Salutophysiologie für Hebammen

LehrveranstaltungSWSECTSTYP

Beckendynamik

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1ENOIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Biomechanische Aspekte des Knöchernen Beckens während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett. Mögliche Pathologien (SIG, Symphyse, Coccygeus; Differentialdiagnostik: LBH-Region) erkennen lernen (Quick-tests).Muskulär-faszialer Beckenboden und fasziale Systeme des kleinen Beckens und dessen funktionelle Be-deutung in/während SS/Geburt/WB (v.a. auch die Bedeutung des Hüftgelenkes während der Geburt und bei der Rückbildung).

Übergeordnetes Modul:

Physiologie und Salutogenese

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Die Absolventinnen erwerben neue theoretische Grundlagen, um das vielschichtige Zusammenspiel der phy-siologischen Systeme des Menschen in der Selbststeuerung zu verstehen. Erste Einblicke in die klinische Anwendbarkeit werden verstanden. Instrumentelle Kompetenz Das Erheben erweiterter Anamnesen wird praktisch geübt, ebenso werden erste Erfahrungen mit klinischer Beobachtung z.B. des Hormonsystems, gemacht. Systemische Kompetenz Das Arbeiten, z.B. mit den Ressourcen anstadt der üblichen Risikofahndung, eröffnet Möglichkeiten für das Empowerment der Klientel. Kommunikative Kompetenzen Die vermittelten Fachbegriffe erleichtern das Benennen komplexer Zusammenhänge, die bislang oftmals eher erspürt und erahnt wurden. Der Austausch mit den Kolleginnen gewinnt dadurch an Tiefe, bisher ggf. isolierte Ideen und Gedanken können neu gebündelt und ausgetauscht werden.

Grundlagen der Forschung

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1GFOIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Folgende Techniken wissenschaftlichen Arbeitens werden anhand wichtiger Texten vermittelt: Textverständnis Textkritik - insbesondere auch der kritische Umgang mit Internetquellen Quellensuche Quellenauswahl Quellenauswertung Gedankliche Strukturierung und Erstellung einer Gliederung Schreiben eines wissenschaftlichen Textes Möglichkeiten der Quellenangabe Anforderungen an ein vollständiges Literaturverzeichnis Die Lehrveranstaltung verfolgt einen problem- und handlungsorientierten Ansatz und schließt mit einem Review eines fremden Hausarbeitsentwurfs und Erstellen einer kurzen Hausarbeit ab.

Übergeordnetes Modul:

Einführung Hebammenforschung

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Die Absolventeninnen begreifen geschichtliche Vorgänge in ihrer Relevanz für die gegenwärtige berufliche Lage der Hebammen. Sie kennen den Ursprung und die Wege der Tradierung ausgewählter Wissensinhalte. Sie überblicken derzeitige Hebammenforschung national und international. Sie kennen die Einteilung von Forschungsergebnissen nach ihrer Aussagekraft gemäß den Evidenzgraden. Sie kennen die Kriterien, die zu einer solchen Beurteilung führen und sind in der Lage, wissenschaftliche Texte zu erstellen. Wissensvertiefung Die Absolventinnen können die Vor- und Nachteile quantitativer Forschung gegeneinander abwägen sowie ethische und finanzielle Aspekte der Forschung benennen. Wissenschaftliche Erkenntniswege werden trans-parent und nachvollziehbar, Hilfsmittel zur eigenen Erstellung von wissenschaftlichen Texten werden erwor-ben, qualifizierte Quellenkritik kann geäußert und formuliert werden. Instrumentelle Kompetenz Die Absolventinnen reflektieren historische Texte und wenden geeignete Fragestellungen an. Sie erproben sich in Interviewsituationen und in der hermeneutischen Textanalyse. Sie erproben sich in der konstruktiven Kritik fremder Texte und in der Zusammenarbeit in einer wissenschaftlichen Schreibwerkstatt. Systemische Kompetenz Die Absolventeninnen recherchieren mit den geeigneten Techniken und bewerten die Quellenfunde ange-messen. Sie können deren Inhalte darstellen und sie im Kontext beurteilen. Sie verstehen ihre Rolle als Ab-solventinnen eines Masterstudiengangs der Hebammenwissenschaft, die Bedeutung der Zusammenarbeit unter Beachtung des geistigen Eigentums anderer sowie den Einfluss, den wissenschaftliche Texte ausüben können. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventeninnen können ihre eigenen Ergebnisse reflektieren und präsentieren. Sie übernehmen Ver-antwortung in einer Lerngruppe und sind in der Lage, ihr Lernen gemeinsam zu steuern und Lernschritte an-gemessen zu planen.

Hebammengeschichte, Genese und Transfer geburtshilflichen Wissens

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1HGTIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Wissensgeschichte. Die Wege der Tradierung von Wissen wer-den anhand von Lehrbüchern zu Hebammenthemen dargestellt. Die Frage nach der Genese geburtshilflichen Wissens wird exemplarisch für manuelle Handgriffe wie z.B. dem Handgriff nach Siegemund und/oder das An-wendungsgebiet einzelner Heilpflanzen diskutiert. Dabei sind Aspekte der Tradierung wie die Kompilation zu erör-tern. Biographisches zum Berufsleben von Hebammen sowie Hebammenlehrbuchinhalte werden für den Transfer hinzugezogen. Die Studierenden werden an Originalquellen und ihren Kontext herangeführt und erproben die hermeneutische Textanalyse. Ebenso stehen dingliche Objekte zur Analyse zur Verfügung. Anhand gründlich vor- wie nachbereiteter Interviews zu vorgegebenen Themen wird ein Fundus an Hebammenwissen begründet und im Laufe des Studiengangs fortgeführt. Gleichzeitig wird damit ein erster Einblick in qualitative Forschungsarbeit gegeben.

Übergeordnetes Modul:

Einführung Hebammenforschung

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Die Absolventeninnen begreifen geschichtliche Vorgänge in ihrer Relevanz für die gegenwärtige berufliche Lage der Hebammen. Sie kennen den Ursprung und die Wege der Tradierung ausgewählter Wissensinhalte. Sie überblicken derzeitige Hebammenforschung national und international. Sie kennen die Einteilung von Forschungsergebnissen nach ihrer Aussagekraft gemäß den Evidenzgraden. Sie kennen die Kriterien, die zu einer solchen Beurteilung führen und sind in der Lage, wissenschaftliche Texte zu erstellen. Wissensvertiefung Die Absolventinnen können die Vor- und Nachteile quantitativer Forschung gegeneinander abwägen sowie ethische und finanzielle Aspekte der Forschung benennen. Wissenschaftliche Erkenntniswege werden trans-parent und nachvollziehbar, Hilfsmittel zur eigenen Erstellung von wissenschaftlichen Texten werden erwor-ben, qualifizierte Quellenkritik kann geäußert und formuliert werden. Instrumentelle Kompetenz Die Absolventinnen reflektieren historische Texte und wenden geeignete Fragestellungen an. Sie erproben sich in Interviewsituationen und in der hermeneutischen Textanalyse. Sie erproben sich in der konstruktiven Kritik fremder Texte und in der Zusammenarbeit in einer wissenschaftlichen Schreibwerkstatt. Systemische Kompetenz Die Absolventeninnen recherchieren mit den geeigneten Techniken und bewerten die Quellenfunde ange-messen. Sie können deren Inhalte darstellen und sie im Kontext beurteilen. Sie verstehen ihre Rolle als Ab-solventinnen eines Masterstudiengangs der Hebammenwissenschaft, die Bedeutung der Zusammenarbeit unter Beachtung des geistigen Eigentums anderer sowie den Einfluss, den wissenschaftliche Texte ausüben können. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventeninnen können ihre eigenen Ergebnisse reflektieren und präsentieren. Sie übernehmen Ver-antwortung in einer Lerngruppe und sind in der Lage, ihr Lernen gemeinsam zu steuern und Lernschritte an-gemessen zu planen.

