Laufende Projekte im Forschungsbereich Holz & biogene Technologien

Activation.Wood

Erforschung von thermisch aktivierten Holzbausystemen zum Heizen und Kühlen

Das Projekt Activation.Wood beschäftigt sich mit der Entwicklung und Untersuchung von thermisch aktivierten Holzbausystemen (z. B. multifunktionale Decke zum Kühlen und Heizen) auf Basis von Holz für mögliche Anwendungsgebiete im Neubau-, Sanierungs- und Nachverdichtungsbereich.

Anhand Bauteil- bzw. Gebäudesimulationen werden wärmeenergetische Inputs- und Outputs der neuen Systeme abgeschätzt und mit den Monitordaten der Prototypen und Forschungsanlage evaluiert. Das Projekt dient zur Abschätzung des Substitutionspotenzials herkömmlicher bauteilaktivierter Systeme durch biogene nachwachsende Ressourcen.

Ausgangssituation und Motivation

Die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden werden als wichtige Ziele für die kommenden Jahrzehnte gesehen. Der innovative Holzbau bzw. die Verwendung von Holz könnten genau hier auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen. Zum einen wird CO2 langfristig im Holz gespeichert und zum anderen kann Holz auch Wärmeenergie speichern. Während das System der thermischen Bauteilaktivierung im Beton schon umgesetzt ist bzw. als Stand der Technik gilt, ist die funktionale Einbindung von Holz bei der Bauteilaktivierung derzeit noch nicht umgesetzt und nicht ausreichend erforscht.

Die ersten simulationsbasierten Ergebnisse und deren Verifizierung durch Labortests zeigten die grundsätzliche Eignung des Werkstoffes Holz für die Bauteilaktivierung mittels Temperatureinbringung (Heizen und Kühlen) über Wasserrohrleitungen im Bauteil. Besonders die Eignung von Laubholzarten (z. B. Buche) für die Nutzung der thermischen Bauteilaktivierung sowie die Ansätze zur Verwendung von Phasenwechselmaterialien (PCM) im Holzbau sind für zukünftige Anwendungen interessant und werden hier im Projekt untersucht.

Ziel und Innovationsgehalt

Zukünftig werden sowohl das Bewusstsein in der Bevölkerung für nachhaltige Produkte in Gebäuden steigen als auch die normativen und gesetzlichen Anforderungen zur ökologischen Optimierung im Baubereich verschärft werden. Der Innovationsgehalt des Projektes besteht in der Entwicklung und Untersuchung von thermisch aktivierten Holzbausystemen (z. B. multifunktionale Decke zum Kühlen und Heizen) auf Basis von Holz für mögliche Anwendungsgebiete im Neubau-, Sanierungs- und Nachverdichtungsbereich. In diesem Projekt werden unterschiedliche Innovationen für den Holzbau bzw. die Verwendung von Holz analysiert und weiterentwickelt. Einerseits wird die thermische Bauteilaktivierung vorangetrieben und andererseits wird auch die Wärmespeicherung mittels biobasierter und erneuerbarer PCMs als thermisch betriebene Speichertechnologien untersucht.

Angestrebte Ergebnisse

Die Ergebnisse werden durch die Kombination von gebäudetechnischem, materialwissenschaftlichem und herstellerbezogenem Know-how und der detaillierten Modellierung und Analyse möglicher thermisch aktivierter Holzbausysteme gewonnen. Hierbei werden Grundlagen für innovative Holzbausysteme als Energiespeicher und Klimatemperierung (Heizen und Kühlen) hinsichtlich Sanierung, Nachverdichtung und Neubau erhoben und erforscht. Anhand Bauteil- und Gebäudesimulationen werden wärmeenergetische Inputs- und Outputs der neuen Systeme abgeschätzt und mit den Monitordaten der Prototypen und Forschungsanlage evaluiert. Das Projekt dient zur Abschätzung des Substitutionspotenzials herkömmlicher bauteilaktivierter Systeme durch biogene, nachwachsende Ressourcen.

Laufzeit: März 2022 - Februar 2025
Fördergeber u. -programm: FFG  THINK.WOOD.Innovation
Projekt- bzw. Kooperationspartner: Esterbauer Holzbau GmbH, HTPLAN GmbH, Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Mösl
Projektteam FHS:  Thomas Schnabel (Projektleitung), Huber Hermann

SBTCP

Sustainable Building Technologies – Community of Practice

Der Holzbau konnte sich in den letzten zehn Jahren stark (weiter)entwickeln und als wesentliches Segment für kohlenstoffarmes Bauen und nachhaltige Bautechnologien punkten. Für einen grünen Übergang wurde von der Bauindustrie – neben anderen Sektoren auch – eine Roadmap verfasst. Das internationale Forschungsprojekt STBCP soll für diese Roadmap ein neues Profil generieren.

