Radiologietechnologie
Anatomie des Bewegungsapparats
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1ABEVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 3 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Systematische Darstellung des knöchernen Skelettsystems mit detaillierter Vermittlung jener Knochenstrukturen, die für die radiologische Diagnostik und Befundzuordnung von besonderer Bedeutung sind. Der Fokus liegt auf anatomischen Orientierungspunkten, Gelenkflächen und strukturellen Besonderheiten, die in der bildgebenden Abklärung relevant sind. Behandelt werden Aufbau und Funktion der unterschiedlichen Gelenktypen unter Berücksichtigung ihrer radiologischen Darstellbarkeit und diagnostischen Beurteilungsmöglichkeiten. Ergänzend erfolgt eine orientierende Übersicht über die funktionell relevanten Skelettmuskeln im Hinblick auf ihre Bedeutung für Bewegung, Lagerung und bildgebende Diagnostik. Darüber hinaus wird der Aufbau von Blutgefäßen vermittelt. Die Studierenden erhalten einen Überblick über das arterielle und venöse Gefäßsystem des Körpers einschließlich der Gefäße von Gehirn, Hals, Thorax, Abdomen sowie der oberen und unteren Extremitäten.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen den systematischen Aufbau des menschlichen Skelettsystems und können knöcherne Strukturen benennen, die für die radiologische Diagnostik von besonderer Relevanz sind. Sie verstehen Aufbau und Funktion der verschiedenen Gelenktypen und können diese in Bezug auf diagnostische Fragestellungen in der Radiologie erklären. Die Absolvent*innen verfügen über eine orientierende Kenntnis der funktionell relevanten Skelettmuskulatur und können deren Bedeutung für Bewegung, Patient*innenlagerung und bildgebende Untersuchungen nachvollziehen. Darüber hinaus kennen sie den grundlegenden Aufbau des arteriellen und venösen Gefäßsystems und können die wichtigsten Gefäße von Gehirn, Hals, Thorax, Abdomen sowie der oberen und unteren Extremitäten anatomisch zuordnen und im radiologischen Kontext einordnen.
Übergeordnetes Modul:
Allgemeine Grundlagen medizinischen Wissens
Digitale Radiographie
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1DREIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Prinzipien der digitalen Radiographie mit Schwerpunkt auf der Röntgenbildentstehung und Bildqualität. Behandelt werden zentrale Bildparameter wie Röhrenspannung, Röhrenstrom, Belichtungszeit und Detektorempfindlichkeit sowie deren Einfluss auf Bildqualität und Dosis. Funktionsprinzipien und Qualitätskriterien von Speicherfoliensystemen, Flachbilddetektoren und Bildwiedergabegeräten. Bildgütekriterien und geometrische Gesetzmäßigkeiten der Röntgenbilderzeugung. Projektionslehre wie Zentralprojektion, Zentralstrahl, Senkrechtstrahl sowie Fokus Detektor Abstand, Objekt Detektor Abstand und Fokus Objekt Abstand. Bildbeeinflussende Effekte wie Unschärfe, Vergrößerung, Superposition, Schrägprojektion und radiografische Verzeichnung sowie das Abstandsquadratgesetz. Ergänzend werden Prinzip, Aussagekraft und klinische Bedeutung von Dosisindikatoren in der digitalen Radiographie behandelt. Praktische Übungen begleiten die theoretischen Inhalte und umfassen die Bedienung eines digitalen Röntgengeräts, die Anfertigung erster Röntgenaufnahmen sowie die Beurteilung der Aufnahmen hinsichtlich Bildqualität und Dosisindikatoren wie Dosisindex und Dosisflächenprodukt.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die grundlegenden physikalischen und geometrischen Prinzipien der Röntgenbildentstehung sowie deren Einfluss auf Bildqualität und Dosis in der digitalen Radiographie. Sie kennen zentrale Bildparameter, Bildgütekriterien und Detektorsysteme und können deren Bedeutung für die Bildentstehung erklären. Sie sind in der Lage, grundlegende geometrische Zusammenhänge der Röntgenbilderzeugung auf einfache Aufnahmesituationen zu übertragen. Die Absolvent*innen verfügen über ein grundlegendes Verständnis von Dosisindikatoren der digitalen Radiographie, können deren Aussagekraft fachlich einordnen und den Zusammenhang zwischen Bildqualität und Strahlenexposition beurteilen sowie einfache Optimierungsmöglichkeiten ableiten. Sie sind in der Lage, ein digitales Röntgengerät grundlegend zu bedienen, einfache Röntgenaufnahmen anzufertigen und diese hinsichtlich Bildqualität zu beurteilen.
