MATRIS Science Lab

Forschung für sichere und resiliente Systeme

Das MATRIS Science Lab (Mathematics for Testing, Resilience and Information Security) erforscht die mathematischen Grundlagen für die Sicherheit und Resilienz komplexer digitaler Systeme und kritischer Infrastrukturen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Systeme gegen Cyberangriffe, Naturgefahren und deren Zusammenspiel schützen lassen.

MATRIS ist eine gemeinsame Forschungsinitiative der FH Salzburg und der Universität Salzburg unter der Leitung von Dimitris Simos. Das Science Lab verbindet mathematische Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Sicherheitsforschung und entwickelt innovative Methoden, um Risiken frühzeitig zu erkennen, Sicherheitslücken systematisch zu untersuchen und die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen zu stärken.

Mathematische Forschung trifft auf praktische Cybersicherheit

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Energieversorgung, Kommunikationsnetzen und weiteren kritischen Infrastrukturen eröffnet neue Möglichkeiten, bringt aber auch komplexe Sicherheitsrisiken mit sich. Besonders herausfordernd sind sogenannte hybride Bedrohungen, bei denen Cyberangriffe und Naturereignisse gleichzeitig auftreten oder sich gegenseitig verstärken.

MATRIS entwickelt mathematische Modelle, Algorithmen und Testverfahren, um solche Bedrohungsszenarien systematisch zu analysieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem kombinatorischen Sicherheitstesten, mit dem sich komplexe Wechselwirkungen und potenzielle Schwachstellen effizient untersuchen lassen.

Zwei Hochschulen – ein gemeinsames Forschungslabor

Das MATRIS Science Lab vereint die wissenschaftlichen Kompetenzen zweier Salzburger Hochschulen. An der Universität Salzburg liegt der Schwerpunkt auf der mathematischen Modellierung sowie der Entwicklung grundlegender Methoden und Werkzeuge für komplexe, sichere und resiliente Systeme.

An der FH Salzburg, im Department Information Technologies and Digitalisation, steht die anwendungsorientierte Forschung im Vordergrund. Hier werden insbesondere Sicherheits- und Resilienztests für reale Infrastrukturen, intelligente Stromnetze und digitale Technologien untersucht.

Durch die enge Zusammenarbeit entstehen wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Ansätze, die dazu beitragen, digitale Systeme und kritische Infrastrukturen langfristig sicherer und widerstandsfähiger zu gestalten.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsaktivitäten von MATRIS konzentrieren sich auf folgende Bereiche:

  • Resilienz kritischer Infrastrukturen: Analyse der Widerstandsfähigkeit von Energie-, Kommunikations- und Logistiknetzen gegenüber Cyberangriffen und Naturgefahren.
  • Kombinatorisches Sicherheitstesten: Entwicklung mathematischer Testmethoden zur systematischen Identifikation von Schwachstellen in komplexen Systemen.
  • Hybride Bedrohungen: Untersuchung des Zusammenwirkens von Cyberangriffen und Naturereignissen sowie deren Auswirkungen auf vernetzte Infrastrukturen.
  • Sicherheit cyber-physischer Systeme: Modellierung und Analyse möglicher Angriffspfade sowie Entwicklung von Methoden zur Bewertung von Sicherheitsrisiken.

MATRIS leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Cybersicherheitsforschung und zur Stärkung der Sicherheit und Resilienz digital vernetzter Infrastrukturen.

Förderung und Zusammenarbeit

Die gemeinsame Brückenprofessur für Cybersecurity an der FH Salzburg und der Universität Salzburg wird vom Land Salzburg gestiftet. Sie bildet die Grundlage für die hochschulübergreifende Zusammenarbeit im MATRIS Science Lab und stärkt den Forschungsstandort Salzburg im Bereich Cybersicherheit.

  • Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dimitris E. Simos
  • Forschungseinrichtungen: FH Salzburg und Universität Salzburg
  • Weitere Informationen: https://matris.science/

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