So vielfältig wie die Wertschöpfungsketten von nachwachsenden Rohstoffen, so divers sind auch die Kompetenzen, die es benötigt, um biogene Materialien effizient und intelligent einzusetzen. Neben den allgemeinen Fertigkeiten im Bereich Holztechnologie und Holzwirtschaft haben Sie ab dem zweiten Semester die Möglichkeit sich mit der Wahl der Vertiefungsrichtung zu spezialisieren und Ihr persönliches Kompetenzprofil zu schärfen.

Unabhängig davon welchen Schwerpunkt Sie wählen, werden im Masterstudiengang Soft Skills wie Führungskompetenzen, Teamarbeit, interdisziplinäres und wissenschaftliches Arbeiten, aber auch betriebswirtschaftliche Grundlagen, nachhaltige Unternehmensführung und Managementkompetenzen vermittelt.

Folgende Vertiefungsrichtungen stehen zur Auswahl:

Ob Teile für den modernen Holzbau, Plattenwerkstoffe für Möbel und Innenausbau, die Baubranche oder den Transport, Biopolymere für den 3D-Druck oder neue Fasermaterialien für die biobasierte Kreislaufwirtschaft: Die Grundlage all dessen bildet ein umfangreiches naturwissenschaftliches und technisches Verständnis von biogenen Rohstoffen. Die Vertiefungsrichtung „Holztechnologie“ vermittelt Ihnen die Kompetenzen, um mit dem Werkstoff der Zukunft unsere Welt nachhaltiger zu gestalten.

So vielseitig wie der Rohstoff, so vielfältig ist auch das Curriculum: Von verfahrenstechnischen Kenntnissen, das Wissen um Fertigungsprozesse in der Holzwirtschaft, Rapid Prototyping Methoden und generative Fertigung, Prozessentwicklung und -optimierung, bis hin zur Bioraffinerie und der Entwicklung neuer ligno-zellulosen Werkstoffe wird ein breites Spektrum an Themenfeldern abgedeckt.

Einerseits wird dabei auf klassische Bereiche der modernen Holzverarbeitung wie die Sägeindustrie, die Holzwerkstoffproduktion, den Möbelbau und die Bauindustrie eingegangen, ebenso aber auf Themenfelder einer stetig wachsenden Bioökonomie, die als innovatives Betätigungsfeld für Absolvent*innen nicht zu unterschätzen ist. Besonders in der Verknüpfung mit der Kreislaufwirtschaft und dem Schließen von Materialkreisläufen, bspw. durch die höherwertige Verwendung von organischen Reststoffen, bietet der Masterstudiengang ein Reallabor für zukunftsfähige Verfahren und Produkte.

Ein fester Bestandteil dieses Vertiefers ist der direkte Einblick in die gelebte Unternehmenspraxis, durch Firmenbesuche, Workshops, Exkursionen und Vorträge der Experten der Holzindustrie. Immer wieder finden dabei interdisziplinäre und internationale Projekte statt, die in der akademischen Diskussion vertieft werden und Sie lösen praxisnah herausfordernde Aufgaben aus der Holzwirtschaft und ihrer Zulieferer.

Durch die umfassende Ausbildung werden Sie befähigt, branchenübergreifend in einer international vernetzten und zunehmend digitalen Holzwirtschaft tätig zu sein und als Führungskraft nachhaltige Lösungen in komplexen Tätigkeitsfeldern mitzugestalten.

Holz erlebt derzeit eine Renaissance als nachhaltiges Baumaterial: Innovative holzbasierte Werkstoffe, computergestützte Planungsmethoden und ein neues architektonisches Verständnis machen das biogene Material zum Werkstoff der Zukunft. Damit steigen auch die Anforderungen an Holzbauingenieur*innen um Gebäude ganzheitlich zu planen, entwickeln und umzusetzen. In dieser Vertiefungsrichtung erarbeiten Sie sich die Methoden und Kenntnisse um zu Spezialist*innen im modernen Holzbau zu werden.

Die Baubranche wird zunehmend komplexer, digitaler und internationaler. Das Curriculum im Vertiefer Holzbau geht auf diese Entwicklungen ein und vermittelt neben technischem Know-How auch einen Rundumblick auf die Prozesse und Anforderungen beim Bauen mit Holz. Fächer wie Tragwerkslehre, Hüllenkonstruktion und Gebäudeentwicklung bilden bauphysikalische, konstruktive und planerische Kompetenzen, während Tragwerksnormen und Zertifizierungssysteme die normativen Rahmenbedingungen schaffen, um ein Gebäude hinsichtlich technischer, aber auch ökologischer Parameter bemessen zu können.

Durch Beschäftigung mit intelligenten Datenmanagementsystemen und Gebäudesimulationen (Building Information Modelling) wird das ganzheitliche Denken im Planungs-, Bau-, und Erhaltungsprozess eines Bauwerks geschult. Sie werden befähigt, die Steuerung und Abwicklung von Bauprojekten, von der Produktion bis zur Errichtung des Bauwerks selbstständig zu koordinieren und organisieren. Für den Holzbau von besonderer Bedeutung sind dabei Kompetenzen im Bereich Vorfertigung, Lean Construction und Logistik, ebenso wie in nachhaltiger Gebäudetechnik.

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, nicht zuletzt mit der Wahl der Semesterprojekte, individuelle Schwerpunkte zu setzen, von der Konzeption, über die Planung und Fertigung bis hin zum Projektmanagement. Die Praxisnähe steht dabei immer im Vordergrund und innerhalb von Workshops, Unternehmensbesuchen und Exkursionen haben Sie die Möglichkeit ihr Wissen zu vertiefen.

Der Masterstudiengang berechtigt Sie zur Planung und Ausführung komplexer Strukturen und Gebäude. Sie werden für leitende Funktionen im Bauwesen und in der Holzbaubranche vorbereitet und sind befähigt, als Diplom-Ingenieur*in den Wandel zu einer nachhaltigeren Bauwirtschaft mitzugestalten.