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27. Mai 2022

Eine Mutmacherin, die zeigt, wie es gehen kann

Gelegenheiten, die sich ergeben, kommen oft zum schlechtesten Zeitpunkt, hat Barbara Fahrner einmal von einem Vorgesetzten gehört. Er hat ihr Mut gemacht, eine sich bietende berufliche Chance zu ergreifen. Heute ist sie Abteilungsleiterin bei Raiffeisen Salzburg, Mutter von zwei Buben und Mutmacherin für andere Frauen, sich etwas zuzutrauen.

„Ich empfinde es immer als doppelte Freude, nicht als doppelte Belastung“, erzählt Barbara Fahrner über ihr Leben als Mutter und Führungskraft und strahlt: „Beruf und Privatleben sind für mich eins.“ Die 35-jährige Flachgauerin, die am Wolfgangsee aufgewachsen ist und heute mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Bad Ischl lebt, hat an der FH Salzburg Betriebswirtschaftslehre studiert und ist dann über ein Praktikum zum Raiffeisenverband Salzburg gekommen, wo sie mittlerweile die Abteilung für Raiffeisenbankenberatung leitet. Sie und ihr Team unterstützen selbstständige Raiffeisenbanken dabei, sich fit für die Zukunft zu machen und betriebswirtschaftliche oder organisatorische Belange zu optimieren.

Daheim sorgen die beiden Söhne Jef und Jack – eigentlich Josef und Jakob – dafür, dass Barbara nicht langweilig wird. Sie sind vier und eineinhalb Jahre alt. „Ich habe schon im Studium Flexibilität gelernt. Das hilft mir jetzt sehr“, erzählt Barbara: „Es gibt Tage, wo die beruflichen Themen absolute Priorität haben und andere, an denen das Laternenfest im Kindergarten das Wichtigste ist.“ Ihr kommt entgegen, dass sie viel Unterstützung von der gesamten Familie hat, manches im Home Office erledigen kann oder sie sich unabhängig von regulären Arbeitszeiten auch mal am Abend in Ruhe für berufliche Agenden Zeit nehmen kann, wenn die beiden Buben schon im Bett sind.

Sich vor einer Prüfung richtig reinzutigern und dann wieder eine gemütlichere Zeit zu genießen, war der Salzburgerin schon im Studium wichtig. Dass sie sich für den Studiengang BWL entschieden hat, hat sie nie bereut. Das Betriebswirtschaftliche mit allen Facetten von Finanzen über Personal, Marketing, Logistik bis hin zu Organisations- und Projektthemen liegt ihr sehr. Dieses breite Wissen kann sie jetzt bei der Beratung der Banken gut einsetzen.

Nach dem Praktikum erhielt Barbara das Angebot für eine Anstellung – zuerst in Teil-, später dann Vollzeit. „Ich habe mich sofort richtig gut aufgenommen gefühlt“, erzählt sie. Nach zwei Jahren bekam sie die Leitung des Prozessmanagements angeboten. Dass sie sich die Aufgabe zugetraut hat, hat sie auch der Förderung durch ihre Vorgesetzten zu verdanken. „Gelegenheiten kommen immer zum schlechtesten Zeitpunkt“, hat ihr ihr damaliger Chef gesagt. Barbara erbat zwei Tage Bedenkzeit und sagte zu. „Entscheidungen, die man gut überlegt hat, halten auch“, ist die Salzburgerin überzeugt. Worauf kommt es an? „Man muss Chancen auch ergreifen“, rät Barbara jungen Kolleg*innen. Und noch einen Tipp hat sie, um auch mit Kindern beruflich am Ball zu bleiben: Sie hat auch in der Karenzzeit immer den Kontakt zu ihrer Abteilung gehalten. „Ich habe nie die Fäden abreißen lassen und bin auf dem Laufenden geblieben“, erzählt sie. Und damit ist ihr der nahtlose Wiedereinstieg samt Karrieresprung geglückt.

Studierende sitzen im Hörsaal

Betriebswirtschaft (Bachelor)

Münze, daneben Schlagwörter wie Change & Risk, Finance, Marketing, etc.

Betriebswirtschaft (Master)

#karrierewege

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