Diese Informationen beziehen sich auf den Lehrgang 2026.

Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

LehrveranstaltungSWSECTSTYP

Advanced Nursing Process

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1ANPIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Englisch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

Grundlegende und aufbauende Kompetenz zu Pflegeprozess, Pflegediagnostik und Pflegeplanung, Anwendung von NANDA-I in der Diagnostik- sowie Evidence-based-Nursing in der Interventionsplanung, kritisches Denken und Methoden der kritischen Bewertung von Evidenz

Lernergebnis:

Die Absolventinnen sind in der Lage, unter Anwendung grundlegender Methoden der evidenzbasierten Praxis den Pflegeprozess patientinnen , klientinnen und familienorientiert* durchzuführen. Sie kennen Methoden der kritischen Bewertung von Evidenz und und wenden diese im Rahmen des Plegeprozesses an.

Übergeordnetes Modul:

Evidence based nursing

Angewandte psychiatrische Pflege I

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1PP1IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 2,5
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Pflege von Menschen mit Schizophrenie Psychoedukation, Recovery, pflegetherapeutische Gruppen Milieugestaltung

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen besitzen Einfühlungsvermögen für die psychosoziale Situation von an Schizophrenie erkrankten Menschen sowie deren Umfeld, und unterstützen diese in betroffenen Lebensbereichen. Sie können spezifische pflegetherapeutische Maßnahmen (Psychoedukation, Recovery-Modell) im eigenen beruflichen Setting umsetzen. Zu pflegetherapeutischen Gruppen (bspw. zu Entspannung, Traumreise, Wahrnehmung, Achtsamkeit) verfügen die Absolvent*innen über Eigenerfahrung sowie Erfahrung in der Anleitung und Umsetzung. Die Absolvent*innen initiieren und unterstützen eine förderliche Gestaltung des Stationsmilieus.

Übergeordnetes Modul:

Grundlagen und Anwendungen im Berufsfeld

Beratung und Anleitung

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1BUAIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 2,5
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Grundlagen der Beratung, Beratungsfelder, Beratungstätigkeiten, Beratungskonzepte in der Pflege, Familien- und Patient*innenedukation Beratungsprozess, ausgewählte Schulungsprogramme

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen unterscheiden die drei Ansätze der pflegebezogenen Patient*innen- und Familienedukation - Informieren, Schulen, Beraten. Sie besitzen für die Patient*innen- und Familienedukation sowie die Betreuung pflegender Angehöriger theoretisches Hintergrundwissen sowie eine grundlegende pädagogische Handlungskompetenz. Die Absolvent*innen bauen im Edukationssetting zu Menschen aller Altersstufen sowie Familien eine Vertrauensbasis auf, um die Konkordanz zu fördern. Die Absolvent*innen wenden pflegebezogene Edukationsmaßnahmen im eigenverantwortlichen Tätigkeitsbereich an. Sie beschreiben Quellen zur Informationsbeschaffung und pflegerelevante Schulungsprogramme. Die Asolvent*innen kennen Strategien und Methoden der pflegebezogenen Patient*innen- und Familienedukation und gestalten den Edukationsprozess problem- und ressourcenorientiert. Sie nehmen eine aktive Rolle in einer Problem- und Konfliktanalyse ein. Sie besitzen Handlungswissen zum Beratungsassessment, um den Beratungsbedarf differenziert erheben zu können. Die Absolvent*innen kennen Patient*innenrechte und setzen sich mit Themen des Public Health auseinander.

Übergeordnetes Modul:

Beratung, Anleitung und Bildung

Einführung in die psychiatrische Pflege

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1EPKIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 3
ECTS-Punkte 4
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Geschichte der Psychiatrie, Einrichtungen, Versorgungsstruktur; Stigmatisierung; Compliance, Adhärenz, Macht, Zwang; interdisziplinäre Teamarbeit, therapeutisches Team; Psychopharmakologie; Pflegekonzepte/-modelle im psychiatrischen Setting; Integrierte Versorgung, Soziotherapie; Affektresonanz-Therapie