Kompetenzentwicklung des Fötus

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1KFÖIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2,5
ECTS-Punkte 5
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Das fötoplazentare System in seiner Eigenständigkeit und seiner Symbiose. Adaptation, physiologische Kompe-tenzen und Ressourcen des Kindes in jeder Phase seines Werdens. Plazentahormone, Hormone in Nabelschnur und Fruchtwasser, komplexe Plazentaphysiologie, fötales Adrenalin und seine spezifische Rolle sub partu; Fetale Gesundheit: endokrine, motorische, sensorische, Wachstums-, Kommunikations- und reaktive Kompetenzen des Fötus. Klinisches Beobachten des fetoplazentaren Systems, direkt und indirekt über die Mutter, in jedem Tri-menon der Schwangerschaft. Möglichkeiten der Hebammendiagnose und -intervention (z.B.: Metamorphische Massage). Der Bindungsprozess wird als wichtige Ressource fokussiert, auch die hormonelle Grundlage der Mutter-Kind-Beziehung wird verständlich gemacht. Das Beobachtungsschema wird als zentrales Hebammendiagnose-Instrument eingeführt.

Übergeordnetes Modul:

Physiologie der Schwangerschaft 1

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Schwangerschaft soll als umfassender Prozess verstanden werden, den der Fötus bzw. das fetopla-zentare System im Dialog und in der Wechselwirkung mit der Mutter und dem mütterlichen System gestaltet. Wissensverbreiterung Salutophysiologie der Schwangerschaft, Transfer der vier Säulen der Gesundheit auf die Trimenone der Schwangerschaft. Erkennen des fetoplazentaren Systems als kompetentes, mitgestaltendes Element der Schwangerschaft (fetoplazentare Hormone uäm.). Instrumentelle Kompetenz Klinisches Erkennen der Gesundheits- und Aufmerksamkeitszeichen der einzelnen Trimenone anhand prakti-scher Fallanalysen, ebenso klinisches Erkennen des Vorhandenseins einzelner Hormone. Der Transfer in die Hebammenpraxis wird durch das Üben mit dem Beobachtungsschema vorbereitet. Körperübungen können gezielt eingesetzt werden, um die Homöostase anzuregen. Systemische Kompetenz Erkennen der Zusammenhänge im ökosozialen System der Schwangeren durch eine erweiterte Anamnese und das Beobachtungsschema, in dem auch die Umwelt aktiv miteinbezogen wird. Kommunikative Kompetenzen Problem-Solving wird als große Ressource in der Hebammenarbeit geübt. Da im Unterricht permanent auf allen Ebenen und mit unterschiedlichen Methoden gearbeitet wird, bekommen die Studierenden implizit eine große Palette an erwachsenenbildnerischen und beratungsrelevanten Kompetenzen vorgelebt, in Teilberei-chen werden diese auch unmittelbar angewandt.

Peer-group I

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1PG1IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 0
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

In regionalen Peer-groups werden die jeweiligen Arbeitsaufträge in mindestens 8-stündigem Treffen und in indivi-dueller Arbeit durchgeführt. Die Ergebnisse sind entweder verschriftlicht abzugeben oder werden in nächsten Mo-dulen gezielt wieder aufgegriffen.

Übergeordnetes Modul:

Erwachsenenbildung und Innovation I

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Das Vermitteln gesättigter Information sowie zentraler und wesentlicher Inhalte werden geübt. Lernen wird im Einklang mit neurophysiologischen Notwendigkeiten gefördert. Die vielfältigen methodischen Erfahrungen im Verlauf des Masterlehrgangs werden gehoben und systematisch bearbeitet- so erwerben die Absolventin-nen einen reichen Methodenkoffer. Dynamiken in Gruppen zu erkennen und zu gestalten wird gelehrt, auch durch Reflexion des Lehrgangsgeschehens und der sich hier in vielen Nuancen zeigenden Gruppendynamik. Instrumentelle Kompetenz Methodische Kompetenz als Referentin und als Gruppenleiterin wird gezielt vermittelt. Die Kunst der Reflexi-on wird vor allem durch ihre systematische Förderung während des gesamten Jahrgangs vertieft. Systemische Kompetenz Es eröffnen sich neue Arbeitsfelder, die auch in einem größeren Zusammenhang liegen können. Hier können neue Hebammenangebote und Formen der Zusammenarbeit entstehen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können die Grundprinzipien der Salutophysiologie auch im Vermitteln von Inhalten leben.. Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting können sie ressourcenorientierte, ermächtigende Hebammen-arbeit mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und im guten Kontakt mit sich selbst leisten.

Prinzipien der Physiologie

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1PDPIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 3
ECTS-Punkte 6
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Physiologische und operationalisierbare Definition von Gesundheit, u.a. als Fähigkeit der Adaptation; Einführung in die physiologischen Systeme der Anpassung, der Person-Umgebung- Einheit, der instinktiven Reaktionsfähigkeit und der expansiven wie kontraktilen Rhythmen während Schwangerschaft, Geburt und Exogestation, Einführung in das primäre Adaptationssystem. Einführung der 4 Säulen der Gesundheit während der Schwangerschaft. 1. Das hormonelle System und dessen klinische Beobachtung 2. Das neurovegetative System und dessen klinische Beobachtung (z.B. Rhythmen des Kampf-Fluchtsystems) 3. Das feto-plazentare System und dessen klinische Beobachtung 4. Person-Umwelt (Psycho-soziales System), Kommunikation zwischen den physiologischen Systemen. Zusammenwirken von Hormon- und neurovegetativem System, klinisches Beobachten, detailliertes Wissen zu: Progesteron, Östrogene, Progesteron, Oxytocin, Endorphine, Prolaktin. Neuroanatomie: Prinzipien der Neurophysiologie, Aufbau und Zusammenspiel der unterschiedlichen Hirnschichten und -funktionen, Sympathikus-Parasympathikus.

Übergeordnetes Modul:

Physiologie und Salutogenese

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Die Absolventinnen erwerben neue theoretische Grundlagen, um das vielschichtige Zusammenspiel der phy-siologischen Systeme des Menschen in der Selbststeuerung zu verstehen. Erste Einblicke in die klinische Anwendbarkeit werden verstanden. Instrumentelle Kompetenz Das Erheben erweiterter Anamnesen wird praktisch geübt, ebenso werden erste Erfahrungen mit klinischer Beobachtung z.B. des Hormonsystems, gemacht. Systemische Kompetenz Das Arbeiten, z.B. mit den Ressourcen anstadt der üblichen Risikofahndung, eröffnet Möglichkeiten für das Empowerment der Klientel. Kommunikative Kompetenzen Die vermittelten Fachbegriffe erleichtern das Benennen komplexer Zusammenhänge, die bislang oftmals eher erspürt und erahnt wurden. Der Austausch mit den Kolleginnen gewinnt dadurch an Tiefe, bisher ggf. isolierte Ideen und Gedanken können neu gebündelt und ausgetauscht werden.

Prinzipien der Salutogenese

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1PDSIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Einführung in die Prinzipien der Salutogenese und ihre Anwendung in der kontinuierlichen Betreuung durch die Hebamme. Arbeit mit den persönlichen und sozialen Ressourcen, dem jeweils individuellen Ökosystem, Arbeit mit der bewussten und unbewussten Reaktionsfähigkeit der Frau. Der Kohärenzsinn und seine Stärkung als wichtige Orientierungshilfe für Frauen und hilfreiches Instrument für Hebammenarbeit, transformatives und regressives Coping.

Übergeordnetes Modul:

Physiologie und Salutogenese

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Die Absolventinnen erwerben neue theoretische Grundlagen, um das vielschichtige Zusammenspiel der phy-siologischen Systeme des Menschen in der Selbststeuerung zu verstehen. Erste Einblicke in die klinische Anwendbarkeit werden verstanden. Instrumentelle Kompetenz Das Erheben erweiterter Anamnesen wird praktisch geübt, ebenso werden erste Erfahrungen mit klinischer Beobachtung z.B. des Hormonsystems, gemacht. Systemische Kompetenz Das Arbeiten, z.B. mit den Ressourcen anstadt der üblichen Risikofahndung, eröffnet Möglichkeiten für das Empowerment der Klientel. Kommunikative Kompetenzen Die vermittelten Fachbegriffe erleichtern das Benennen komplexer Zusammenhänge, die bislang oftmals eher erspürt und erahnt wurden. Der Austausch mit den Kolleginnen gewinnt dadurch an Tiefe, bisher ggf. isolierte Ideen und Gedanken können neu gebündelt und ausgetauscht werden.

