Spannende Geschichten und Projekte aus dem Studierendenleben!

Tauch mit ein in die Abenteuer und Ideen unserer Studentinnen und Studenten. Lasst euch inspirieren und motivieren.... 

Abenteuer in Kanada

Wer sind wir? Wir sind Viola Pernthaner, Peter Steiger und ich, Matthäus Hermann, Studenten aus dem 6ten Semester Htb vom Standort Kuchl. Wir machen unser Auslandssemester Dank Prof. Barbu in Vancouver, Kanada an der University of British Columbia. An der Universität studieren 60.000 Studenten und ist ein eigener Stadtteil in dem aber auch nicht Universitätsangehörige wohnen. Doch genug Info, let´s get right into it.

Unser Semester startete am dritten Jänner 2020, wo wir uns nach unseren Silvesterfeiern zu Hause und in New York City, in Vancouver trafen. Wir lernten unsere Vermieter kennen und wurden sehr herzlich empfangen. Mittlerweile sind wir ein Teil ihrer Familie und dürfen uns freuen, dass wir ein Zuhause in Kanada für zukünftige Reisen gefunden haben. Unsere Wohnung ist der unter Stock, das Gartenapartment, ihres Hauses. Es liegt in einem der ruhigeren und eher exklusiveren Teile der Stadt, genauer gesagt in West Point Gray. Warum exklusiv? Unser Vermieter bezahlte für dieses Haus, wohlgemerkt 100 Jahre alt, 2.8 Millionen kanadische Dollar und bekam dafür ein Haus mit einfachverglasten Fenstern, dünnen schlecht isolierten Wänden und einer hohen monatlichen Heizkostenrechnung. In unserer Nachbarschaft wohnen die Sedin Brothers, zwei der besten NHL Spieler der Canucks. Die erfolgreiche Netflix Serie Riverdale wurde in der Highschool, 5 min von unserem Haus weg, gefilmt und auch sonst sind viele bekanntere Leute die Bewohner dieses Stadtteiles. Nachfolgend einige Bilder unseres Hauses und unserer Wohnung.

Nach den ersten Erkundungen und Tagen an der Universität kam das erste spannende Highlight. Wir buchten uns einen Rundflug mit einem Wasserflugzeug und erkundeten die umliegenden Berge und die Stadt von der Luft aus. Wir bekamen einen ersten Eindruck von Vancouver und wurden nicht enttäuscht.

In der Uni arbeiteten wir an unseren Projekten, jedoch diese auszuführen ist nicht so spannend als das was wir so erlebten. Glauben wir zumindest.

So dauerte es keine zwei Wochen bis wir das erste Mal in den umliegenden Schigebieten Vancouvers den ersten kanadischen Powder zu spüren bekamen. Wir startet den Schitag mit einer Busfahrt zum Bootsdock, von dort aus mit der Fähre nach Nordvancouver und mit dem Shuttle ins Cypress Skiresort. Dort wurden auch die olympischen Winterspiele durchgeführt. In Cypress waren wir einige Male Schi fahren, und das besonderen an dem Schigebiet ist, dass man eine Aussicht auf die verschneiten Berge und gleichzeitig das Meer hat. Da die Lifte von 9 Uhr morgens bis 10 abends geöffnet haben, war der ein oder andere Sonnenuntergang am Berg dabei. 

Die Sonnenuntergänge in Vancouver waren nicht in Worte zu fassen, wenn nicht sogar etwas Magisches, aber das kann jeder selbst entscheiden!

Da wir schnell merkten, dass Dimensionen in Kanada „etwas“ weiter sind als in Österreich, durften wir uns nach 4 Wochen dank der Kontakte unseres Vermieters unser Auto kaufen. Wir stellen euch vor: Silberpfeil.

