Agile und digitale Unternehmensentwicklung

Young design team going over contact sheets at a meeting in creative office

Förderung: Eigenförderung

Vorläufiges Forschungsteam: Prof. (FH) Dr. Herbert Gölzner, Patrick Berger, BA, MA, Mag. Matthias Csar, Prof. (FH) Dr. Katja Wiedemann

Laufzeit: September 2019 - Juni 2024

Massive technologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Umbrüche stellen Unternehmen vor großen organisatorischen Herausforderungen.

Bei zunehmender Digitalisierung und steigender Komplexität kollabiert zentrale Steuerung.

Die Digitalisierung führt zu einer gesellschaftlichen Veränderung.  Fragen des Sinns und der Gerechtigkeit werden verstärkt gestellt. Das Presencing Institute am Massachusetts Institute of Technology (MIT) beschreibt Ungleichheit und Ausgrenzung als eine von vier globalen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Menschen verändern ihr Wertesystem. Für die in den Arbeitsmarkt strömende Generation Z (1995-2010 Geborene) sind Sinnorientierung und Work-Life-Balance von zentraler Bedeutung.

Die Veränderung der Sichtweise von einer traditionellen zu einer komplexen Ökonomie führt zu einem Bewusstsein, dass die Wirtschaft nicht mehr unbeschränkt, exponential wachsen kann (vgl. Beinhocker 2006). Einem Wirtschaften durch stabile Wachstumsraten und dem dahinterliegenden Effizienzdenken sind Grenzen gesetzt. Gesellschaftspolitische Konzepte von Pluralität, Gleichheit und Gerechtigkeit (vgl. z.B. Arendt 2018; Zizek 2009) rücken verstärkt in den Vordergrund. Disruptive, die Marktstruktur verändernde Innovationen machen es notwendig, dass Unternehmen ihre Art des Wirtschaftens und Organisierens verändern.

3-KOMPONENTEN STRUKTURIERUNGSMODELL

AGILE & DIGITALE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG 3-KOMPONENTEN STRUKTURIERUNGSMODELL

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Diese Herausforderungen zwingen Organisationen dazu, flexibler und immer schneller zu (re)agieren und eine digitale Transformation in ihren Unternehmen umzusetzen.

Für dieses Projekt ergeben sich daraus folgende Fragestellungen:

  1. Wie können Unternehmen durch die Entwicklung und Umsetzung neuer agiler Ansätze in der Unternehmensentwicklung diesen aktuellen Herausforderungen effektiv begegnen?
  2. Was bedeutet die zunehmende Digitalisierung für die Unternehmensentwicklung und welche digitale Ansätze können hierfür sinnvoll eingesetzt werden?
  3. Welche Entwicklung und Befähigung ist für MitarbeiterInnen und Führungskräfte erforderlich, um Fragestellungen 1 und 2 umsetzen zu können?

Zentraler Rahmen für die Erforschung der Fragestellungen ist die Orientierung am Sinn & Zweck, im Sinne der „purposdriven organization & society“, sowie ein 3-Komponenten-Struktrierungsmodell, welches permanent weiterentwickelt wird.

Forschungskompetenz für die Wirtschaft

  • Art der Förderung: FFG Projekt - Qualifizierungsnetz
  • Laufzeit: 01.04.2021 bis 31.03.2023
  • Gesamtbudget: € 77.265 
  • Förderpartner: Lead: Universität Innsbruck / Wissenschaftliche-Leitung: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Markus Mailer, Projektpartner: FH OÖ

Qualifizierungsnetzwerk – Digitalisierung und e-commerce in einer nachhaltigen Güterlogistik

Das FFG Förderprojekt „Qualifizierungsnetzwerk“ hat sich zum Ziel gesetzt Mitarbeiter von Güterlogistikunternehmen Wissen und Know-How in den Bereichen Digitalisierung, e-Commerce und Nachhaltigkeit zu vermitteln. Die wissenschaftlichen Partner bieten in zehn maßgeschneiderten Modulen Erkenntnisse aus der Forschung und von Case Studies (best practice) zu den Themen „verkehrliche Rahmenbedingungen“, „Smart und Green Logistics“, „Last Mile“, „Antriebssysteme der Zukunft“, „der Logistiker 4.0“, „IT Risikomanagement“ und vieles mehr.

