Laufende Projekte im Forschungsbereich Holz & Biogene Technologien

ProMiscanthus

Im Bild: Obmann Bgm. Martin Dammayr von Leader Mostlandl Hausruck; Thomas Schnabel, Projektleitung FH Salzburg; Vorstand Wolfgang Mayrhuber, Franz Strasser (Energie-Detektei); Vorstand Hans Lechner, Obmann Klaus Feischl und GF Josef Voraberger vom Verein Pro Miscanthus / © FHS_T.Schnabel
Miscanthus als innovativer Rohstoff

Ob als Heizstoff, Einstreu oder Mulch, mit dem häufig bezeichneten "Elefantengras" haben u.a. Landwirte bereits gute Erfahrungen gemacht. Basierend darauf ist eine Interessensgruppe um den Verein „Pro Miscanthus“ an den Forschungsbereich Holz & Biogene Technologien herangetreten, um die Eignung und Einsatzmöglichkeiten des alternativen Anbauproduktes Miscanthus als biogenen Dämmstoff näher zu untersuchen.

Beim ersten persönlichen Aufeinandertreffen wurden individuelle Erfahrungen ausgetauscht, Auszüge aus unterschiedlich aufbereitetem Probematerial in Augenschein genommen und Zielvorstellungen definiert. Einige Monate später startet nun ein einjähriges, von der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) unterstütztes Projekt.

Laufzeit: April 2020 - April 2021
Projektleitung: Thomas Schnabel
Fördergeber: FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

Timber Construction Europe

© Forum Holzbau: FH Salzburg erarbeitet Ausbildungsstandards im Holzbau mit europäischen Partnern

Gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Partnern verfolgt die FH Salzburg im Rahmen von Timber Construction Europe das Ziel,  Transparenz über die berufliche Bildung im europäischen Holzbau zu schaffen.  Die Zusammenarbeit soll innovative Entwicklung durch internationale Zusammenarbeit unterstützen. Das Ziel heißt "Europäischer Qualifikationsrahmen Holzbau".

Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung

Die Ausbildung im Holzbau ist in Europa sehr unterschiedlich. So gibt es beispielsweise in wenigen Ländern eine Ausbildung zum Zimmerer bzw. zur Zimmerin. In vielen europäischen Ländern sind die Ausbildungswege im Holzbau sehr vielfältig. Dies war der Ausgangspunkt für das Erasmus+-Projekt „Progress through collaboration - Advancing education in timber construction“ (September 2016 bis Februar 2019), das dem neuen Projekt vorausgeht und den Grundstein für weitergehende Maßnahmen gelegt hat.

Bessere Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Karrierechancen

Die Ziele des Konsortiums sind die Entwicklung eines Europäischen Qualifikationsrahmens Holzbau (EQF-Timber) und die Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse und Kompetenzen. Daraus ergeben sich viele Nutzen, sowohl für junge Menschen, die an einer Karriere im Holzbau interessiert sind als auch für Bildungsinstitutionen und Holzbau-Unternehmen.

Die Maßnahmen helfen beispielsweise bei der Berufsorientierung, die durch mehr Mobilität beworben werden kann. Außerdem führt es zu einer Verbesserung der Qualifikationsbewertung durch Unternehmen und die Weiterentwicklung nationaler Bildungsangebote. Schließlich wird der Ausbildungsstandard mit einheitlichen bzw. vergleichbaren Werten deutlich erhöht. Vielen Ländern bieten die neuen Maßstäbe die Chance einer volkswirtschaftlichen Entwicklung.

FH Salzburg leitet Kernarbeitspakete

Geleitet wird das Projekt an der FH Salzburg von Hermann Huber und Maximilian Pristovnik (Studiengang Holztechnologie & Holzbau). Zwei Kernarbeitspakete des Projekts gehören zu ihren Aufgaben: "Durchführung Intellectual Output", gemeinsam mit der FH Bern und "Technisch-wissenschaftliche Datenverarbeitung".

Im ersten der zwei Arbeitspakete werden die nötigen Strukturen erarbeitet, um die aktuelle Ausbildungssituation in den einzelnen Partnerländern zu erfassen. In weiterer Folge muss versucht werden, die unterschiedlichen Ausbildungsformen und -wege systematisch zu analysieren und vergleichbar zu machen. „Dies beinhaltet nicht nur den formalen Bildungsweg, sondern auch informelle Formen der Qualifizierung und Weiterbildung“, erklärt Projektleiter Hermann Huber.

