Bei typischem Salzburger Schnürlregen ging es für den Interreg-Begleitausschuss am 12.Mai in den Botanischen Garten an der Naturwissenschaftlichen Fakultät Salzburg. Nach einer Führung durch den Apotheker-Kräutergarten, Bauerngarten, Alpengarten (Alpinum) und Hochmoor-, Flachmoor- und Trockenrasen-Bereiche, wo unter anderem fleischfressende und viele andere Pflanzen unterschiedlichster Lebensräume bestaunt werden konnten, wechselte die italienisch-österreichische Gruppe in die Räumlichkeiten der Naturwissenschaftlichen Fakultät. Dort wurden Fortschritte, Ergebnisse und Ausblicke verschiedener Interreg-Projekte dargestellt und Fragen beantwortet.

Das Team um AMBRA, NETTLE und NETTLE4EU – Interreg Italia-Österreich Projekte, an denen die FH Salzburg und die Universität Salzburg beteiligt ist – durfte ebenfalls Einblicke in ihre Projekttätigkeiten geben.
Das Interreg Italia-Österreich Projekt AMBRA beschäftigt sich mit der Förderung wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltiger agrarischer Produktionsarten und -verfahren für die kleinstrukturierte Berglandwirtschaft unter Beachtung der Kreislaufperspektive. Neben einem Überblick über Zielsetzung und Hintergründe des Italia-Österreich Projektes AMBRA, wurden bereits stattgefundene Aktivitäten und Fortschritte im Rahmen von AMBRA vorgestellt.
Auch Ergebnisse des abgeschlossenen Projektes Interreg Italia-Österreich NETTLE, welches sich mit der Gewinnung und Charakterisierung natürlicher Extrakte aus mehr als 30 alpinen Pflanzenarten aus dem österreichisch-italienischen Grenzraum beschäftigte, wurden präsentiert. Ziel des Projekts ist es, die funktionellen Eigenschaften dieser Extrakte zu untersuchen und sie als Quelle bioaktiver Verbindungen für die Entwicklung funktioneller Lebensmittel mit antioxidativen Eigenschaften sowie für kosmetische und medizinische Anwendungen zu nutzen.
Mit dem im April 2026 gestarteten Folgeprojekt Interreg Italia-Österreich NETTLE4EU sollte eine interaktive, grenzüberschreitende Plattform für Sammlung, Standardisierung und Weitergabe innovativer und technologischer Protokolle aufgebaut werden. Unter Berücksichtigung nachhaltiger Extraktionsmethoden und mit Fokus auf sensorischen und funktionellen Eigenschaften sollten im Projekt NETTLE4EU konkrete Produktformulierungen entwickelt werden. Die entwickelten Produkte/Prototypen werden umfassend auf Stabilität, Wirksamkeit und Sicherheit geprüft.
Die präsentierten Projekte zeigten deutlich, wie vielfältig und innovativ natürliche Ressourcen für neue Anwendungen genutzt werden können.