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen kennen die sozialhistorische Entwicklung der Psychiatrie und können Ideen für zukünftige Psychiatriereformen entwickeln. Sie können die heutigen psychosozialen und psychiatrischen Versorgungsstrukturen in ihren Grundzügen darstellen und kennen die berufsrechtliche Situation der psychiatrischen Pflege. Die Absolvent*innen sind zu den Themen Stigmatisierung, Compliance, Adhärenz, Macht und Zwang sensibilisiert und tragen dazu bei, den dbzgl. Umgang im eigenen Arbeitsbereich kritisch zu hinterfragen. Sie kennen die therapeutischen Ansätze der Berufsgruppen im interdisziplinären Behandlungsteam und können diese im Sinne eines gemeinsamen Behandlungszieles mit der pflegetherapeutischen Arbeit verknüpfen. Die Absolvent*innen haben einen Überblick über die Medikamente, die im psychiatrischen Bereich verabreicht werden. Sie kennen die gängigen Verabreichungsformen, Wirkungsweisen und potenziellen Nebenwirkungen. Die Absolvent*innen wenden Pflegekonzepte und -modelle auf den Spezialbereich der Ausbildung an und reflektieren deren Vor- und Nachteile. Die Absolvent*innen können den Ansatz der integrierten Versorgung sowie der Soziotherapie erklären und das regionale extramurale Versorgungsnetz beschreiben. Im Sinne der Affektresonanz beobachten die Absolvent*innen Verhaltensweisen, Emotionen und Interaktionen mit passiver Präsenz und nehmen eine mentalisierende Haltung ein. Sie reflektieren in der Beobachtung und Begegnung innere Zustände (Gedanken, Gefühle, Absichten) bei sich selbst und anderen. Die Absolvent*innen kennen die Begriffe Interaktion/Relationalität und Intersubjektivität und können diese erläutern. Sie wenden Interaktion/Relationalität und Intersubjektivität im pflegerischen Handeln an, indem sie wechselseitige Prozesse gestalten, unterschiedliche Perspektiven einbeziehen und ihr eigenes Verhalten im gemeinsamen Beziehungsgeschehen reflektieren.

Übergeordnetes Modul:

Grundlagen und Anwendungen im Berufsfeld

Ethische Herausforderungen I

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1EH1IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 1,5
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Ethische Herausforderungen unter den Gesichtspunkten Respekt, Selbstbestimmung und verantwortungsvolle Entscheidungen

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen entwickeln die Fähigkeit, Würde, Autonomie und Entscheidungsprozesse ethisch fundiert zu beurteilen. Die Absolvent*innen wenden ethische Prinzipien auf verschieden Fallbeispiele an. Die Absolvent*innen begründen Entscheidungen unter Abwägung von Würde und Autonomie.

Übergeordnetes Modul:

Zwischenmenschliche Handlungsfelder

Hands on psychiatrische Pflege I

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1SLPIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 1
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Stationenbetrieb (i.m. Injektionen, Skills (Selbsterfahrung); Übungen zu Entspannung, Traumreise, Wahrnehmung, Achtsamkeit i.S. von Pflegetherapeutischen Gruppen (Eigenerfahrung und Übungsanleitung)

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen beherrschen die fachgerechte i.m.-Injektionstechnik. Zu geläufigen Skills (aus Skillskoffer) sowie zu pflegetherapeutischen Gruppenangeboten (wie Traumreise u.a.) haben sie Eigenerfahrung gesammelt und Umsetzungsmöglichkeiten erprobt.

Übergeordnetes Modul:

Skillslab

Pflegewissenschaft und evidenzbasierte Pflegepraxis I

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1PE1IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Grundprinzipien der wissenschaftlichen Arbeitsweise, Formale Handlungsrichtlinien zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit, Einführung in die Bibliothek; Forschungsprozess, Datenbanken-Recherche, Elemente einer wissenschaftlichen Arbeit, Quantitative Designs, Qualitative Designs, Forschungsfragen, Ethik in der Forschung.

