30. November 2022

„Die Pflege ist ein erfüllender Beruf“

Nach ihrem Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege hatte Nicole Oberascher auf der Intensivstation begonnen – mitten im ersten Coronajahr. Ein Einstieg in die Pflegepraxis, der sie stark gefordert hat. In schwierigen Momenten ist für die Salzburgerin die Oma, die selbst lange in der Pflege gearbeitet hat, der beste Coach.

Nicole Oberascher Anästhesiepflegerin, Salzburger Landeskliniken

Man sollte gern mit Menschen arbeiten, alles andere ergibt sich dann.“

Diesen Tipp hat Nicole Oberascher für jene, die sich überlegen, in der Pflege zu arbeiten. Dass sie das kann, hat die 24-jährige Salzburgerin schon als Gymnasiastin gewusst. Oberascher half in ihrer Freizeit ehrenamtlich beim Rettungsdienst mit. Eine Aufgabe, die ihr sehr gefiel. Doch auf die Idee, das Studium Gesundheits- & Krankenpflege zu beginnen, ist sie nicht selbst gekommen. „Ich habe nicht genau gewusst, was ich nach der Matura machen soll.“ Ihre Mutter hat ihr den Tipp mit der FH Salzburg gegeben – und damit genau ins Schwarze getroffen. „Es war die beste Entscheidung“, sagt Nicole Oberascher. Während des Studiums wählte sie Praktika auf der Intensivstation, in der Notaufnahme und in der Anästhesie. Im Jahr 2020, Mitten im ersten Coronajahr, begann sie im Uniklinikum Salzburg auf der Intensivstation zu arbeiten, welche zu dieser Zeit auf die Behandlung von Covid-Patienten fokussiert war. Der Akutbereich mit seinen vielen Herausforderungen liegt der Salzburgerin. Die Sicherheit, dass sie in schwierigen Situationen das Richtige tut, hat sie vor allem durch die Trainings im Simulationszentrum bekommen. „Da wurden viele Notfallsituationen durchgespielt, das ist eine perfekte Vorbereitung für die Praxis.“

Dass die Pflege ein schöner und erfüllender Beruf ist, war Nicole Oberascher schon als Kind bewusst. Ihre Großmutter arbeitete als Pflegerin unter anderem in der Christian-Doppler-Klinik. „Sie hat mir immer von ihrer Arbeit im Krankenhaus erzählt“, erinnert sich die Enkelin. Der Eindruck, der sich bei ihr festsetzte: „Man bekommt von den Patient*innen viel zurück.“ Eine Erfahrung, die sie mittlerweile auch selbst gemacht hat. Sie mag es, sich den Menschen zuzuwenden, mit ihnen zu reden und ihnen die Angst zu nehmen. In ihrem jetzigen Arbeitsbereich, der Anästhesiepflege am Uniklinikum Salzburg, wo sie seit Juni 2021 beschäftigt ist, muss sie das oft tun. „Es gibt kaum jemanden, der sich vor einer Operation nicht fürchtet“, erzählt sie. Als Anästhesiepflegerin ist sie unmittelbar vor einem Eingriff bei den Patient*innen, kann ihnen Ruhe und Sicherheit geben. Die Kommunikation ist dabei ebenso wichtig wie die pflegerische Vorbereitung. Und auch im Aufwachraum ist sie dann meist erste Ansprechpartnerin. „Die Anästhesiepflege ist ein so interessanter und abwechslungsreicher Bereich, mir gefällt das sehr.“

Ihren beruflichen Einstieg hatte Oberascher nach dem Bachelor gleich auf der Intensivstation. „Mitten in der Coronazeit. Es war sehr, sehr anstrengend“, erzählt die Salzburgerin. Natürlich sei da auch manchmal der Gedanke da gewesen, ob sie das alles schaffe. Ihre erste Ansprechpartnerin in solchen Momenten: die Oma. Sie ist ihr bester Coach und hilft ihr mit ihrer Erfahrung weiter. Und seit sie sich für die Anästhesiepflege als Arbeitsfeld entschieden hat, ist sie sicher: „Ich bin so richtig angekommen in meinem Beruf.“

Gesundheits- & Krankenpflege

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