Nachhaltiges Bauen & Effizienz und Transparenz durch Digitalisierung

Mit vereintem Spitzenwissen auf europäischem Niveau in zentralen Bereichen der zukünftigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden die Top-Themen des nachhaltigen Bauens wie Holzwerkstoffe, Kreislaufwirtschaft, kohlenstoffarme Lösungen und Digitalisierung bei der Projektumsetzung im Fokus stehen.

Die zukünftigen Herausforderungen und Anforderungen von Staat und Industrie können nur erreicht werden, wenn die Lösungen auf dem bestmöglichen verfügbaren Wissen basieren. SBTCP vereint Schlüsselakteure, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Laufzeit: Jänner 2022 – Juni 2024
Lead Partner: Karelia University of Applied Sciences (Finland)
Projektpartner: Jade Hochschule (Germany)
Projektteam FHS:  Hermann Huber (Projektleitung), Lukas Seidl
Fördergeber: Ministry of Education and Culture Finland

Projektaktivitäten:

30. Mai 2022:  Sustainable Building Technologies webinar

REEDuce

REEDuce greift die Idee einer ökologischen Lärmschutzwand wieder auf und setzt zusammen mit dem Forschungsbereich Holz & biogene Technologien weitere Entwicklungsschritte (c) FHS_M.Pristovnik

Lärm wird als Belastung empfunden und gilt erwiesenermaßen als Stress- und Krankheitsfaktor. Mit dem steigenden Ausbau des Straßennetzes und der wachsenden Besiedelung von verkehrsnahen Gebieten steigt das Bedürfnis nach Ruhe und die Notwendigkeit für Lärmschutzmaßnahmen.

Angesichts der Ziele Österreichs, bis 2040 klimaneutral zu werden und gemäß einer Kreislaufwirtschaft zu funktionieren, bedarf es mehr denn je ökologischer und nachhaltiger Lösungen.

Vor mittlerweile etwa 15 Jahren wurde im Rahmen eines großen EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand entwickelt, die damals als Pilotstrecke entlang der Autobahn A22 aufgebaut wurde. Aufgrund kürzlicher Messungen der Pilotstrecke, die sehr vielversprechende Ergebnisse bezüglich Haltbarkeit und Schalldämmung der ökologischen Lärmschutzwand lieferten, wurde vom Startup REEDuce das Projekt wieder aufgenommen und das Produkt weiterentwickelt.

Um die Idee einer ökologischen Lärmschutzwand letztlich zu einem marktfähigen Produkt zu entwickeln, müssen die bestehenden Prototypen vorerst analysiert werden, um in Folge ein erweitertes Konzept anhand der Daten aus dem Feldversuch (Teststrecke) und der veränderten rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen zu erarbeiten. Der Studiengang Holztechnologie und Holzbau unterstützt das Startup dabei mit der notwendigen technischen Expertise und für die Weiterentwicklung der notwendigen, wissenschaftlichen Prüfungen.

REEDuce möchte die ökologische Lärmschutzwand in Österreich und letztlich in ganz Europa marktauglich machen, um so einen Beitrag zum Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu einem ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Gesamtsystem zu leisten.

Laufzeit: September 2021 - September 2022
Projektleitung: Maximilian Pristovnik
Fördergeber u. - programm: FFG Innovationsscheck mit Selbstbehalt

H2 DemoLAB – Smart Region

Hydrogen integrated Predictive Energy System DemoLAB _Smart Region

Die Transformation unserer Gesellschaft in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Generation und erfordert zukunftsfähige Lösungen auf Basis erneuerbarer Energien.

Der Umwandlung unseres Energiesystems kommt eine Schlüsselrolle zu

Trotz vielfältiger Ansätze in Wissenschaft und Wirtschaft ist es bis dato noch nicht gelungen, einen nennenswerten Durchbruch in der Umwandlung unseres Energiesystems zu erreichen. Ein wesentlicher Grund dafür ist ein noch fehlender ganzheitlicher Ansatz in der Energiebereitstellung, der auf Basis regenerativer Energiequellen eine kontinuierliche Stromversorgung garantiert. Im Projekt H2 DemoLAB – Smart Region wird daher solch ein Gesamtsystem entwickelt, welches eine vollständige Umwandlung der Energiebereitstellung auf den Weg bringen soll.

