Forschungs- und Innovationsnetzwerk „Alpines Bauen“ zur Entwicklung von neuartigen Konzepten im Bereich der Sanierung und zur Stärkung der „alpinen Baukompetenz“ der KMU und Regionn

Die Projektregion Oberbayern/Salzburg/Tirol hat einen Wirtschaftsschwerpunkt im Bausektor, der von vielen kleinen und mittleren Unternehmen (Handwerk, Gewerbe, Planung, Dienstleistung - auch über Baubranche hinaus) getragen wird. Was hier als „alpines Bauen“ bezeichnet wird, ist die Kompetenz der KMU, regionale Baumaterialien, Bautechniken, Know-how und Nachhaltigkeit mit alpiner Bautradition zu verbinden.


Durch höhere Anforderungen in der Klima-, Energie- und Ökoeffizienz, durch neue Technologien mit raschem Wandel und durch ein wachsendes Wettbewerbsumfeld durch globale Bauindustrien und Technologiehersteller werden die Herausforderungen im alpinen Bau immer komplexer. KMU sind deshalb gefordert, sich verstärkt mit Innovationsfragen zu neuen Produkt- und Dienstleistungsmöglichkeiten sowie neuartigen technischen Lösungen zu befassen. So können sie ihre Rolle als Spezialist für alpines Bauen weiterentwickeln, damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze regional sichern und werden nicht zu Drittleistern (z.B. nur Montage) degradiert.

Besonders im wachsenden Markt der Sanierung von älteren Gebäuden bestehen für KMU Chancen, über neuartige Konzept- und Technologiezugänge alpine Bausubstanz intelligent weiterzuentwickeln und bisher unberücksichtigte Nachfragestrukturen, wie die schrittweise Sanierung kleinerer Gebäude (z.B. Wohnen, Tourismus) mit ganzheitlichen Sanierungskonzepten als Nische zu besetzen. Das Projekt „F+I Netzwerk Alpines Bauen“ setzt an der Unterstützung für KMU in diesen Bereich an. Fehlende Kompetenzen, Methoden und Know-how dafür werden durch die Kooperation mit regionalen Forschungseinrichtungen erarbeitet und vermittelt. Das Forschungs- und Transferprogramm wird dabei am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet.

Link: Interreg,  Projektbeschreibung, Netzwerk Alpines Bauen

Low-Tech Lösung für lebenszyklusorientiertes Bauen im mehrgeschossigen Wohnbau

Der Schwerpunkt des Forschungsprojektes liegt in der Auswahl von Einzelmaßnahmen, Baukonstruktionen und Komponenten, deren Zusammenspiel eine Low-Tech-Lösung ergeben und darauffolgend eine Analyse der Lebenszykluskosten der ausgewählten Low-Tech-Lösung im Vergleich mit dem derzeitigen Baustandard im mehrgeschossigen geförderten Wohnbau in Salzburg.

Eine Betrachtung der Lebenszykluskosten eines Low-Tech-Konzeptes im Vergleich mit dem derzeitigen konventionellen Baustandard im geförderten Wohnbau kann ein Hilfsmittel zur zukünftigen Gestaltung der Wohnbauförderung im Land Salzburg darstellen. Daraus abgeleitet können Methoden erarbeitet werden, welche einen wesentlichen Beitrag zu kostengünstigerem Bauen, Nutzen und Betreiben von Gebäuden leisten und damit langfristig leistbares Wohnen in Salzburg sichern.

Lebenszykluskostenorientierte Planung ermöglicht geringere Folge-/Nutzungskosten und stellt somit eine energetische, ökologische und volkswirtschaftliche Schonung von Ressourcen dar. Die Bereitstellung der Ergebnisse des Forschungsprojektes in Form von Fortbildungen sowie einer Planungshilfe für Architekten, Ingenieure und Planer für zukünftige Projekte im geförderten Wohnbau als Open Source ist angedacht.

Laufzeit: 01.07.2019-31.12.2020
Förderprogramm: Auftragsforschung Land Salzburg
Lead Partner: FH Salzburg
Projektpartner:
Landesinnung BAU Salzburg, Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich und Salzburg
Projektleitung FH-Salzburg: Dipl. Ing. (FH) Lutz Dorsch, M.BP.