Das Projekt wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Univ. -Prof. Dipl.-Ing. Dr. Markus Mailer Universität Innsbruck durchgeführt. Die FH Salzburg vertreten durch den Fachbereich Logistik und Operations Management wird sich mit Themenschwerpunkten „Risikomanagement/Lieferketten“, „Logistikerinnen 4.0“ und „alternative Antriebssysteme und Technologien“ beschäftigen.

Neben dem direkten Nutzen des gewonnenen Wissens für die Umsetzung im eigenen Unternehmen fördert das Qualifizierungsnetzwerk DeNaLog den Erfahrungsaustausch und die Kooperation aller beteiligten Partner*innen. Dieses Netzwerk kann infolge dessen weitere Projekte insbesondere im Bereich der nachhaltigen Digitalisierung und eCommerce-Logistik stimulieren.

CE RESPONSIBLE - Empowering Social Business in Central Europe

  • Förderung: Interreg Central (EUR ca 180,000, insgesamt EUR 2,3 Mio)
  • Lead Partner in Österreich: Mag. (FH) Cornelia Huis, Prof. (FH) Dr. Christine Vallaster, Prof. (FH) Dr. Eva Lienbacher, Fachbereich Marketing & Relationship Management
  • Laufzeit: 1. April 2019 bis zum 31. März 2022.
  • Gesamtprojektbudget: € 2.305.950, — und wird vom INTERREG Central Europe Programme des European Regional Development Fund (ERDF) mit € 1.913.507,50  unterstützt.
  • Das Projektkonsortium besteht aus Partnern der folgenden Länder: Slowenien, Italien, Deutschland, Kroatien, Slowakei, Ungarn, Polen, Tschechien und Österreich.

Das Projekt INTERREG ALTRUISITIC ENTREPRENEUR, CE sustainable model to support social entrepreneurship der Förderschiene Central Europe unterstützt Social Entrepreneurs, indem wir sie mit etablierten For-Profit Unternehmen zusammenbringen.

Wir vernetzen sozialverantwortliche Unternehmen in Zentraleuropa, die ihre Ressourcen in Form von Wissen, finanzieller Unterstützung oder Zugang zu Netzwerken Social Entrepreneurs zur Verfügung stellen. Das Innovative an unserem Ansatz ist, dass wir den Unternehmen eine Plattform bieten und damit eine win-win-Situation herstellen: Social Entrepreneurs erhalten wertvolles Knowhow und For-profit Unternehmen wird ein organisiertes System angeboten, um ihre Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Damit soll im zentraleuropäischen Raum ein positiver Wandel herbeigeführt werden, wo Social Entrepreneure (je nach Lage) häufig von öffentlichen Fördermitteln abhängig sind.

Die Kernergebnisse der Studie, die im Rahmen des Projektes im Jahr 2020 durchgeführt wurde, sind in dem untenstehenden Bericht zu entnehmen. Dafür wurden soziale- und konventionelle Organisationen in Österreich befragt. Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft und Politik die Wichtigkeit sozialer und ökologisch nachhaltiger Wirtschaftspraktiken zunehmend erkennen und auch ihre Institutionen, Organisationen und Unternehmen danach ausrichten. Auf Basis der zentralen Ergebnisse wurden Handlungsempfehlungen mit Fokus auf Kooperationen abgeleitet, die sich auf die geeigneten Rahmenbedingungen, die für erfolgreiche Kooperationen notwendig sind, beziehen.