Stress und Coping

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM1CUSIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Diese LV fokusiert Aspekte der 4. Säule der Gesundheit, indem die Kommunikation zwischen den physiologischen Systemen und die Beziehung der Frau mit der Umwelt bearbeitet werden. Individuelle Bewältigungsstrategien (Coping), Angst (biologische und soziale), Kohärenzsinn (Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Bedeutsamkeit), Eustress und Distress, Ökosystem, Erkennen der individuellen Stresstoleranzschwellen im Zusammenhang mit dem Primären Adaptationssystems (Anamnese Teil 2) wird gelehrt und sogleich gegenseitig erhoben. Die Beziehung zwischen Stress und Ressourcen wird erarbeitet und die Qualität der Bewältigungsstrategien wird evaluiert. Praktische Hebammeninstrumente zur Stärkung des Kohärenzgefühls und der Copingfähigkeit der Frau und des Mannes werden erarbeitet, ebenso verschiedene Möglichkeiten von Support. Einführung Polarity und weiterer Körperübungen.

Übergeordnetes Modul:

Professionelle Beratung 1

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Absolventinnen kennen professionelle Beratung als ein zentrales Hebammenwerkzeug und sind in der Lage, eine professionelle Beziehung aufzubauen und gezielt zu gestalten. Der ressourcenorientierte Ansatz ist the-oretisch und praktisch eingeführt. Wissensvertiefung Theorien zur positiven Kommunikation und zum Problem-Solving helfen die Beratungskompetenz auszubauen. Grundbegriffe der Salutogenese wie Coping, Kohärenzsinn, Stress und Stresstoleranz uäm. werden so aufbereitet, dass sie in einer umfassenden saltuophysiologischen Anamnese erhoben und sinnvoll ausgewer-tet werden können. Instrumentelle Kompetenz Erstellen eines Betreuungsplanes, Arbeit mit einem Entscheidungsschema, einüben einer zirkulären Bewer-tung, Erheben einer umfassenden Anamnese, kontinuierliche Hebammenbetreuung als Prozessbegleitung werden gezielt geübt und verfeinert. Systemische Kompetenz Absolventinnen können gezielt mit der Schwangeren und deren ökosozialem Umfeld kommunizieren und so mithelfen, deren System in ihrer Halte- und Valenzfunktion zu stärken. Kommunikative Kompetenzen Positive Kommunikation wird systematisch geübt und im professionellen Bezug angewandt. Problem-Solving wird als sehr wertvolle Möglichkeit Einzel- wie Gruppenprozesse zu leiten und zu begleiten, eingeübt und somit für zukünftige Hebammenberatung verfügbar.

LehrveranstaltungSWSECTSTYP

Dynamiken der Schwangerschaft

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2PSSIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Schwerpunkte der physiologischen, psychosozialen und emotionalen Adaptation an die Schwangerschaft. Strategien, um die Frau mit ihren Bedürfnissen und Ressourcen in das Zentrum der Betreuung zu stellen. Anwen-den geeigneter Antistress-Maßnahmen. Uterusphysiologie und Wehen-, Beckendiagnostik. Die Elemente der Natur als zusätzliche Wahrnehmungs- und Interventionsmöglichkeiten, hier im Speziellen Erde und Wasser, entsprechende Körperübungen, Arbeit mit Bildern, Langzeiteffekte der salutogenetischen Schwangerschaftsbegleitung.

Übergeordnetes Modul:

Physiologie der Schwangerschaft 2

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Schwangerschaft soll als umfassender Prozess verstanden werden, den der Fötus bzw. das fetopla-zentare System im Dialog und in der Wechselwirkung mit der Mutter und dem mütterlichen System gestaltet. Wissensverbreiterung Salutophysiologie der Schwangerschaft, Transfer der vier Säulen der Gesundheit auf die Trimenone der Schwangerschaft. Erkennen des fetoplazentaren Systems als kompetentes, mitgestaltendes Element der Schwangerschaft (fetoplazentare Hormone uäm.). Instrumentelle Kompetenz Klinisches Erkennen der Gesundheits- und Aufmerksamkeitszeichen der einzelnen Trimenone anhand prakti-scher Fallanalysen, ebenso klinisches Erkennen des Vorhandenseins einzelner Hormone. Der Transfer in die Hebammenpraxis wird durch das Üben mit dem Beobachtungsschema vorbereitet. Körperübungen können gezielt eingesetzt werden, um die Homöostase anzuregen. Systemische Kompetenz Erkennen der Zusammenhänge im ökosozialen System der Schwangeren durch eine erweiterte Anamnese und das Beobachtungsschema, in dem auch die Umwelt aktiv miteinbezogen wird. Kommunikative Kompetenzen Problem-Solving wird als große Ressource in der Hebammenarbeit geübt. Da im Unterricht permanent auf allen Ebenen und mit unterschiedlichen Methoden gearbeitet wird, bekommen die Studierenden implizit eine große Palette an erwachsenenbildnerischen und beratungsrelevanten Kompetenzen vorgelebt, in Teilbereichen werden diese auch unmittelbar angewandt.

Dynamiken der Geburt

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2PGEIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Physiologische, psychosoziale und emotionale Adaptation während der Geburt. Kennzeichen und Dynamik der Latenzphase, Eröffnungsphase, der Übergangsphasen und der Geburts- sowie Nachgeburtsphasen. Beckenana-tomie, Haltung, Zusammenwirken der Rumpfkapsel inkl. Beckenboden sub partu. Geburtskompetenzen und Res-sourcen bei Mutter und Kind und Aktivierung und Stärkung der Geburtsbeteiligten. Geburtsschmerz in der Kom-plexität verstehen, umfassende Möglichkeiten der physiologischen Analgesie auf diversen Ebenen kennen und anwenden, Geburtsschmerz als Thema in der Geburtsvorbereitung. Die Säulen der Gesundheit in den Geburts-phasen, die jeweils typischen Themen, Dynamiken und Herausforderungen der Phasen. Arbeit mit Beobachtungs- und Entscheidungsschema mit klinischen Fällen. Langzeiteffekte der salutogenetischen Geburtsbegleitung. Die Elemente der Natur als erweiterte Wahrnehmungs- und Interventionsmöglichkeiten, hier im Speziellen: Feuer und Luft. Spezifische Körperübungen.

Übergeordnetes Modul:

Physiologie der Geburt I

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Um Geburt salutophysiologisch zu verstehen, wird das Wissen über die vier Säulen der Gesundheit in den drei Phasen der Geburt durchdekliniert. So werden die typischen Konstellationen und Dynamiken erarbeitet, differenziert beobachtbar gemacht und dienen als Grundlage der hebammenspezifischen Diagnose und In-tervention. Wissensvertiefung Auseinandersetzung mit der Besonderheit des Geburtsschmerzes und der natürlichen Analgesie, klinisches Erkennen der komplexen Hormondynamik der Geburt, Zusammenspiel des Sympathikus und des Parasym-pathikus, betrachten des komplexen körperlichen, emotionalen, verhaltens- und sozialen Zusammenspiels während der Geburt helfen, den Geburtsprozess in seiner Existentialität und Intensität zu verstehen und ge-zielt zu beeinflussen. Instrumentelle Kompetenz Absolventinnen haben ein vielschichtiges Beobachtungs-, Wahrnehmungs- und Deutungs- und Intervention-system für Geburt. Entscheidungs- und Beobachtungsschemata helfen in der Praxis, differenzierte Hebam-mendiagnosen zu erstellen. Absolventinnen fördern den Kohärenzsinn der Gebärenden und ihres Systems gezielt fördern und so helfen, dass Geburt ein gesundheitsförderndes und kräftigendes Erleben wird. Systemische Kompetenz Absolventinnen nehmen die komplexen Dynamiken sowohl im betreuten Familiensystem als auch in der Ar-beitsumgebung wahr und haben gezielte Werkzeuge, um diese positiv zu beeinflussen. Kommunikative Kompetenzen Durch das umfassende Wahrnehmen des geburtsrelevanten Systems können Absolventinnen helfen, ver-nachlässigte Aspekte zu heben und auszugleichen und so zum regelrechten, salutophysiologischen Geburts-verlauf beitragen. Absolventinnen erfassen neben der körperlichen auch die emotionale, verhaltens- und so-ziale Ebene und können auf all diesen Ebenen gezielt kommunizieren.