Im zweiten Arbeitspaket, das die FH verantwortet, werden die Daten und Informationsbestände der einzelnen Partnerländer erfasst und zur Analyse bzw. zum Vergleich aufbereitet.

Zusätzlich zu diesen Arbeitspaketen ist die FH in alle transnationale Projekttreffen und monatliche Online-Konferenzen involviert, um sich mit den Partnern  auszutauschen.

Laufzeit: 01.2020 -08.2022
Förderprogramm: Erasmus+
Projektpartner: Alppisalvos Oy (Finnland), Centre de Compétences Parachèvement (Luxemburg), Association Ouvrière des Compagnons du Devoir du Tour de France (Frankreich), Fachhochschule Salzburg GmbH (Österreich), Gemeinnütziges Berufsförderungswerk GmbH (Biberach, Deutschland), Timber Construction Europe (Luxemburg)
Projektleitung FHS: Hermann Huber, Maximilian Pristovnik
-> weitere Projektinfos

BiomassCircle

© FH-Salzburg_T. Schnabel

Die Nutzung der Wertstoffe aus forstlicher Biomasse nach den Gesichtspunkten der Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie

Neben der Gewinnung von ätherischen Ölen aus Pflanzen kommen viele pflanzliche Inhaltsstoffe in der Medizin, der Kosmetik oder der Aromatherapie als spezielle Wirkstoffe zum Einsatz. Diese sind naturgemäß auch im Holz zu finden. Das Basisprodukt Baum verfügt über Inhaltsstoffe und Mechanismen, welche ihn vor mikrobiellen Infektionen schützen.

So haben sich Holztechnologen und Biomedizinische Analytikerinnen der FH Salzburg zusammengeschlossen, um das Wachstum von Bakterien im Zusammentreffen mit verschiedenen Holzarten genauer zu untersuchen bzw. Auszüge aus Sägemehl auf antimikrobielle Eigenschaften hin zu testen. Die Ergebnisse sprechen für sich, Holz und Holzinhaltsstoffe zeigen nachweislich eine bakterienhemmende Wirkung. Vor allem mit Lärche und Birke konnten bereits sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Ausgehend von dieser Tatsache wird nun im BiomassCircle-Projekt die Forschungsarbeit fortgesetzt, um die für diese Prozesse  verantwortlichen Inhaltsstoffe im Holz genauer zu analysieren und charakterisieren und gezielte Einsatzbereiche für beispielsweise die Pharma-, Lebensmittel- oder Verpackungsindustrie zu entwickeln. Ein äußerst positiver Aspekt dabei ist, dass das Ausgangsmaterial für diese Forschung und Entwicklung aus Nebenprodukten der Holzverarbeitung gewonnen werden kann und somit ganz im Zeichen einer innovativen und ressourcenschonenden Wertschöpfung steht.

Laufzeit: Jänner 2020 – Dezember 2021
Projektleitung: Thomas Schnabel (htb), Geja Oostingh (bma)
Projektmitarbeiter: Lukas Seidl, Stefanie Emrich

Dieses Projekt ist co-finanziert durch das Land Salzburg.

InCIMa4

InCIMa for Science and SMEs

InCIMa4 baut auf das vorangegangene Interreg ITAT Projekt InCIMa auf, welches durch Stärkung von F&I und synergetische Zusammenarbeit seiner Partnerinstitute Elettra-ST, FH Salzburg und Universität Salzburg (PLUS) eine delokalisierte, grenzübergreifende Infrastruktur für Entwicklung und Multi-Technik-Charakterisierung intelligenter Materialien etabliert.

Schlüsselfaktoren für InCIMa4 sind die im Vorfeld erzielten, vielversprechenden Ergebnisse bei der Entwicklung und Charakterisierung natürlicher Tannin-Bioschäume, neuer Materialien für Grünes Bauen und bei plasmonischen Objekten für Messanwendungen. Bereichernd ist überdies der Einstieg dreier weiterer Innovationszentren - Area Science Park (Triest), t2i (Treviso) und ITG (Salzburg) - in die Projektpartnerschaft.