Microlaboraufbau für Bauteilaktivierung 2.0

In der Kombination von Bauteilaktivierung und Wärmepumpentechnologien im mehrgeschossigen Wohnbau steckt ein enormes Potenzial für ein neuartiges Energiesystemmanagement. Genau hier setzt das gegenständliche Forschungsprojekt an und soll durch Forschungsarbeiten zu wichtigen Fragen für die Planung, Regelung und Steuerung sowie Auslegung derartiger technologiekombinierter Systeme in Gebäuden Grundlagenwissen und eine methodische Evidenz schaffen.

Mit ingenieurwissenschaftlichen und mathematischen Methoden und mit der Erschließung unterschiedlichster Daten für die Rechenmodelle sollen wissenschaftsgetriebene Kraft- Wärme- Speichermodelle erarbeitet werden, die sich durch verschiedene Technologiearten, -auslegungen und Systemkombinationen, aber auch unterschiedliche Gebäudetypologien (Mischbau, mineralischer Bau etc.) auszeichnen werden. Daraus soll ein digitales Micro-Labor als wissenschaftlicher Prototyp aufgebaut werden, mit dem dann Versuche zu verschiedenen Fragestellungen und zu detaillierten dynamischen Anlagensimulationen erfolgen können. Die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft „Die Salzburg“ hat sich für diesen Forschungszweck bereit erklärt, ein Bauvorhaben in Kuchl als Demonstrator zur Verfügung zu stellen und mit einer entsprechenden Sensorik auszustatten. Für das Micro-Labor soll dieser Demonstrator genutzt werden, um dann erstmals Realtimedaten zu integrieren und über ein Forschungsmonitoring den wissenschaftlichen Prototyp zu validieren und damit eine bessere Evidenz zu der Technologiekombination in der Anwendung zu erhalten. Hierfür sind im Projekt von Seiten der Wissenschaft das Sensorik- und Messparameterkonzept, die Mess- und Datenschnittstellen sowie die Integration in das Big Data Konzept selbst zu erarbeiten und im Vorfeld durch Versuchsreihen und Szenarien zu testen.

Mit dem im Projekt protypisch aufgebauten Micro- Labor (Prüft-, Test-, Simulations- und Monitoringstand) soll mit Projektende ein digitales Simulations- und Validierungswerkzeug vorhanden sein, in dem einerseits Ideen zu neuartigen Gebäude- und Anlagensystemen nach Stand der Wissenschaft entwickelt, simuliert, verbessert und evaluiert, insbesondere im Kontext komplexer mehrgeschossiger Wohnbauten, oder auch weitere Forschungsprojekte aufgesetzt werden können.

Laufzeit: 01.03.2019-28.02.2022
Förderprogramm: Wiss2025
Lead Partner: FH Salzburg
Projektpartner: Landesinnung Bau Salzburg, Ochsner Wärmepumpen GmbH, Siemens AG Österreich, Zement + Beton Handels- und Werbeges.m.b.H.
Projektleitung FH-Salzburg: Dipl. Ing. (FH) Roland Sterrer, MSc

Aktivierung von Ortskernen – Am Beispiel Bad Hofgastein

In der Studie soll anhand des Ortszentrums von Bad Hofgastein eine Strategie für das Zentrum, sowie Nutzungskonzepte für die Gebäude entwickelt werden. Ausgehend von einer stadträumlichen und baulichen Analyse wird eine Stärke-Schwächen Analyse erstellt, die die Grundlage zur Konzeption darstellt. Um die Lösungsmöglichkeiten möglichst realistisch darzustellen, werden leitfadengestützten Experteninterviews mit der Verwaltung, Lokalpolitik, Eigentümern oder Interessenten geführt. Die entwickelten Konzepte werden umsetzungsorientiert dargestellt und berücksichtigen den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmen.

Die Studie soll Vorschläge zur Weiterentwicklung der Salzburger Wohnbauförderung liefern und gleichzeitig am Beispiele der Gemeinde Bad Hofgastein Handlungsoptionen für Innenentwicklung vor Augen führen. Dafür werden anhand von drei Orten unterschiedlicher Typologie und Identität Möglichkeiten aufgezeigt, um neue Nutzungen für Leerstand und Unterauslastung zu finden und diese in ein maßstabsübergreifendes Konzept zu integrieren. Ziel ist es, neben der planerischen Umsetzung besonders lokale Beteiligte, insbesondere Gemeinden und Eigentümer, den für Umnutzungsprozess zu aktivieren. Das Projekt bindet dabei auch den baurechtlichen, finanziellen und prozessualen Bereich ein, um einen wichtigen Beitrag zur Innenentwicklung in ländlichen Kommunen und Städten zu leisten.