Forschungswerkstatt 1

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2FWSSE
Typ SE
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Konkrete Schritte, wie eine quantitativ angelegte Studie im Detail zu planen ist, werden vorgestellt. Erste Schritte der quantitativen deskriptiven Analyse werden gezeigt und mögliche Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen diskutiert. Im Laufe der Veranstaltung werden kleine eigene Datenbanken angelegt. Einzelne Analyseschritte wer-den gezeigt, sodass allen eine Anzahl von Ergebnissen vorliegen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie viel Zeit, Personal, Know-how und technische Ausrüstung für jeden Forschungsschritt benötigt wird. Die Absolventinnen werden in die Lage ver-setzt, effektiv in einer Forschungsgruppe zu arbeiten und Forschungsergebnisse nachvollziehbar zu übermitteln. Die Lehrveranstaltung verfolgt einen forschungs- und problemorientierten Ansatz und wird durch eine Seminarar-beit (Anlegen einer eigenen übersichtlichen Datenbank mit geeigneter Variablenübersicht und -beschreibung, Kontrolle einer fremden Datenbank auf Verständlichkeit, Durchführung von zwei kurzen Analyseschritten in der deskriptiven Statistik), abgeschlossen.

Übergeordnetes Modul:

Spezielle quantitative Forschung

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Hebammenwissenschaft stellt die Forschungsfragen von einer eher ganzheitlich orientierten Sicht und von einer Position aus, die auch scheinbar Allgemeingültiges hinterfragt, den Forschungsbedarf deutlich zu machen ist ein wichtiges Modulziel. Wissensverbreiterung Die Absolventen/-innen erkennen die Limitationen der bisherigen Forschungsergebnisse zu ausgewählten Themen. Sie kennen die möglichen Hintergründe für diese Forschungslage. Sie sind in der Lage eine quanti-tativ angelegte Studie im Detail zu planen und wissen, welche Hilfe sie aus Nachbardisziplinen wie die Statis-tik benötigen. Wissensvertiefung Die Absolventen/-innen entwickeln kennen die Limitationen sowie Aussagekraft quantitativer Forschung. Sie kennen die Unterschiede zwischen randomisierten kontrollierten verblindeten Studien, Kohortenstudien sowie Fall-Kontrollstudien. Instrumentelle Kompetenz Die Absolventen/-innen können erste Schritte der quantitativen Analyse durchführen und wenden geeignete Analysemethoden je nach Datenqualität an. Sie erproben sich in der Arbeit mit großen Datenmengen und legen eine eigene übersichtliche Datenbank an. Systemische Kompetenz Die Absolventen/-innen können ihre Kompetenz in der quantitativen Forschung einschätzen und adäquat einsetzen. Sie können die Schritte zur Datenanalyse darstellen und Ergebnisse im Kontext anderer Studien-ergebnisse beurteilen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventen/-innen können ihre eigenen Analyseschritte reflektieren und präsentieren. Sie suchen die Kommunikation mit Forscherinnen mit ähnlichen Fragestellungen auf einer internationalen Ebene.

Frauen- und Körperbilder

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2FKOIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

An Hand historischer Körperforschung werden die Kontextabhängigkeit der Selbst- und Fremdwahrnehmung und-der jeweilige Einfluss auf das konkrete Erleben von Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft aufgezeigt. An Hand historischer und zeitgenössischer Texte werden Hebammenwissen, Zuschreibungen an die Profession, Entmächtigungsprozesse und -dynamiken im Lauf der Geschichte erkannt und schärfen so das Bewusstsein zur Blickbildung durch aktuelle Medizin und Technik. Erkenntnismöglichkeiten, Voraussetzungen und Begrenzungen qualitativer und quantitativer Forschung werden im Bezug auf aktuelle Hebammenwissenschaft kritisch diskutiert.

Übergeordnetes Modul:

Kultur und Mutterschaft I

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung In diesem Modul werden sozio-kulturelle Einflüsse auf Mutterschaft historisch und aktuell beleuchtet. Be-wusstsein über die blickbildenden Axiome der Disziplinen und deren Veränderungen im Lauf der Zeit helfen, aktuelle geburtshilfliche Brennpunkte durch vielfältige Blickwinkel zu betrachten und besser zu verstehen. Wissensvertiefung Erkenntnisse über Frauengeschichte und -sozialisation können helfen, scheinbar persönliche Dilemmata im gesamtgesellschaftlichen Kontext kritisch zu betrachten und so oftmals eine Entlastung der einzelnen Frau und neue Handlungsmöglichkeiten zu bewirken. Instrumentelle Kompetenz Eigenes Erleben im kulturhistorischen Kontext zu reflektieren hilft erweiterte Beratungs- und Begleitungskom-petenz zu erwerben. Vom Einzelnen zum Allgemeinen und vom Allgemeinen zum Einzelnen vernetzt zu den-ken erweitert den Horizont. Systemische Kompetenz Das System im gesellschaftlichen Zeitbezug zu erfassen erweitert professionelles Verständnis und Hand-lungsmöglichkeiten. Kommunikative Kompetenzen Selbstreflexion und gemeinsame Auseinandersetzung mit der weiblichen Sozialisation helfen, den Raum für die Begleitung in der Hebammenarbeit zu vergrößern.

Peer-group II

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2PG2IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 0
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

In regionalen Peer-groups werden die jeweiligen Arbeitsaufträge in mindestens 8-stündigem Treffen und in indivi-dueller Arbeit durchgeführt. Die Ergebnisse sind entweder verschriftlicht abzugeben oder werden in nächsten Mo-dulen gezielt wieder aufgegriffen.

Übergeordnetes Modul:

Erwachsenenbildung und Innovation I

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Das Vermitteln gesättigter Information sowie zentraler und wesentlicher Inhalte werden geübt. Lernen wird im Einklang mit neurophysiologischen Notwendigkeiten gefördert. Die vielfältigen methodischen Erfahrungen im Verlauf des Masterlehrgangs werden gehoben und systematisch bearbeitet- so erwerben die Absolventin-nen einen reichen Methodenkoffer. Dynamiken in Gruppen zu erkennen und zu gestalten wird gelehrt, auch durch Reflexion des Lehrgangsgeschehens und der sich hier in vielen Nuancen zeigenden Gruppendynamik. Instrumentelle Kompetenz Methodische Kompetenz als Referentin und als Gruppenleiterin wird gezielt vermittelt. Die Kunst der Reflexi-on wird vor allem durch ihre systematische Förderung während des gesamten Jahrgangs vertieft. Systemische Kompetenz Es eröffnen sich neue Arbeitsfelder, die auch in einem größeren Zusammenhang liegen können. Hier können neue Hebammenangebote und Formen der Zusammenarbeit entstehen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können die Grundprinzipien der Salutophysiologie auch im Vermitteln von Inhalten leben.. Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting können sie ressourcenorientierte, ermächtigende Hebammen-arbeit mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und im guten Kontakt mit sich selbst leisten.

Professionelle Beratung und Entscheidungsfindung

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2PPEIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Die professionelle Beziehung und positive Kommunikation werden gezielt als Instrument zum Empowerment der Eltern und der erweiterten Handlungsmöglichkeiten für Hebammen eingesetzt. Die Theorie und die praktischen Instrumente werde gleich angewandt: 1. Positive Kommunikation 2. Einführung in das Schema der kontinuierlichen Betreuung (Betreuungsplan, informierte Wahl als Prozess, Entscheidungsschema, Anregen von Ressourcen, Empathie, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Evaluation der Maßnahmen) 3. Problem Solving - spezifische Methode der professionellen Beratung Klinische Einschätzung mit den Arbeitsschemata der zirkulären Bewertung, der salutogenetischen Anamnese, der Beobachtung der Zeichen der Gesundheit, der dreidimensionalen Evaluation von Ressourcen, Störungen und Interventionen, Intuition als berufliches Instrument.

