Mehrere Studierende des Masterstudiengangs Industrial Informatics & Robotics des Department Information Technologies nahmen am SMART GREEN ISLAND MAKEATHON auf Gran Canaria teil. Die internationale Innovationsveranstaltung bringt Studierende, Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Ländern zusammen, um innerhalb weniger Tage gemeinsam technologische Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln.

Der Makeathon gilt als eines der größten europäischen Innovationsformate im Bereich Industrie, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In interdisziplinären Teams arbeiten die Teilnehmenden mehrere Tage intensiv daran, aus ersten Ideen funktionsfähige Prototypen zu entwickeln – oft unter hohem Zeitdruck und mit begrenzten Ressourcen. Dabei stehen Themen wie Robotik, künstliche Intelligenz, nachhaltige Produktion und Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit über Universitätsgrenzen hinweg
Die Studierenden der FH Salzburg arbeiteten gemeinsam mit Teilnehmenden der TU München und des Technikum Wien in einem internationalen Team zusammen. Anstatt eine der vorgegebenen Challenges zu bearbeiten, entwickelte das Team eine eigene Projektidee.
Im Zentrum stand ein XGO Dog Robot, der mithilfe von Computer Vision und künstlicher Intelligenz Flaschendeckel erkennen und autonom einsammeln kann. Ziel des Projekts war es zu zeigen, wie Robotik und KI eingesetzt werden können, um Aufgaben im Bereich Recycling und Umweltmanagement zu unterstützen.
Innerhalb weniger Tage entstand ein funktionierender Prototyp:
Während ein Teil des Teams das YOLO-Modell zur Erkennung von Flaschendeckeln trainierte und Bilddaten annotierte, arbeiteten andere an der Bewegungssteuerung des Roboters, der Integration der Robotiksoftware sowie an der mechanischen Entwicklung eines Greifers. Zusätzlich wurde ein LED-Beleuchtungssystem entwickelt, um die Kamerasicht des Roboters zu verbessern und die Objekterkennung zuverlässiger zu machen.
Theorie trifft Praxis
Für die Studierenden war der Makeathon vor allem eine intensive Lernerfahrung. Besonders wertvoll war dabei die Möglichkeit, Wissen aus dem Studium direkt in einem realen Projekt anzuwenden und gemeinsam mit Studierenden anderer Universitäten an einer Lösung zu arbeiten.
„Es ist eine einmalige Erfahrung, ein Problem ohne klare Lösung zu haben und mit einem teilweise unbekannten Team in kurzer Zeit etwas auf die Beine zu stellen“, beschreibt einer der Teilnehmenden die Atmosphäre des Events.
Auch die Zusammenarbeit im Team spielte eine zentrale Rolle. Neben technischen Fähigkeiten waren Kommunikation, Koordination und das Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken entscheidend, um innerhalb weniger Tage einen funktionierenden Prototyp zu entwickeln.
Innovation durch internationale Vernetzung
Der SMART GREEN ISLAND MAKEATHON zeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und interdisziplinäre Teams für die Entwicklung innovativer technischer Lösungen sind. Studierende erhalten die Möglichkeit, neue Technologien auszuprobieren, kreative Ideen umzusetzen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Solche Events sind eine wichtige Gelegenheit , Studierende in internationalen Innovationsformaten zu vernetzen und praxisorientierte Kompetenzen weiter zu stärken.