InCIMa4 will die grenzübergreifende Kooperation stärken

  • zwischen Forschungszentren, indem es die technische und menschliche Expertise für Entwicklung und Analyse smarter Materialien, insbesondere neuer Polymere auf der Basis von Tannin und kostengünstiger plasmonischer Strukturen, stärkt und Protokolle für die integrierte Analyse sowie Instrumentierung zur Charakterisierung „in Operation“ und auf der Nanoskala implementiert
  • zwischen Forschungszentren und KMUs, indem die InCIMa Plattform für KMUs aus dem Programmgebiet zugänglich gemacht wird


InCIMa4 wird durch Forcierung des Technologietransfers und Ausbildung junger, für industrielle Belange sensibilisierte Forscher dazu beitragen, den Innovationsgehalt von Grundlagenforschung und angewandter Forschung zu erhöhen.

Laufzeit: September 2019 - Februar 2022
Förderprogramm: INTERREG Italien – Österreich
Projektcode: ITAT1059
Projektwebsite: https://www.incima4.eu/de/home/
Lead Partner: Elettra Sincrotrone Trieste
Projektpartner: Fachhochschule Salzburg, AREA Science Park, Paris Lodron Universität Salzburg, ITG Salzburg und t2i
Projektleitung FHS:  Thomas Schnabel
Projektmitarbeiter: Claudia Reinthaler, Tobias Sebastian Kober, Jakub Grzybek


Veranstaltungen

11.11.2019: Kick off Meeting, Trieste
16.09.2020: InCIMa4 Webinar: Ausschreibung Laborzugang für KMUs

aHolz - Aktiviertes Brettsperrholz

Die Bauteilaktivierung mit Betonteilen ist im Vergleich zu Massivholz relativ gut erforscht, anerkannt und wird zunehmend breit eingesetzt. Moderne, effiziente Systeme für die Kühlung, Heizung und Wärmespeicherung in Gebäuden setzen stark auf die Aktivierung physischer Baumassen. Gerade auch die Einsetzbarkeit von grüner Energie, erneuerbaren Quellen und neuartigen Technologien im Bereich der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung für die Nutzung grünen Stroms, wie durch modernste Wärmepumpensysteme, fördern diese Entwicklung zusätzlich und brauchen für ein effizientes Energiemanagement kostengünstige Speicherlösungen und durch die Niedrigsttemperaturtechnik großflächige Absorber (Wände und Decken). Aktivierungslösungen werden neben dem bisher gängigen Neubau auch allmählich in der Bausanierung von alten Gebäuden vermehrt eingesetzt. Holz wird derzeit nicht als geeignetes Material für eine thermische Aktivierung in Erwägung gezogen.

Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung von Grundlagen für die thermische Aktivierung von Massivholz für mögliche, spätere Anwendungen. Dafür werden die wichtigen Materialkennwerte (z. B. Wärmeleitfähigkeitswerte und Rohdichte) von unterschiedlichen Holzarten und weiteren Materialien im Labormaßstab bestimmt. Basierend auf diesen Ergebnissen werden mögliche Aufbauten von Bauteilen entwickelt, um die optimale Wärmeausbreitung zu ermöglichen. Die unterschiedlichen Bauteile werden mittels numerischer Simulationen der stationären und instationären Zustände evaluiert und weiterentwickelt. Des Weiteren wird ein Prototyp im Labormaßstab hergestellt und bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen überwacht. Die Erfahrungswerte der Entwicklung sollen in Form von Workshops an die Unternehmen weitergegeben werden.

Die Ergebnisse dieser Studie können für die Weiterentwicklung eines thermisch aktivierten Massivholzbauteils verwendet werden. Die Kennwerte einzelner Materialien sowie unterschiedliche Kombinationen geben Auskunft über die prinzipielle Einsetzbarkeit für die Bauteilaktivierung von Holz.

Laufzeit: 01.04.2019 - 31.03.2021
Förderprogramm: Wiss2025
Projektpartner: Forschungsinstitut Smart Building und Smart City
Kooperationspartner: Universität Ljubljana
Projektteam FHS: Thomas Schnabel (Projektleitung), Marcel Lippert

Projektpräsentation

1.10.2020
Bauteilaktivierung in Holz & Beton
Online-Präsentation inkl. Live-Messung aus dem Labor von Michael Moltinger und Marcel Lippert im Rahmen des 7. Fachsymposiums Brennpunkt Alpines Bauen 2020.