Übergeordnetes Modul:

Professionelle Beratung 2

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Absolventinnen kennen professionelle Beratung als ein zentrales Hebammenwerkzeug und sind in der Lage, eine professionelle Beziehung aufzubauen und gezielt zu gestalten. Der ressourcenorientierte Ansatz ist the-oretisch und praktisch eingeführt. Wissensvertiefung Theorien zur positiven Kommunikation und zum Problem-Solving helfen die Beratungskompetenz auszubauen. Grundbegriffe der Salutogenese wie Coping, Kohärenzsinn, Stress und Stresstoleranz uäm. werden so aufbereitet, dass sie in einer umfassenden saltuophysiologischen Anamnese erhoben und sinnvoll ausgewer-tet werden können. Instrumentelle Kompetenz Erstellen eines Betreuungsplanes, Arbeit mit einem Entscheidungsschema, einüben einer zirkulären Bewer-tung, Erheben einer umfassenden Anamnese, kontinuierliche Hebammenbetreuung als Prozessbegleitung werden gezielt geübt und verfeinert. Systemische Kompetenz Absolventinnen können gezielt mit der Schwangeren und deren ökosozialem Umfeld kommunizieren und so mithelfen, deren System in ihrer Halte- und Valenzfunktion zu stärken. Kommunikative Kompetenzen Positive Kommunikation wird systematisch geübt und im professionellen Bezug angewandt. Problem-Solving wird als sehr wertvolle Möglichkeit Einzel- wie Gruppenprozesse zu leiten und zu begleiten, eingeübt und somit für zukünftige Hebammenberatung verfügbar.

Quantitative Methoden in der Hebammenforschung

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2SQFIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Die Absolventinnen lesen eine Reihe von Studien zu einem ausgewählten Thema kritisch anhand eines vor-gegebenen Leitfadens und diskutieren die Aussagekraft der Studien hinsichtlich der vorgegebenen Fragestellung und erörtern die Limitationen dieser Studien. Die Unterschiede einzelner Studiendesigns mit ihrer jeweiligen Evidenzstufe werden vorgestellt, dazu gehören die Designs einer randomisierten kontrollierten verblindeten Studie, einer Kohortenstudie (prospektiv und retrospektiv) und einer Fall-Kontrollstudie. Verschiedene Möglichkeiten zur Gewinnung von Studiengruppen werden präsentiert und ihre Vor- und Nachteile hinsichtlich der Repräsentativität und Übertragbarkeit der gewonnenen Ergebnisse veranschaulicht. Eigene Ergebnisse werden in Gegenüberstellung mit Ergebnissen anderer Studien beurteilt und zu-sammenfassend interpretiert.

Übergeordnetes Modul:

Spezielle quantitative Forschung

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Hebammenwissenschaft stellt die Forschungsfragen von einer eher ganzheitlich orientierten Sicht und von einer Position aus, die auch scheinbar Allgemeingültiges hinterfragt, den Forschungsbedarf deutlich zu machen ist ein wichtiges Modulziel. Wissensverbreiterung Die Absolventen/-innen erkennen die Limitationen der bisherigen Forschungsergebnisse zu ausgewählten Themen. Sie kennen die möglichen Hintergründe für diese Forschungslage. Sie sind in der Lage eine quanti-tativ angelegte Studie im Detail zu planen und wissen, welche Hilfe sie aus Nachbardisziplinen wie die Statis-tik benötigen. Wissensvertiefung Die Absolventen/-innen entwickeln kennen die Limitationen sowie Aussagekraft quantitativer Forschung. Sie kennen die Unterschiede zwischen randomisierten kontrollierten verblindeten Studien, Kohortenstudien sowie Fall-Kontrollstudien. Instrumentelle Kompetenz Die Absolventen/-innen können erste Schritte der quantitativen Analyse durchführen und wenden geeignete Analysemethoden je nach Datenqualität an. Sie erproben sich in der Arbeit mit großen Datenmengen und legen eine eigene übersichtliche Datenbank an. Systemische Kompetenz Die Absolventen/-innen können ihre Kompetenz in der quantitativen Forschung einschätzen und adäquat einsetzen. Sie können die Schritte zur Datenanalyse darstellen und Ergebnisse im Kontext anderer Studien-ergebnisse beurteilen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventen/-innen können ihre eigenen Analyseschritte reflektieren und präsentieren. Sie suchen die Kommunikation mit Forscherinnen mit ähnlichen Fragestellungen auf einer internationalen Ebene.

Soziokulturelle Einflüsse auf Mutterschaft

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2SKPIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

In dieser LV wird die gesellschaftliche Mitkonstruktion von Geburtswirklichkeit kritisch beleuchtet. Die patriar-chatsgeprägte Vergangenheit ist so selbstverständlich und vertraut, dass die bis heute vielfältigen Konsequenzen auch für konkrete aktuelle Schwangerschafts- und Geburtskonzeptionen, kaum wahrgenommen werden. Biogra-phiearbeit und Arbeit mit Archetypen hilft, die persönlichen Prägungen zu erkennen und neue Entwicklungs- und Identitätsdiskurse zu ermöglichen.

Übergeordnetes Modul:

Kultur und Mutterschaft II

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung In diesem Modul werden sozio-kulturelle Einflüsse auf Mutterschaft historisch und aktuell beleuchtet. Be-wusstsein über die blickbildenden Axiome der Disziplinen und deren Veränderungen im Lauf der Zeit helfen, aktuelle geburtshilfliche Brennpunkte durch vielfältige Blickwinkel zu betrachten und besser zu verstehen. Wissensvertiefung Erkenntnisse über Frauengeschichte und -sozialisation können helfen, scheinbar persönliche Dilemmata im gesamtgesellschaftlichen Kontext kritisch zu betrachten und so oftmals eine Entlastung der einzelnen Frau und neue Handlungsmöglichkeiten zu bewirken. Instrumentelle Kompetenz Eigenes Erleben im kulturhistorischen Kontext zu reflektieren hilft erweiterte Beratungs- und Begleitungskom-petenz zu erwerben. Vom Einzelnen zum Allgemeinen und vom Allgemeinen zum Einzelnen vernetzt zu den-ken erweitert den Horizont. Systemische Kompetenz Das System im gesellschaftlichen Zeitbezug zu erfassen erweitert professionelles Verständnis und Hand-lungsmöglichkeiten. Kommunikative Kompetenzen Selbstreflexion und gemeinsame Auseinandersetzung mit der weiblichen Sozialisation helfen, den Raum für die Begleitung in der Hebammenarbeit zu vergrößern.

Säulen der Gesundheit in den Schwangerschaftsphasen

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer APHM2SGTIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Die 4 Säulen der Gesundheit werden in jedem Trimenon der Schwangerschaft beleuchtet: Hormonsystem, neuro-vegetatives System, fetoplazentares System, psycho-soziales System. Die endogene Symbiose von Mutter und Kind, klinische Zeichen sowie Hebammendiagnose und spezifische Interventionsmöglichkeiten in jedem Tri-menon. Typische Herausforderungen, Themen und Konstellationen in jedem Trimenon der Schwangerschaft.

