Startup auf Erfolgskurs: Eberhard Gräther und das „Coati“-Team © FH Salzburg/Laubichler
„‘Coati‘ nützt nicht nur bei altem Code, sondern auch bei der Entwicklung neuer Software“, erklären Eberhard Gräther (re.) und Malte Langkabel (li.) © FH Salzburg/Laubichler
„'Coati' nützt nicht nur bei altem Code, sondern auch bei der Entwicklung neuer Software“, erklären Eberhard Gräther (re.) und Malte Langkabel (li.) © FH Salzburg/Laubichler

Softwareentwickler kennen das Problem: Ein seit Jahren laufendes Programm muss gewartet oder erneuert werden. Das ursprüngliche Entwicklungsteam ist aber nicht mehr verfügbar und sich in den veralteten Code einzulesen, kostet wertvolle Arbeitszeit. Ein junges Startup der FH Salzburg haucht alter Software wieder neues Leben ein.

„Coati“, ein Startup von Absolventen der Fachhochschule Salzburg, hat dafür nun eine Lösung entwickelt. „Unsere Software hilft Programmierern, sich in fremden Quellcodes zurechtzufinden. ‚Coati‘ schafft Überblick und stellt Zusammenhänge von Objekten, Klassen und Funktionen grafisch dar. Die Suchfunktion hilft, die wichtigen Stellen im Code rasch zu finden. So kann man ohne Umwege in die Weiterentwicklung eines Programms einsteigen“, erklärt Eberhard Gräther. Der 25-jährige Pongauer hat „Coati“ nach seinem Masterstudium für MultiMediaTechnology gemeinsam mit vier Studienkollegen gegründet.

Unterstützung im FHStartup Center

Die Fachhochschule Salzburg hat den jungen Gründern dabei kräftig unter die Arme gegriffen. Als Fellows wurde ihnen nach Abschluss ihres Studiums ein Büro im neuen FHStartup Center kostenfrei für ein Jahr zur Verfügung gestellt und sie erhielten individuelles Mentoring und Coaching von der Startup Campus Managerin. Während des ersten Jahres haben die fünf ihre Software fertiggestellt, das Geschäftsmodell verfeinert und die Schritte zur Umsetzung gesetzt. „Wir haben die Vision, die gründerfreundlichste Hochschule Österreichs zu werden. Mit dem Startup ‚Coati‘ zeigen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und darauf werden wir aufbauen. Als FH leisten wir einen Beitrag, um weitere Erfolgsgeschichten wie Coati zu ermöglichen“, erklärt FH-Geschäftsführer Raimund Ribitsch.

Die Idee kam bei Google

Die Idee zu „Coati“ hatte Eberhard Gräther bei einem Praktikum in San Francisco. „Ich habe bei Google gearbeitet und war viel damit beschäftigt, mich in fremden Code einzulesen. Unser Tool hätte mir damals enorm viel Zeit gespart“, verrät der Chefentwickler.

„Coati“ nützt aber nicht nur bei altem Code, auch bei der Entwicklung neuer Software ist das Tool hilfreich. „Informatiker müssen oft an den Programmteilen anderer Entwickler weiterarbeiten. ‚Coati‘ hilft einem rasch zu verstehen, wie fremder Code strukturiert ist. Die Arbeit in Teams wird einfacher und schneller“, erklärt Hilmar Linder, Leiter des Medieninformatik-Studiengangs MultiMediaTechnology an der Fachhochschule. Mit seiner Hilfe hat „Coati“ den Sprung vom Abschlussprojekt des Masterstudiengangs zum Startup geschafft.

Rollout mit Sonderkonditionen

Seit Ende Februar ist „Coati“ nun für die Programmiersprachen C und C++ auf www.coati.io erhältlich. Zur Markteinführung bietet das Startup attraktive Lizenzmodelle für Einzelpersonen und Unternehmen. „Unsere Zielgruppe sind Firmen, die neuen Mitarbeitern den Einstieg in älteren Quell-Code erleichtern und die Zusammenarbeit in Teams beschleunigen möchten“, erklärt Gräther.

Startup Salzburg

„Coati“ ist eines der ersten Projekte, die unter Schirmherrschaft der Initiative „Startup Salzburg“ auf den Markt kommen. Das Land Salzburg, die Fachhochschule, Wirtschaftskammer Salzburg, ITG Salzburg, Universität Salzburg, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Coworking Salzburg und Techno-Z haben sich zusammengetan, um Salzburg zur gründerfreundlichsten Region Österreichs zu machen.

https://www.coati.io