Ausgangssituation

Die Elektrolyse von Wasser zu Sauerstoff und Wasserstoff bietet gegenüber der Batterie einige Vorteile. Dabei hat Wasserstoff neben der Langzeitspeicherung ein hohes Potential für die Mobilität. Regenerative Energiegewinnungssysteme basierend auf Photovoltaik und Wind hingegen sind stark abhängig von Jahreszeit, Tageszeit und Wettersituation und somit nicht bedarfsgerecht planbar. Es ist daher unabdingbar, die generierte Solar- und Windenergie zwischenzuspeichern. Bestehende Technologien ermöglichen zwar einen Kurzzeitspeicher mittels Batterien, zur Sicherstellung einer permanenten Langzeit-Energieversorgung aus den volatilen Energiequellen ist jedoch eine entsprechende Lösung vonnöten. Diese bietet insbesondere die Wasserstofftechnologie, bestehend aus Elektrolyse und Langzeitspeicherung. Zudem hat Wasserstoff ein hohes Potential für die Mobilität, die Kraftstoffsynthese (Power-to-X) sowie als Ausgangsstoff für die Industrie, z.B. für die Eisen-Stahl-Produktion oder die Ammoniakherstellung.

Innovationsgehalt und Ziele

Der Innovationsgehalt liegt in der Entwicklung und Umsetzung eines wasserstoffbasierenden Energiesystems, das aus erneuerbaren Energiequellen gespeist und mittels eines Optimierungsmodells abgebildet wird.

"Dieses integrierte Modell bildet den Anschluss an ein Energienetz mit Sektorkopplung virtuell ab und ermöglicht so die Analyse des dynamischen Systemverhaltens. Damit unterscheidet sich H2 DemoLAB grundlegend von bisherigen Ansätzen, in denen hauptsächlich einzelne Komponenten wie Photovoltaik, Elektrolyse, Brennstoffzelle oder Speicher betrachtet und optimiert werden, nicht aber das Zusammenspiel der Komponenten in ihrer Gesamtheit",  so der Projektleiter der FH Salzburg, Georg Brunauer.

Das Ziel dieses Projektvorhabens ist ein nachhaltiger Kompetenzaufbau im Bundesland Salzburg im Bereich der Wasserstofftechnologie.

Laufzeit: September 2021 – August 2023
Förderprogramm: Wiss2025, Land Salzburg
Leadpartner: FH Salzburg
Projektpartner: TU Wien, SALZBURG AG, Salzburger Aluminium Group (SAG),  AustroCel Hallein GmbH, NOVAPECC GmbH
Projektleitung: Georg Brunauer

INNOVATE

Einladung Pressekonferenz Ð Offizielle Eršffnung Digital Innovation Hub INNOVATE Ð Dienstag, 04.05., 14:00 Uh

Austria’s Digital Innovation Hub for Agriculture, Timber and Energy

Klein- und Mittelbetreibe (KMU) sind das Rückgrat der österreichischen und europäischen Wirtschaft, Innovationstreiber und essenziell für unseren Wohlstand. Um auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ist Digitalisierungs- und Innovationskompetenz wesentlich für KMUs. Vor allem in den Bereichen der Land-, Holz- und Forst- sowie Energiewirtschaft gibt es digitalen Aufholbedarf. Dabei besteht genau hier enormes Potenzial, einen Mehrwert durch Digitalisierung zu schaffen. Diese Branchen dominieren die österreichische Wirtschaftsstruktur und können von einem branchen-fokussierten Innovationsstandort in Österreich außerordentlich profitieren.

Wer oder was ist INNOVATE?

INNOVATE ist ein Zusammenschluss aus mehreren Digitalzentren (hier u.a. die FH Salzburg als Projektpartner) und wird vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und von weiteren Bundesländern unterstützt. Das Ziel von INNOVATE ist es, den Innovationsstandort Österreich, vor allem in den definierten INNOVATE-Branchen Agriculture, Timber & Energy zu stärken und voranzubringen. Spezifische Programme sind dahin gerichtet, Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden, hochqualifizierte Arbeitskräfte auszubilden, neue Unternehmen und Arbeitsplätze entstehen zu lassen, Möglichkeiten zu regem Austausch über die Grenzen hinaus zu schaffen und durch internationale Netzwerke der Landflucht entgegen zu wirken.