Silberpfeil ist ein 26 Jahre alter Volvo, welcher einem alten Ehepaar gehört hat und verbrachte viele Jahre seines Lebens gut gepflegt in einer Garage und kannte Rost oder eine neue Lackierung nur von Märchenbüchern. Spaß beiseite wir hätten kein besseres Auto kaufen können. Für 2.000 CAD, umgerechnet 1.400 € war es unser neues Gefährt und es war in perfektem Zustand. Da wir bereit für einen Roadtrip waren ging es kurz nach dem Kauf nach Revelstoke, einem kleinen Wildweststädtchen in den kanadischen Rockies circa 600 km von Vancouver entfernt. Was macht man dort? Revelstoke ist als Powderhauptstadt bekannt und wer will kann sich auf Instagram Beiträge ansehen, um zu verstehen warum. Wir natürlich mussten dort hin. Voller Energie ging der Roadtrip los. Keine Energie hatte jedoch unsere Autobatterie und so standen wir beim ersten Tanken und konnten nicht mehr starten. Doch Kanadier sind bekannt freundliche Menschen zu sein und so waren wir keine 5 min später wieder unterwegs.  In Revelstoke angekommen kauften wir eine Batterie, da es uns am 2 Tag nach 10 Jumpstarts zu mühselig war immer jemanden zu suchen der uns Starthilfe geben kann. Dies war das einzige Problem, dass wir mit unserem Auto je hatten. Die Zeit in Revelstoke verging wie im Flug, doch hatten wir das Pech eine Woche ohne Schneefall erwischt zu haben. Nichts desto trotz war es eine gute Zeit, was aber auch an unserem „5 Sterne“ Tankstellenmotel gelegen haben kann. Siehe Fotos. Das Motelrestaurant ausgebrannt und die Böden und Wände durch Schneelasten und schlechten Fundamenten schief. Doch kamen wir zu Schlafstunden und es war nicht all zu teuer.

Der Weg zurück nach Vancouver sollte ein Abenteuer für sich werden, was wir am Anfang der Rückfahrt nicht ahnten. Wir fuhren bei Sonnenschein los, entlang der endlosen geraden Highways durch die Berge und Prärien. Das Wetter veränderte sich jedoch und so gerieten wir 250 km vor Vancouver in einen Schneesturm. Zu allem Unglück hatte jemand einen Unfall und so kamen wir irgendwo fernab jeglicher Ortschaften in den Rocky Mountains am Coquihalla Highway zum Stehen. Der Coquihalla Highway zählt zu den gefährlichsten Straßen Kanadas und hat es zu einer eigenen TV Show gebracht. Das es gefährlich ist liegt wahrscheinlich zum Teil auch an den Schneeräumverhältnissen der Kanadier aber davon wollen wir nicht beginnen zu erzählen. Wir standen also zwischen Trucks und warteten. Der vorbeifahrende Rettungswagenfahrer teilte uns mit, das es sicher noch einige Stunden dauern werde, und so blieb uns nichts anderes übrig als einen Film zu schauen und bei guter Laune zu bleiben. Nach circa 2 Stunden ging die Fahrt dann weiter. Der normalerweise 3 spurige Highway war nur mehr 1 spurig und mit 10 cm Schnee bedeckt. Wir fuhren also mit unseren 165 ps, Heckantrieb und allerbesten alten Garagenwinterreifen und 15 m Sicht weiter. Es kam wie es kommen musste und wir kamen zwei Mal ins Schleudern, durften den Wagen jedoch beide Male nach einigen Ausbrüchen abfangen und konnten somit einen Unfall verhindern. Mit langsamem Tempo ging es über den Mountain Pass und danach wurde der Schnee zu Regen und wir kamen erschöpft aber sicher spät in der Nacht in Vancouver an.

Wir verbrachten folgenden die freien Nachmittage und Wochenenden mit diversen kleineren Ausflügen und Erkundungen. Die Museen an der Universität waren ziemlich cool. Im Biodiversity Museum hängt ein echtes Blauwalskelett von der Decke und im Anthropology Museum sind viele Fundstücke der First Nations ausgestellt, was für uns sehr informativ war und zeigte wie die „Indianer“ früher in Kanada lebten.

