Vor zehn Jahren wurde an der FH Salzburg das Frauennetzwerk ins Leben gerufen, mit einem klaren Ziel: den Frauenanteil im FH-Kollegium zu erhöhen und Gleichstellung nachhaltig zu stärken. Seither ist viel passiert: Neben einer erhöhten Frauenquote in den wichtigsten Gremien der FH wurde das Thema Gender und Diversity fest in die Hochschulstruktur verankert.

Der Wunsch nach stärkerem Fokus auf Gender- und Diversity-Themen sowie auf Gleichstellungsmaßnahmen innerhalb der FH war der Ausgangspunkt für das FH-Frauennetzwerk, das von Kolleginnen aus Lehre, Forschung und Verwaltung 2016 gegründet wurde.
Mit der nächsten Kollegiumswahl wurden erste strukturelle Maßnahmen gesetzt: Frauen wurden gezielt dabei unterstützt, sich für die Wahl aufstellen zu lassen, eine Gender- und Diversity-Beauftragte wurde bestellt, und ein umfassender Maßnahmenkatalog wurde vom Frauennetzwerk erarbeitet und der Hochschulleitung vorgelegt.
Heute zeigt sich: Das Engagement hat gewirkt. Gleichstellung und Chancengleichheit wurden strategisch und organisatorisch fest verankert: Mit einem eigenen Gleichstellungs- und Diversitätsplan, Gender- und Diversity-Beauftragten sowie der Integration der Themen in Lehre, Forschung und Verwaltung verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es, faire Rahmenbedingungen zu schaffen, Diskriminierung entgegenzuwirken und Vielfalt aktiv zu fördern, etwa durch Sensibilisierung, barrierefreie Studienbedingungen sowie konkrete Maßnahmen im Arbeitsalltag.
Der Austausch im Frauennetzwerk bleibt bis heute lebendig, unter anderem über eine eigene MS-Teams-Gruppe und regelmäßige Veranstaltungen im Jahr, zuletzt zum Beispiel zu den Themen Finanzen und finanzieller Vorsorge für Frauen. Die Themen rund um Gleichstellung und Feminismus stoßen auch bei jüngeren Kolleginnen auf großes Interesse. Für Studentinnen wurde ein Mentoring Programm ins Leben gerufen. Der Betriebsrat setzt zudem seit einigen Jahren auf ein Reißverschlusssystem, bei dem Frauen und Männer abwechselnd nachrücken. Verpflichtende Gender- und Diversity-Schulungen sollen alle Mitarbeitenden weiter für diese Themen sensibilisieren.
Nach zehn Jahren ist klar: Das FH-Frauennetzwerk war und ist ein wichtiger Motor für Veränderung und wird auch in den kommenden Jahren Impulse setzen, um Gleichstellung weiter aktiv zu gestalten.