INNOVATE geht aktiv auf KMUs zu, um das Bewusstsein für digitalen Wandel zu heben, Innovationskultur, Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität zu stärken und Kompetenzen aufzubauen. So soll KMUs geholfen werden, den Digitalisierungsmehrwert zu erkennen und zu messen sowie Brücken zwischen Traditionellem und Neuem zu bauen und KMUs mit Forschung zu verbinden.

Laufzeit: Februar 2021 – Jänner 2024
Fördergeber und -programm: FFG Digital Innovation Hubs
Leadpartner: Digital Innovation Hub INNOVATE
Projektleitung FH Salzburg: Thomas Schnabel

Holz.Aktiv

Glaskuppel fungiert als BioReaktor, Uv bestrahlt
© FH-Salzburg_T. Schnabel
In-Wert-Setzung biogener Materialien

Der weltweite Ressourcenverbrauch in der Produktion steigt stetig an. Im Sinne der Bioökonomie werden künftig nachwachsende bzw. bislang ungenützte Rohstoffe stärker in den Fokus der Produktion von Gütern und Materialien gerückt. Das Material Holz nimmt hier eine wichtige Rolle ein, da es als Ressource für neue Produktentwicklungen keine Konkurrenz zu Lebensmitteln darstellt. Die Reststoffnutzung mittels Bioraffinerie wird neu gedacht bzw. auf innovative Weise neu eingeordnet.

Biologische Prozesse und Produktentwicklung

Um die Entwicklungen von innovativen Materialien und Produkten voranzutreiben, werden unterschiedliche Reststoffe durch biologische Prozesse bearbeitet bzw. aufgeschlossen und hierbei Wirkungsweisen und Wachstum von Mikroorganismen bzw. Pilzen untersucht. Diese Erkenntnisse über Wirkung, Funktionen und Einsatzbereiche von Organismen und Pflanzen bei der Bearbeitung des Materials 'Holz' dienen allen weiteren Schritten in Richtung Produktentwicklung.  

Anliegen und Ziel des Projekts

Die Reststoffverwertung soll stärker in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen rücken. Hier setzt "Holz.Aktiv" an und untersucht verschiedene Reststoffe hinsichtlich einer möglichen Entwicklung von high-added-value Materialien und Produkten. Durch die Erzeugung von regionalen Produkten aus lokalen, nachhaltigen Rohstoffen erhöht sich die regionale Wertschöpfung und das Wirtschaftswachstum in unterschiedlichen Industriebereichen. 

Laufzeit:  Jänner 2021 - Juni 2022
Projektpartner:  Universität Salzburg
Projektteam der FH Salzburg: Thomas Schnabel (Projektleitung), Lukas Gruber, Helmut Radauer

 
Wir laden Sie ein:

Holz.aktiv Workshop

Mittwoch, 29.6.2022, 14 - 17 Uhr
Nähere Info und die Einladung finden Sie unter: https://www.fh-salzburg.ac.at/fhs/aktuelles/veranstaltungen/2022/06/holzaktiv-workshop


Weitere Projektaktivitäten:

24.02.2021 Kick-off-meeting
-> Projektbeschreibung im Rahmen des Kick-off-meetings


Das Projekt Holz.aktiv ist co-finanziert durch das Land Salzburg.

BIO-NRG-STORE

Bio-Based Phase Change Materials in Lignocellulose Matrix for Energy Store in Buildings

Gerade in der zeitgenössischen Architektur erlebt Bauen mit Holz eine Renaissance und weltweit haben Architekten und Bauherren das Holz als innovatives Material wiederentdeckt. Zahlreiche Entwicklungen der Massivholzbauweisen haben das Angebot an flächigen Bauteilen für den Einsatz als Decke und Wand erhöht.

Im gleichen Zeitraum wurden neue Methoden und Möglichkeiten für die dezentrale Speicherung der zeitlich voneinander unabhängigen Gewinnung und Nutzung erneuerbarer Energie (z. B. Sonnenenergie) untersucht. Latentwärmespeicher bzw. Phasenwechselmaterialien (engl.: PCM phase change material) stehen hoch im Kurs für die Speicherung der anfallenden Energie durch Änderung des Aggregatzustandes (z. B. von Feststoff zu flüssig) und es gibt eine Vielzahl an Forschungsstudien in diesem Bereich.

