FH Salzburg Student gewinnt internationalen Wettbewerb für selbstfahrende Autos

15.06.2016
Thomas Rosenstatter (5.v.l.) gewinnt mit seinem Team die "Grand Cooperative Driving Challenge" (Foto: FH Salzburg/Rosenstatter)
Thomas Rosenstatter (5.v.l.) gewinnt mit seinem Team die "Grand Cooperative Driving Challenge" (Foto: Oscar Jansson)
Der 24-jährige stellte sich dem internationalen Wettbewerb für automatisiertes und kooperatives Fahren © Maytheewat Aramrattana
Der 24-jährige stellte sich dem internationalen Wettbewerb für automatisiertes und kooperatives Fahren © Maytheewat Aramrattana

Thomas Rosenstatter, Student im Master Informationstechnik & System-Management, gewinnt mit seinem Team den internationalen Wettbewerb „Grand Cooperative Driving Challenge (GCDC) 2016 in den Niederlanden. Die Studierenden konnten sich gegenüber neun weiteren Teams behaupten.

Während seines Auslandsjahres an der Halmstad Universität in Schweden stellte sich der 24-jährige Student – als einziger Österreicher – gemeinsam mit fünf weiteren Studierenden dem internationalen Wettbewerb für automatisiertes und kooperatives Fahren. Auf den gebürtigen Oberndorfer warteten anspruchsvolle Aufgaben: „Zum einen sollten die Fahrzeuge auf einer zweispurigen Autobahn automatisiert, im Reißverschlusssystem die Spur wechseln. Zum anderen durfte der Verkehr bei einer T-Kreuzung nicht ins Stocken geraten. Dafür mussten die Autos die Geschwindigkeit reduzieren, damit die Abbieger rasch passieren konnten“, sagt Thomas Rosenstatter. Außerdem sollten die Fahrzeuge autonom eine Rettungsgasse bilden. Rosenstatters Hauptaufgabe waren der Decision-Making-Prozess, der die Interaktion zwischen den Fahrzeugen, wie Spurwechsel, Distanzkontrolle und -korrektur, beinhaltet. Weitere Aufgaben waren die Verarbeitung der Sensordaten und die Entwicklung eines Trust-Systems. Rosenstatter: „Aus Sicherheitsgründen ist es sehr wichtig, dass die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen zuverlässig ist. Mein Trust-System ist unter anderem eine Art Kontroll- und Überprüfungssystem für die Genauigkeit der Sensordaten. Damit können wir die Gefahr von Unfällen und Manipulationen reduzieren.“

Mit ihrer speziell angepassten Software und dem Kommunikationsequipment verwandelten die sechs Studierenden aus Schweden, Spanien, Belgien, Bangladesch und Österreich einen handelsüblichen Volvo S60 in ein selbstfahrendes Auto, das über die Fähigkeit verfügt, mit anderen Fahrzeugen im Straßenverkehr zu kommunizieren. Besondere Highlights waren für Rosenstatter und sein Team die Testfahrten: „Wir konnten Ende März in Spanien und Mitte April auf der AstaZero-Teststrecke außerhalb der schwedischen Stadt Borås unser Auto testen.“ AstaZero ist die weltweit erste vollständige Testumgebung für  zukünftige Straßensicherheit.

Double Degree in Schweden

Das Double Degree-Programm des Studiengangs Informationstechnik & System-Management führte Thomas Rosenstatter nach Schweden. Masterstudierende haben dadurch die Möglichkeit, ihr zweites Studienjahr an der Universität Halmstad zu absolvieren und so zusätzlich zum Diplomingenieur der FH Salzburg den Titel Master of Science in Engineering zu erlangen.

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Autor: Sandra Lagler