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen sind mit den Grundzügen wissenschaftlichen Arbeitens vertraut. Sie können wissenschaftliche Texte selbstständig bearbeiten und relevante Informationen daraus exzerpieren. Sie kennen die Elemente einer wissenschaftlichen Arbeit und sind in der Lage, eine einfache schriftliche Arbeit auf dieser Grundlage zu gestalten.

Übergeordnetes Modul:

Evidence based nursing

Praktikum in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege I

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1P1PIT
Typ IT
Art Praktikum (S)
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 0
ECTS-Punkte 8
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Kommunikation mit Teammitgliedern, Patient*innen, Klient*innen, Bewohner*innen, Angehörigen, anderen Berufsgruppen Kennen und Koordination von Abläufen Relevantes medizinisches, pharmakologisches Wissen Relevante Pflegekonzepte

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen sind in der Lage, Tätigkeiten aus der pflegerischen Kernkompetenz im Spezialbereich unter Aufsicht und Anleitung durchzuführen. Sie sind sich der Verantwortung bei der Übernahme von Aufgaben bewusst und kennen die Grenzen ihres Tätigkeitsbereiches. Die Absolvent*innen dokumentieren in geeigneter Weise durchgeführte Pflegemaßnahmen. Sie kennen den Ablauf im Praxisbereich und können diesen sinnvoll mitgestalten. Die Absolvent*innen reflektieren ihre Praxiserfahrungen und fördern den kollegialen Austausch. Die Absolvent*innen haben ihr Wissen zu den an der jeweiligen Praxisstelle relevanten Krankheitsbildern (Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie, Ursachen, Krankheitsverlauf, Prognose, Diagnostik, Therapie) vertieft. Die Absolvent*innen gestalten den Pflegeprozess eigenverantwortlich. Sie können relevante Pflegekonzepte in die Praxis umsetzen.

Übergeordnetes Modul:

Praktikum in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege I

Soziologische Aspekte

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1SOAIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 1
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Berufliche Belastungsfaktoren und professioneller Umgang, Psychohygiene soziale Systeme und deren Implikationen

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen sind sich der eigenen psychischen Belastungen im Rahmen der Berufsausübung bewusst. Sie können präventive Maßnahmen zur Reduktion dieser Belastungen benennen, auswählen und notwendige Schritte einleiten. Die Absolvent*innen haben sich mit sozialen Systemen, deren Interaktions- bzw. Verhaltensmustern und Wertvorstellungen auseinandergesetzt. Sie können daraus Konsequenzen für die Kommunikation und die Beziehungsgestaltung ableiten und unterstützende soziale Maßnahmen in den Pflege- und Behandlungsprozess miteinbeziehen.

Übergeordnetes Modul:

Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen

Spezifische psychiatrische Krankheitsbilder I

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1PK1IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

Schizophrenie inkl. Katatonie; sonstige psychotische Störungen; affektive Störungen, Wochenbett-Depression

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen kennen die medizinischen Aspekte (Epidemiologie, Pathophysiologie, Symptomatik, Diagnostik, Verlauf und Prognose, Therapie) von Schizophrenie, an-deren psychotischen Störungen sowie affektiven Störungen inkl. der Wochenbett-Depression.

Übergeordnetes Modul:

Psychische Erkrankungen

Umgang mit Gefährdung und Gewalt

Semester 1
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL1UGGIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 2,5
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Gewalt: Formen u. Risiko-Assessment; Selbst- und Fremdgefährdung, UBG; Gewalt-schutz; Deeskalationskonzept, freiheitseinschränkende Maßnahmen, Nachbesprechung; Aggression im Kontext von Behinderung

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen wissen über Gewaltformen, Selbst- und Fremdgefährdung und das Risiko-Assessment Bescheid. Sie kennen relevante strafrechtliche Aspekte. Die Absolvent*innen wissen über die Durchführung der Unterbringung von Menschen im Krankenhaus Bescheid. Sie kennen die Voraussetzungen und die Problematik des Freiheitsentzugs im Akutsetting und in stationären Einrichtungen außerhalb der psychiatrischen Versorgung (z. B. Pflegeheim).

