Abgeschlossene Projekte

ProMiscanthus

Im Bild: Obmann Bgm. Martin Dammayr von Leader Mostlandl Hausruck; Thomas Schnabel, Projektleitung FH Salzburg; Vorstand Wolfgang Mayrhuber, Franz Strasser (Energie-Detektei); Vorstand Hans Lechner, Obmann Klaus Feischl und GF Josef Voraberger vom Verein Pro Miscanthus / © FHS_T.Schnabel
Miscanthus als innovativer Rohstoff

Ob als Heizstoff, Einstreu oder Mulch, mit dem häufig bezeichneten "Elefantengras" haben u.a. Landwirte bereits gute Erfahrungen gemacht. Basierend darauf ist eine Interessensgruppe um den Verein „Pro Miscanthus“ an den Forschungsbereich Holz & Biogene Technologien herangetreten, um die Eignung und Einsatzmöglichkeiten des alternativen Anbauproduktes Miscanthus als biogenen Dämmstoff näher zu untersuchen.

Beim ersten persönlichen Aufeinandertreffen wurden individuelle Erfahrungen ausgetauscht, Auszüge aus unterschiedlich aufbereitetem Probematerial in Augenschein genommen und Zielvorstellungen definiert. Einige Monate später startet nun ein einjähriges, von der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) unterstütztes Projekt.

Laufzeit: April 2020 - April 2021
Projektleitung: Thomas Schnabel
Fördergeber: FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

Bio-Holzwolle

BioHolzwolle nach Pressvorgang mit Plattenpresse
© FHS
Entwicklung einer nachhaltigen Akustikplatte für den Innenausbau

Die Firma lsolith mit Sitz in Straßwalchen ist eines der wenigen, noch bestehenden familiengeführten Unternehmen in Österreich im Bereich der Herstellung von Dämmstoffen aus Holzwolle mit besonderen akustischen und feuerhemmenden Eigenschaften im Einsatz hochwertiger Baulösungen.

Aktuell möchte das Unternehmen das Potenzial eines zukunftsweisenden Verbundwerkstoffes unter Einsatz nachhaltiger und umweltbezogener Materialien und deren innovativer Fertigungstechnologien  abschätzen.

Für das Vorhaben hat das Department Holz und biogene Technologien der FH-Salzburg am Campus Kuchl eine Vorstudie für einen leichten Verbundwerkstoffes auf Basis biogener Stoffe wie Holzwolle und abbaubarer Bindemittel übernommen. Weiters geht es um die Konzeptionierung eines geeigneten innovativen Fertigungsverfahren für die Erstellung eines Prototypens. 

Dabei sind insbesonders eine Substitution von konventionellem Bindemittel (Zement) durch biogenbasierende Klebesysteme für Holzwoll-Verbundplatten sowie die fertigungstechnische Konzeptionierung und eine spätere mögliche technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit für den Auftraggeber von besonderer Relevanz.

Laufzeit: Februar 2020 - Februar 2021
Projektleitung: DDI Dr. Eugenia Mariana Tudor
Projektmitarbeiter: Helmut Radauer und Markus Kathriner
Fördergeber: FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

CirculAlps

Innovation zur Förderung von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der Wertschöpfungskette der alpinen Forstwirtschaft

Kürzlich wurde die biobasierte Innovation und Kreislaufwirtschaft in der Holzversorgungskette zum wiederholten Male von Institutionen wie Euromontana, Alpine Convention und Agricultural European Innovation als Schlüssel für die Bergregionen definiert. In diesem Kontext zielt CirculAlps darauf ab, Kreislauf- und Biowirtschaft im alpinen Holzsektor zu fördern.

Die Holzwertschöpfungskette kann von diesen Ansätzen profitieren, z.B. durch Einführung weiterer Verwendungsstufen von Holzabfällen vor der Zuführung zu Biomasse oder durch die Verwertung von bisherigen Abfallprodukten als Rohmaterialien wie z. B.  Rinde als Dämmstoff. Der „Werkraum Bregenzerwald“ und „EcoSpruce“ sind Beispiele für interessante Best Practices innerhalb und außerhalb von EUSALP, solche sind jedoch noch selten.

Dank der starken Expertise des Konsortiums in den Bereichen Holz-Wertschöpfungskette, biobasierte Innovation und Kreislaufwirtschaft im Forstsektor versucht das Projekt
1) den aktuellen Stand und Best Practices zu analysieren,
2) das spezifische Potenzial für innovative Kreislauf - und Wertschöpfungsketten für die Biowirtschaft in der EUSALP-Region zu evaluieren,
3) Faktoren hervorzuheben, die eine Übertragung ermöglichen und begünstigen.