Übergeordnetes Modul:

Physiologie der Schwangerschaft 2

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Schwangerschaft soll als umfassender Prozess verstanden werden, den der Fötus bzw. das fetopla-zentare System im Dialog und in der Wechselwirkung mit der Mutter und dem mütterlichen System gestaltet. Wissensverbreiterung Salutophysiologie der Schwangerschaft, Transfer der vier Säulen der Gesundheit auf die Trimenone der Schwangerschaft. Erkennen des fetoplazentaren Systems als kompetentes, mitgestaltendes Element der Schwangerschaft (fetoplazentare Hormone uäm.). Instrumentelle Kompetenz Klinisches Erkennen der Gesundheits- und Aufmerksamkeitszeichen der einzelnen Trimenone anhand prakti-scher Fallanalysen, ebenso klinisches Erkennen des Vorhandenseins einzelner Hormone. Der Transfer in die Hebammenpraxis wird durch das Üben mit dem Beobachtungsschema vorbereitet. Körperübungen können gezielt eingesetzt werden, um die Homöostase anzuregen. Systemische Kompetenz Erkennen der Zusammenhänge im ökosozialen System der Schwangeren durch eine erweiterte Anamnese und das Beobachtungsschema, in dem auch die Umwelt aktiv miteinbezogen wird. Kommunikative Kompetenzen Problem-Solving wird als große Ressource in der Hebammenarbeit geübt. Da im Unterricht permanent auf allen Ebenen und mit unterschiedlichen Methoden gearbeitet wird, bekommen die Studierenden implizit eine große Palette an erwachsenenbildnerischen und beratungsrelevanten Kompetenzen vorgelebt, in Teilbereichen werden diese auch unmittelbar angewandt.

LehrveranstaltungSWSECTSTYP

Angewandte Methoden der Erwachsenenbildung

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3AMESE
Typ SE
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Diese Lehrveranstaltung dient der seminaristischen Begleitung der Konzeptentwicklung für zukünftige salutogene-tische Bildungs- und Gruppenangebote. Der Transfer der spezifischen Theorien und Zugänge hat erste Priorität, ist doch eine gezielte Erwachsenenbildung ein wesentlicher Baustein zur Implementierung der praktischen Sa-lutogenese mit ihren gesundheitsfördernden Aspekten.

Übergeordnetes Modul:

Erwachsenenbildung und Innovation III

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Das Vermitteln gesättigter Information sowie zentraler und wesentlicher Inhalte werden geübt. Lernen wird im Einklang mit neurophysiologischen Notwendigkeiten gefördert. Die vielfältigen methodischen Erfahrungen im Verlauf des Masterlehrgangs werden gehoben und systematisch bearbeitet- so erwerben die Absolventin-nen einen reichen Methodenkoffer. Dynamiken in Gruppen zu erkennen und zu gestalten wird gelehrt, auch durch Reflexion des Lehrgangsgeschehens und der sich hier in vielen Nuancen zeigenden Gruppendynamik. Instrumentelle Kompetenz Methodische Kompetenz als Referentin und als Gruppenleiterin wird gezielt vermittelt. Die Kunst der Reflexi-on wird vor allem durch ihre systematische Förderung während des gesamten Jahrgangs vertieft. Systemische Kompetenz Es eröffnen sich neue Arbeitsfelder, die auch in einem größeren Zusammenhang liegen können. Hier können neue Hebammenangebote und Formen der Zusammenarbeit entstehen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können die Grundprinzipien der Salutophysiologie auch im Vermitteln von Inhalten leben.. Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting können sie ressourcenorientierte, ermächtigende Hebammen-arbeit mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und im guten Kontakt mit sich selbst leisten.

Dynamiken der Exogestation

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3PEXIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Exogestation bezeichnet die ersten neun Monate nach der Geburt, die physiologische, psychosoziale und emotio-nale Adaptation dieser Phase kann wieder in Trimenone unterteilt werden. Denn auch hier lassen sich, wie in der Schwangerschaft und während der Geburt, je typische Themen, Dynamiken und Herausforderungen, erkennen. Die 4 Säulen der Gesundheit in Bezug auf die Exogestation, Prozesse der Involution, psychische Situation pp, Langzeitstörungen als Geburtsfolgen, Aufmerksamkeitspunkte der Betreuung von Frau und Kind, das Kind-Brustsystem, Kompetenzen des Neugeborenen, (der symbiotische Tanz zwischen Mutter und Kind), Anpassung des Kindes in den ersten Monaten, Bindungen. Der sexuelle Energiezyklus in Schwangerschaft, Geburt und Still-zeit. Mutter, Kind und Vater stehen im Mittelpunkt der Betreuung, ihre Ressourcen und ihr Empowerment werden als wichtige Gesundheitsquellen gezielt gefördert, u.a. auch durch Arbeit mit Symbolen (Luft und Archetypen). Lang-zeiteffekte der salutogenetischen Betreuung im ersten Lebensjahr werden untersucht. Hilfreiche Körperübungen, Reposa.

Übergeordnetes Modul:

Exogestation

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Junge Eltern und ihre Säuglinge in den ersten neun Lebensmonaten zu begleiten wird als wichtige Hebam-menaufgabe verstanden, denn der Zeitraum der Exogestation spiegelt viele der schwangerschafts- und ge-burtsbestimmenden Themen wieder, die durch kontinuierliche Hebammenbegleitung zu einem guten Ab-schluss gebracht werden können. Wissensvertiefung Sowohl die mütterlichen Prozesse wie Involution, körperliche und seelische Folgen der Geburt und Adaptation an die neue Konstellation sowie der Beziehungsaufbau zum Kind, das Stillen und die psychomotorische Entwicklung des Kindes werden in den neun Monaten nach der Geburt unter salutophysiologischen Aspekten betrachtet und verstanden. Instrumentelle Kompetenz Absolventinnen können ein differenziertes, die elterlichen Ressourcen förderndes Betreuungs-, Beratungs- und Erwachsenenbildungsangebot für die erste Phase der Elternschaft anbieten und so gezielt gesundheits-fördernd und präventiv arbeiten. Systemische Kompetenz Gruppenangebote für junge Eltern können sehr verbindend und stärkend für junge Eltern wirken und langfris-tig gesundheitsfördernd sein. Die Teilnehmerinnen reflektieren den Stellenwert ihrer Arbeit am Gesundheits-markt und entwickeln ihre Angebote ggf. gezielt weiter. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können durch den vertieften Austausch in der Peergroup ihre Angebote reflektieren und ihre Stärken und Schwächen besser einschätzen, sie ggf. bearbeiten und so ihre Angebote für junge Eltern weiterentwickeln und verbessern.

Forschungswerkstatt 2

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3FWSSE
Typ SE
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Hier wird die Detailplanung einer qualitativ angelegten Studie vorgestellt und erprobt. Schritte der qualitativen Analyse werden gezeigt, durchgeführt und mögliche Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen diskutiert. Im Laufe der Veranstaltung werden von jeder Teilnehmerin ein Forschungstagebuch und eine strukturierte Datensammlung angelegt. Besonderer Wert wird darauf gelegt, eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie viel Zeit, Personal, Know-how und technische Ausrüstung für jeden Forschungsschritt benötigt wird. Die Absolventen/-innen werden in die Lage versetzt, effektiv in einer Forschungsgruppe zu arbeiten und Forschungsergebnisse nachvollziehbar zu übermitteln.

Übergeordnetes Modul:

Spezielle qualitative Forschung

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Die Absolventeinnen kennen die Stärken und Limitationen der bisherigen Forschungsergebnisse von Studien mit qualitativem Design zu ausgewählten Themen. Sie sind in der Lage, eine qualitativ angelegte Studie zu planen und wissen, welche Hilfe sie aus Nachbardisziplinen wie Sozialwissenschaften oder Psychologie be-nötigen. Wissensvertiefung Sie kennen die Unterschiede zwischen methodischen Ansätzen wie Grounded Theory, verschiedenen Varian-ten der Feldforschung sowie stark strukturierten Interviewstudien, sie können fundiert Quellenkritik äußern und wissenschaftliche Texte erstellen. Instrumentelle Kompetenz Die Absolventinnen können erste Schritte verschiedener qualitativer Analysen durchführen und wenden ge-eigneten Analysemethoden an. Sie geben konstruktive Kritik für fremde Texte und arbeiten in einer wissen-schaftlichen Forschungsgruppe Systemische Kompetenz Sie können die Schritte zur Analyse darstellen und Ergebnisse im Kontext anderer Studienergebnisse beurtei-len, sie können eigene Ergebnisse einschätzen und disseminieren. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können Inhalte reflektieren, verständlich zusammenfassen, einer Masterarbeit entspre-chend darstellen und präsentieren. Sie diskutieren kompetent in einer Forschungsgruppe und führen diese zu einem produktiven Ergebnis.

