Aktuelles
28. April 2026

Beiratssitzung setzt Impulse für nachhaltige Innovationen in Salzburg

Mit einer erfolgreichen ersten Einberufung ist der Beirat des IBW Wissens- und Technologietransferzentrum Green Engineering offiziell gestartet. Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Verwaltung kamen am Campus Kuchl der Fachhochschule Salzburg zusammen, um die strategische Ausrichtung des Zentrums zu diskutieren und zentrale Zukunftsthemen voranzubringen.

Starteten erfolgreich in die erste Beiratssitzung des IBW-Zentrums (v.l.n.r): Thomas Schnabel (FH Salzburg), Thomas Prinz (iSPACE plus GmbH), Jürgen Secklehner (ARAplus GmbH), Bernhard Hefinger (Land Salzburg, Abt. 10), Ingrid Schardinger (iSPACE plus GmbH), Sabine Gadocha (iSPACE plus GmbH), Lukas Sommerauer (FH Salzburg), Walter Haas (Innovation Salzburg GmbH); (Obere Reihe v.l.n.r): Theresa Marie Zimmermann (FH Salzburg), Maren Gramitzky (FH Salzburg), Sybille Salbrechter (FH Salzburg), Sebastian Schuller (Salzburg AG), Werner Balika (Innovation Salzburg GmbH), Gerhard Löffler (Land Salzburg, Abt. 4)

Im Fokus der Sitzung stand zunächst die Vorstellung des Transferzentrums, das gemeinsam von der Fachhochschule Salzburg und der iSPACE plus GmbH getragen wird. Ziel der Initiative ist es, biogene Roh- und Reststoffe – also pflanzliche und organische Materialien, die bislang häufig ungenutzt bleiben – in hochwertige, nachhaltige Produkte zu überführen. Mithilfe moderner Bioraffinerie-Verfahren sollen so etwa beispielsweise biobasierte Verpackungen, Dämmstoffe oder Klebstoffe entstehen, die fossile Ressourcen ersetzen können.

Fokusthemen reichen von Ressourcenmanagement bis resiliente Siedlungsentwicklung

Bei dem Treffen wurden die Kerninhalte des Forschungszentrums besprochen – beispielsweise des in Entwicklung befindlichen „Ressourcen-Radars“. Dieses innovative Instrument soll künftig biogene Ressourcen im Bundesland Salzburg systematisch erfassen – beispielsweise Holz, Gülle oder Schafwolle – und deren Potenziale für die Kreislaufwirtschaft sichtbar machen. Auch im Zentrum geplante Dateninnovationen und digitale Tools für eine resiliente Siedlungs- und Gewerbeflächenentwicklung wurden präsentiert. Damit schafft das Zentrum eine wichtige Grundlage für nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Region.

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten wurden auch die laufenden Aktivitäten des Zentrums intensiv diskutiert. Die Beiratsmitglieder brachten wertvolle Perspektiven und Empfehlungen für die strategische Weiterentwicklung ein. Insgesamt sind derzeit sechs Institutionen im Beirat vertreten: Land Salzburg, Salzburg AG, Salzburg Wohnbau GmbH, Innovation Salzburg GmbH, Circular Economy Forum Austria sowie ARAplus GmbH. 

Der Blick richtet sich nun nach vorn: Bis Dezember 2026 sollen zentrale Inhalte weiterentwickelt, Kooperationen ausgebaut und konkrete Anwendungen für nachhaltige Materialien vorangetrieben werden. Die Beiratssitzung markiert damit einen wichtigen Meilenstein des IBW-Zentrums auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden und innovationsgetriebenen Zukunft in Salzburg.

Zum Transferzentrum Green Engineering – Nachhaltige Materialien und Kreislaufwirtschaft

Fachhochschule Salzburg & iSPACE plus GmbH

Das IBW-Zentrum Green Engineering beschäftigt sich mit der Entwicklung und Nutzung biogener Roh- und Reststoffe – also pflanzlicher und organischer Materialien, die bisher oft als Abfall gelten. Ziel ist es, diese Stoffe durch moderne Bioraffinerie-Verfahren in neue, umweltfreundliche Produkte umzuwandeln. So entstehen nachhaltige Alternativen wie biobasierte Verpackungen, Dämmstoffe oder Klebstoffe, die fossile Rohstoffe ersetzen können.

Darüber hinaus werden regionale Stoffströme – etwa Holzreste, Rinde oder landwirtschaftliche Nebenprodukte – analysiert, um ihr Potenzial optimal zu nutzen. Mithilfe der Geoinformatik werden Modelle und Simulationen erstellt, die zeigen, wo welche Rohstoffe wann verfügbar sind und wie sie effizient eingesetzt werden können. Auch wird betrachtet, wie angewandte Forschung zu digitalen räumlichen Indikatoren und datenbasierten Tools dazu beitragen kann, Flächenressourcen effizient zu nutzen und resiliente (Siedlungs-)Strukturen zu schaffen. Damit liefert das Zentrum wertvolles Wissen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in Salzburg, die Abfall reduziert, CO₂-Emissionen senkt und regionale Wertschöpfung stärkt.

IBW-Zentrum Green Engineering
Green Engineering – Innovation für eine nachhaltige Zukunft

Über IBW/EFRE & JTF
Das EU-Förderprogramm IBW/EFRE & JTF (Investitionen in Beschäftigung und Wachstum / Europäischer Fonds für regionale Entwicklung / Just Transition Fund) unterstützt Innovation, Forschung und nachhaltiges Wachstum in den Regionen Europas. Ziel ist es, wirtschaftliche Unterschiede auszugleichen, Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu fördern. Mit diesen Mitteln werden Projekte unterstützt, die Produktivität, Nachhaltigkeit und Lebensqualität erhöhen – insbesondere durch Forschung, Technologie und Innovation.
Mehr Informationen: www.efre.gv.at

Über die WISS 2030
Die Wissenschafts- und Innovationsstrategie des Landes Salzburg (WISS 2030) definiert klare Ziele, um Forschung und Innovation im Land gezielt auszubauen. Sie setzt auf intelligente Spezialisierung in fünf Themenfeldern mit hohem Zukunftspotenzial und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Salzburg. Die fünf neuen Transferzentren leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der WISS 2030.
Mehr Informationen: www.salzburg.gv.at/themen/forschung/wiss-2030