Diese Ergebnisse werden in einer Machbarkeitsstudie gesammelt. Darüber hinaus werden die partizipativ entwickelten Outputs "Arbeitsplan" und "Empfehlungen" fehlende Elemente für forstwirtschaftliche Unternehmen aufzeigen, welche erforderlich sind, um diese neue Wertschöpfungskette zu starten und konkrete förderliche Maßnahmen und Werkzeuge einzusetzen. Dies wird eine solide Grundlage für die Verbreitung von Kreislauf- und Biowirtschaft im Forstsektor EUSALP Region bilden.

Auszug aus den Projektaktivitäten:

4. - 6. Juli 2018
WIRE 2018, Innsbruck
Projektpräsentation in der Host-Session von EUSALP (AG1+AG2) "New Approaches for need-based cross-regional cooperation to cope with Alpine Region Challenges" von Projektmitarbeiter Andrea Atena zum Thema "Value Chain Development in the Alpine Region II: Innovation to foster sustainability and circular economy in Alpine forestry value chain".

20. - 21. Nov. 2018
Projektpräsentation im Rahmen des 2. EUSALP Jahresforums in Innsbruck

Laufzeit: Jänner 2018 – Dezember 2019
Förderprogramm: EUSALP - EU Strategy for the Alpine Region
Programmlinie: ARPAF Alpine Region Preparatory Action Fund
Lead Partner: Fachhochschule Salzburg
Projektpartner: CREA (Concil for Agricultural Research and Economics, Trento), Centre of Studies of Alps of Pieve Tesino - University of Tuscia, BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, EURAC Research
Projektleitung FHS: Dr. Thomas Schnabel

Alpines Bauen - Lowtech

Lowtech-Bauen in Hinblick auf energieeffiziente Gebäude, Prozesse und Nutzung

Hinter dem Begriff „Lowtech“ verbirgt sich eine Konstruktionsphilosophie, die bewusst auf komplizierte Technik verzichtet und einfache Wirkprinzipien nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Entwicklung von Lowtech-Gebäuden nutzt. Anstoß dieser Philosophie gibt der Umstand, dass moderne Gebäude in den letzten Jahren komplexer geworden sind: Immer effizientere Gebäude erfordern oft eine technisch ausgeklügelte Bauweise, einhergehend mit einem hohen Standard der gebäudetechnischen Anlagen. Das wirkt sich auf Planung, Bauausführung, Nutzung und Wartung aus und wirft die Frage auf, ob diese Anstrengungen stets im Verhältnis stehen zu angestrebten Energieeinsparungen sowie der Verringerung von CO2-Emissionen und dem ökologischen Fußabdruck.

Eine Herausforderung für die Zukunft sind Häuser, die energieeffizient und kostengünstig, in ihrer Nutzung einfach, zuverlässig und robust sind, ohne dabei den Wohnkomfort herabzusetzen.

Im Rahmen des Interreg Projektes „Lowtech“ werden die Anforderungen an ein alpines Lowtech-Gebäude untersucht, die entscheidenden Kriterien identifiziert und deren Praxistauglichkeit geprüft.

Laufzeit: Jänner 2017 – Dezember 2019
Förderprogramm: INTERREG Italien – Österreich 2014 – 2020
Projektcode: 1031
Lead Partner: Agentur für Energie Südtirol-Klimahaus
Projektpartner: EURAC Europäische Akademie Bozen, IDM Südtirol - Alto Adige, ITG Innovations- und Technologietransfer Salzburg, Kompetenzzentrum Bauforschung, Fachhochschule Salzburg (Holztechnologie & Holzbau)
Assoziierter Partner: Holzcluster Salzburg
Projektteam FHS: DI Monika Tropper  (Projektleitung), DI (FH) DI Hermann Huber
Interreg:  http://www.interreg.net/de/
Website Projekt: http://www.klimahaus.it/de/forschungsprojekte/lowtech-1665.html


VERANSTALTUNGEN im Rahmen von Lowtech:

Thementag: Konstruktiver Holzschutz
22. November 2019


Was sind die Grundsätze des konstruktiven Holzschutzes? Welche baulichen Maßnahmen sind zu beachten?
-> Nähere Infos &Anmeldung zum Thementag "Konstruktiver Holzschutz"


6. Fachsymposium für die Baubranche

Das 6. grenzüberschreitende Fachsymposium widmet sich diesmal dem Thema Lowtech. Hocheffiziente Gebäude werden mit einfachen, aber sehr dauerhaften und ressourcenschonenden regionalen baulichen Komponenten im Sinne der Bedürfnisse der Bewohner möglich. Sichern Sie sich das aktuelle Wissen aus der Forschung, holen Sie sich Anregungen aus der Praxis und diskutieren Sie mit Kolleginnen und Kollegen vom Fach!

 Il 6° simposio transfrontaliero è dedicato al tema Lowtech. Edifici ad alta efficienza vengono realizzati con componenti semplici, ma molto durevoli e sostenibili e di origine regionale, per soddisfare le esigenze dei residenti. Acquisite le ultime conoscenze dalla ricerca, fatevi un'idea dalla pratica e confrontatevi con i colleghi del settore!

