Aktuelles
12. November 2020

FH Salzburg: Über 400 neue Absolventinnen und Absolventen

Rund 300 Bachelor- und 120 Masterabsolventinnen und -absolventen haben im Herbst ihr Studium an der FH Salzburg erfolgreich abgeschlossen. Die feierlichen Sponsionen fanden Corona-bedingt dieses Jahr online statt.

292 Bachelor- und 124 MasterabsolventInnen sowie 27 LehrgangsteilnehmerInnen haben ihr Studium bzw. ihre Ausbildung an der FH Salzburg erfolgreich abgeschlossen. Die Sponsionen, bei denen der Studienabschluss der AbsolventInnen gefeiert wird, wurden dieses Jahr Corona-bedingt online durchgeführt. (Archivbild)

Seit nunmehr 25 Jahren ist die Fachhochschule Salzburg fixer Bestandteil des Salzburger Hochschulwesens. Was 1995 mit 2 Studiengängen und 91 Studierenden begann, hat sich zu einer unverzichtbaren Bildungseinrichtung und zur anerkannten Hochschule entwickelt.

„Mittlerweile sind über 11.000 Absolventinnen und Absolventen der FH Salzburg als begehrte Fach- und Führungskräfte tätig und tragen wesentlich zum Erfolg der Region bei“, berichten die beiden FH-Geschäftsführer Doris Walter und Raimund Ribitsch.

FH-Rektor Gerhard Blechinger: „Unsere 18 Bachelor- und 12 Masterstudiengänge sowie die Aus- und Weiterbildungsformate bieten beste akademische Ausbildung mit hohem Praxisbezug. Unsere Alumni sind stark gefragt und job-ready.“

Die FH Salzburg gratuliert allen Alumni 2020 herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums!

Stellvertretend für die über 400 Absolventinnen und Absolventen, die ihren Studienabschluss feiern, stellen wir acht Studienabgängerinnen und -abgänger mit ihrem persönlichen Werdegang und ihren besonderen Leistungen und Projekten vor.

Bücherfan mit Zahlenfaible

Nach einigen Jahren Berufserfahrung als Buchhändlerin, entschloss sich Michaela Walcher, neue Wege zu gehen. Die gebürtige Steirerin absolvierte berufsbegleitend die Berufsreifeprüfung und startete das Bachelorstudium Betriebswirtschaft an der FH Salzburg. Die Vielseitigkeit des Studiums und die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte setzen zu können, waren für die 33-jährige bei der Studienwahl ausschlaggebend. Highlights ihrer Studienzeit waren das Auslandssemester in Finnland und eine Studienreise ins Silicon Valley. Im Master legte sie den Fokus auf Financial Risk Management. Aus ihrer Masterarbeit „Besonderheiten österreichischer Familienunternehmen in der Insolvenz und Sanierung“ ergeben sich in der aktuellen Situation spannende Handlungsimplikationen. Eine wissenschaftliche Publikation ist gerade in Planung. Beruflich startete Michaela Walcher im November in der Wirtschaftsprüfung.

Zukunftsthema Holz

Wirtschaftssysteme anders und neu denken – damit befasste sich FH-Absolvent Markus Petruch schon in seiner Bachelorarbeit am Studiengang Holztechnologie & Holzbau. Die Arbeit über ein Social Profit-Unternehmen wurde beim Social Impact Award ausgezeichnet. Während des Masterstudiums forschte er drei Monate an der University of Tennessee, USA, an einem umweltfreundlichen Holzschutzmittel auf Wasserbasis. Ein Preis für junge Holzforscher und die Präsentation seiner Ergebnisse bei einem internationalen Symposium in Kanada folgten. Im Oktober 2019 organisierte Markus Petruch die erste TED-Konferenz an der FH Salzburg, die „TEDxKuchl“. In seiner Masterarbeit untersuchte er die Wahrnehmung von Holz bei der Generation der Millennials – eine Arbeit von hoher Relevanz für die Außendarstellung der Branche und eine Thematik, an der er nun weiter forschen möchte.
 

Technikbegeisterter Lebensretter

Das Beispiel von FH-Absolvent Michael Bierwirth zeigt, dass sich soziales Engagement, Arbeit mit Menschen und das Interesse an Technik gut verbinden lassen. Der Salzburger entschied sich daher für das Studium Radiologietechnologie. Der Fokus auf praxisorientiertes Lernen und die unterschiedlichen Praktika bereiteten den 24-jährigen perfekt auf den Berufseinstieg vor. Seit Oktober arbeitet er nun als Radiologietechnologe an den Salzburger Landeskliniken. Verschiedene Exkursionen und das familiäre Umfeld an der FH machten das Studium für Michael Bierwirth zu einer prägenden Zeit. Neben dem Bachelor engagierte er sich auch weiterhin als Rettungssanitäter beim Samariterbund – auch in der Zeit des Lockdowns und seinem letzten Semester an der FH. In Zukunft möchte er sich vor allem im Bereich der Computertomographie und Magnetresonanztomographie weiterbilden.
 