SCSM - Salzburg Center for Smart Materials

Das Salzburg Center for Smart Materials (SCSM) ist ein von der EU im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördertes Forschungszentrum, welches die wichtigsten Forschungseinrichtungen im Bereich der Materialwissenschaften im Bundesland Salzburg vereint. Die Gruppe setzt sich aus drei Forschungsbereichen zusammen:

-   Chemie und Physik der Materialen (Prof. Nicola Hüsing)
-   Center for Human Computer Interaction (Prof. Manfred Tschelligi)
-   Holztechnologie und Holzbau (Prof. Alexander Petutschnigg)

Ziel des Zentrums ist es, die Kompetenzen aller Partner zu bündeln und so Expertise und Know-how für alle Bereiche der Materialen der Zukunft zu bilden. Die „Funktionalisierung“ befasst sich mit der Adaption und Anpassung der Eigenschaften bereits existierender Materialien. Die „Digitalisierung“ befasst sich mit der Herstellung von Materialien mit besonderem Fokus auf einfache Verarbeitung und Interaktion mit Computern, um die Bedürfnisse der Industrie 4.0 zu erfüllen. Der „biogene“ Aspekt legt den Fokus auf die Produktion von nachhaltigen Materialien, welche nach Gebrauch einfach zu recyceln sind oder anderwärtig weiterverwendet werden können.

Insgesamt sind 3 Senior Researcher (einer pro Partnerinstitution) sowie 5 – 6 DoktorandInnen in das Projekt involviert. Alle arbeiten zusammen, um Expertise und Erfahrung auszutauschen sowie mit dem Ziel, neue Materialien auf Basis zweier, unterschiedlicher Module zu entwickeln. Modul 1 befasst sich mit der Entwicklung leichter, biobasierter Materialen, während Modul 2 den Fokus auf die Funktionalisierung dieser Materialen und Oberflächen legt.

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2022
Förderprogramm:  EU EFRE Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Projektcode: P1727558-IWB01
Lead Partner: Universität Salzburg
Projektpartner: Fachhochschule Salzburg
Projektleitung FHS: Alexander Petutschnigg
Projektmitarbeiter: Jonas Eckardt, Stefan Kain, Heidi Pertl-Obermeyer, Thomas Sepperer, Lukas Sommerauer
Projekt-Website:  https://smartmaterials.at

Aktuell aus dem Projekt:

Call for SCSM21


The 1st International Conference on Smart Materials - SCSM21 will take place from 16th - 17th September 2021 in Kuchl, Salzburg. Deadline for Abstracts: 18 Jan. 2021.

Tree Trace

Rundholz Verfolgbarkeit und Holzqualität mittels heterogener Sensorik

Durch die Prozessoptimierung der Sägeindustrie gibt es mittlerweile ein breites Spektrum an Sensorik, welche äußere und innere Stammeigenschaften, unter anderem auch optisch, erfasst. Daraus resultieren Kosteneinsparungen durch optimierte Abläufe und Ausbeutesteigerungen durch Nutzung von stammspezifischem Wissen. Im Bereich der Bildverarbeitung gibt es in diesem Kontext spannende Fragestellungen, zwei Anwendungen werden im vorliegenden Projekt betrachtet:

Die erste Anwendung beschäftigt sich mit biometrischer Rückverfolgbarkeit zwischen Wald und Sägewerk anhand digitaler Querschnittsbilder. Dies setzt die Verfügbarkeit entsprechender Sensorik im Wald voraus. Durch den Trend zum Einsatz von CT-Technologie im Sägewerk könnten neben RGB Stammendbildern aus dem Forst auch CT Bilder aus dem Sägewerk zum Einsatz kommen, woraus sich die Frage nach Rückverfolgbarkeit mit unterschiedlichen Bildgebungen ergibt. Die zweite Anwendung dient dazu, die Stammqualität mit Hilfe von RGB/CT Querschnittsbildern zu beurteilen, wodurch Qualitätsaspekte im Wald und Sägewerk für die Prozessoptimierung genutzt und vernetzt werden können.