Sektorübergreifende Kooperationen

zur Erreichung ökologischer, sozialer und profitorientierter Ziele 

Potentiale der Zusammenarbeit entdecken – wenn soziale Unternehmen und konventionelle Unternehmen vernetzt werden. Jetzt Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für Österreich nachlesen.

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Am Projekt sind insgesamt neun Länder der EU beteiligt. Aufgrund der engen Kooperation zwischen Institutionen aus diesen Staaten wird ein transnationaler gegenseitiger Lernprozess von Partnern mit vielleicht unterschiedlicher Ausgangslage, jedoch ähnlichen Herausforderungen angestoßen. Die Partner werden gemeinsam Folgendes erarbeiten:

  • Erstellung und Implementierung von strategischen Dokumenten zur Verbesserung von Fähigkeiten und dem Ausbau von Kompetenzen
    – Zentraleuropäischer Leitplan für die Förderung des Sektors Sozial Entrepreneurship
    – Zentraleuropäisches Nachhaltigkeitskonzept-Modell, das die Bedürfnisse von Social Entrepreneurs unterstützt
    – Empfehlungen an die Politik
  • Erstellung und Implementierung von Instrumenten zur Verbesserung von Fähigkeiten und zum Ausbau von Kompetenzen die notwendig sind, um ein erfolgreiches, nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen aufzubauen und zu führen
    – Zentraleuropäische Support- und Netzwerkplattform mit entsprechenden Tools um Social Entrepreneurs und Unternehmen miteinander zu vernetzen und ihre Kommunikation und Kooperation zu unterstützen
    – Altruistic entrepreneurs’ international association zum Aufbau einer Community von Unternehmen die soziale und nachhaltige Entrepreneure unterstützen
    – Coaching Toolbox für Social Entrepreneurs
    – Coaching Toolbox für Altruistic Entrepreneurs (Mentoren)
  • Implementierung von sieben Pilotaktionen, um die entwickelten bottom-up Supporttools zu testen

Alle Partner auf einen Blick:

  • E-Institute – Institute for comprehensive Development solutions (SI)
  • Metropolitan City of Bologna (IT)
  • Ikosom – Institute for communication and social media (DE)
  • Alma Mater Studiorum University of Bologna (IT)
  • Brodoto – Social impact creative agency (CR)
  • Slovak Centre of Scientific and Technical Information (SK)
  • Centre for Economic and Regional Studies – Hungarian Academy of Sciences (HU)
  • Municipality of Kielce/Kielce Technology Park (PL)
  • South Bohemian Agency for Support to Innovative Enterprising (CZ)
  • Fachhochschule Salzburg (AT)
  • Budapest Chamber of Commerce and Industry (HU)

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf unserer Projektwebseite sowie auf Facebook & Twitter.

LOGNETZ - Aufbau eines Kompetenznetzwerkes für die Analyse und Visualisierung von logistischen Wertschöpfungsnetzwerken

Logistische Wertschöpfungsnetzwerke sind komplexe Strukturen, bestehend aus unabhängigen Unternehmenspartnern, den Beziehungen zwischen diesen und einer Vielzahl an Stakeholdern. Um diese Netzwerke im Kontext des globalen Wettbewerbs überblicken oder optimieren zu können, ist die Beschaffung von Netzwerkdaten, sowie deren systematische Auswertung und Interpretation notwendig. Dies stellt eine große Herausforderung für KMU dar. Der globale Markt kennt keine nationalen Grenzen, und so erstrecken sich Wertschöpfungsnetzwerke auch über die gesamte Grenzregion Österreich-Bayern. In diesem Wirtschaftsraum existiert bisher kein grenzüberschreitendes Kompetenznetzwerk, mit dem Fokus der Analyse und Visualisierung von logistischen Wertschöpfungsnetzwerken. Diese Lücke soll gefüllt werden, indem ein Kompetenznetzwerk zu diesem Thema aufgebaut wird.

