Aktuelles
21. September 2022

Science meets Fiction: Climate.Changes

„Climate. Changes.“ – SCIENCE MEETS FICTION thematisiert den meteorologischen und politischen Klimawandel. Vom 26.9. bis 9.10. zeigt das Science-Fiction-Festival bereits zum fünften Mal Filme, Vorträge, Literatur, Gaming und mehr.

Mit dem übergreifenden Jahresthema „Climate. Changes.“ lädt das Salzburger Science-Fiction-Festival dazu ein, sich mit der wohl größten Herausforderung der schon sehr nahen Zukunft zu befassen. Im Mittelpunkt steht der meteorologische Klimawandel, aber auch in Politik und Gesellschaft sind immer häufiger Extremereignisse und Polarisierungstendenzen zu beobachten. Die einzelnen Festivalbeiträge eröffnen vielfältige Perspektiven auf die Frage, wie klimatische Veränderungen und gesellschaftliche Transformationsprozesse zusammenhängen – und was das für unsere Zukunft heißt.

Dafür werden auch in diesem Jahr fiktionale Zukunftsentwürfe mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in Verbindung gebracht. Wo hat die Science-Fiction reale Entwicklungen vorweggenommen? Wo übertrifft die Gegenwart bei genauem Hinsehen die Zukunftserwartungen der Vergangenheit? Und welche Vorschläge gibt es in Literatur, Film aber auch wissenschaftlichen Analysen für erstrebenswerte Entwicklungspfade?

„Das Festival soll einen genuinen Beitrag zum Salzburger Kulturangebot leisten. Wir wollen den Besucher*innen anregende Impulse und gute Unterhalten bieten. Für uns ist das Festival allerdings auch ein großartiges Instrument für Wissenstransfer zu drängenden aktuellen Themen“, erklärt Elmar Schüll vom Department für angewandte Sozialwissenschaften der FH Salzburg.

Das Festival soll dazu anregen, bestehende Zukunftserwartungen zu hinterfragen – insbesondere jene, die auf einem einfachen „Weiter-So!“ basieren und Zukunft als eine bloße Verlängerung des Bisherigen entwerfen. Was aber macht die Erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen kann, mit unseren individuellen Zukunftsentwürfen? Und sind wir als Gesellschaft überhaupt dazu in der Lage, mit Herausforderungen umzugehen, die uns mit hoher Sicherheit bevorstehen, ohne jetzt schon spürbar zu sein? Was tun, wenn das gewohnte Fahren auf Sicht aller Voraussicht nach der direkte Weg in den Klimakollaps darstellt?

Climate Fiction

Die Beschäftigung mit dieser und anderen Fragen hat in den vergangenen Jahren zur Entstehung eines neuen Sub-Genres geführt: der Climate Fiction. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass das Klima und die Natur, die bislang als konstant und selbstverständlich gegeben galten, zum Treiber gesellschaftlicher Transformationsprozesse werden. Die Natur ist nicht mehr nur Kulisse für die Handlung, vielmehr wird das Klima selbst zur treibenden Kraft der Handlung oder gar zum handelnden Akteur.

Mit der Unterstützung der Stadt Salzburg und durch das Engagement zahlreicher Kultureinrichtungen kann SCIENCE MEETS FICTION dieses Jahr bereits zum fünften Mal stattfinden. Vom 26. September bis 9. Oktober 2022 gibt es fast täglich Veranstaltungen: Kinovorführungen, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Tanzperformance, Ausstellungen und ein Game-Talk thematisieren wahrscheinliche und wünschenswerte Zukunftsbilder.

Der Anstoß zur Gründung des Festivals kam von Elmar Schüll (FH Salzburg), der das Festival seit Beginn gemeinsam mit Katharina Kiening und Stefan Wally (beide Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen) konzipiert und organisiert. 2018 fand SCIENCE MEETS FICTION erstmals statt und versammelte Beiträge zu dem Verhältnis von Mensch und Maschine. Das aktuelle Motto „Climate. Changes.“ lenkt die Aufmerksamkeit nun auf ökologische sowie soziopolitische Veränderungen. 

Die zweiwöchige Veranstaltungsreihe wird durch die Beteiligung diverser Institute getragen. Diesmal engagieren sich die Forschungsgruppe Innovation und Gesellschaft der FH Salzburg, die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, das Literaturhaus Salzburg, das Salzburger Filmkulturzentrum DAS KINO, das Künstlerkollektiv gold extra, die AK Salzburg, das Haus der Natur, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität, das Toihaus Theater, Pandora – Wiener Kreis zur digitalphilosophischen Anthropologie, die Stadtbibliothek Salzburg und wechselseitig – Die Buchgalerie.