IT Absolvent Michael Engl: Vom Innergebirg in die Stadt und retour

ITS-Absolvent Michael Engl wollte nie aus der Heimat weg. Viele Jahre pendelte der Pongauer einst nach Puch und später nach Salzburg, um in der Technik tätig zu bleiben. Jetzt konnte er beides vereinen: in seiner Heimat zu bleiben und noch dazu eine steile Karriere in der IT hinzulegen.

Michael Engl schloss das Diplomstudium mit Auszeichnung ab und wurde von der Wirtschaftskammer Salzburg als „Bester FH-Absolvent 2010“ ausgezeichnet. Foto: FH Salzburg/has to be

Schon während seiner Schulausbildung in der Handelsakademie St. Johann mit dem Schwerpunkt „Wirtschaftsinformatik“ macht sich Michael Engl mit nur 18 Jahren selbstständig. Er gestaltete unter anderem Webseiten, um sich das Taschengeld aufzubessern und ein späteres Studium zu finanzieren.

Bepackt mit den Grundlagen aus Wirtschaft, Betriebsführung und Informatik bewarb sich Michael 2006 für den vierjährigen Diplomstudiengang Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg und wurde prompt aufgenommen. Bereits während des Studiums pendelte Michael täglich nach Puch und später weiter nach Salzburg. „Es war nicht immer einfach, täglich zu pendeln, aber ich wollte mein Zuhause nicht verlassen“, verrät der gebürtige Pongauer.

Sein Berufspraktikum absolvierte Michael bei Bosch in Hallein. Dort implementierte er eine Bilderkennung für die Defekte an Zahnradpumpengehäusen. Nach dem Absolvieren der Diplomprüfung begann Michael eine Beschäftigung bei Sony DADC, später sammelte der „Innergebirgler“ Erfahrung bei Liebherr und bei der Ognios GmbH in Wals. Heute ist er froh, im Heimatort arbeiten zu können, denn das Pendeln kostete ihn rund zwei Stunden Zeit am Tag.

Ab nach Hause und in die Chef-Etage

Seit etwas mehr als einem Jahr ist der Radstädter als Chief Technology Officer (CTO) bei has.to.be beschäftigt. Das Radstädter-Unternehmen vertreibt ein Betriebssystem zur Verwaltung von e-Ladestationen. „Mit unserem Angebot bieten wir Unternehmen ein umfassendes Service für E-Mobilität: vom sorgenfreien Betrieb von E-Ladestationen bis zum kompletten Management weltweiter Mobilitätsangebote", erklärt Michael. Mehr als 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus zehn Nationen arbeiten am Firmensitz in Radstadt und den Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, München und Wien. „Seit 2019 ist die Volkswagen Gruppe ein starker Partner von uns", ergänzt der ITS-Absolvent.

Der Mensch ist nicht ersetzbar

has.to.be möchte im Support-Bereich in Zukunft mehr auf künstliche Intelligenz setzen, um beispielsweise ausgefallene Ladestationen schneller zu erkennen und warten zu können. Künstliche Intelligenz ist jedoch gerade in der Automobilbranche ein umstrittenes Thema –  Stichwörter: Arbeitplätze und Sicherheit. has.to.be ist mitten im Gesehen tätig – wie steht Michael zu der neuen Technologie?

„Der Mensch ist nicht ersetzbar. Die künstliche Intelligenz und Roboter können Menschen unterstützen, um Tätigkeiten besser und noch genauer auszuführen. Aber ich bin mir sicher, dass der Roboter nicht den Platz des Menschen einnehmen kann – es wird immer Menschen brauchen“, weiß Michael Engl.