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16. Juni 2026

Orthoptik: Strabologische Seminarwoche 2026 in Scheidegg

Von 7. bis 13. Juni 2026 fand in Scheidegg im Allgäu die traditionelle strabologische Seminarwoche statt. Die Veranstaltung bot eine Woche voller Fortbildungen, Fachvorträge und Workshops rund um das Thema Schielen und okulomotorische Störungen.

Augenärzt*innen und Orthoptist*innen aus dem deutschsprachigen Raum nutzten die Gelegenheit, ihr Fachwissen aufzufrischen, zu vertiefen und sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. Auch der Studiengang Orthoptik der Fachhochschule Salzburg war vertreten: Julia Hager und Ruth E. Resch nahmen aktiv an der Veranstaltung teil. Die Leiterin des Bachelorstudiengangs Orthoptik widmete sich in ihrem Vortrag einem seltenen und oft wenig bekannten Krankheitsbild – dem Möbius-Syndrom.

Mehr Aufmerksamkeit für ein seltenes Krankheitsbild - das Möbius-Syndrom

Das Möbius-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung, die vor allem durch eine beidseitige Lähmung des Gesichtsnervs sowie eine Einschränkung der horizontalen Augenbewegungen gekennzeichnet ist. Betroffene können ihre Mimik nur eingeschränkt einsetzen und sind häufig nicht in der Lage zu lächeln. Diese sogenannte Amimie stellt für viele Patient*innen eine erhebliche emotionale Belastung dar. Neben den charakteristischen Gesichtslähmungen können weitere gesundheitliche Einschränkungen auftreten, darunter Schluckstörungen, Kieferfehlbildungen oder auch Herzfehler.

Aus augenmedizinischer Sicht ist besondere Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der Sehschärfe sowie den Schutz der Augenoberfläche zu legen. Da die Augen oft nicht vollständig geschlossen werden können, wird die Hornhaut unzureichend befeuchtet. Zur Verbesserung der Augenstellung (Schielen) und der eingeschränkten Augenbeweglichkeit sind häufig operative Maßnahmen nötig (Schieloperation). Aufgrund seiner Seltenheit ist das Möbius-Syndrom wenig bekannt. Umso wichtiger ist der fachliche Austausch und die Aufklärung über dieses komplexe Krankheitsbild. 👉 https://www.moebius-syndrom.de/