Datum: Mittwoch, 02. Oktober 2019, 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Ort: Fachhochschule Salzburg, Campus Urstein, Urstein Süd 1, 5412 Puch
Anmeldung:https://www.itg-salzburg.at/veranstaltung/brennpunkt-alpines-bauen-2019-498

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts Alpines Bauen - Lowtech statt und wird vom EU-Programm Interreg Italia-Österreich gefördert.


5. Fachsymposium Brennpunkt Alpines Bauen. Schwerpunkt: Lowtech

Das 5. Fachsymposium Brennpunkt Alpines Bauen widmet sich dem Thema Lowtech. Hocheffiziente Gebäude werden mit einfachen, aber sehr dauerhaften und ressourcenschonenden regionalen baulichen Komponenten im Sinne der Bedürfnisse der Bewohner möglich. Sichern Sie sich das aktuelle Wissen aus der Forschung, holen Sie sich Anregungen aus der Praxis und diskutieren Sie mit Kolleginnen und Kollegen vom Fach!

Wann: Donnerstag, 27. September 2018, 11:30 – 18:00 Uhr
Wo: FH Salzburg, Campus Urstein, Urstein Süd 1, 5412 Puch/Salzburg
Programm & Anmeldung:https://www.itg-salzburg.at/veranstaltung/brennpunkt-alpines-bauen-351

Diese Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts Alpines Bauen - Lowtech statt und wird vom EU-Programm Interreg Italia-Österreich gefördert.

FORESDA

Forest-based cross-sectoral value chains fostering innovation and competitiveness in the Danube region

Im Einzugsgebiet der Donau gibt es große Waldflächen. Die Forst- und Holzindustrie spielt hinsichtlich wirtschaftlicher und kultureller Belange hier somit eine wichtige Rolle. Neue Herausforderungen durch Klimawandel, Ressourcenverschwendung und weiteren Veränderungen wie z. B. demografischer Entwicklung, Urbanisierung oder Brain-drain lassen diesen Industriezweig verstärkt unter Zugzwang kommen.

Aus diesem Grund haben sich 20 Partner, bestehend aus Non-Profit-Organisationen und Hochschulen aus insgesamt 9 europäischen Ländern, zusammengeschlossen und das Projekt FORESDA initiiert. Mit FORESDA wird ein grenzüberschreitendes Netzwerk im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft aufgebaut, um verstärkt auf nationale und internationale Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu setzen. Verbesserte Zukunftskompetenz in Verbänden und Instituten soll die Entstehung neuer, branchenübergreifender Wertschöpfungsketten in strategischen Innovationsfeldern vorantreiben.

Inhaltliche Schwerpunkte bilden:
•    smarte und nachhaltige Gebäude und Möbel
•    innovative, bio-basierende Produkte und Materialien
•    Energieeffizienz von Prozessen

Ziel von FORESDA ist es, Klein- und Mittelbetriebe hinsichtlich Innovationen zu unterstützen, für die künftigen Herausforderungen zu stärken und in weiterer Folge die Stärkung der Forst- und Holzwirtschaft sowie deren Positionierung vom reinen Materiallieferanten hin zum Lösungsanbieter.
 

Projektaktivitäten im Rückblick:

6. - 7. März 2017: Kick off meeting Ljubljana
10. Mai 2017: Möbelmesse Salzburg
6. Juli 2017: Validierungsworkshop
18. Sept. 2017: Projekttreffen in Sopron
24. - 25. Sept. 2017: FORESDA meets COST, Kuchl/Salzburg
22. Nov. 2017: FORESDA Consortium meeting im Rahmen der 6th Romanian Cluster Conf., Bukarest
23. Nov. 2017: Teilnahme am EUSALP General Assembly Meeting
28. Nov. 2017:  FORESDA Workshop I + II, Strategie + Aktionsplan
27. - 28. Feb. 2018: FORESDA Workshop Kuchl  
06. März 2018: Holz 4.0 – Make Things Happen!
21. - 22. Sept. 2018: FORESDA Teilnahme an PTF BPI 2018 Conference
06. - 08. Nov. 2018:  Meeting FORESDA Konsortium, Belgrad, Serbien
24. Mai 2019: Holzbau-Training von internationalen Experten (Online)
04.Juni 2019: Abschlusskonferenz des FORESDA Projektes in Opatija (Kroatien)

-> weitere Termine und Infos
 

Laufzeit: 01. Jänner 2017 - 30. Juni 2019
Förderprogramm: Danube Transnational Programme
Projektcode: DTP1-1-383-1.1
Lead Partner: CyberForum e.V., Deutschland
Projektleitung Fachhochschule Salzburg: Dr. Thomas Schnabel
Projektpartner & Weblink: http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/foresda