Aber könnte das auch im Holz oder in anderen biogenen Werkstoffen funktionieren?
Dazu müssen weitere Fragestellungen hinsichtlich der Zusammenführung, Fixierung und Funktionsweise der PCM im Holz untersucht werden. Für diesen Zweck wurde ein internationales Projektkonsortium mit Partnern aus der Türkei, Schweden, Italien und Österreich gegründet, die sich bereits im Vorfeld mit entsprechender Grundlagenforschung auseinandergesetzt haben und nun im Rahmen von BIO-NRG-STORE die industrielle Umsetzung im Bereich des Holzbaus vorantreiben wollen.

Laufzeit: November 2020 - Oktober 2023
Leadpartner:  Karadeniz Technical University (Türkei)
Projektpartner:  CNR Ivalsa - Nat.Research Council of Italy, Trees and Timber Institute, Swedish University of Agricultural Sciences, FH Salzburg
Projektwebsite:  www.ktu.edu.tr/bionrgstore
Projektmitarbeiter FH Salzburg: Thomas Schnabel (Projektleitung), Jakub Grzybek, Philipp Meffert u. Maximilian Pristovnik

Förderprogramm: This project has received funding in the framework of the joint programming initiative ERA-Net Smart Energy Systems’ focus initiative Integrated, Regional Energy Systems, with support from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 879308.
www.eranet-smartenergysystems.eu

Disclaimer
The content and views expressed in this material are those of the authors and do not necessarily reflect the views or opinion of the ERA-Net SES initiative. Any reference given does not necessarily imply the endorsement by ERA-Net SES.

Timber Construction Europe

© Forum Holzbau: FH Salzburg erarbeitet Ausbildungsstandards im Holzbau mit europäischen Partnern

Gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Partnern verfolgt die FH Salzburg im Rahmen von Timber Construction Europe das Ziel,  Transparenz über die berufliche Bildung im europäischen Holzbau zu schaffen.  Die Zusammenarbeit soll innovative Entwicklung durch internationale Zusammenarbeit unterstützen. Das Ziel heißt "Europäischer Qualifikationsrahmen Holzbau".

Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung

Die Ausbildung im Holzbau ist in Europa sehr unterschiedlich. So gibt es beispielsweise in wenigen Ländern eine Ausbildung zum Zimmerer bzw. zur Zimmerin. In vielen europäischen Ländern sind die Ausbildungswege im Holzbau sehr vielfältig. Dies war der Ausgangspunkt für das Erasmus+-Projekt „Progress through collaboration - Advancing education in timber construction“ (September 2016 bis Februar 2019), das dem neuen Projekt vorausgeht und den Grundstein für weitergehende Maßnahmen gelegt hat.

Bessere Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Karrierechancen

Die Ziele des Konsortiums sind die Entwicklung eines Europäischen Qualifikationsrahmens Holzbau (EQF-Timber) und die Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse und Kompetenzen. Daraus ergeben sich viele Nutzen, sowohl für junge Menschen, die an einer Karriere im Holzbau interessiert sind als auch für Bildungsinstitutionen und Holzbau-Unternehmen.

Die Maßnahmen helfen beispielsweise bei der Berufsorientierung, die durch mehr Mobilität beworben werden kann. Außerdem führt es zu einer Verbesserung der Qualifikationsbewertung durch Unternehmen und die Weiterentwicklung nationaler Bildungsangebote. Schließlich wird der Ausbildungsstandard mit einheitlichen bzw. vergleichbaren Werten deutlich erhöht. Vielen Ländern bieten die neuen Maßstäbe die Chance einer volkswirtschaftlichen Entwicklung.

FH Salzburg leitet Kernarbeitspakete

Geleitet wird das Projekt an der FH Salzburg von Hermann Huber und Maximilian Pristovnik (Studiengang Holztechnologie & Holzbau). Zwei Kernarbeitspakete des Projekts gehören zu ihren Aufgaben: "Durchführung Intellectual Output", gemeinsam mit der FH Bern und "Technisch-wissenschaftliche Datenverarbeitung".

Im ersten der zwei Arbeitspakete werden die nötigen Strukturen erarbeitet, um die aktuelle Ausbildungssituation in den einzelnen Partnerländern zu erfassen. In weiterer Folge muss versucht werden, die unterschiedlichen Ausbildungsformen und -wege systematisch zu analysieren und vergleichbar zu machen. „Dies beinhaltet nicht nur den formalen Bildungsweg, sondern auch informelle Formen der Qualifizierung und Weiterbildung“, erklärt Projektleiter Hermann Huber.