Mit Hilfe der Studie soll zum einen auf die Problematik der Leerstände in Ortszentren hingewiesen werden und gleichzeitig auf die Potenziale brachliegender oder ungenutzter Gebäude und Grundstücke aufmerksam gemacht werden. Die erarbeiteten Konzepte sollen auch Anregung sein, wie eine neue Belebung der Ortszentren sich im Hinblick auf die bauliche und thematische Umsetzung darstellen könnte.

Laufzeit: 01.01.2019-31.12.2019
Förderprogramm: Auftragsforschung Land Salzburg
Lead Partner: FH Salzburg
Projektpartner:
Marktgemeinde Bad Hofgastein
Projektleitung FH-Salzburg: FH-Prof. DI (FH) Dr. Stefan Netsch, M.Eng.

Zero Carbon Refurbishment II

Eine bestehende Wohnsiedlung in Salzburg wird auf Basis eines kooperativen Planungsprozesses umfassend und nachhaltig modernisiert.

Im Rahmen des Projekts „Zero Carbon Refurbishment II“ (kurz ZeCaRe II), das auf der gleichnamigen, 2016 abgeschlossenen und ebenfalls vom Klimafonds geförderten Sondierung aufbaut, sollen die Generalsanierung und die Nachverdichtung (geplant sind 25 neue Wohnungen) der Friedrich-Inhauser-Siedlung in Salzburg-Aigen möglichst nachhaltig umgesetzt werden. Mit den in einem kooperativen Planungskonzept erarbeiteten Umbauten soll bewiesen werden, dass man auch beim Sanieren und Nachverdichten einer Siedlung im Rahmen begrenzter wirtschaftlicher Möglichkeiten vollkommen CO2-neutral bleiben kann. Die Ausschreibung, die Vergabe und der Baubeginn sind für 2019 vorgesehen, 2020 soll die Fertigstellung erfolgen.

Das Ziel im Bereich der Gebäudetechnik ist eines im Betrieb primärenergetisch und CO2 optimiertes Energieversorgungskonzeptes. Geplant ist ein Gebäudetechnikkonzept mit Wärmerückgewinnung aus Abluft und Abwasser. Der restliche Wärmebedarf wir mit einer Pelletsheizung gedeckt. Eine PV-Anlage am Dach versorgt die Haushalte und die Gebäudetechnik mit direkt am Grundstück generiertem Strom.

Im Rahmen des Forschungsprojektes ZeCaRe II werden verschiedene Varianten für Gebäudetechnikkonzepte simuliert und auf Primärenergieebene und hinsichtlich CO2 verglichen. Dabei liegt die Innovation in der Kombination aus Abluft- und Abwasserwärmerückgewinnung und einer Konzeptentwicklung für einen maximalen Eigenverbrauch des PV-Stroms.

Probleme und Hürden, die im Rahmen der Umsetzung genommen und gelöst werden müssen, betreffen unter anderem die niedrige Baukostendeckelung in der Salzburger Wohnbauförderung, die Neubauförderung für Sanierungsvorhaben, die Gestaltung der Mietverträge (Mieter-PV und Mobilitätsangebote) sowie Auflagen, das Bestandsgebäude betreffend. Die dabei gesammelten Erfahrungen sollen in weiterer Folge als Grundlage bei ähnlichen Sanierungsvorhaben in Salzburg und anderen österreichischen Städten dienen.

Laufzeit: 01.04.2018-31.03.2020
Förderprogramm: FFG Smart Cities Demo 9.Ausschreibung - Klima- und Energiefonds
Lead Partner:  Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen
Projektpartner: Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft m.b.H. Stadtgemeinde Salzburg, Stadt Land Berg – Dr. Rosemarie Fuchshofer, FH- Salzburg - Smart Building und Smart City
Projektleitung FH-Salzburg: FH-Prof. Dr. Thomas Reiter
Projektmitarbeiter/innen: Elisabeth Wieder

Klimapartnerschaft und Landesdienstleistungszentrum

Die Klimapartnerschaft zwischen Land Salzburg und FH Salzburg soll die Zielerfüllung der „Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050“ unterstützen.

