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29. April 2026

Tex Dan - FH Salzburg forscht für eine nachhaltigere Textilindustrie

Ein Jeansrock aus alten Jeans statt aus neuer Ware: Was zunächst wie eine kreative Idee klingt, steht stellvertretend für einen ernsthaften wissenschaftlichen Ansatz, den das Department Business & Tourism der FH Salzburg im Rahmen des Interreg-Projektes Tex-Dan vorangetrieben hat.

Ein Jeansrock aus alten Jeans statt aus neuer Ware: Was zunächst wie eine kreative Idee klingt, steht stellvertretend für einen ernsthaften wissenschaftlichen Ansatz, den das Department Business & Tourism der FH Salzburg im Rahmen des Interreg-Projektes Tex-Dan vorangetrieben hat.

Ricard Parrilla Guix, Forscher im Bereich Marketing und Management an der FH Salzburg, hat das Projekt als stellvertretender Projektleiter gemeinsam mit Forscherin Thekla Weißkopf geleitet. Über zweieinhalb Jahre wurden 14 Partner aus der Textilindustrie in elf Ländern des Donauraums vernetzt. Im Mittelpunkt standen dabei die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen.

„Unser Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche zu verbessern und das Bewusstsein für zirkuläre Prozesse zu stärken", erklärt Parrilla Guix. Dass Nachhaltigkeit bei Konsumentinnen und Konsumenten grundsätzlich einen hohen Stellenwert hat, sei bekannt. Die Herausforderung liege jedoch woanders: Sobald es darum gehe, mehr für kreislauffähige Produkte zu zahlen, sinke die Bereitschaft deutlich. „Es ist eine Preisfrage", so der Forscher.

Ein zentrales Instrument des Projekts waren sogenannte Living Labs: In Österreich wurden im Rahmen von Tex-Dan drei dieser praxisnahen Innovationsformate veranstaltet, in denen Unternehmen, Designer und Produzenten gemeinsam neue Ansätze entwickelten. Eines der konkreten Ergebnisse ist ein Kleidungsstück aus Altkleiderbeständen, das mithilfe unschädlicher Farbstoffe weiterentwickelt wurde und heute als Erfolgsgeschichte des Projekts gilt.

Darüber hinaus entstanden ein Zertifikat für Unternehmen, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft arbeiten, sowie ein Lernspiel, das Konsumentinnen und Konsumenten mit Symbolen und Standards im Umgang mit Kleidung vertraut macht. Begleitende Kampagnen auf LinkedIn und Instagram sorgten für zusätzliche Sichtbarkeit.

Für Parrilla Guix geht es jedoch über Bewusstseinsbildung hinaus: Entscheidend sei auch, dass gesetzliche Rahmenbedingungen zirkuläres Wirtschaften aktiv fördern. Zwischen den elf untersuchten Ländern bestehen hier noch deutliche Unterschiede, die es anzugehen gilt.

Mehr dazu im Artikel der Presse:Ein Jeansrock aus dem Donauraum als Erfolgsstory – DiePresse.com