Innovation in der Praxis

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3INPSE
Typ SE
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Erarbeiten zukünftiger erweiterter Modelle der Hebammenpraxis. Antizipieren möglicher Chancen, Widerstände und konstruktiver Umgang mit intra- und interpersonellen Veränderungswiderständen.

Übergeordnetes Modul:

Erwachsenenbildung und Innovation IV

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Das Vermitteln gesättigter Information sowie zentraler und wesentlicher Inhalte werden geübt. Lernen wird im Einklang mit neurophysiologischen Notwendigkeiten gefördert. Die vielfältigen methodischen Erfahrungen im Verlauf des Masterlehrgangs werden gehoben und systematisch bearbeitet- so erwerben die Absolventin-nen einen reichen Methodenkoffer. Dynamiken in Gruppen zu erkennen und zu gestalten wird gelehrt, auch durch Reflexion des Lehrgangsgeschehens und der sich hier in vielen Nuancen zeigenden Gruppendynamik. Instrumentelle Kompetenz Methodische Kompetenz als Referentin und als Gruppenleiterin wird gezielt vermittelt. Die Kunst der Reflexi-on wird vor allem durch ihre systematische Förderung während des gesamten Jahrgangs vertieft. Systemische Kompetenz Es eröffnen sich neue Arbeitsfelder, die auch in einem größeren Zusammenhang liegen können. Hier können neue Hebammenangebote und Formen der Zusammenarbeit entstehen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können die Grundprinzipien der Salutophysiologie auch im Vermitteln von Inhalten leben.. Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting können sie ressourcenorientierte, ermächtigende Hebammen-arbeit mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und im guten Kontakt mit sich selbst leisten.

Methoden der Erwachsenenbildung

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3MEBIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Durch gesättigte Information als Basis jeder Erwachsenenbildungsarbeit aber auch jeder Einzelarbeit können in-tellektuelles, bildhaftes, emotionales und Körperwissen zusammenwirken und ein tieferes Verstehen ermöglichen. Vorbereitung für Gruppen, Lernen im Einklang mit Neurophysiologie. Die Gruppe als Organismus zu verstehen, Instrumente der Arbeit mit Gruppen, insbesondere Problemlösung als aktivierende und lösungsorientierte Methode der Erwachsenenbildung anzuwenden. Gruppensequenzen zu ent-wickeln und testen, ist Ziel dieser LV.

Übergeordnetes Modul:

Erwachsenenbildung und Innovation III

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Das Vermitteln gesättigter Information sowie zentraler und wesentlicher Inhalte werden geübt. Lernen wird im Einklang mit neurophysiologischen Notwendigkeiten gefördert. Die vielfältigen methodischen Erfahrungen im Verlauf des Masterlehrgangs werden gehoben und systematisch bearbeitet- so erwerben die Absolventin-nen einen reichen Methodenkoffer. Dynamiken in Gruppen zu erkennen und zu gestalten wird gelehrt, auch durch Reflexion des Lehrgangsgeschehens und der sich hier in vielen Nuancen zeigenden Gruppendynamik. Instrumentelle Kompetenz Methodische Kompetenz als Referentin und als Gruppenleiterin wird gezielt vermittelt. Die Kunst der Reflexi-on wird vor allem durch ihre systematische Förderung während des gesamten Jahrgangs vertieft. Systemische Kompetenz Es eröffnen sich neue Arbeitsfelder, die auch in einem größeren Zusammenhang liegen können. Hier können neue Hebammenangebote und Formen der Zusammenarbeit entstehen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können die Grundprinzipien der Salutophysiologie auch im Vermitteln von Inhalten leben.. Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting können sie ressourcenorientierte, ermächtigende Hebammen-arbeit mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und im guten Kontakt mit sich selbst leisten.

Peer-group III

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3PG3IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 0
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

In regionalen Peer-groups werden die jeweiligen Arbeitsaufträge in mindestens 8-stündigem Treffen und in indivi-dueller Arbeit durchgeführt. Die Ergebnisse sind entweder verschriftlicht abzugeben oder werden in nächsten Mo-dulen gezielt wieder aufgegriffen.

Übergeordnetes Modul:

Erwachsenenbildung und Innovation II

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Das Vermitteln gesättigter Information sowie zentraler und wesentlicher Inhalte werden geübt. Lernen wird im Einklang mit neurophysiologischen Notwendigkeiten gefördert. Die vielfältigen methodischen Erfahrungen im Verlauf des Masterlehrgangs werden gehoben und systematisch bearbeitet- so erwerben die Absolventin-nen einen reichen Methodenkoffer. Dynamiken in Gruppen zu erkennen und zu gestalten wird gelehrt, auch durch Reflexion des Lehrgangsgeschehens und der sich hier in vielen Nuancen zeigenden Gruppendynamik. Instrumentelle Kompetenz Methodische Kompetenz als Referentin und als Gruppenleiterin wird gezielt vermittelt. Die Kunst der Reflexi-on wird vor allem durch ihre systematische Förderung während des gesamten Jahrgangs vertieft. Systemische Kompetenz Es eröffnen sich neue Arbeitsfelder, die auch in einem größeren Zusammenhang liegen können. Hier können neue Hebammenangebote und Formen der Zusammenarbeit entstehen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können die Grundprinzipien der Salutophysiologie auch im Vermitteln von Inhalten leben.. Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting können sie ressourcenorientierte, ermächtigende Hebammen-arbeit mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und im guten Kontakt mit sich selbst leisten.

Peripartale Frauengesundheit

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3PFGIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Beobachten der Säulen der Gesundheit bei der Wöchnerin, salutogenetische Behandlungen im Wochenbett. Sa-lutogenetische Prinzipien in den Lebenszyklen der Frau. Arbeit mit Symbolen und Archetypen, die Elemente der Natur als Wahrnehmungs- und Interventionsmöglichkeit ( hier im Speziellen: Wasser und Äther).

Übergeordnetes Modul:

Exogestation

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Junge Eltern und ihre Säuglinge in den ersten neun Lebensmonaten zu begleiten wird als wichtige Hebam-menaufgabe verstanden, denn der Zeitraum der Exogestation spiegelt viele der schwangerschafts- und ge-burtsbestimmenden Themen wieder, die durch kontinuierliche Hebammenbegleitung zu einem guten Ab-schluss gebracht werden können. Wissensvertiefung Sowohl die mütterlichen Prozesse wie Involution, körperliche und seelische Folgen der Geburt und Adaptation an die neue Konstellation sowie der Beziehungsaufbau zum Kind, das Stillen und die psychomotorische Entwicklung des Kindes werden in den neun Monaten nach der Geburt unter salutophysiologischen Aspekten betrachtet und verstanden. Instrumentelle Kompetenz Absolventinnen können ein differenziertes, die elterlichen Ressourcen förderndes Betreuungs-, Beratungs- und Erwachsenenbildungsangebot für die erste Phase der Elternschaft anbieten und so gezielt gesundheits-fördernd und präventiv arbeiten. Systemische Kompetenz Gruppenangebote für junge Eltern können sehr verbindend und stärkend für junge Eltern wirken und langfris-tig gesundheitsfördernd sein. Die Teilnehmerinnen reflektieren den Stellenwert ihrer Arbeit am Gesundheits-markt und entwickeln ihre Angebote ggf. gezielt weiter. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können durch den vertieften Austausch in der Peergroup ihre Angebote reflektieren und ihre Stärken und Schwächen besser einschätzen, sie ggf. bearbeiten und so ihre Angebote für junge Eltern weiterentwickeln und verbessern.

Qualitative Methoden in der Hebammenforschung

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3QMSIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Im Zentrum der Veranstaltung stehen die mündlichen Befragungsmethoden in ihrer Variationsbreite und jeweiligen Aussagekraft. Unterschiedliche methodische Ansätze der qualitativen Forschung zu Themen in der Hebammen-kunde werden dargestellt. Die Studierenden sollen bereits vorhandene standardisierte, validierte Instrumente re-cherchieren und exemplarisch mit Auswertung vorstellen. Fragebögen sowie Interviewleitfäden sollen entwickelt werden, wobei dem Pretest und der Frage der Rekrutierung von zu Befragenden eine große Rolle zukommt. Mög-lichkeiten zur Bewertung der Fragebögen und zur Auswertung qualitativer Daten werden präsentiert.

