Sie lebt für die Biochemie und forscht am Salzburg Center for Smart Materials

Dr. Heidi Pertl-Obermeyer

Mit Anfang März 2020 bekam das Forschungsteam um das Salzburg Center for Smart Materials Verstärkung:

Heidi Pertl-Obermeyer blickt zurück auf ihr Studium und ihre Promotion an der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Salzburg, Post-Doc am Max-Planck-Institut in Potsdam sowie Forschungsaufenthalte an renommierten Forschungsinstituten im In- und Ausland.

Schon als Kind war Heidi Pertl-Obermeyer immer in der Natur unterwegs und interessierte sich für alle möglichen Tiere und Pflanzen, die sie auch gern zuhause genauer studierte. Das Studium der Biologie lag demnach nahe und sie absolvierte es mit dem Schwerpunkt Pflanzenbiologie. In ihrer Diplomarbeit konzentrierte sie sich dann auf die Pflanzenphysiologie, die Frage, was genau in der Pflanze vor sich geht und wie Stoffwechselvorgänge ablaufen. „Ab diesem Zeitpunkt habe ich mein Herz an die Biochemie verloren", berichtet die geborene Gollingerin.

Ihre Doktorarbeit drehte sich um die Proteinbiochemie, sie forschte über bestimmte Proteine in einer Zelle. Nach der Promotion an der Uni Salzburg und einer Post-Doc Stelle ging sie für eine wissenschaftliche Forschungsstelle ans Max-Planck-Institut in Potsdam, Deutschland. Sie folgte schließlich ihrer Professorin an die Hochschule Hohenheim, wo sie zusammen eine neue Arbeitsgruppe und Labore aufbauten und sich mit dem Bereich „Systems Biology“ beschäftigten. Nach drei Jahren ergab sich die Möglichkeit, am Institut für Biochemie an der LMU München ein Post-Doc zu absolvieren.

Im März 2017 wechselte sie zurück in die Salzburger Heimat, an ihr altes Institut an der NAWI. 2 Jahre später erhielt sie die Stelle als Senior Scientist am Fachbereich für Physik und Chemie. Heidi Pertl-Obermeyer baute die biologischen Labore und Zellkulturen mit auf. In dieser Zeit erfolgte auch der Start des Salzburg Centers for Smart Materials, einem von der EU im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Forschungszentrum zwischen Uni Salzburg und Fachhochschule Salzburg, in welches die Biologin nun seit März 2020 für den Forschungsbereich Holz & biogene Technologien ihre fachliche Expertise einbringt.

Das Forschungszentrum InnoRenew CoE stellt sich vor

Wissenschaftlicher Forschungsmitarbeiter Dr. Matthew Schwarzkopf
Dr. Matthew Schwarzkopf

Aufbau von internationalen Kooperationen

Der Wald in Slowenien nimmt rund 60 % der Gesamtfläche des Landes ein. Diese Ressource gilt es, nachhaltig zu erhalten und zu nutzen, um innovatives Wachstum für Land & Region sicherzustellen. Die Voraussetzungen dafür sind gut, da die holzverarbeitende Industrie über den Zugang zu internationalen Märkten verfügt.

Das unabhängige Forschungsinstitut InnoRenew CoE in Izola wurde 2017 gegründet und zielt auf nachwachsende Rohstoffe und nachhaltige Gebäude ab,  insbesondere auf innovative Ansätze für Holz und dessen Verwendung, um in weiterer Folge wissenschaftliche Erkenntnisse in die industrielle Praxis zu übertragen und eine branchenübergreifende Vernetzung im Bereich der Wertschöpfungskette Holz für Planung und Gestaltung von Wohn- und Arbeitsumgebungen, einschließlich Renovierung und Sanierung zu schaffen. Dabei werden derzeit vorrangig Themen zu Holzmodifikation, Bioökonomie sowie Umwelt- und Ergonomie-Design behandelt. 

Dr. Matthew Schwarzkopf ist Forscher am InnoRenew Center und Assistenzprofessor an der Universität Primorska. Im Sinne einer internationalen Vernetzung besuchte er Anfang des Jahres 2020 verschiedene Universitäten im Forschungsbereich Holz und machte dabei im Februar auch am Campus Kuchl der FH-Salzburg Halt mit zwei Vorlesungen und einer Präsentation zu aktuellen Forschungsprojekten von InnoRenew CoE. Im Anschluss an eine Laborführung wurde der fachliche Austausch noch weiter vertieft und es wurde über erste mögliche Kooperationen nachgedacht.

Modernes Forschungsgebäude im Grünen
Institut InnoRenew CoE in Izola, Slowenien

Keine Nachrichten verfügbar.