Das Land Salzburg hat sich aufgrund aktueller Ergebnisse der Klimaforschung das Ziel gesetzt, bis 2050 ein klimaneutrales, energieautonomes und nachhaltiges Bundesland zu sein. Zur Erreichung der Ziele der dazu entwickelten „Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050“ bedarf es unter anderem auch der Unterstützung von Unternehmen und Institutionen. Aus diesem Grund wurde eine Klimapartnerschaft zwischen Land Salzburg und FH Salzburg abgeschlossen, die im März 2018 in Kraft getreten ist.

Als Teil dieser Klimapartnerschaft übernimmt der Studiengang Smart Building die wissenschaftliche Begleitung der Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der Planung und Errichtung des neuen Salzburger Landesdienstleistungszentrums (LDZ). Bislang wurden beispielsweise eine allgemeine Betrachtung und Beurteilung von Ökologie, Energie und Nachhaltigkeit von Bürogebäuden in frühen Planungsphasen und eine Grundlagenermittlung von lebenszyklusorientierten Planungsprozessen durchgeführt. Dabei wurde insbesondere der Umgang mit dem Bestandsgebäude mit der Betrachtung von Szenarien zu Kernsanierung und Ersatzneubau evaluiert. Darüber hinaus wurde bereits im Vorfeld der Standortentscheidung des LDZ überprüft, welche Möglichkeiten des Einsatzes erneuerbarer Energiesysteme an den möglichen Standorten vorhanden sind.

Die Einbeziehung der oben genannten Themen in den Planungsprozess des Landesdienstleistungszentrums soll als Vorbildwirkung für zukünftige Bauprojekte dienen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Bauwesen stärken.

Laufzeit: 01.03.2018-29.02.2020
Förderprogramm: Auftragsforschung Land Salzburg
Projektleitung FH-Salzburg: FH-Prof. Dr. Markus Gratzl-Michlmair
 

Sophisticated Comfort Oriented Intelligent Building Envelopes

Bei multifunktionalen Hüllsystemen werden die Eigenschaften von Bauteilen, Komponenten und Systemen von mehreren Parametern systemisch beeinflusst. Diese Abhängigkeiten können mit üblichen Test- und Simulationsmethoden meist nicht abgebildet werden, da einerseits das instationäre Verhalten nicht abgebildet werden kann, andererseits in der Regel integrierte Systeme inkl. verbundener Räume Untersuchungsgegenstand sind.
Ganzheitliche Methoden, die sowohl eine entsprechende Modellbildung sowie spezielle Test- und Prüfabläufe bzw. auch die Koppelung von Modellen und Messung ermöglichen, fehlen gänzlich. Hier setzt das gegenständige Projektvorhaben an. Konkret werden integrale Entwicklungsprozesse, modellbasierte und messtechnische Methoden entwickelt. Diese sollen es gestatten, unterschiedliche und wechselnde integrale Untersuchungen durchzuführen und es gleichzeitig erlauben, Aussagen über viele relevante Aspekte aktiver Gebäudehüllen zu tätigen (z.B. Energiebedarf, Behaglichkeit, Lichtlenkung, Witterungsbeständigkeit, solarer Eintrag, Dauerfunktion, dynamisches Verhalten).

Ziel ist der inhaltlich-thematische Kompetenzauf- bzw. ausbau zur Entwicklung von fundierten dynamischen Simulationsmodellen und Testmethoden zur numerischen und messtechnischen Entwicklung/Evaluierung von Schlüsseltechnologien in multifunktionalen Gebäudehüllen. Der Innovationsgehalt liegt dabei in den zu entwickelnden nummerischen Modellen von multifunktionalen Gebäudehüllen und messtechnischen Methoden die den Ansatz einer vorgelagerten, umfassenden Prüfung (Test), Modellierung, Bewertung und Optimierung des Gesamtsystems und aller relevanten Wechselwirkungen vor dem Hintergrund realer klimatischer und nutzerbedingter Rahmenbedingungen verfolgen.