Beide Anwendungen teilen sich diverse Aspekte.
(1) Beide können in einer einzelnen Anwendung miteinander kombiniert werden. Die für die Rückverfolgbarkeit benötigten RGB Querschnittsbilder aus dem Wald können für die Qualitätsbeurteilung verwendet und die Qualitätsbeurteilung kann mit den CT Daten im Sägewerk weiter verfeinert werden. Im Gegenzug können die CT Daten aus dem Sägewerk für die Rückverfolgbarkeit genützt werden.
(2) Für beide Anwendungen ist es nötig, die Querschnittsbilder vorzuverarbeiten und viele der zu extrahierenden Querschnittsmerkmale werden für die Rückverfolgbarkeit als auch in der Qualitätsbeurteilung benötigt.
(3) Beide Anwendungen teilen sich die Frage, welche Sensoren am besten geeignet sind und wie Daten von unterschiedlichen Sensoren am besten miteinander kombiniert werden können.

Für das Projekt ergeben sich dadurch wertvolle Synergien, die für eine effiziente Durchführung von großem Nutzen sind. Für beide Anwendungen kann ein gemeinsames Datenset in der experimentellen Evaluierung verwendet werden. Im Rahmen der Datenakquise können Sensoren für beide Anwendungsbereiche ausgetestet werden. Die mit Grundwahrheiten annotierten Daten können beiderseits verwendet werden und viele Soft-warekomponenten der Bildvorverarbeitung (z.B.: Mittenerkennung, Segmentierung, Kontrastverbesserung, …) sowie der Merkmalsextraktion (z.B. Jahrringerkennung, Asterkennung, Reaktionsholzerkennung) können im Verbund entwickelt und für beide Anwendungen eingesetzt werden.

Durch die Anwendung von Algorithmen aus dem Bereich „Vision and Machine Learning“ und den Fokus auf unterschiedliche Bildgebungen wird dieses Projekt im Bereich der Holzbildverarbeitung und der Verarbeitung der Daten Neuland betreten. Obwohl diese Technologien applikationsspezifisch entwickelt werden, können diese in weiterer Zukunft auch auf andere Anwendungen im Bereich der Holzbildverarbeitung und andere ähnliche Gebiete übertragen werden.

Aus dem Projekt:

August 2019: HTK Schüler bauen Forschungskamera

Laufzeit: Februar 2018 – Jänner 2021
Fördergeber: FWF / Projektdaten
Call: Lead Agency Verfahren; ANR/Frankreich 2017 - ANR = Lead Agency; ANR/Frankreich 2017
Projektnummer: I 3653 Internationale Projekte
Lead Partner: Fachhochschule Salzburg
Nationaler Forschungspartner: Paris-Lodron Universität Salzburg
Internationaler Forschungspartner: INRA Nancy
Projektteam FHS: Alexander Petutschnigg (Projektleitung), Alexander Bartl

CirculAlps

Innovation zur Förderung von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der Wertschöpfungskette der alpinen Forstwirtschaft

Kürzlich wurde die biobasierte Innovation und Kreislaufwirtschaft in der Holzversorgungskette zum wiederholten Male von Institutionen wie Euromontana, Alpine Convention und Agricultural European Innovation als Schlüssel für die Bergregionen definiert. In diesem Kontext zielt CirculAlps darauf ab, Kreislauf- und Biowirtschaft im alpinen Holzsektor zu fördern.

Die Holzwertschöpfungskette kann von diesen Ansätzen profitieren, z.B. durch Einführung weiterer Verwendungsstufen von Holzabfällen vor der Zuführung zu Biomasse oder durch die Verwertung von bisherigen Abfallprodukten als Rohmaterialien wie z. B.  Rinde als Dämmstoff. Der „Werkraum Bregenzerwald“ und „EcoSpruce“ sind Beispiele für interessante Best Practices innerhalb und außerhalb von EUSALP, solche sind jedoch noch selten.

Dank der starken Expertise des Konsortiums in den Bereichen Holz-Wertschöpfungskette, biobasierte Innovation und Kreislaufwirtschaft im Forstsektor versucht das Projekt
1) den aktuellen Stand und Best Practices zu analysieren,
2) das spezifische Potenzial für innovative Kreislauf - und Wertschöpfungsketten für die Biowirtschaft in der EUSALP-Region zu evaluieren,
3) Faktoren hervorzuheben, die eine Übertragung ermöglichen und begünstigen.