Der Höhepunkt unseres Semesters war sicher als Peter und ich uns unseren Kindheitstraum erfüllten. Wir buchten uns einen Tag Heliskiing in Panorama, Alberta. Wir fuhren also am Freitag Anfang März 10 h von Vancouver nach Panorama direkt zum Helistützpunkt. Die gefahrene Distanz war so weit, dass wir in eine neue Zeitzone fuhren was auch ein lustiges Erlebnis war, als am Straßenrand ein Schild mit „jetzt Uhrzeit eine Stunde vorstellen“ auftauchte. Angekommen bereiteten alles für den kommenden Tag vor und unterschrieben alle Vereinbarungen, dass wir selbst für alles verantwortlich seien mit großer Vorfreude. Den Abend ließen wir mit einem Bier nach dem Abendessen am hotelzimmereigenen Jacuzzi ausklingen. Der nächste Morgen startete mit einem Frühstück in der Lodge des Anbieters. Beim Frühstück fragte uns ein junger Mann auf Englisch ob er sich zu uns setzen dürfte, was wir bejahten. Auf die zweite Frage woher wir sind, antworteten wir mit Österreich und zu unserer Überraschung hatten wir einen Landsmann am Tisch. Wie sich herausstellte arbeitete er sogar als Schilehrer in Flachau, unserem Nachbarort und somit war Team Österreich geboren. Nach dem Frühstück und den Einweisungen für die ganzen Lawinenausrüstungen und dem Umgang mit dem Heli wurden die Motoren gestartet und es ging los. Die Schneelage perfekt! Kaltes Wetter und 60 cm perfekter unberührter Powder. Unser Pilot flog uns auf einen der vielen Berge und wir genossen einen Tag mit perfekten Schneehängen. 7 Flüge später war es leider soweit, dass auch dieser Tag ein Ende hatte, was für unsere Kontostände wahrscheinlich nicht schlecht war, da man nach 5 inkludierten Flügen jeden weiteren bezahlt. Doch genug der Worte, hier ein paar Eindrücke:

Den Tag rundeten wir ab mit einem Restaurantbesuch im „Old Salzburg“, wo es nach langer Zeit plötzlich ein Stiegl und ein Cordon Bleu gab. Am nächsten Tag fuhren wir wieder lockere 10 h zurück und wussten, dass es nicht das letzte Mal Heliskiing gewesen war. Und das ab jetzt jedes Mal normal Schi fahren nicht mehr das gleiche sein wird.

Auf unserer Liste standen noch ein Ausflug nach Seattle wo wir uns mit anderen Kollegen aus unserem Studiengang getroffen hätten und einige Ausflüge nach Whistler oder Lachsfischen, doch dank den Veränderungen durch Covid-19 wurden diese Pläne vernichtet, da ein Teil von uns nach Hause fliegen wird und ein Teil noch bleiben wird.

Unser Fazit zum Auslandssemester: Wenn jemand die Möglichkeit hat und die Chance bekommt, springt über euren Schatten, erkundet die Welt und was sie zu bieten hat! Lernt neue Freunde kennen, probiert neue kulinarische Leckerbissen und das wichtigste schafft Erinnerungen, die ihr euren Enkelkindern erzählen könnt. 

Wie ich gerne zu sagen pflege: Was bringt es der Reichste am Friedhof zu sein und in seinem Leben nichts erlebt zu haben, wenn wir doch nichts mitnehmen können von dieser Erde.

Bleibt gesund, stay at home und liebe Grüße aus Kanada an alle Studierenden und Mitarbeiter der FH Salzburg.

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Bernhard und Florian haben neben dem Studium ein Unternehmen (chillwoods) gegründet und sind sehr aktiv.

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Bernhard und Florian

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