European Policy Statement

Der Bologna-Prozess nahm seinen Ursprung mit der Bologna-Erklärung von 1999 und hat zum Ziel die Entwicklung eines kohärenteren, kompatibleren und besser vergleichbaren Systems hinsichtlich des Europäischen Hochschulraumes. An der ursprünglich von 29 europäischen Staaten unterzeichneten Erklärung beteiligen sich mittlerweile 48 Staaten.

Im Vordergrund stehen dabei die Errichtung eines gestuften Studiensystems (Bachelor/Master/Doktorat), die Qualitätssicherung sowie die Vergleichbarkeit und einfachere Anerkennung von Studienabschnitten bzw. -abschlüssen.

Zur Umsetzung dienen einerseits die Transparenzinstrumente wie das Diploma Supplement als auch die Einführung eines Credit Systems das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS). Transparenz und eine gesteigerte Mobilität sowie studierendenzentriertes Lernen mit Fokus auf Lernergebnissen sind somit zentrale Zielsetzungen des Bologna-Prozesses.  

Im Abstand von drei Jahren wird der Bologna-Prozess auf Ministerinnen- und Ministerkonferenzen evaluiert. Bei der Jubliäumskonferenz 2010 erfuhr der Europäische Hochschulraum (EHR) seinen offiziellen Start (Erklärung von Budapest und Wien). Im Zuge der achten Ministerinnen- und Ministerkonferenz in Jerewan, Armenien, im Mai 2015 wurden folgende vier Hauptaugenmerke definiert: 

  • Steigerung der Qualität und Relevanz von Lehre und Bildung 
  • Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von AbsolventInnen im Verlauf ihres gesamten Berufslebens
  • Fokus auf mehr Inklusion in den Bildungssystemen
  • Durchführung der vereinbarten strukturellen Reformen

Auf staatlicher Ebene werden die rechtlichen Bedingungen für die Implementierung des Bologna-Modells festgeschrieben. Die tatsächliche Umsetzung obliegt jeder Hochschule selbst. Die Fachhochschule Salzburg hat alle Studiengänge bereits auf das Bachelor-/Master-System umgestellt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Internationalisierung der Hochschullandschaft und zur gegenseitigen Anerkennung von Studienabschlüssen.

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