Als Ergebnisse liegt ein anwendungsbezogenes und marktreifes FEI-Dienstleistungsportfolio (Dienstleistungen zur nummerischen und messtechnischen Entwicklung, Evaluierung und Optimierung von Gebäudehüllen sowie integrierten Komponenten und Systemen) vor, um Unternehmen aus den Bau- und Gebäudetechnikbranchen, in den Entwicklungsphasen (Potentialanalyse - Markteinführung) hüllenintegrierter Komponenten und Systeme fundiert, kostengünstig sowie zielgerichtet und schnell unterstützen.

Laufzeit: 01.11.2018-31.10.2022
Förderprogramm: FFG COIN Aufbau 7. Ausschreibung
Lead Partner: AEE - Institut für Nachhaltige Technologien
Projektleitung FH-Salzburg: FH-Prof. Dr. Markus Gratzl-Michlmair
Projektmitarbeiter/innen: Maximilian Lugmair, Andre Sento Se Barreto
 

Multifunktionale solaraktive Platz- und Straßenüberdachung

Eine beträchtliche Fläche in unseren Städten wird sowohl durch den fahrenden als auch den ruhenden Verkehr vereinnahmt. Insbesondere Stellplatzflächen im Freien sind hochgradig unökologisch und flächenintensiv. Sie versiegeln die Böden, begünstigen das Entstehen von sommerlichen Hitzeinseln und sind fast ausschließlich monofunktional nutzbar.

Das Projekt ParaSol widmet sich dem Ziel, diese defizitären Flächen in funktional und räumlich wertvolle Stadträume zu verwandeln. Am Beispiel konkreter öffentlicher urbaner Räume in der Stadt Leoben wird untersucht, welche Effekte neu zu entwickelnde, solaraktive Platz- und Straßenüberdachungen in Form von weitgespannten Konstruktionen in Leichtbauweise auf das Stadtbild und die Stadtfunktion haben und welche weiteren Synergien, insbesondere welche Potenziale der Energiegewinnung sie mit sich bringen. Dabei werden auch Stellplatzflächen im Einflussbereich der Stadtgemeinde und innerstädtische Langsamfahrstrecken von Straße und Schiene einbezogen, um deren Potentiale für eine dezentrale Energieversorgung festzustellen.

Mit der Sondierung wird ein nachfolgendes F&E Demoprojekt in Leoben strategisch und inhaltlich vorbereitet. Dieses F&E-Projekt wird unter Einbeziehung des Werkstoffwissens in der Region mit Fokus auf Membran-, Polymer- und Dünnglastechnologien die Anwendung bestehender und neuer Material- und Photovoltaiktechnologien bzw. Technologiekombinationen in der Stadtinfrastruktur in Prototypen demonstrieren und soll in einer marktfähigen Produktentwicklung münden.

Laufzeit: 01.01.2019-29.02.2020
Förderprogramm: FFG Stadt der Zukunft 5. Ausschreibung
Lead Partner: Technische Universität Graz - Institut für Städtebau
Projektpartner: FH Salzburg – Smart Building und Smart City, Leoben Holding GmbH
Projektleitung FH-Salzburg: Dipl. Ing. (FH) Roland Sterrer, MSc
 

Comfort Orientated and Management Focused Operation of Room Conditions

Dieses Projekt zielt darauf ab, die wahrgenommene Behaglichkeit in Räumen zu maximieren, indem die Raumzustände unter Berücksichtigung des menschlichen Komforts, der Energieeffizienz und der Betriebseffizienz gleichermaßen überwacht werden. Das übergeordnete Ziel ist die multimodale Datenanalyse auf der Basis einer gekoppelten Simulation und Datenanalyse unterstützt durch maschinelles Lernen. Daraus werden neue Modelle abgeleitet, mit denen die Behaglichkeit beurteilt und vorausberechnet werden kann. Dies wird unterstützt durch Automationssysteme (Feldebene) und In-situ-Messungen, modelliert mit Raumsimulation und Simulation der Gebäudetechnik und Regelung und bewertet durch maschinelles Lernen, um am Ende mit dynamisch gekoppelten Messdaten (Hardware in the Loop HIL) die Simulation zu verbessern.