Vom Studium in die Selbstständigkeit

Martina Dickstein war bereits fest im Berufsleben verankert. Aber ihr Ziel war immer schon, sich selbstständig zu machen. Das Bachelorstudium KMU-Management & Entrepreneurship bot der 37-jährigen die notwendige Struktur, um ein Studium neben dem Beruf zu absolvieren. In ihrer ausgezeichneten Abschlussarbeit näherte sie sich wissenschaftlich dem Phänomen des unternehmerischen Scheiterns. Sie untersuchte Faktoren dafür anhand der „Bad Tipping Point“ Theorie. Nach dieser Theorie entsteht etwas Grandioses, wenn die drei richtigen Elemente kombiniert werden – und das Gegenteil, nämlich Scheitern, wenn drei falsche Elemente zusammenkommen. Das Studium an der FH Salzburg gab Martina Dickstein das fachliche Know-how mit, um jetzt als Unternehmensberaterin KMU im Bereich Digitalisierung und Change Management beraten zu können. Mehr dazu unter: www.13punkt4.at

Ein Job mit Verantwortung

Ein Masterstudium und ein PhD in Biologie. Die Welt der Wissenschaft stand Eva Kunstar nach ihren Studien in ihrer Heimat Ungarn bereits offen. Doch ihr Wunsch war die Arbeit in einem medizinischen Labor. Sie lernte Deutsch und absolvierte das Bachelorstudium Biomedizinische Analytik an der FH Salzburg, die Grundlage für ihre Labor-Karriere. Was sie besonders an diesem Beruf schätzt, ist die große Verantwortung, die ihr im Labor zukommt. Auf Basis ihrer Befunde können ÄrztInnen schließlich lebenswichtige Entscheidungen für PatientInnen treffen. Der praxisnahe Lehrplan und die vielen unterschiedlichen Praktikumsbereiche erleichtern den Alumni den Jobeinstieg: Eva Kunstar entschied sich nach dem Abschluss für das Zentrallabor der Salzburger Landeskliniken. In Zukunft denkt sie über Weiterbildungen nach, zum Beispiel im Bereich Qualitätsmanagement.

Über Umwege zur Berufung

Nach zwölf Jahren in der Tourismusbranche war für Stefanie Größlinger klar, dass sie ihren langjährigen Wunsch, Physiotherapeutin zu werden, nun umsetzen muss. Das familiäre Klima am Studiengang, die Arbeit in kleinen Gruppen und die fachlich kompetenten Lehrenden hat sie während des Bachelorstudiums sehr geschätzt. Durch die vielen unterschiedlichen Praktika fühlt sich die 36-jährige auf alle Bereiche gut vorbereitet. Ein Wahlpraktikum in der Neuropädiatrie war besonders prägend für die Salzburgerin. Die Arbeit mit Kindern möchte sie daher auch in Zukunft weiterverfolgen. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie über „Tiergestützte Therapie in der Physiotherapie“ und ließ parallel dazu ihren Hund als Therapiebegleithund ausbilden. Demnächst wird sie als Physiotherapeutin ins Berufsleben starten und vielleicht folgt in ein paar Jahren ein Masterstudium.

Vom Polizeidienst zur Herzchirurgie

Als Polizistin war Ricarda Steiner zehn Jahre im Dienst der Allgemeinheit tätig. Über einen beruflichen Wechsel hat die gebürtige Steirerin entsprechend lange und intensiv nachgedacht. Die Entscheidung fiel auf das Bachelorstudium Gesundheits- & Krankenpflege. Erleichtert wurde ihr der Wechsel durch ein Selbsterhalterstipendium. Zusätzlich erhielt sie ein Leistungsstipendium der FH Salzburg und eines der WKS. Während des Studiums waren ihre Auslandspraktika in Deutschland und vor allem in Tansania, Afrika, besonders prägend. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte die 32-jährige die langfristig blutdrucksenkende Wirkung von Phytotherapie, einer Therapie auf pflanzlicher Basis. Die Bachelorprüfung absolvierte sie mit ausgezeichnetem Erfolg. Seit November arbeitet sie auf ihrer Wunschstation, der Herzchirurgie in den Salzburger Landeskliniken.

Professionell helfen

Mit Menschen arbeiten und nicht nur einer Bürotätigkeit nachgehen. Dieser Wunsch motivierte Sabrina Flotzinger, die Berufsreifeprüfung abzulegen um im Sozialbereich einzusteigen. Die gelernte Speditionskauffrau absolvierte das Kolleg für Sozialpädagogik und die Montessori-Ausbildung. Mit einem Selbsterhalterstipendium und viel Energie startete die 33-jährige den nächsten Schritt: das berufsbegleitende Bachelorstudium Soziale Arbeit an der FH Salzburg. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen. Ein Thema, das gerade in den letzten Monaten sozialpolitisch viel Aufmerksamkeit erhalten hat. Das Studium an der FH hat ihr das notwendige Werkzeug gegeben, um Menschen in unterschiedlichen Situationen professionell helfen zu können. Dem Thema gesellschaftlicher Wandel geht sie aktuell im Master Soziale Innovation weiter auf den Grund.