Nach Erhebung des Status-Quo bei den KMU werden offene Fragestellungen auf Relevanz und Potential geprüft. Darauf aufbauend werden Fallstudien gemeinsam mit Unternehmen aus der Projektregion durchgeführt, die als Best-Practice Beispiele für andere Unternehmen stehen sollen. Ziel dieser Fallstudien ist die Erarbeitung und anwenderfreundliche Aufbereitung von Methoden (Analysen, Visualisierungen, Optimierungen), um entscheidungsrelevantes Wissen aus Netzwerkdaten zu extrahieren. Die Erkenntnisse daraus, sowie die notwendigen Kompetenzen, ähnliche Projekte im eigenen Unternehmen wiederholen zu können, werden mittels Workshops in die Wirtschaft transferiert. Die Veröffentlichung der Fallstudien und Workshopinhalte dient als Basis für weitere Aktivitäten.

Das Konsortium bringt neben der Expertise für Logistik und Supply Chain Management auch hohe Expertise in Machine-Learning und Operations-Research in das Projekt ein. Nur gemeinsam können die komplexen Methoden der Netzwerkanalyse so aufbereitet und vermittelt werden, dass KMU nachhaltig davon profitieren. Eingebettet in andere Projekte der Region, wie z.B. KMU 4.0, das KMU bei der digitalen Transformation unterstützt, kann dieses zur nachhaltigen Stärkung der Grenzregion beitragen.

Digitalisierung bei KMU: Optimierung des Online Vertriebs durch Virtual Reality (VR)

  • Gesamtprojektbudget: EUR 112,000 

Befeuert durch die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft, werden digitale Innovationen wie VR zu einer Vielzahl von Veränderungen in Unternehmen führen. Konkret bietet sich beispielsweise eine verstärkte Nutzung von digitalen Elementen im gesamten Vertriebs- und Kommunikationssystem an. Während große Unternehmen im Konsum- und Dienstleistungsbereich sowie im Business-Bereich VR im Vermarktungs- und Kommunikationsprozess bereits einsetzen, hat der Großteil der KMU laut der Wirtschaftskammer Österreich in diesem Bereich noch wenige Berührungspunkte. Die Gründe dafür sind hauptsächlich im mangelnden Wissen im Umgang mit VR, aber auch in der Tatsache zu suchen, dass es noch nicht ganz klar ist, ob VR im Verkaufs- und Kommunikationsprozess tatsächlich eine so große Rolle spielt wie uns der Hype derzeit vormacht.
Das Ziel dieses Projektes ist die Analyse  des optimalen Einsatzes von VR im Vergleich zu klassischen Online-Darstellungsformen im Vertrieb von Produkten.  Im Fokus stehen dabei die Form der Produktpräsentation und der Einsatz von Interaktionen bei Online-VR-Applikationen und deren Auswirkung auf die Kaufsintention. Durch eine optimale Darstellung der Produkte mittels VR wird es den KMU aus der Region ermöglicht, Vertriebsprozesse zunehmend zu digitalisieren und kompetitiv zu gestalten.

Ready for Virtual Reality?

Ziel dieses Projektes war es, eine Virtual Reality-Verkaufsplattform zu schaffen und die Wirkung von Virtual Reality (VR) auf die Kaufintention anhand zweier beispielhafter Produktkategorien (Möbel, Haushaltsgeräte) im Vergleich zur klassischen Online-Produktdarstellung zu analysieren.