Erkenntnisse werden durch neue Technologien gewonnen, die Faktoren untersuchen helfen, die traditionell in der Gebäudetechnik nicht berücksichtigt werden. Neue Arten von Sensoren und Messsystemen bieten flexible Lösungen zu günstigen Preisen und zeichnen mehr Raumzustandsparameter auf. Anwendungsszenarien werden unterschiedliche Arbeitsumgebungen umfassen, die breite, komplexe und anspruchsvolle Bedingungen repräsentieren. Big-Data-Technologien erleichtern die Datenerfassung, Vorverarbeitung und Analyse von Messdaten aus Sensorsystemen. Diese Daten können mit vorhandenen Datenquellen zusammengeführt werden (Gebäudetechnik, Raumverwaltung, Terminplanung, Wettervorhersagen. Die Rohdaten selbst werden zusammen mit extrahierten Erkenntnissen, Korrelationen und erkannten Mustern zur Modellierung und Simulation des Benutzerkomforts unter Berücksichtigung wichtiger Randbedingungen wie Energieeffizienz oder Raumbelegungsrate verwendet. Darüber hinaus wird untersucht, wie Building Information Mo-deling-Daten in Simulationen integriert werden können.

Laufzeit: 01.10.2018-31.03.2021
Förderprogramm: FFG IKT der Zukunft 6. Ausschreibung
Lead Partner: Know-Center GmbH Research Center for Data-Driven Business & Big Data Analytics
Projektpartner: Silicon Austria Labs GmbH, Thomas Lorenz ZT GmbH, EUDT Energie- u. Umweltdaten Treuhand GmbH, IKK Engineering GmbH, EAM Systems GmbH, Technische Universität Graz
Projektleitung FH-Salzburg: FH-Prof. Dr. Markus Gratzl-Michlmair
Projektmitarbeiter/innen: Maximilian Lugmair, Andre Sento Se Barreto, Edith Hofer
Projektwebsite: comfort.know-center.tugraz.at

Qualifizierungs- und Zertifizierungsmodell für Building Information Modeling in Österreich

In Zusammenarbeit mit dem unabhängigen und übergeordneten Verein „buildingSMART“ wird ein modulares Ausbildungsprogramm in Building Information Modeling entwickelt, das den Abschluss mit einer Zertifizierungsprüfung angegliedert an das „Professional Certification Program“ von buildingSMART International ermöglicht. Damit werden schlussendlich österreichweit und international vergleichbare Qualitätsstandards für personenbezogene Kenntnisse und Kompetenzen in Building Information Modeling gewährleistet.

Das Projekt gliedert sich in drei zentrale Elemente: a) die Entwicklung eines modularen Ausbildungsmodelles, das für unterschiedliche BIM-Anwendungsgruppen (BIM-Projektleitung bis hin zu BIM-Erstellung) zielgerichtet die erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, b) die erstmalige Abhaltung des modularen Ausbildungsmodelles und c) die Ausarbeitung eines nationalen Fragenkatalogs für die finale Zertifizierungsprüfung für die unterschiedlichen Anwendungsstufen nach dem „Professional Certification Program“.

Im Anschluss an das Projekt werden die Bildungsmaterialien den einschlägigen Ausbildungsstätten (private und öffentliche Aus- und Weiterbildung, Hochschulen, berufsbildende mittlere und höhere Schulen, etc.) kostenlos zur Weiterverwendung zur Verfügung gestellt. Dadurch ist gewährleistet, dass mittelfristig österreichweit einheitliche Standards in der Ausbildung im Bereich von Building Information Modeling etabliert werden können.

Laufzeit: 01.01.2019-31.08.2020
Förderprogramm: FFG Forschungskompetenzen für die Wirtschaft, 4. Ausschreibung „Qualifizierungsnetze“
Lead Partner: FH Salzburg
Wissenschaftliche Partner: Technische Universität Wien, Technische Universität Graz, Fachhochschule Kärnten
Unternehmenspartner: Adenbeck GmbH, Marius project ZT GmbH, Stadt Wien - MA 19, Hopferwieser Architects ZT GmbH, BauConsult real estate projectmanagement GmbH, DI Harald Grantner, Lugitsch & Partner Ziviltechniker GmbH, IBS - Technisches Büro GmbH, pm1 projektmanagement, planen und bauen gmbh, Verband Österreichischer Ziegelwerke, Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H, HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H., IKK Engineering GmbH, ASFINAG Bau Management GmbH, ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft, Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation, FCP FRITSCH, CHIARI & PARTNER, Ziviltechniker GmbH, iC consulenten Ziviltechniker GesmbH, WIEHAG GmbH
Projektleitung FH-Salzburg: FH-Prof. Dr. Markus Gratzl-Michlmair
Projektmitarbeiter/innen: Patricia Reindl, Klaudia Streicher
Projektwebsite: www.buildingsmart.co.at/bim-zert/

