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11. Dezember 2023

Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt „Humane PapilloWAS“

Ende November fand die Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt „Humane PapilloWAS“ am Campus Urstein statt. Die Veranstaltung gewährte informative Einblicke in die Forschungsergebnisse zum Humanen Papillomavirus, sorgte für Aufklärung und schärfte das Bewusstsein der Teilnehmer*innen für das Virus und die Möglichkeiten einer Impfung.

Florian Boschek, Yvonne Köth, FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh, Thomas Palfinger, Dr. med. Heidelinde Neumann, Mag. Hans-Christian Gruber, Magdalena Meikl MSc (©Elena Franke & Sebastian Fingerlos)

Im Rahmen der Veranstaltung fand eine Präsentation der Forschungsergebnisse statt, begleitet von einer Mentimeter-Umfrage, um das Wissen des Publikums zu diesem Thema zu ergründen. Diese interaktive Befragung führte zu einem spannenden Austausch und leitete anschließend eine aufschlussreiche Podiumsdiskussion ein.

Die präsentierten Fakten verdeutlichten unter anderem die globale Prävalenz von HPV. Betroffen sind etwa 80 % aller Frauen und Männer im Laufe ihres Lebens. Besonders bekannt sind HPV als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs, können jedoch auch andere Krebsarten wie Rachen- und Mandelkrebs oder Analkrebs verursachen. Auch oft unterschätzt: beide Geschlechter sind gleichermaßen betroffen. Die gute Nachricht: Das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, kann durch die HPV-Impfung um bis zu 90 % reduziert werden. In Österreich ist diese Impfung zwischen dem 9. und 21. Lebensjahr sogar kostenlos. Dennoch ist die Impfbereitschaft gering, unter anderem aufgrund mangelnder verständlicher Informationen.

Die Podiumsdiskussion war besonders facettenreich, da sowohl HPV-Betroffene, Yvonne Köth und Hans-Christian Gruber, als auch die ehemalige Landessanitätsdirektorin von Salzburg Heidelinde Neumann und der Vorsitzende der Initiative „HPV Impfung-jetzt“, Florian Boschek, teilnahmen. Themen wie Informationslücken an Schulen, persönliche Erfahrungen und Hürden in Bezug auf das Impfalter standen im Fokus. Vor allem wurde die Wichtigkeit der Impfung diskutiert und Wege aufgezeigt, wie die Impfbereitschaft gesteigert werden kann. Die Abschlussveranstaltung bot nicht nur eine Fülle von Informationen und Aufklärung, sondern auch eine Möglichkeit zum Networking und Erfahrungsaustausch. 

Insgesamt war die Veranstaltung ein großer Erfolg und trug dazu bei, das Bewusstsein für HPV-Infektionen zu schärfen. Sie zeigte nicht nur die Notwendigkeit von klaren Informationen, sondern auch, wie wichtig es ist, im Dialog zu bleiben und gemeinsam Wege zur weiteren Aufklärung zu finden.

Da das Projekt beim OIS zam Forum 2023 einen Preis gewonnen hat, werden sich die Forscher*innen mit dem Preisgeld auch 2024 im Kampf gegen HPV engagieren. Geplant sind unter anderem eine Impfaktion für Studierende der FH Salzburg, Schulworkshops und weitere Aufklärungsmaßnahmen im Bundesland Salzburg.