In genau 100 Tagen, am 24. April 2026, findet zum 10. Mal in Salzburg die Lange Nacht der Forschung statt. An der FH Salzburg können Besucher:innen bei freiem Eintritt sowohl am Campus Urstein als auch am Campus Kuchl an rund 30 Stationen Forschungsprojekte entdecken oder selbst zur Forscher:in werden.

Forschung schafft Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen – in Salzburg ebenso wie österreichweit. Umso wichtiger ist es, Forschung sichtbar, verständlich und erlebbar zu machen. Genau hier setzt die Lange Nacht der Forschung an. Bereits 100 Tage vor dem Jubiläum luden die Salzburger Hochschulen und Forschungsorganisationen zu einem Sneak Preview in den Chiemseehof. Vertreter:innen aus Politik und Wissenschaft gaben gemeinsam mit Forschenden Einblicke in die Bedeutung von Wissenschaftskommunikation und zeigten anhand konkreter Exponate, wie Forschung „made in Salzburg“ wirkt.
Forschung als Grundlage für Zukunft und Vertrauen
„Forschung ist eine zentrale Grundlage für Wohlstand, Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betonte Daniela Gutschi, Landesrätin für Wissenschaft und Forschung des Landes Salzburg. Gerade in Zeiten zunehmender Wissenschaftsskepsis sei es eine gemeinsame Verantwortung von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, Forschung transparent und nachvollziehbar zu machen.
„Die Lange Nacht der Forschung öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben. Sie ermöglicht direkte Begegnungen mit Forschenden und schafft Vertrauen durch Dialog. Dass Salzburg 2026 bereits die 10. Ausgabe feiert, zeigt, wie nachhaltig dieses Format wirkt“, so Gutschi.
Wissenschaft mitten in der Stadt erleben
Auch die Stadt Salzburg unterstreicht die Bedeutung des Formats. Dagmar Aigner, Leiterin der Abteilung Kultur, Bildung und Wissen, hob den dialogischen Charakter der Veranstaltung hervor: „Wissen entsteht im Austausch – und Wissenschaft lebt davon, geteilt zu werden. Die Lange Nacht der Forschung bringt Wissenschaft dorthin, wo Menschen sind: mitten in die Stadt, zu Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.“ Die Veranstaltung verbinde Bildung, Kultur und Stadtgesellschaft auf besondere Weise. „Wenn Menschen beginnen, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und weiterzudenken, dann entfaltet Forschung ihre Wirkung. Deshalb unterstützen wir als Stadt Salzburg dieses Format bewusst – weil es Neugier fördert und Wissenschaft als Teil unseres Alltags erfahrbar macht“, so Aigner.
Begegnung schafft Verständnis
Aus Sicht der Forschenden steht der direkte Austausch im Mittelpunkt. Siegfried Reich von Salzburg Research, Regionalkoordinator der Langen Nacht der Forschung im Bundesland Salzburg, bezeichnete die Veranstaltung als Vertrauensprojekt zwischen Wissenschaft und Gesellschaft: „Bei der Langen Nacht der Forschung treten Forschende direkt mit der Bevölkerung in Kontakt, diskutieren offen und hören zu. Für uns ist das eine besondere Gelegenheit, zu zeigen, woran wir arbeiten und welchen Nutzen unsere Forschung für die Gesellschaft hat. Gleichzeitig nehmen wir Anliegen und Fragen der Besucher:innen mit – ein Dialog, der neue Perspektiven eröffnet“, so Reich. Dieses unmittelbare Erleben schaffe Verständnis – und Verständnis sei die Basis für Vertrauen. „Dass wir 2026 die zehnte Lange Nacht der Forschung in Salzburg feiern, ist ein starkes Signal für die Bedeutung von Wissenschaft in unserer Region.“
Save the Date: Forschung erleben, verstehen, mitreden
Am 24. April 2026 öffnen Salzburger Hochschulen und Forschungsorganisationen erneut ihre Türen und laden zum Staunen, Entdecken und Diskutieren ein. Besuchende können Forschung hautnah erleben, mit Forschenden ins Gespräch kommen und Wissenschaft „made in Salzburg“ in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen.
Lange Nacht der Forschung 2026
24. April 2026, 17:00-23:00 Uhr
An der FH Salzburg öffnen der Campus Urstein und – dieses Jahr neu – der Campus Kuchl die Türen für wissbegierige Besucher:innen.
Über die Lange Nacht der Forschung
Die Lange Nacht der Forschung wird vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) in Partnerschaft mit den Bundesländern finanziert und initiiert. Für die operative Abwicklung in den Regionen sind Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer zuständig. Die Präsentation der Leistungen erfolgt durch die Wissenschafter:innen und Forschenden in den neun Themenfeldern: Digitalisierung, Energie, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur, Naturwissenschaften, Technik, Umwelt und Wirtschaft. In Salzburg hat die Lange Nacht der Forschung bislang neunmal stattgefunden und wird vom Land Salzburg und von der Stadt Salzburg finanziell unterstützt. Insgesamt besuchten rund 60.000 Personen die Lange Nacht der Forschung im Bundesland Salzburg. Seit 2024 wird die Salzburger Lange Nacht der Forschung als Green Event organisiert.