Übergeordnetes Modul:

Psychiatrische Pflege in besonderen Settings

LehrveranstaltungSWSECTSTYP

Alte Menschen im psychiatrischen Setting

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2AMPIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

life events; Schmerz; Suizidalität; Einsamkeit; Palliative Psychiatrie; Klima-bezogene Aspekte (public health); Delir, Demenz, Validation und Reorientierungstraining (ROT)

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen haben sich im Hinblick auf alte Menschen im psychiatrischen Setting mit der Bedeutung von life events sowie den Phänomenen Einsamkeit, Schmerz und Suizidalität auseinandergesetzt. Sie können die Grundsätze der Palliativen Psychiatrie erläutern. Die Absolvent*innen können klima-bezogene Aspekte benennen und gesundheitsfördernde Ansätze für den eigenen Arbeitsbereich entwickeln. Die Absolvent*innen verfügen über einen professionellen Umgang mit Menschen, die an einem Delir oder einer Demenzerkrankung leiden. Sie können die Betreuungssituation validierend gestalten und verhelfen Betroffenen mittels ROT zu Aktivierung und Orientierung.

Übergeordnetes Modul:

Psychiatrische Pflege in besonderen Settings

Angewandte psychiatrische Pflege II

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2PP2IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2,5
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Psychosomatik und Umgang; Pflege von Menschen mit Suchterkrankungen; Sucht- und Abhängigkeits-Erkrankungen - strafrechtliche Aspekte; Motivational interviewing; Pflege von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen/Borderline-Störung; Umgang mit Menschen mit Angst- und Zwangs-Störungen; komplementäre Methoden / Aromapflege im psychiatrischen Kontext

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen verfügen über ein erweitertes Grundverständnis zur Psychosomatik und zum Umgang mit psychosomatisch erkrankten Menschen. Die Absolvent*innen haben ihre Sichtweise auf Menschen mit Suchterkrankungen reflek-tiert. Sie wissen um die spezifischen Schwierigkeiten in der Arbeit mit Menschen mit Sucht- und Drogenproblemen und können am therapeutischen Prozess pflegerisch mitwirken. Sie können den Ansatz des motivational interviewing in der Betreuung nutzen. Die Absolvent*innen verfügen über die nötigen pflegerischen Kenntnisse zu Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, Borderline-Störung und Angst- und Zwangs-Störungen. Die Absolvent*innen kennen komplementäre Pflegemaßnahmen im psychiatrischen Kontext, insbesondere die Aromapflege. Zur praktischen Anwendung verfügen sie über Wissen zu den rechtlichen Grundlagen sowie über Umsetzungsstrategien.

Übergeordnetes Modul:

Grundlagen und Anwendungen im Berufsfeld

Ethische Herausforderungen II

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2EH2IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 1
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

ethische Dilemmata, Entscheidungsfindung; Zielgruppen-Spezifika; kulturelle Diversität

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen erkennen ethische Dilemmata in unterschiedlichen Situationen. Die Absolvent*innen beschreiben den Einfluss kultureller Diversität auf Werte und Entscheidungen. Die Absolvent*innen berücksichtigen kulturelle Hintergründe bei ethischen Bewertungen. Die Absolvent*innen reflektieren eigene Werte und deren Einfluss auf Entscheidungsfindungen.

Übergeordnetes Modul:

Zwischenmenschliche Handlungsfelder

Gesundheitsbildung

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2GBIIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Gesundheitsbildung im Kontext von Health Literacy, Gesundheitsförderung, Verhaltens- und Verhältniszugänge

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen sind befähigt, Gesundheitsförderung und Prävention zielgruppen- und settingsensibel zu analysieren, zu gestalten und kritisch zu reflektieren. Sie richten berufliches Handeln nicht nur an individuellem Verhalten, sondern auch an sozialen Lebenslagen, institutionellen Bedingungen sowie an Familien- und Bezugssystemen aus. Die Absolvent*innen unterstützen Klient*innen dabei, Gesundheitsinformationen - auch digitale - zu finden, zu verstehen, zu bewerten und in ihren Chancen, Grenzen und Machtwirkungen einzuordnen. Sie können Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen evidenzsensibel prüfen, Verantwortungsverschiebungen erkennen sowie im Spannungsfeld von Verhalten und Verhältnissen professionell handeln. Die Absolvent*innen betreiben Gesundheitsbildung mit Blick auf informierte Entscheidungen, kritische Urteilsfähigkeit, Partizipation und gesundheitsförderliche Gestaltung von Lebenswelten.

