Neue Herausforderungen beim Alpinen Bauen

02.10.2015
Im Bild: Jürgen Schmude (LMU München), Walter Haas (ITG Salzburg), Gerhard Hausladen (TU München), Raimund Ribitsch und Doris Walter (Geschäftsführer FH Salzburg), Thomas Reiter (Studiengangsleiter Smart Building), LH Wilfried Haslauer, Gerhard Blechinger (FH-Rektor) © ITG Salzburg/Neumayr/SB

Die neuen Herausforderungen beim alpinen Bauen standen im Mittelpunkt des Fachsymposiums "Brennpunkt Alpines Bauen", das am 1. Oktober an der Fachhochschule Salzburg stattfand. In verschiedenen Fachvorträgen sprachen u.a. Smart Building Studiengangsleiter Thomas Reiter, Markus Gratzl, Tobias Weiß und Markus Leeb (ebenfalls Studiengang Smart Building) sowie Werner Taurer vom Studiengang Innovation & Managment im Tourismus.

"Die Stärke der einheimischen Unternehmen ist es, das Wissen über alpines Bauen mit regionalen Baumaterialien, Bautechniken, alpiner Bautradition sowie Design und moderner Technologie zu verbinden", betonte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, der das Symposium eröffnete.

Die Herausforderungen liegen dabei im Umgang mit Höhenlagen, Wetterextremen, Kälte und sommerlicher Überwärmung sowie auch mit neuen Auflagen in Bezug auf Klima-, Energie- und Ökoeffizienz. Beim letzten G7-Gipfel, der Konferenz der sieben wirtschaftlich stärksten Länder, wurde beispielsweise der Ausstieg aus der Verwendung fossiler Energieträger beschlossen. Dies wird auch Auswirkungen auf das Bauen haben. Vor allem im alpinen Raum ist der Raum zudem aufgrund der Berge knapp. Deswegen und auch aus Gründen der Attraktivität der Ballungsräume gehört Nachverdichtung – also das Aufstocken und die effizientere Nutzung von Bestandsgebäuden und Flächen – zu den langfristigen Notwendigkeiten. Diese Herausforderungen gemeinsam mit einem immer stärker werdenden Wettbewerbsumfeld machen das Feld der Bauwirtschaft immer komplexer.

Fachsymposium Brennpunkt Alpines Bauen

Das zweite Fachsymposium Brennpunkt Alpines Bauen widmete sich ebenfalls dem Austausch der Bauwirtschaft im Alpenraum untereinander und mit Forschungseinrichtungen. Mehr als 300 Vertreterinnen und Vertreter der Bauwirtschaft, der Forschung und von Behörden nahmen die Gelegenheit wahr, sich zu informieren und untereinander auszutauschen. In den vier Bereichen Tourismus und Bauen, Nachverdichtung, High Tech versus Low Tech und Alpine Baukultur zeigte sich, dass sich die Themen Nachhaltigkeit und Effizienz durch sämtliche Bereiche ziehen. Angesprochen wurden unter anderem die hohen Potenziale beim Energiesparen bei Tourismusbetrieben, nachhaltige Sanierung und Verdichtung, Möglichkeiten der Gebäudeautomation und ihre Grenzen sowie das Bauen in den Alpen aus architektonischer Sicht.


Weitere Informationen: https://www.itg-salzburg.at/veranstaltung/2.-fachsymposium-brennpunkt-alpines-bauen-38

 

 

Autor: Salzburger Landeskorrespondenz / FH Salzburg