Im zweiten Arbeitspaket, das die FH verantwortet, werden die Daten und Informationsbestände der einzelnen Partnerländer erfasst und zur Analyse bzw. zum Vergleich aufbereitet.

Zusätzlich zu diesen Arbeitspaketen ist die FH in alle transnationale Projekttreffen und monatliche Online-Konferenzen involviert, um sich mit den Partnern  auszutauschen.

Laufzeit: Jänner 2020 - August 2022
Förderprogramm: Erasmus+
Projektpartner: Alppisalvos Oy (Finnland), Centre de Compétences Parachèvement (Luxemburg), Association Ouvrière des Compagnons du Devoir du Tour de France (Frankreich), Fachhochschule Salzburg GmbH (Österreich), Gemeinnütziges Berufsförderungswerk GmbH (Biberach, Deutschland), Timber Construction Europe (Luxemburg)
Projektleitung FHS: Hermann Huber, Maximilian Pristovnik
-> weitere Projektinfos

BiomassCircle

© FH-Salzburg_T. Schnabel

Die Nutzung der Wertstoffe aus forstlicher Biomasse nach den Gesichtspunkten der Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie

Neben der Gewinnung von ätherischen Ölen aus Pflanzen kommen viele pflanzliche Inhaltsstoffe in der Medizin, der Kosmetik oder der Aromatherapie als spezielle Wirkstoffe zum Einsatz. Diese sind naturgemäß auch im Holz zu finden. Das Basisprodukt Baum verfügt über Inhaltsstoffe und Mechanismen, welche ihn vor mikrobiellen Infektionen schützen.

So haben sich Holztechnologen und Biomedizinische Analytikerinnen der FH Salzburg zusammengeschlossen, um das Wachstum von Bakterien im Zusammentreffen mit verschiedenen Holzarten genauer zu untersuchen bzw. Auszüge aus Sägemehl auf antimikrobielle Eigenschaften hin zu testen. Die Ergebnisse sprechen für sich, Holz und Holzinhaltsstoffe zeigen nachweislich eine bakterienhemmende Wirkung. Vor allem mit Lärche und Birke konnten bereits sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Ausgehend von dieser Tatsache wird nun im BiomassCircle-Projekt die Forschungsarbeit fortgesetzt, um die für diese Prozesse  verantwortlichen Inhaltsstoffe im Holz genauer zu analysieren und charakterisieren und gezielte Einsatzbereiche für beispielsweise die Pharma-, Lebensmittel- oder Verpackungsindustrie zu entwickeln. Ein äußerst positiver Aspekt dabei ist, dass das Ausgangsmaterial für diese Forschung und Entwicklung aus Nebenprodukten der Holzverarbeitung gewonnen werden kann und somit ganz im Zeichen einer innovativen und ressourcenschonenden Wertschöpfung steht.

Laufzeit: Jänner 2020 – Juni 2022
Projektleitung: Thomas Schnabel (htb), Geja Oostingh (bma)
Projektmitarbeiter: Lukas Seidl, Stefanie Emrich

Dieses Projekt ist co-finanziert durch das Land Salzburg.

InCIMa4

InCIMa for Science and SMEs

InCIMa4 baut auf das vorangegangene Interreg ITAT Projekt InCIMa auf, welches durch Stärkung von F&I und synergetische Zusammenarbeit seiner Partnerinstitute Elettra-ST, FH Salzburg und Universität Salzburg (PLUS) eine delokalisierte, grenzübergreifende Infrastruktur für Entwicklung und Multi-Technik-Charakterisierung intelligenter Materialien etabliert.

Schlüsselfaktoren für InCIMa4 sind die im Vorfeld erzielten, vielversprechenden Ergebnisse bei der Entwicklung und Charakterisierung natürlicher Tannin-Bioschäume, neuer Materialien für Grünes Bauen und bei plasmonischen Objekten für Messanwendungen. Bereichernd ist überdies der Einstieg dreier weiterer Innovationszentren - Area Science Park (Triest), t2i (Treviso) und ITG (Salzburg) - in die Projektpartnerschaft.