Übergeordnetes Modul:

Beratung, Anleitung und Bildung

Hands on psychiatrische Pflege II

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2SKPIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 0,5
ECTS-Punkte 0,5
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Motivational interviewing Übung; Virtual reality-Szenarien;

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen sind in der Lage, den Ansatz des motivational interviewing umzusetzen. Die Absolvent*innen besitzen Kenntnisse zu komplexen Pflegesituationen am Beispiel von Virtual Reality. Sie können Psychiatrie-relevante Fallbeispiele fachgerecht bearbeiten.

Übergeordnetes Modul:

Skillslab

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2KJPIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2,5
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

psychische Erkrankungen und psychosomatische Störungen im Kindes und Jugendalter.

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen setzen sich mit sexuellem Missbrauch, affektiven Störungen (inkl. Depression), Belastungs und Traumareaktionen, Störungen des Sozialverhaltens, Essstörungen, Bindungs und Persönlichkeitsentwicklungsstörungen, AD(H)S, selbstverletzendem Verhalten, Suizidalität sowie Schulangst und Schulphobie auseinander. Die Absolvent*innen verstehen die altersbedingten Besonderheiten, psychosoziale Einflussfaktoren und mögliche körperliche Ausdrucksformen seelischer Belastungen. Darauf aufbauend wenden sie grundlegende pflegerische, pädagogische und therapeutische Maßnahmen situationsgerecht an, wie z. B. Esstraining, Verstärkerpläne, Strukturierung des Alltags, Bezugspflege, Krisenintervention und Psychoedukation.

Übergeordnetes Modul:

Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen

Kooperation

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2KOOIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

Kompetenz- und Tätigkeitsbereiche aller Gesundheitsberufe; (Sub-)Delegation; Case- und Caremanagement; Koordination und Kooperation im Kliniksetting; Forensic Nursing

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen beschreiben die Bedeutung interprofessioneller Zusammenarbeit. Die Absolvent*innen koordinieren Abläufe effektiv im multiprofessionellen Team. Die Absolvent*innen kommunizieren zielgerichtet und respektvoll mit allen Beteiligten. Die Absolvent*innen erklären Aufgaben und Ziele des Case- und Caremanagements. Die Absolvent*innen planen Patient*innenorientierte Versorgungsprozesse. Die Absolvent*innen beschreiben Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Forensic Nursing. Die Absolvent*innen erkennen forensisch relevante Hinweise im klinischen Alltag.

Übergeordnetes Modul:

Zwischenmenschliche Handlungsfelder

Pflegewissenschaft und evidenzbasierte Pflegepraxis II

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2PE2IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1
ECTS-Punkte 1
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Qualitative und Quantitative Aspekte, Grundlagen der deskriptiven Statistik Evidenz und evidenzbasierte Pflege, Leitlinien Hürden und Modelle zur Implementierung von Forschungsergebnissen (z.B. IOWA-Modell)

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen können die zentralen Begriffe qualitativer und quantitativer Forschung erläutern. Sie sind mit Forschungsmethoden beider Richtungen vertraut und besitzen die Fähigkeit, an Forschungsprojekten im Sinne der Datenerhebung mitzuwirken. Die Absolvent*innen beleuchten kritisch Abläufe und Richtlinien im eigenen Arbeitsbereich und sind bereit, Änderungsprozesse im eigenen Praxisfeld zu initiieren und zu verfolgen. Die Absolvent*innen wissen über Leitlinien-Prozesse Bescheid und kennen innerbetriebliche sowie übergeordnete Leitlinien (z.B. des DNQP). Ihr pflegerisches Handeln richten sie an der aktuellen Evidenzlage und den betrieblichen Rahmenbedingungen aus. Die Absolvent*innen können das EBP-Modell erläutern. Sie wissen über die Ansätze und Hürden bzgl. Implementierung von Forschungsergebnissen Bescheid.

