Forschung in den Studiengängen

Forschung in den Studiengängen

Die Studiengänge Soziale Arbeit (Bachelor) und Soziale Innovation (Master) gehören zu den forschungsstärksten Studiengängen der FH Salzburg. Die studiengangsbezogene Forschung verfolgt zwei Anliegen: Das eine ist die Realisierung einer spezifischen Sozialarbeitsforschung, die in Hinblick auf die Akademisierung und Professionalisierung des Fachs zunehmend bedeutend wird. Zum anderen verantwortet die studiengangsbezogene Forschung zusammen mit der neu gegründeten Forschungsgruppe Innovation und Gesellschaft die fachhochschulischen Forschungsaktivitäten rund um das Thema der Sozialen Innovation.

Inhaltliche Schwerpunktbereiche in den Studiengängen sind:

  • Generationen und Gesundheit
  • Migrationsgesellschaft
  • Demokratie und Partizipation
  • Soziale Ungleichheit und Sozialer Raum
  • Kindheit, Jugend und Familie
     

Diese inhaltlichen Schwerpunkte repräsentieren auch die Wissenslinien und Schwerpunkte in den beiden Studiengängen. Das Forschungsteam unterrichtet außerdem an den Studiengängen, so dass Forschungs-Know-how und wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Lehrveranstaltungen transferiert werden können. Auch die Betreuung der studentischen Forschungsprojekte spielt eine große Rolle für die studiengangseigene Forschung. Die Studierenden sind dazu aufgerufen, in ihren Abschlussarbeiten innovative Themen zu erforschen.

Die Studierenden leisten mit ihren Abschlussarbeiten einen wesentlichen Beitrag zur studiengangseigenen Forschung. Ein Überblick über die im Masterstudiengang Soziale Innovation realisierten Abschlussarbeiten findet sich hier.

Schwerpunkte

Die studiengangseigene Forschung hat fünf thematische Schwerpunkte inne, die sich an den Wissenslinien und Schwerpunkten der Studiengänge orientieren.

Im Master-Studiengang sind die folgenden Wissenslinien abgebildet:

Generationen und Gesundheit

Ansprechpartnerinnen: Mag.a Ulrike Garstenauer und Mag.a Dr.in Maria Maislinger-Parzer

In den Schwerpunktbereich "Gesundheit und Generationen" fällt einerseits eine vorwiegend anwendungsorientierte Forschung und andererseits die wissenschaftliche Begleitung bzw. Evaluation von Projekten und Innovationsprozessen.

Im Zentrum stehen die Themen

  • Gesundheit und Gesundheitsförderung in verschiedenen Settings: z.B. Betrieb, Kommune, Schule
  • unterschiedliche Altersgruppen und Lebenslagen: z.B. Arbeitswelt, (Weiter-) Bildung, Freizeit.

Migrationsgesellschaft

Ansprechpartner: Mag. Mag. (FH) Heiko Berner

Der Forschungsschwerpunkt Migrationsgesellschaft nimmt das Phänomen der Migration und ihre Folgen für die österreichische Gesellschaft bzw. für das Land Salzburg und die Regionen in den Blick. Zentrale Inhalte der Forschung stellen Fragen nach Faktoren für gelingende Inklusion verschiedener sozialer Gruppen oder Fragen nach gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen, wie Diskriminierung oder Rassismus, dar. Die Gruppen – seien sie von den Mitgliedern selbst gewählt oder seien sie Resultat der Sozialisation ihrer Mitglieder oder aus Fremdzuweisungen – sind durch je unterschiedliche Zugehörigkeitsmerkmale ihrer Mitglieder bestimmt. Wir verstehen Migrationsgesellschaft daher gleichzeitig als vielfältige Gesellschaft, die gleichzeitig von Zu- und Abwanderung sowie transnationale und transkulturelle Phänomene geprägt ist

Demokratie und Partizipation

Ansprechpartner: FH-Prof. Mag. Dr. Markus Pausch

Der Forschungsschwerpunkt Demokratie und Partizipation widmet sich der Analyse und der Weiterentwicklung der Demokratie in ihren verschiedenen Ausprägungen. Dabei wird Demokratie nicht nur als Regierungsform von Nationalstaaten oder supranationalen Organen verstanden, sondern auch als eine Organisationsform in Einrichtungen des täglichen Lebens (Schulen, Unternehmen, etc.) sowie als zwischenmenschliche Kommunikations- und Interaktionsform, durch die enthierarchisiertes Sprechen ermöglicht wird. Das Idealziel von demokratischen Prozessen ist dabei stets die Gewährleistung gleicher Freiheit und Partizipation aller Gesellschaftsmitglieder. In den Forschungsprojekten dieses Schwerpunkts geht es daher um die Analyse von Demokratiequalität und um die Voraussetzungen und Resultate von Partizipationsprozessen. Besonderes Augenmerk wird auf Demokratiebildung als lebenslanges Lernen gelegt.

Im Bachelor Soziale Arbeit werden die Studienschwerpunkte unterrichtet:

Soziale Ungleichheit und Sozialer Raum

Ansprechpartner: FH-Prof. Dr. Martin Lu Kolbinger

Der Forschungsschwerpunkt Soziale Ungleichheit und Sozialer Raum ist zwischen einer spezifisch sozialarbeiterischen Forschung, die sozialräumliche Fragen untersucht, und einer quartiersplanerischen Perspektive angesiedelt. Dazu gehören Stadtraumanalysen ebenso wie die Erhebung städtischer Segregation oder die wissenschaftliche Begleitung sozialarbeiterischer Lösungsansätze. Forschungsgegenstand sind der urbane Raum und die Peripherie sowie die Nutzung und Umdeutung des (öffentlichen) Raums durch die BewohnerIinnen.

Kindheit, Jugend, Familie

Ansprechpartner: FH-Prof. Dr. Martin Lu Kolbinger

Erste Ansätze des Forschungsschwerpunkts Kindheit, Jugend und Familie liegen in der engen Zusammenarbeit mit Jugendämtern, wo Evaluationen von Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe ebenso im Mittelpunkt stehen wie wissenschaftlich-fachliche Empfehlungen für die Neuorganisation.