InCIMa4 will die grenzübergreifende Kooperation stärken

  • zwischen Forschungszentren, indem es die technische und menschliche Expertise für Entwicklung und Analyse smarter Materialien, insbesondere neuer Polymere auf der Basis von Tannin und kostengünstiger plasmonischer Strukturen, stärkt und Protokolle für die integrierte Analyse sowie Instrumentierung zur Charakterisierung „in Operation“ und auf der Nanoskala implementiert
  • zwischen Forschungszentren und KMUs, indem die InCIMa Plattform für KMUs aus dem Programmgebiet zugänglich gemacht wird


InCIMa4 wird durch Forcierung des Technologietransfers und Ausbildung junger, für industrielle Belange sensibilisierte Forscher dazu beitragen, den Innovationsgehalt von Grundlagenforschung und angewandter Forschung zu erhöhen.

Laufzeit: September 2019 - Februar 2022
Förderprogramm: INTERREG Italien – Österreich
Projektcode: ITAT1059
Projektwebsite: https://www.incima4.eu/de/home/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/showcase/incima4
Lead Partner: Elettra Sincrotrone Trieste
Projektpartner: Fachhochschule Salzburg, AREA Science Park, Paris Lodron Universität Salzburg, ITG Salzburg und t2i
Projektleitung FHS:  Thomas Schnabel

Auszug aus den Projektaktivitäten

16.09.2020: InCIMa4 Webinar: Ausschreibung Laborzugang für KMUs
11.11.2019: Kick off Meeting, Trieste
01.09.2021: Ausschreibung "InCIMa4 Infrastruktur für KMU"

Das Projekt InCima4 an der FH Salzburg: Forschung für und mit KMU's

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung u.U. Daten an Dritte übermittelt werden. Weitere Infos finden Sie in unserer
Datenschutzerklärung

SCSM - Salzburg Center for Smart Materials

Das Salzburg Center for Smart Materials (SCSM) ist ein von der EU im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördertes Forschungszentrum, welches die wichtigsten Forschungseinrichtungen im Bereich der Materialwissenschaften im Bundesland Salzburg vereint. Die Gruppe setzt sich aus drei Forschungsbereichen zusammen:

-   Chemie und Physik der Materialen (Prof. Nicola Hüsing)
-   Center for Human Computer Interaction (Prof. Manfred Tschelligi)
-   Holztechnologie und Holzbau (Prof. Alexander Petutschnigg)

Ziel des Zentrums ist es, die Kompetenzen aller Partner zu bündeln und so Expertise und Know-how für alle Bereiche der Materialen der Zukunft zu bilden. Die „Funktionalisierung“ befasst sich mit der Adaption und Anpassung der Eigenschaften bereits existierender Materialien. Die „Digitalisierung“ befasst sich mit der Herstellung von Materialien mit besonderem Fokus auf einfache Verarbeitung und Interaktion mit Computern, um die Bedürfnisse der Industrie 4.0 zu erfüllen. Der „biogene“ Aspekt legt den Fokus auf die Produktion von nachhaltigen Materialien, welche nach Gebrauch einfach zu recyceln sind oder anderwärtig weiterverwendet werden können.

Insgesamt sind 3 Senior Researcher (einer pro Partnerinstitution) sowie 5 – 6 DoktorandInnen in das Projekt involviert. Alle arbeiten zusammen, um Expertise und Erfahrung auszutauschen sowie mit dem Ziel, neue Materialien auf Basis zweier, unterschiedlicher Module zu entwickeln. Modul 1 befasst sich mit der Entwicklung leichter, biobasierter Materialen, während Modul 2 den Fokus auf die Funktionalisierung dieser Materialen und Oberflächen legt.

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2022
Förderprogramm:  EU EFRE Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Projektcode: P1727558-IWB01
Lead Partner: Universität Salzburg
Projektpartner: Fachhochschule Salzburg
Projektleitung FHS: Alexander Petutschnigg
Projektmitarbeiter: Stefan Kain, Alina Meindl, Marco Morandini, Heidi Pertl-Obermeyer, Thomas Sepperer, Lukas Sommerauer, Johannes Jorda
Projekt-Website:  https://smartmaterials.at

KONFERENZEN

Announcement for SCSM2022

Nachdem die erste SCSM-Conference im Herbst 2021 mit großem Erfolg abgehalten wurde, gehen wir im September 2022 in die nächste Runde.
Mehr Informationen zur SCSM2022 unter https://scsm22.com/.

SCSM2021

Vom 16.- 17. September 2021 fand am FH-Salzburg Campus Kuchl die SCSM21 - 1st International Conference on Smart Materials statt.
Nähere Infos dazu finden Sie auf der Konferenz-Website unter SCSM21.