Übergeordnetes Modul:

Evidence based nursing

Portfolio und Abschlussprüfung

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2PUAIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 2
ECTS-Punkte 3
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

Reflexion der LV-Inhalte und -Erkenntnisse Portfolio: Auftrag, Gestaltung, Möglichkeiten Abschlussprüfung: Prozedere

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen haben ihre Erkenntnisse aus den Lehrveranstaltungen und Praxiserfahrungen reflektiert. Eine individuelle Auswahl daraus liegt in Form eines - für die Abschlussprüfung leitenden - Portfolios vor. Die Absolvent*innen sind über den Ablauf der Abschlussprüfung informiert.

Übergeordnetes Modul:

Portfolio und Abschlussprüfung

Praktikum in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege II

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2P2PIT
Typ IT
Art Praktikum (S)
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 0
ECTS-Punkte 8
Prüfungscharakter immanent

Lehrveranstaltungsinhalte:

Kommunikation mit Teammitgliedern, Patient*innen, Klient*innen, Bewohner*innen, Angehörigen, anderen Berufsgruppen Kennen und Koordination von Abläufen Relevantes medizinisches, pharmakologisches Wissen Relevante Pflegekonzepte

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen sind in der Lage, Tätigkeiten aus der pflegerischen Kernkompetenz im Spezialbereich unter Aufsicht und Anleitung durchzuführen. Sie sind sich der Verantwortung bei der Übernahme von Aufgaben bewusst und kennen die Grenzen ihres Tätigkeitsbereiches. Die Absolvent*innen dokumentieren in geeigneter Weise durchgeführte Pflegemaßnahmen. Sie kennen den Ablauf im Praxisbereich und können diesen sinnvoll mitgestalten. Die Absolvent*innen reflektieren ihre Praxiserfahrungen und fördern den kollegialen Austausch. Die Absolvent*innen haben ihr Wissen zu den an der jeweiligen Praxisstelle relevanten Krankheitsbildern (Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie, Ursachen, Krankheitsverlauf, Prognose, Diagnostik, Therapie) vertieft. Die Absolvent*innen gestalten den Pflegeprozess eigenverantwortlich. Sie können relevante Pflegekonzepte in die Praxis umsetzen.

Übergeordnetes Modul:

Praktikum in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege I

Spezifische psychiatrische Krankheitsbilder II

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2PK2IL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 2
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

Sucht- und Abhängigkeits-Erkrankungen; Persönlichkeitsstörungen inkl. Borderline-Störung; Ess-Störungen; Angst- und Zwangs-Störungen

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen kennen die medizinischen Aspekte (Epidemiologie, Pathophysiologie, Symptomatik, Diagnostik, Verlauf und Prognose, Therapie) zu Abhängigkeits-Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen inkl. Borderline-Störung, Ess-Störungen sowie Angst- und Zwangs-Störungen.

Übergeordnetes Modul:

Psychische Erkrankungen

Umgang mit Trauma, Krise und Suizid

Semester 2
Studienjahr 1
Lehrveranstaltungsnummer LKPL2TKSIL
Typ IL
Art Pflicht
Unterrichtssprache Deutsch
SWS 1,5
ECTS-Punkte 1,5
Prüfungscharakter abschließend

Lehrveranstaltungsinhalte:

life events, Trauma, Krise; Posttraumatische Belastungsstörung; Krisen-Seminar / Suizidprävention

Lernergebnis:

Die Absolvent*innen haben wesentliche Kenntnisse über die Betreuung von Menschen in psychosozialen Krisen und können den Zusammenhang zwischen Krise und Suizid erklären. Sie sind in der Lage, eine allfällige Suizidgefahr bei den zu betreuenden Menschen wahrzunehmen und anhand einer Beurteilungsrichtlinie einzuschätzen. Die Absolvent*innen wissen über posttraumatische Belastungsstörungen Bescheid. Sie können Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung pflegetherapeutisch unterstützen und nutzen dabei das therapeutische Team.

Übergeordnetes Modul:

Psychiatrische Pflege in besonderen Settings