In allen drei Vertiefungsrichtungen des Bachelorstudiums Holztechnologie & Holzbau wird nicht nur auf den Rohstoff Holz eingegangen, sondern auch großer Wert auf den betriebswirtschaftlichen Bereich gelegt, um entsprechende Managementkompetenzen zu vermitteln.

Holztechnologie

In diesem Schwerpunkt befassen sich die Studierenden mit den Prinzipien und Technologien der zukunftsorientierten Kreislaufwirtschaft mit besonderem Fokus auf die Holzwirtschaft. Dabei erlernen die Studierenden die Grundlagen der Holzprodukte und der dazugehörigen Märkte, die aktuellen und neuen Technologien zur Produktion und Verarbeitung bis hin zur Rohstoffversorgung und Umweltschutz.

Der Bogen spannt sich dabei von der Holzwirtschaft über die Säge-, Platten-, Möbel- und Bauindustrie bis hin zur nachhaltigen Bioraffinieren der Zukunft. Dabei werden auch praktische Fertigkeiten im Zuge von Workshops in Labors, Werkstätten und der Firmenbesuchen vermittelt und schießen die Fertigkeiten für die klassischen sowie innovativen Bereiche (z. B. Materialforschung, Reststoffaufbereitung und Werkstoffproduktion) ein.

Besondere Betrachtung wird auf das Schließen von Materialkreisläufen gelegt und die Verwendung von nachhaltigen holzhaltigen Rohstoffen sollen hinsichtlich der möglichen Einsatzbereiche vergrößert werden. Die zukünftigen Fragestellungen werden durch interdisziplinäre und internationale Projektteams mit hohem Praxisbezug und in der akademischen Diskussion behandelt.

Durch die umfassende Ausbildung werden die Studierenden befähigt, in unterschiedlichen Bereichen der biobasierten Holzindustrie zu arbeiten, aber auch neue Geschäftsmodelle Europa- und weltweit zu entwickeln und umzusetzen.

Holzbau

In dieser Vertiefung lernen sie relevante Anforderungen an Bauwerke kennen und sind in der Lage, gestalterische, technische und wirtschaftliche Fragen zur Entwicklung, Planung (inkl. (Vor-)Bemessung und der bauphysikalischen Anforderungen) und Ausführung (Fertigung und Montage) von Gebäuden zu bearbeiten und Lösungsansätze zu generieren. Die Grenzen zu Architektur sind fließend – z.B. kennen sie alle Anforderungen an die Einreichplanung inklusive Energieausweis und die Passivhausplanung.

Dazu erwerben sie Kompetenzen in den Bereichen Statik und Tragwerkslehre, Fertigungsprozesse in der Bauindustrie, in der Baudurchführung und Bauabwicklung, sowie über grundlegende Instandsetzungsmethoden bei bestehenden Bauwerken. Und um die Produktion und Errichtung von Bauwerken planen, organisieren und koordinieren zu können, erwerben sie Kompetenzen und Kenntnisse im Bereich der Projektabwicklung und Projektsteuerung.

Parallel zu den theoretischen Grundlagen lernen sie ihre erworbenen Kenntnisse in Projekten mit realer Aufgabenstellung anzuwenden. Begleitet werden sie dabei von Experten aus der Praxis, wie Architekt*innen, Bauingenieur*innen, sowie Holzbaumeister*innen.

 

Möbelbau und Innenarchitektur

Die Kernkompetenzen dieser Vertiefungsrichtung liegen in den Bereichen Konzeption, Gestaltung und Planung von intelligenten Räumen. Es geht um ressourcenschonende Gestaltung im Spannungsfeld sozialer, ökonomischer und ökologischer Rahmenbedingungen.

Sie erwerben Fähigkeiten um Fragen des Möbelbaus und der Innenarchitektur in Proportionen, Oberfläche und Detail zu gestalten. Offen und experimentierfreudig im akademischen Diskurs werden in einem inspirierenden Arbeits- und Forschungsumfeld kultureller Mehrwert und unternehmerischer Nutzen entwickelt.

Die vermittelten Prozesse der Planung und Produktion sämtlicher Elemente des Innenausbaues werden im Praktikum trainiert und an realen Projektaufgaben am Stand der Technik überprüft. Zugang zu Experten aus Handwerk und Industrie, Fachexkursionen zu Unternehmen in der Branche und internationale Workshops bilden die Basis für Ihre individuelle Karriere.

Letztendlich erwerben Sie alle notwendigen Kompetenzen um entlang der Wertschöpfungskette von Möbelbau und Innenarchitektur auch eine wichtige Schnittstelle Funktion zwischen Werkstofftechnologie und Holzbau auszuüben.