Diese Ergebnisse werden in einer Machbarkeitsstudie gesammelt. Darüber hinaus werden die partizipativ entwickelten Outputs "Arbeitsplan" und "Empfehlungen" fehlende Elemente für forstwirtschaftliche Unternehmen aufzeigen, welche erforderlich sind, um diese neue Wertschöpfungskette zu starten und konkrete förderliche Maßnahmen und Werkzeuge einzusetzen. Dies wird eine solide Grundlage für die Verbreitung von Kreislauf- und Biowirtschaft im Forstsektor EUSALP Region bilden.

Auszug aus den Projektaktivitäten:

4. - 6. Juli 2018
WIRE 2018, Innsbruck
Projektpräsentation in der Host-Session von EUSALP (AG1+AG2) "New Approaches for need-based cross-regional cooperation to cope with Alpine Region Challenges" von Projektmitarbeiter Andrea Atena zum Thema "Value Chain Development in the Alpine Region II: Innovation to foster sustainability and circular economy in Alpine forestry value chain".

20. - 21. Nov. 2018
Projektpräsentation im Rahmen des 2. EUSALP Jahresforums in Innsbruck

Laufzeit: Jänner 2018 – Dezember 2019
Förderprogramm: EUSALP - EU Strategy for the Alpine Region
Programmlinie: ARPAF Alpine Region Preparatory Action Fund
Lead Partner: Fachhochschule Salzburg
Projektpartner: CREA (Concil for Agricultural Research and Economics, Trento), Centre of Studies of Alps of Pieve Tesino - University of Tuscia, BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, EURAC Research
Projektleitung FHS: Dr. Thomas Schnabel

BoHB - Best of Holzbau

Transferprojekt zur Weiterentwicklung zeitgemäßen und zukunftsfähigen Holzbaus

150 Holzbau-KMU mit 1.400 Arbeitsplätzen und 190 Lehrlingen bilden den Kern des Stärkefelds „Alpiner Holzbau“, mit dem Salzburg auch im Alpenraum als spezialisierte Region gilt und im wachsenden Zukunftsfeld Green Buildings innovative Lösungen mit heimischem Holz anbieten kann. Die KMU sind kleinstrukturiert, was sich nachteilig auf ihre Dynamik im F+E-Bereich sowie in der Nutzung von neuestem Wissen in der Leistungserstellung und Fachkräfteentwicklung auswirkt (F+E- Quote österr. Bauwirtschaft nur 0,2%).

Während Erkenntnisgewinne aus der holzspezifischen Grundlagenforschung und der Technologiewandel massiv beschleunigen, die international agierende Großindustrie die Forschung bestimmt, Industrie 4.0 rasch umsetzt und immer stärker mit billigen und skalierbaren Komplettbausystemen die regionale Wertschöpfung unter Druck setzt, hinken KMU diesen Entwicklungen teils dramatisch nach.

Es fehlt bislang eine KMU-Forschung für den Holzbau, die nicht nur Holztechnik-/Werkstofffragestellungen, sondern interdisziplinär/ganzheitlich unterschiedlichste Unternehmensfunktionen, das neue Systemverständnis von Bauen, integrale Planungs-, Bau- und Fertigungsprozesse samt Geschäfts-/Servicemodellen, aber auch aus pädagogischer Sicht neue Formen der Wissensvermittlung für die praxisorientierten Holzbauer und Mitarbeiter auf allen Niveaus adressiert. Hier setzt das Projekt an, soll anhand eines prototypischen „Holzbauunternehmens 4.0“ im Dialog zwischen Forschung und Wirtschaft verfügbares Grundlagenwissen aufarbeiten und im Sinne von Innovationsgrundlagen und Wissensmodulen für einen handlungspraktischen Transfer aufbereiten.

Die Forschungsergebnisse sollen in die Holzbaumeisterausbildung implementiert werden. Zudem soll ein regionales Wissenstransfermodell entwickelt werden, das dieses Wissen breit in die gesamte Wirtschaft und die Holzbauaus-/weiterbildung für unterschiedliche Zielgruppen (einschl. Lehre) disseminiert.

Laufzeit: 01.12.2017 – 30.11.2020
Fördergeber: WISS 2025
Lead Partner: Fachhochschule Salzburg
Forschungspartner: Verein zu Förderung des Salzburger Zimmererhandwerks, proHolz Salzburg c/o Holzcluster Salzburg
Projektleitung FHS: DI (FH) DI Hermann Huber
Projektmitarbeiter: DI Peter Wolf, BSc.; DI (FH) Maximilian Pristovnik