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Krisen- und Sanierungsmanagement

  • Förderung: Eigenförderung
  • Laufzeit: xxx
  • Projektleitung: Prof. (FH) Dr. Christine Mitter, Prof. (FH) Dr. Manuela Ender, Fachbereich für Controlling & Finance
    Kooperationspartner: xxx

Unternehmensinsolvenzen befinden sich in Österreich im internationalen Vergleich auf hohem Niveau. Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise führt zudem zu schwierigeren Umfeld- und Wettbewerbsbedingungen der Unternehmen und damit einer Zunahme der Krisen- und Insolvenzgefahr. Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, wie Unternehmen Krisen begegnen können, welche Möglichkeiten der außergerichtlichen und gerichtlichen Sanierung zur Verfügung stehen und welche Auswirkungen damit verbunden sind. Im Juli 2010 trat die neue Insolvenzordnung in Kraft, die eine Verbesserung der Sanierungschancen von Unternehmen zum Ziel hat. Ob dies tatsächlich der Fall ist, und welche Vorteile die aktuelle Insolvenzrechtsreform bringt, gilt es zu untersuchen. Zudem sollten im Sinne eines proaktiven Krisenmanagements Methoden und Instrumente der Krisenfrüherkennung und Insolvenzprävention aufgezeigt werden.

Circular Economy – Auf der Suche nach kreislaufgeprägten Innovationen für die Gestaltung von Leerständen in Erdgeschosszonen

Die Kreislaufwirtschaft wird von der europäischen Union als eine Möglichkeit gesehen, um die aktuellen Herausforderungen wie Klimakrise, Rohstoffknappheit oder Verlust der Artenvielfalt zu meistern. Durch den Wiedereinsatz oder die Umnutzung vorhandener Ressourcen und die Schließung von Materialkreisläufen sollen der Verbrauch von Rohstoffen und Energie sowie die Emission von Schadstoffen reduziert werden. Plausibel erscheint der Ansatz der Kreislaufwirtschaft im Sinne der Recyclingthematik von Wert- und ehemaligen Rohstoffen. Allerdings können Gebäude ebenso im Sinne eines Kreislaufes weitergenutzt werden. Besonders wenn eine Nutzung eines Gebäudes nicht mehr relevant ist oder dieses angepasst werden müsste.

Schaut man diesbezüglich die Region Salzburg an, dann ist erkennbar, dass in vielen Ortskernen von Klein- und Mittelstädten gewerblich nutzbare Flächen besonders in den Erdgeschosszonen leer stehen. Des Weiteren sind öffentliche Räume wie z.B. zentrale Plätze oder Straßen in Ortskernen zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, sich als attraktiven Treffpunkt für Wohnen, Freizeit, Kultur und Versorgung zu entwickeln. Vielfach werden diese Bereiche aufgrund von Leerständen, die meist mit einem vernachlässigten Unterhalt der Gebäude und öffentlichen Räumen verbunden ist, als negativ wahrgenommen und führen zu einem schrittweisen Downgrading der Ortskerne: Der Rückzug eines oder einen Gewerbetreibenden, die Nicht-Nutzung eines Gebäudes oder der Verfall einer ehemals belebten Ladenzeile wirken sich negativ auf das Engagement aller übrigen Stakeholder aus. Es besteht die Gefahr selbstverstärkender Struktureffekte (Schimank, 2016).

Wir sehen neben der Politik und Verwaltung zwei Hauptakteure, die Lösungen für diese zwei Herausforderungen anbieten können: 1) Unternehmen, die durch Innovationen im Sinne der Kreislaufwirtschaft die Belebung von nicht genutzten gewerblichen Flächen ermöglichen, und 2) die Bevölkerung, die durch innovative Projektideen den öffentlichen Raum so gestalten, dass dieser lebenswerter wird. Aus Sicht der Forschung stellt sich daher die Frage, durch welche Eingriffe die nicht genutzten Räume wiederbelebt werden können.

Das Ziel dieses Projektes ist die Erstellung von kreislaufwirtschaftlich-geprägteninnovativen Lösungsansätzen und Geschäftsmodellen, die für die Nutzung von öffentlichen Räumen und gewerblichen Flächen im Erdgeschoss geeignet sind. Das Projekt wird als Pilotprojekt mit der Stadt Hallein durchgeführt (siehe vorhandener LoI); deren BewohnerInnen sowie Gewerbetreibenden sollen aktiv in den kreislaufwirtschaftlichen Innovationsprozess eingebunden werden.

