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19. Oktober 2026

Zukunft verhandeln zwischen Technologie, Ressourcen und Verantwortung

Wie kann Europa technologische Innovation, nachhaltigen Ressourceneinsatz und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbinden? Mit dieser zentralen Fragestellung beschäftigte sich das 18. Symposium Ethik & Nachhaltigkeit an der FH Salzburg am 16. und 17. Oktober 2026. Expert*innen, Forschende und Studierende diskutierten aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Ethik.

Teilnehmende des 18. Symposiums Ethik & Nachhaltigkeit diskutierten an der FH Salzburg über die Zukunft Europas zwischen Technologie, Ressourcen und Verantwortung.

Nach der Begrüßung durch FH-Rektor Dominik Engel im Audimax eröffnete Louise Beltzung von der Arbeiterkammer Wien das Symposium mit ihrer Keynote zur Umsetzung des europäischen AI Acts. Sie zeigte auf, wie regulatorische Rahmenbedingungen dazu beitragen können, Innovation und Verantwortung in Einklang zu bringen.

Die Vorträge des ersten Veranstaltungstages widmeten sich den ethischen Dimensionen aktueller Transformationsprozesse. Die Themen spannten einen Bogen von nachhaltiger Stadtentwicklung und Partizipation über Geoökonomie und globale Ressourcenabhängigkeiten bis hin zu Vertrauen in KI-Systeme und digitalem Humanismus. Internationale Perspektiven brachten unter anderem Chien-Ke Cheng aus Taiwan mit seinem Beitrag zu geopolitischen Herausforderungen der Ressourcensicherheit sowie Glenda Hannibal von der Universität Salzburg zu Transparenz und Vertrauen in Künstliche Intelligenz ein.

Rund 400 Masterstudierende setzten sich anschließend in interdisziplinären Gruppen und Workshops mit den unterschiedlichen Fragestellungen auseinander. Die Ergebnisse ihrer Diskussionen präsentierten sie in Form von Postern. Beim gemeinsamen Ausklang des ersten Tages nutzten die Studierenden die Gelegenheit, sich studiengangsübergreifend auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen von morgen entwickeln

Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen der Wechselwirkungen von Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Technologie. In seiner Keynote „From Limits to Growth to No Limits to Hope“ zeigte Friedrich Hinterberger, Mitglied des Club of Rome, Perspektiven für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft auf. Er betonte die Bedeutung von Bildung, gesellschaftlichem Lernen und gemeinsamer Gestaltungskraft angesichts globaler Herausforderungen.

In den weiteren Vorträgen des Symposiums wurden kritische Rohstoffe als geopolitischer Machtfaktor, Verantwortung und Menschenrechte im Tourismus, ethische Fragestellungen in der kollaborativen Robotik sowie die Werte und Menschenbilder hinter der Entwicklung künftiger KI-Systeme diskutiert. In Workshops und einer abschließenden Podiumsdiskussion erarbeiteten Studierende und Expert*innen gemeinsam Lösungsansätze für die Herausforderungen einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Zukunft.

Das Format „Ethik & Nachhaltigkeit“ ist ein interdisziplinäres Symposium für Studierende der FH Salzburg. Seit 18 Jahren findet jährlich die vom Rektorat und den Studiengängen der FH Salzburg organisierte Veranstaltung statt mit dem Ziel, einen fachübergreifenden Austausch zu gesellschaftlichen Themen zu ermöglichen und die Studierenden über die Departments und Studiengänge hinweg zu vernetzen. Im Jahr 2026 stand das Symposium unter dem Motto “Zukunft verhandeln – Europa zwischen Technologie, Ressourcen und Verantwortung”.