Computergrafik: Preisregen für Studierende und Alumni

04.11.2015
Bei der Verleihung des Austrian Computer Graphics Award (ACGA) Ende Oktober in Wien fiel ein wahrer Preisregen auf Studierende und Absolventen der Fachhochschule Salzburg.
(c) Omnis Fi / FH Salzburg

In gleich fünf von elf Kategorien konnten sich Studierende und Absolventen der Studiengänge MultiMediaArt und MultiMediaTechnology die begehrte Trophäe sichern. Der ACGA ist die höchste Auszeichnung der österreichischen Computergrafik-Branche und wurde bei der PIXELVienna Konferenz heuer bereits zum vierten Mal verliehen.

Josef Schinwald, 3D-Experte und Studiengangsleiter von MultiMediaArt: “Ich bin restlos begeistert von unserem Abschneiden beim Wettbewerb. Der Erfolg beweist, welchen Stellenwert sich MultiMediaArt in rund 20 Jahren in der Computergrafik-Branche aufgebaut hat. Die Teamlisten der nominierten Projekte lesen sich wie ein Who-is-Who unserer Absolventinnen und Absolventen.“

Ähnlich freut sich Hilmar Linder, Studiengangsleiter von MultiMediaTechnology: „Mit der Spiele-App „YoKaisho" – einem Abschlussprojekt des Bachelorstudiums – gibt es einen würdigen Sieger in der Kategorie „Best Game“. Nach der Nominierung beim internationalen animago Award ist das bereits die zweite hohe Auszeichnung für das Entwicklungsteam.“

Die Sieger

Zum „Best Student Project” und „Best Commercial” hat die internationale Jury den Clip „Omnis Fi“ gewählt. Regisseur Dominik Bücheler und Team setzen sich darin kritisch-ironisch mit der fortschreitenden Digitalisierung auseinander, die in Form von Chip-Implantaten auch vor dem menschlichen Körper nicht Halt macht.

Das Siegerprojekt in der Kategorie „Best Game“ heißt YoKaisho. Diese Kombination aus moderner Tablet-App und traditionellem Brettspiel hat ein 9-köpfiges Team von MultiMediaArt und MultiMediaTechnology-Studierenden entwickelt. Der Aufbau des Spiels ist stark an die japanische Mythologie angelehnt. Mittels Augmented Reality wird das Brettspiel in eine digitale Spielwelt erweitert.

In der Kategorie „Best Visual Effects“ hat sich MultiMediaArt-Absolvent Benjamin Philippovich durchgesetzt. In seinem Kurzfilm „Broken Apart“ macht er die Emotionen eines sich trennenden Liebespaars sichtbar.

In der Kategorie für die beste Auslands-Produktion hat der Kurzfilm „Jagon“ das Rennen gemacht. Yafes Sahin war als Technical Director maßgeblich für den Look des Films verantwortlich. Der 27-jährige Wiener hat MultiMediaArt und MultiMediaTechnology im Doppelstudium absolviert und nun seinen Weg nach Hollywood gefunden. Als Technical Director in den Disney Filmstudios beschäftigt er sich mit der Entwicklung täuschend echt wirkender Simulationen.

Auch die Nominierungsliste kann sich aus Sicht der Fachhochschule Salzburg sehen lassen: In der Kategorie „Best Student Projekt“ stammen 4 von den 5 Nominierungen von Studierenden bzw. Absolventen der FH Salzburg. Neben Omnis Fi, YoKaisho und Broken Apart wurde hier z. B. auch die App Origin nominiert. Auch Michael Großauer, neuer Fachbereichsleiter für Computeranimation bei MultiMediaArt, ist mit der von ihm gegründeten Agentur Polypod unter den Nominierten. Eine Visualisierung für die Marke Atomic (Kategorie „Best Visualization“ sowie ein Werbeclip für Möbelix (Kategorie „Best Commercial“) zählen in der jeweiligen Kategorie zu den besten drei Projekten.

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Autor: Martin Ortner