In den Alumni Stories erfahren Sie, welchen spannenden beruflichen Werdegang unsere Absolventinnen und Absolventen nach ihrem Studium an der FH Salzburg eingeschlagen haben. Lassen Sie sich von den #Karrierewegen inspirieren.
Matthias Krallinger ist Absolvent des berufsbegleitenden Bachelorstudiums „Informationstechnik & System-Management“ (ITS) am Department IT. Er arbeitet als Firmware-Entwickler bei der DAfi GmbH in Eben im Pongau und startete im Wintersemester 2026 sein Masterstudium Cybersecurity an der FH Salzburg. Sein Werdegang zeigt, wie wertvoll es ist, Entscheidungen reflektiert und zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.

„Ein Bachelorstudium sollte für mich einen generalistischen Charakter haben. Es geht darum, überall ein solides Grundwissen aufzubauen, um interdisziplinär arbeiten zu können.“
Der bewusste Weg zum Studium: Erst die Praxis, dann die Theorie
Matthias startete seine berufliche Laufbahn mit einer Lehre als IT-Techniker bei der M. Kaindl GmbH. Schon während der begleitenden Matura hatte er das ITS-Studium an der FH Salzburg fest im Blick. Arbeitskollegen und Freunde hatten ihm begeistert von den praxisnahen Fächern erzählt. Doch statt nach der Matura direkt in den Hörsaal zu wechseln, fällte Matthias eine sehr bewusste Entscheidung: Er arbeitete zunächst fast vier Jahre in Vollzeit weiter. In dieser Zeit arbeitete er als Systemadministrator im Netzwerkbereich und als SAP-Consultant für Data Warehousing im Second-Level-Support. Erst als er sich bereit fühlte, den nächsten Schritt zu gehen, begann er das Bachelorstudium berufsbegleitend, parallel zu seiner neuen Stelle beim IT-Dienstleister Kultec Solutions.
„Ich habe erst mit dem Studieren begonnen, als die Zeit für mich einfach reif war.“
Vielseitigkeit als bewusste Entscheidung
Während manche Studierende sich am liebsten sofort auf ein einziges Thema stürzen, schätzte Matthias ganz besonders die Breite des ITS-Studiengangs.
„Für mich war das auf jeden Fall positiv, in so viele Teilbereiche hineinzuschnuppern. In der Arbeit ist man schließlich auch nicht immer nur geradlinig unterwegs. Wenn man mit anderen Abteilungen zusammenarbeitet, ist es extrem wichtig, überall ein bisschen Grundwissen zu haben.“
Diese ausgeprägte Vielseitigkeit spiegelt sich heute auch in seiner täglichen Arbeit wider: Bei der DAfi GmbH entwickelt Matthias die Firmware für das Energiemanagementsystem „Smartfox“, das PV-Anlagen, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Ladestationen intelligent steuert. Als Bindeglied zwischen Software- und Hardware-Entwicklung muss er komplexe technische Zusammenhänge verstehen und interdisziplinär agieren.

Das Auslandssemester in Trondheim: Eine bewusste Herausforderung
Ein weiteres Beispiel für Matthias’ reflektierte Entscheidungsfindung war sein Auslandssemester. Um sich dieses Abenteuer als berufsbegleitend Studierender zu ermöglichen, nutzte er eine Pause zwischen zwei Jobs und konnte so ein völlig freies, unbeschwertes Semester an der Technischen Universität im norwegischen Trondheim genießen.
Auch die Wahl des Studienorts war kein Zufall, sondern wohlüberlegt. Während viele Kommilitonen der FH Salzburg traditionell an die Partnerhochschule in Halmstadt (Schweden) gehen, entschied sich Matthias ganz bewusst dagegen.
„Ich wollte nicht nach Halmstadt, weil dorthin relativ viele Studierende von unserer FH gehen. Wenn man schon jemanden kennt, lässt man sich viel zu leicht verleiten, immer nur mit den bekannten Leuten unterwegs zu sein.“
In Trondheim wählte er Lehrveranstaltungen in den Bereichen Cybersecurity (darunter Penetration Testing und Ethical Hacking) sowie Medieninformatik, wo ihn besonders die menschliche Komponente und die Funktionsweise der visuellen und auditiven Wahrnehmung faszinierten.
Die Weichenstellung für den Cybersecurity-Master
Die in Norwegen gesammelten Erfahrungen prägten Matthias‘ weiteren akademischen Weg nachhaltig.
„Es hat sich im Laufe der Zeit einfach herauskristallisiert, dass ich im Bereich der Cybersecurity sehr viele direkte Anwendungsbereiche in meiner täglichen Arbeit sehe.“
Seine Bachelorarbeit schlug bereits die Brücke in diese neue Welt: Betreut von Thomas Rosenstatter entwickelte er ein Proof-of-Concept für ein Intrusion Detection System (IDS) in vernetzten Fahrzeugen (Vehicular Ad-hoc Networks) und simulierte dabei Manipulationsangriffe auf deren Datenaustausch. Inspiriert wurde er dazu durch Projektarbeiten während seines Auslandssemesters in Norwegen.
Mit dem Start des Masterstudiums im Bereich Cybersecurity an der FH Salzburg im September 2026 beweist er einmal mehr seinen Wissensdurst und seine enorme fachliche Vielseitigkeit.
Berufsbegleitendes Studieren: Die perfekte Rückkopplung
Heute arbeitet Matthias mit reduzierter Stundenanzahl bei der DAfi GmbH, die ihn bei seinem Masterstudium in Cybersecurity voll unterstützt. Für ihn ist das Modell des berufsbegleitenden Studierens der absolute Königsweg.
„Ich habe das schon im Bachelor extrem geschätzt, wenn man am Freitag und Samstag in der FH etwas lernt und es am Montag in der Arbeit quasi direkt anwenden oder ganz neue Zusammenhänge knüpfen kann.“
Für die anstehende Masterarbeit kann er sich gut vorstellen, wieder ein Thema direkt aus seinem beruflichen Umfeld zu wählen. Auch die psychologische Komponente des „Social Engineering“, die er im Master vertiefen wird, reizt ihn sehr. Hier schließt sich für ihn der Kreis zu seinem Interesse an der menschlichen Wahrnehmung aus der Medieninformatik.