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10. Juni 2020

Neues Buch: Apropos Hurensohn

„Get that son of a bitch off the field right now!” Mit diesen Worten forderte US-Präsident Donald Trump die Veranstalter der National Football League (NFL) auf, den Spieler Colin Kaepernick vom Spielfeld zu weisen. Kaepernick war zuvor beim Singen der Nationalhymne niedergekniet, um seinen Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt Ausdruck zu verleihen.

Buchillustration von André Mayr

Michael Manfé und Wolfgang Machreich nehmen diese verbale Entgleisung zum Anlass, sich mit dem Thema Sprache als Instrument der Gewalt auseinanderzusetzen.

In ihrer neuesten Publikation „Apropos Hurensohn. Manierliches Reden über schlechte Manieren“ beschreiben der Medien- und Kulturwissenschaftler Manfé und der Journalist und Buchautor Machreich Sprache als Gift, das mit Hass infiziert und Wunden schlägt, gleichzeitig aber auch als Gegengift einsetzbar ist. Im Klappentext heißt es: „Zwei Freunde lassen die giftige Sprache um sie herum nicht länger unkommentiert. Sie greifen die giftigen Worte auf, sie nehmen sie ernst, sie denken über sie nach, und sie halten dagegen. Zwei Freunde begeben sich in die Spur der Verwüstung, die alle diese verbalen Entgleisungen hinterlassen. Als gelernte Handwerker gewohnt, auf Dächer zu steigen, Überblick zu haben und anzupacken, wenn es sein muss, machen sie sich an die Aufräumarbeiten und beginnen Widerworte gegen den Hass zu pflanzen“.

Manfé, Michael / Machreich Wolfgang (2020): Apropos Hurensohn. Manierliches Reden über schlechte Manieren. AVINUS, Hamburg, Berlin.