Dieses Projekt ist ein an der FH Salzburg interdisziplinär angelegtes Forschungsprojekt zwischen den Studiengängen Betriebswirtschaft (BWI), Smart Buildings in Smart Cities (SMC), sowie Studiengang Soziale Innovation, Forschungsgruppe Innovation und Gesellschaft (SOZA), die ihr jeweiliges Fachwissen in das Projekt einbringen: In dem Projekt soll das Wissen um die Kreislaufwirtschaft und Geschäftsmodellentwicklung, um Muster und Methoden der Stadt- und Regionalentwicklung sowie um die Voraussetzungen von sozialen Innovationen für das Lösen eines konkreten Praxisproblems nutzbar gemacht werden. Außerdem werden Synergien zum derzeit laufenden Forschungsprojekt Open Innovation (unterstützt durch die WISS-Förderschiene – u.a. ist der Fachbereich Marketing & Relationship Management vom Studiengang Betriebswirtschaft involviert) angestrebt.

Raus aus der Krise: Attraktiver Tourismus

  • Förderung: Interreg Österreich-Bayern, 2014-2020
  • Lead Partner: Fachhochschule Salzburg, Mag. Mattia Rainoldi, Mag. Karin Foidl-Mehrländer
  • Projektpartner: Fachhochschule Kufstein, Standortagentur Tirol, Chiemgau Tourismus e.V.
  • Projektzeitraum: September 2019 – Juni 2022
  • Gesamtprojektbudget: EUR 730.000,-

Entwicklung von grenzüberschreitenden Maßnahmen und Instrumenten für die Imageverbesserung und Steigerung der Attraktivität des Tourismus als Arbeitgeber zur nachhaltigen Mitarbeiterentwicklung, –zufriedenheit und –bindung

Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor insbesondere für die alpinen ländlichen Regionen wie Salzburg, Tirol und Bayern. Allerdings hat das Image der Tourismusbranche als attraktiver Arbeitgeber in den letzten Jahren einen Abschwung erlitten. Auch wenn eine hohe Anzahl von ausgebildeten Fachkräften in den alpinen Regionen vorhanden sind, haben die negativen Arbeitsbedingungen, mit denen die Beschäftigung in der Hotellerie und Gastronomie häufig assoziiert wird, zu einer Branchenflucht und zu einem massiven Fachkräftemangel geführt.

Es gibt jedoch zahlreiche Gründe, die den Tourismus als attraktives Betätigungsfeld auszeichnen. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen finden hier gute Rahmenbedingungen für die persönliche Selbstverwirklichung und vielfältige Möglichkeiten für die fachliche Weiterentwicklung gekoppelt mit aussichtsreichen Karriereperspektiven weltweit.

Die alpinen Regionen stehen damit vor der Herausforderung, die Arbeit im Tourismus attraktiv zu gestalten, damit diese in der einheimischen Bevölkerung als zukunftsfähiges Arbeitsfeld angenommen wird, um die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Tourismus nachhaltig sicherzustellen.

Im Rahmen des Projektes soll ein nachhaltiges und grenzüberschreitendes Verbundsystem geschaffen werden, an welchem unterschiedlichste Stakeholder angeschlossen werden können, um durch den Einsatz von modernen Lehr- und Lernmethoden Zugang zu einer innovativen Möglichkeit der Führungskräfte- und Mitarbeiterentwicklung zu erhalten. Gekoppelt mit diesem System sollen unterschiedlichste Ansätze eingebunden werden, um die Attraktivität des Tourismus als Arbeitgeber erhöhen zu können. Sämtliche Maßnahmen haben das Ziel, die Attraktivität des Tourismus als Arbeitgeber zu steigern als auch das Image der Tourismusbranche zu verbessern, um vor allem einheimische Tourismusbetriebe als attraktive Arbeitsplätze zu positionieren und langfristige Arbeitsverhältnisse zu schaffen.