Übergeordnetes Modul:

Spezielle qualitative Forschung

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Die Absolventeinnen kennen die Stärken und Limitationen der bisherigen Forschungsergebnisse von Studien mit qualitativem Design zu ausgewählten Themen. Sie sind in der Lage, eine qualitativ angelegte Studie zu planen und wissen, welche Hilfe sie aus Nachbardisziplinen wie Sozialwissenschaften oder Psychologie be-nötigen. Wissensvertiefung Sie kennen die Unterschiede zwischen methodischen Ansätzen wie Grounded Theory, verschiedenen Varian-ten der Feldforschung sowie stark strukturierten Interviewstudien, sie können fundiert Quellenkritik äußern und wissenschaftliche Texte erstellen. Instrumentelle Kompetenz Die Absolventinnen können erste Schritte verschiedener qualitativer Analysen durchführen und wenden ge-eigneten Analysemethoden an. Sie geben konstruktive Kritik für fremde Texte und arbeiten in einer wissen-schaftlichen Forschungsgruppe Systemische Kompetenz Sie können die Schritte zur Analyse darstellen und Ergebnisse im Kontext anderer Studienergebnisse beurtei-len, sie können eigene Ergebnisse einschätzen und disseminieren. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können Inhalte reflektieren, verständlich zusammenfassen, einer Masterarbeit entspre-chend darstellen und präsentieren. Sie diskutieren kompetent in einer Forschungsgruppe und führen diese zu einem produktiven Ergebnis.

Supervision

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3SVSSE
Typ SE
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 1
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Reflexive Begleitung des Transfers der praktischen Salutogenese in theoretisch-praktische Forschungsarbeiten der Studierenden. Diskussion möglicher erweiterter Forschungsansätze, anregen von Perspektiven- und Ebenen-wechsel uäm.

Übergeordnetes Modul:

Erwachsenenbildung und Innovation IV

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensvertiefung Das Vermitteln gesättigter Information sowie zentraler und wesentlicher Inhalte werden geübt. Lernen wird im Einklang mit neurophysiologischen Notwendigkeiten gefördert. Die vielfältigen methodischen Erfahrungen im Verlauf des Masterlehrgangs werden gehoben und systematisch bearbeitet- so erwerben die Absolventin-nen einen reichen Methodenkoffer. Dynamiken in Gruppen zu erkennen und zu gestalten wird gelehrt, auch durch Reflexion des Lehrgangsgeschehens und der sich hier in vielen Nuancen zeigenden Gruppendynamik. Instrumentelle Kompetenz Methodische Kompetenz als Referentin und als Gruppenleiterin wird gezielt vermittelt. Die Kunst der Reflexi-on wird vor allem durch ihre systematische Förderung während des gesamten Jahrgangs vertieft. Systemische Kompetenz Es eröffnen sich neue Arbeitsfelder, die auch in einem größeren Zusammenhang liegen können. Hier können neue Hebammenangebote und Formen der Zusammenarbeit entstehen. Kommunikative Kompetenzen Die Absolventinnen können die Grundprinzipien der Salutophysiologie auch im Vermitteln von Inhalten leben.. Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting können sie ressourcenorientierte, ermächtigende Hebammen-arbeit mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und im guten Kontakt mit sich selbst leisten.

Säulen der Gesundheit der Geburtsphasen

Semester 3
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM3SGGIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Die 4 Säulen der Gesundheit: fetoplazentares System, neurovegetatives System, Hormonsystem und psycho-soziales System werden in den einzelnen Geburtsphasen differenziert ausgearbeitet, diese dienen als spezifische Diagnose- und Interventionsmöglichkeiten einer individuellen Hebammengeburtsbegleitung. Transfer der Theorie durch Fallanalysen.

Übergeordnetes Modul:

Physiologie der Geburt II

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

Wissensverbreiterung Um Geburt salutophysiologisch zu verstehen, wird das Wissen über die vier Säulen der Gesundheit in den drei Phasen der Geburt durchdekliniert. So werden die typischen Konstellationen und Dynamiken erarbeitet, differenziert beobachtbar gemacht und dienen als Grundlage der hebammenspezifischen Diagnose und In-tervention. Wissensvertiefung Auseinandersetzung mit der Besonderheit des Geburtsschmerzes und der natürlichen Analgesie, klinisches Erkennen der komplexen Hormondynamik der Geburt, Zusammenspiel des Sympathikus und des Parasym-pathikus, betrachten des komplexen körperlichen, emotionalen, verhaltens- und sozialen Zusammenspiels während der Geburt helfen, den Geburtsprozess in seiner Existentialität und Intensität zu verstehen und ge-zielt zu beeinflussen. Instrumentelle Kompetenz Absolventinnen haben ein vielschichtiges Beobachtungs-, Wahrnehmungs- und Deutungs- und Intervention-system für Geburt. Entscheidungs- und Beobachtungsschemata helfen in der Praxis, differenzierte Hebam-mendiagnosen zu erstellen. Absolventinnen fördern den Kohärenzsinn der Gebärenden und ihres Systems gezielt fördern und so helfen, dass Geburt ein gesundheitsförderndes und kräftigendes Erleben wird. Systemische Kompetenz Absolventinnen nehmen die komplexen Dynamiken sowohl im betreuten Familiensystem als auch in der Ar-beitsumgebung wahr und haben gezielte Werkzeuge, um diese positiv zu beeinflussen. Kommunikative Kompetenzen Durch das umfassende Wahrnehmen des geburtsrelevanten Systems können Absolventinnen helfen, ver-nachlässigte Aspekte zu heben und auszugleichen und so zum regelrechten, salutophysiologischen Geburts-verlauf beitragen. Absolventinnen erfassen neben der körperlichen auch die emotionale, verhaltens- und so-ziale Ebene und können auf all diesen Ebenen gezielt kommunizieren.

LehrveranstaltungSWSECTSTYP

Masterarbeit und Begleitseminar

Semester 4
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM4BSMSE
Typ SE
Art Diplom/Masterarbeit
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 30
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Hier erfolgt eine supervisorische Begleitung der Studierenden während ihres Masterarbeitsprozesses.

Übergeordnetes Modul:

Masterarbeit

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

--

Masterprüfung

Semester 4
Studienjahr 2
Lehrveranstaltungsnummer APHM4MAPMP
Typ DP
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 0
ECTS-Punkte 0
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

-

Übergeordnetes Modul:

Masterarbeit

Kompetenzerwerb aus dem übergeordneten Modul:

--

Legende
SemesterDas 1., 3., 5. Semester findet im Wintersemester und das 2., 4., 6. Semester findet im Sommersemester statt.
SWSSemesterwochenstunden; die Einheiten pro Semesterwochenstunde sind im jeweiligen Studiengangsantrag festgelegt. Im Bachelorstudium sind es z.B. meistens 14 Einheiten pro SWS. Pro Einheit werden 45 Minuten unterrichtet.
ECTS PunkteArbeitsaufwand in ECTS-Punkt, 1 ECTS bedeutet 25 Stunden Arbeitsaufwand für Studierende
INTL-CodeInternationalisierungscode für Incomings
5: offered in English on a routine basis
4: offered in English if a specified number of incoming students attend (usually 3)
3: taught in German but support material in English, exams can also be taken in English, active support from a student buddy
2: taught in German, incoming students require sufficient German proficiency to follow class
1: not available for incomings
TypBP = Bachelorabschlussprüfung
DP/MP = Diplom-/Masterabschlussprüfung
IL = Integrierte Lehrveranstaltung
IT = Individualtraining/-phasen
LB = Labor(übung)
PS = Proseminar
PT = Projekt
RC = Lehrveranstaltung mit reflexivem Charakter
RE = Repetitorium
SE = Seminar
TU = Tutorium
UB = Übung
VO = Vorlesung