Ludwig Boltzmann Institute Digital Health and Prevention

Im Oktober 2019 hat in Salzburg ein neues Ludwig Boltzmann Institute (LBI) "Digital Health and Prevention" seine Tätigkeit aufgenommen. Erstmals ist auch eine Fachhochschule als Partner an dem renommierten Forschungsinstitut beteiligt. FH-Prof. Dr. Thomas Stütz vom Studiengang MultiMediaTechnology ist nicht nur Principal Investigator, sondern leitet neben Prof. Josef Niebauer als Co-Director das Forschungsinstitut auf FH-Seite.

Ziel & Vision

Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen die Krankheiten, die noch immer als häufigste Todesursache weltweit gelten: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD – Cardiovascular Diseases). Am LBI will man herausfinden, wie diese PatientInnen nachhaltig und langfristig mittels digitaler Technologien unterstützt werden können, einen gesünderen Lebensstil zu pflegen. Ein Bereich, der enorme wissenschaftliche und gesundheitliche Potenziale in sich birgt.

Digitale Gesundheit im Wandel

Basierend auf den bereits bestehenden enormen Datenmengen über das persönliche Verhalten, wollen die ForscherInnen die Auslöser ermitteln, die PatientInnen trotz allem daran hindert, gute Vorsätze umzusetzen – der Grundstein für eine Verhaltensänderung. „Was sind die Trigger, die altes Verhalten auslösen oder neues Verhalten möglich machen? Die Technologie gibt uns die Möglichkeiten dazu, diese Auslöser zu finden und besser einzusetzen“, erläutert Stütz.

Welche digitalen Technologien können Lebensstiländerungen verbessern und somit beispielsweise das Risiko einer CVD-Erkrankung mindern? Das Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die alle Menschen bei der Pflege eines gesunden Lebensstils unterstützen können. Bei der Entwicklung der Produkte verfolgt das LBI einen offenen Ansatz. Es wird nach den Prinzipien von Open-Innovation-in-Science geforscht. Das hat den Vorteil, dass viele interessierte PatientInnen und BürgerInnen in das Projekt mit eingebunden werden können. Neben dem offenen Ansatz sind es regionale Kooperationen und Partnerschaften, sowie internationale ExpertInnen, Institute und Unternehmen, deren Expertise in das LBI mit einfließen wird.

So offen der Ansatz des LBI ist, so vielseitig werden sich in den nächsten Jahren wohl neue digitale Technologien entwickeln, die in die Arbeit der ForscherInnen einfließen werden. Auch in dieser Hinsicht bewegt sich die Forschung des LBI am Puls der digitalen Zeit.

Projektdaten

Projektlaufzeit: 7 Jahre
Jährliches Budget: 1,3 Mio. Euro (60 Prozent durch die Ludwig Boltzmann Gesellschaft finanziert; und 40 Prozent durch die Kofinanzierung der Partnerinstitutionen mit Unterstützung des Landes Salzburg)
Forschungspartner: Universitäts- und Landesklinikum SALK, die Salzburg Research Forschungsgesellschaft, die FH Salzburg, das AIT/Austrian Institute of Technology und die Paris Lodron Universität Salzburg.

Kontakt: FH-Prof. DI Dr. Thomas Stütz (Co-Director, Principal Investigator; LBI und Multimedia Technology, FH Salzburg)

Kontakt

Porträt von: FH-Prof. DI Dr. Stütz Thomas, BSc, Bakk.
FH-Prof. DI Dr.
  • Senior Lecturer, MultiMediaTechnology
Standort: Campus Urstein
Raum: Urstein - 320
T: +43-50-2211-1261
E: thomas.stuetz@fh-salzburg.ac.at