EPC based Digital Building Twins for Smart Energy Systems

Eingangsdaten für die Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden werden bereits im Energieausweis erfasst, jedoch werden die Daten noch nicht zur modellbasierten Vorhersage des künftigen Energieverbrauches genutzt. Die Herausforderung dieses Projektes ist es, die Daten in einer Art zusammenzuführen, damit einerseits die Privatsphäre der Bewohner geschützt bleibt und andererseits die Ergebnisse für eine Vorhersage des zukünftigen Energieverbrauches verwendet werden können. Die drei Pilotregionen Andalusien, Berlin und Salzburg werden die Prototypen der virtuellen Zwillinge anwenden und die Auswirkungen der Erstellung mit dem dazugehörigen Aufwand abgleichen. Die Ergebnisse werden zur Unterstützung der Schaffung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft über virtuelle Speicher und smarte Energiesystemen der ERA-NET Initiative zur Verfügung gestellt.

Laufzeit: 02.09.2019-01.05.2022
Förderprogramm: FFG ERA_NET RegSYS, Energie der Zukunft
Lead Partner: effiziente.st Energie- und Umweltconsulting e.U. / Austria
Projektpartner: FH Salzburg GmbH, Smart Building / Austria, Wellness Telecom S.L. / Spanien, Stiftinga Vestlandsforsking / Norwegen, SenerCon GmbH / Germany, Cleopa / Germany, AICO EDV-Beratung GmbH / Austria, Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen / Austria, Zittau/Görlitz University of Applied Sciences / Germany
Projektleitung FH Salzburg: DI (FH) DI Dr. Georg Brunauer

Green Public Procurement for Buildings

Das Green Public Procurement (GPP) ist eine der wichtigsten Aktivitäten der öffentlichen Verwaltung mit einer der größten Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft. Durch die ökologische Bewertung der Einkaufsverfahren hat die öffentliche Verwaltung die Aufgabe, „jene Produkte und Dienstleistungen auszuwählen, die im Vergleich zu anderen Produkten und Dienstleistungen, die für den gleichen Zweck verwendet werden, einen geringen oder reduzierten Eintrag auf die Umwelt haben". Die Umsetzung der EU- Richtlinien in Bezug auf das GPP und die jüngsten Veröffentlichungen über die Kreislaufwirtschaft begrenzen jedoch die Entwicklung einiger Referenzmärkte in Italien und Österreich, insbesondere jene der Bauwirtschaft. Der Hauptgrund dafür sind die unterschiedlichen Stufen der Umsetzung der Richtlinien in den beiden Ländern und die (technischen und wirtschaftlichen) Schwierigkeiten der KMU auf das notwendige Wissen zuzugreifen, um auf die spezifischen Vorgaben zu reagieren. Hauptziel des Projekts ist daher die Konzeption, Entwicklung und Aktivierung eines transnationalen Netzwerkes von Kompetenzen und Dienstleistungen im Bereich GPP im Bausektor (CAM GPP facilitator service). Ausgehend von einer Kompetenzplattform (competence plattform) und zwei Pilotprojekten (Kompetenzträger/zentrum) wird ein neues Netzwerk für KMUs aufgebaut, um die Ökodesign und Umweltzertifizierung neuer Produkte und Projekte mit geringen Umweltauswirkungen gemäß den EU- Richtlinien über GPP zu unterstützen.

Laufzeit: 01.10.2019 - 30.09.2021
Förderprogramm: 2014 - 2020 INTERREG V-A Italy - Austria
Lead Partner: Agenzia per l'Alto Adige – CasaClima
Projektpartner: Libera Università di Bolzano, Fachhochschule Salzburg GmbH, Universitá degli Studi di Padova, Innovations- und Technologietransfer Salzburg GmbH, Agenzia per l'energia del Friuli Venezia Giulia
Projektleitung FH Salzburg: Dipl. Ing. (FH) Lutz Dorsch, M.BP.
Projektmitarbeiter/innen: Patricia Reindl, Jakob Weithas