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29. April 2020

Hinter der Maske: Vorschläge zum Umgang mit Corona-Maßnahmen in der Hebammenarbeit

Hebammen arbeiten nah am und sehr direkt mit dem Körper der betreuten Frau. Die Entwicklung eines Vertrauensverhältnisses ist essentiell, Informationen werden auch nonverbal vermittelt und aufgenommen. Neben dem Gesagten spielt unter anderem auch die Mimik eine wesentliche Rolle, die Wahrnehmung des Körpers in der Berührung ist eine wichtige Informationsquelle.

Wie also umgehen mit Maske, Distanzregeln und Schutzhandschuhen? Wie die Reduktion des direkten Kontakts kompensieren?

Die Studentinnen des Studiengangs Hebammen stellen sich diesen herausfordernden Fragen derzeit in Form eines Preis-Ausschreibens – und gehen davon aus, dass die Anerkennung einer konkreten Situation immer eine Chance beinhaltet, innovative Lösungen zu finden; selbst dann, wenn die Situation weder angenehm noch beabsichtigt ist.

Unter den eingereichten Ideen wird am 5. Mai 2020 ein Sieger-Projekt gekürt und mit einem passenden Preis belohnt: Unter den prominenten Opfern der Spanischen Grippe war 1918 auch der österreichische Maler Gustav Klimt. Hundert Jahre später kämpft seine Ur-Enkelin um das Überleben ihres Klimt-Privatmuseums – und hat eine Sonder-Edition von Gesichtsmasken aufgelegt, die sie mit einem dezenten Motiv ihres Urgroßvaters von Hand bestickt.