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04. April 2024

Earth4All in Österreich: Ein Wendepunkt für die Bekämpfung von Ungleichheit

Am 5. März 2024 fand an der Universität Salzburg in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Salzburg, der Universität Mozarteum und dem UniNEtZ-Projekt eine bedeutsame Veranstaltung zur Bekämpfung von Ungleichheit statt. Unter dem Titel "Die Ungleichheitskehrtwende: Dividenden teilen" wurde die Herausforderung wirtschaftlicher Ungleichheit beleuchtet. Der Bericht analysierte Hebel, die einen entscheidenden Fortschritt hin zu mehr Gleichheit bedeuten könnten, sowie mögliche Barrieren.

Die Strategie der Ungleichheitswende basiert auf drei grundlegenden Hebeln, die eine kontinuierliche Entwicklung hin zu einem neuen wirtschaftlichen Paradigma ermöglichen sollen:

  1. Stärkere Steuerprogression auf Einkommen und Vermögen.
  2. Förderung der Rechte von Arbeitnehmer*innen sowie Stärkung der Verhandlungsmacht von Gewerkschaften.
  3. Einführung von "Sicherheitsnetzen" und "Innovationsnetzen um eine gleichmäßigere Verteilung des Wohlstands zu erreichen und diesen in Zeiten des tiefgreifenden Wandels zu sichern. Dies könnte durch umfassende Konzepte wie allgemeinem Grundeinkommen oder einer Grunddividende erfolgen.

Für drei Hauptvorträge konnten renommierte Referent*innen gewonnen werden: Professorin Kate Pickett, Mitglied des Club of Rome und Dozentin an der University of York (online), Magister Martin Schenk, Sozialexperte und stellvertretender Direktor der Diakonie Österreich, sowie Universitätsprofessor Dr. Andreas Koch von der Paris Lodron Universität Salzburg. Anschließend moderierte Daniela Molzbichler (Departmentleiterin Angewandte Sozialwissenschaften und Nachhaltigkeitsbeauftragte FH Salzburg) eine Podiumsdiskussion mit führenden Akteur*innen der Salzburger Sozialpolitik, welche sich u.a. der Fragestellung, wie eine Umkehrung der wachsenden Ungleichheit erreicht werden kann, um eine bedürfnisorientierte und gerechte Verteilung zum Wohle aller zu ermöglichen, widmete. 

Die Veranstaltung knüpfte an den Erfolg der vorherigen Events zu den Themen Energie und Ernährung an. Dr. Martin Hoffmann (Generalsekretär des Club of Rome, Austrian Chapter) fasst zusammen:

"Der Club of Rome steht seit seiner Gründung für systemisches gesamtheitliches Denken, insbesondere höhere Bildungseinrichtungen können hier fantastisch zusammenwirken. Daher ist für Salzburg die Kooperation zwischen Universität, Fachhochschule und Mozarteum so wichtig. Wir bedanken uns sehr für die gute Zusammenarbeit!"