Tree Trace

Rundholz Verfolgbarkeit und Holzqualität mittels heterogener Sensorik

Durch die Prozessoptimierung der Sägeindustrie gibt es mittlerweile ein breites Spektrum an Sensorik, welche äußere und innere Stammeigenschaften, unter anderem auch optisch, erfasst. Daraus resultieren Kosteneinsparungen durch optimierte Abläufe und Ausbeutesteigerungen durch Nutzung von stammspezifischem Wissen. Im Bereich der Bildverarbeitung gibt es in diesem Kontext spannende Fragestellungen, zwei Anwendungen werden im vorliegenden Projekt betrachtet:

Die erste Anwendung beschäftigt sich mit biometrischer Rückverfolgbarkeit zwischen Wald und Sägewerk anhand digitaler Querschnittsbilder. Dies setzt die Verfügbarkeit entsprechender Sensorik im Wald voraus. Durch den Trend zum Einsatz von CT-Technologie im Sägewerk könnten neben RGB Stammendbildern aus dem Forst auch CT Bilder aus dem Sägewerk zum Einsatz kommen, woraus sich die Frage nach Rückverfolgbarkeit mit unterschiedlichen Bildgebungen ergibt. Die zweite Anwendung dient dazu, die Stammqualität mit Hilfe von RGB/CT Querschnittsbildern zu beurteilen, wodurch Qualitätsaspekte im Wald und Sägewerk für die Prozessoptimierung genutzt und vernetzt werden können.

Beide Anwendungen teilen sich diverse Aspekte.
(1) Beide können in einer einzelnen Anwendung miteinander kombiniert werden. Die für die Rückverfolgbarkeit benötigten RGB Querschnittsbilder aus dem Wald können für die Qualitätsbeurteilung verwendet und die Qualitätsbeurteilung kann mit den CT Daten im Sägewerk weiter verfeinert werden. Im Gegenzug können die CT Daten aus dem Sägewerk für die Rückverfolgbarkeit genützt werden.
(2) Für beide Anwendungen ist es nötig, die Querschnittsbilder vorzuverarbeiten und viele der zu extrahierenden Querschnittsmerkmale werden für die Rückverfolgbarkeit als auch in der Qualitätsbeurteilung benötigt.
(3) Beide Anwendungen teilen sich die Frage, welche Sensoren am besten geeignet sind und wie Daten von unterschiedlichen Sensoren am besten miteinander kombiniert werden können.

Für das Projekt ergeben sich dadurch wertvolle Synergien, die für eine effiziente Durchführung von großem Nutzen sind. Für beide Anwendungen kann ein gemeinsames Datenset in der experimentellen Evaluierung verwendet werden. Im Rahmen der Datenakquise können Sensoren für beide Anwendungsbereiche ausgetestet werden. Die mit Grundwahrheiten annotierten Daten können beiderseits verwendet werden und viele Soft-warekomponenten der Bildvorverarbeitung (z.B.: Mittenerkennung, Segmentierung, Kontrastverbesserung, …) sowie der Merkmalsextraktion (z.B. Jahrringerkennung, Asterkennung, Reaktionsholzerkennung) können im Verbund entwickelt und für beide Anwendungen eingesetzt werden.

Durch die Anwendung von Algorithmen aus dem Bereich „Vision and Machine Learning“ und den Fokus auf unterschiedliche Bildgebungen wird dieses Projekt im Bereich der Holzbildverarbeitung und der Verarbeitung der Daten Neuland betreten. Obwohl diese Technologien applikationsspezifisch entwickelt werden, können diese in weiterer Zukunft auch auf andere Anwendungen im Bereich der Holzbildverarbeitung und andere ähnliche Gebiete übertragen werden.

Aus dem Projekt:

August 2019: HTK Schüler bauen Forschungskamera

Laufzeit: Februar 2018 – Jänner 2021
Fördergeber: FWF / Projektdaten
Call: Lead Agency Verfahren; ANR/Frankreich 2017 - ANR = Lead Agency; ANR/Frankreich 2017
Projektnummer: I 3653 Internationale Projekte
Lead Partner: Fachhochschule Salzburg
Nationaler Forschungspartner: Paris-Lodron Universität Salzburg
Internationaler Forschungspartner: INRA Nancy
Projektteam FHS: Alexander Petutschnigg (Projektleitung), Alexander Bartl