Übergeordnetes Modul:
Informationstechnologie in der Radiologietechnologie
Einführung in Beruf und Studium
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1EBSIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 3 |
| ECTS-Punkte | 4 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Einführung zu Studienaufbau sowie Organisation und Durchführung von Praktika inkl. Versicherungsfragen, Strahlenschutzregelungen und Dosimetermanagement. Grundlegende Arbeitstechniken für das Studium, wie Bibliotheksnutzung, systematische Internetrecherche, Selbstorganisation und Zeitmanagement. Überblick über berufliche Tätigkeitsfelder und Prozessabläufe in Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Aufgaben und Kompetenzen von Radiologietechnolog*innen inkl. gesetzlichen Rahmenbedingungen (MTD-Gesetz i.d.g.F.). Grundlagen der Freiberuflichkeit im Gesundheitswesen und Überblick über die Gesundheitsberufe sowie die Rolle des Berufsverbands RTaustria und einschlägiger Fachgesellschaften. Darstellung und Abgrenzung der Kompetenzbereiche gegenüber anderen Berufsgruppen, insbesondere Radiolog*innen und medizinischen Assistenzberufen. Auseinandersetzung mit der Situation und den Bedürfnissen kranker Menschen sowie mit den Auswirkungen von Hospitalisierung. Vermittlung grundl. Aspekte der Behandlung und Pflege in Krankenanstalten, inkl. Patient*innentransport und Krankengeschichte. Grundlagen der Betreuung von Schmerz-patient*innen sowie von desorientierten und dementen Patient*innen. Ethische Aspekte in der Medizin. Begriffsklärungen zu Gesundheit, Krankheit, Resilienz, Gesundheitsfürsorge und Prävention mit Fokus auf primäre, sekundäre und tertiäre Prävention. Ziele und Instrumente der Prävention und Gesundheitsförderung inkl. ausgewählter Beispiele wie Mammographie Screening. Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein als Bestandteil der Selbstkompetenz sowie Einführung in Stressforschung, Mentaltechniken, Anti Stress Strategien, Zeitmanagement und Maßnahmen zur Förderung sozial kompetenten Handelns. Inhalte zur psychosozialen Betreuung, zu Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung einschließlich interkultureller Kompetenzen und Diversität sowie zur Unterstützung von Patient*innen mit Bewegungseinschränkungen. Nachhaltigkeit und Klimakompetenz im medizinischen und speziell im radiologietechnologischen Kontext. Vermittlung theoretischer Grund-lagen des Patient*innenmonitorings, wie Blutdruckmessung, Sauerstoffgabe, Handhabung eines Perfusors, Blutzuckermessung, Anlage peripherer Venenzugänge sowie die Infusionsvorbereitung. Fach-gerechter Umgang mit Drainagen, Harnkathetern und Ernährungssonden. Praktische Vertiefung der Inhalte im Skills Lab.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen sind mit Aufbau, Anforderungen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Studiums vertraut. Sie kennen die beruflichen Tätigkeitsfelder und Prozessabläufe in Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie und können Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten von Radiologietechnolog*innen auf Grundlage der geltenden gesetzlichen Regelungen korrekt einordnen. Sie kennen die für die freiberufliche Berufsausübung erforderlichen organisatorischen, ökonomischen und be-triebswirtschaftlichen wie auch ökologischen Grundlagen. Sie verstehen die Rolle des Berufsverbands, relevanter Fachgesellschaften sowie die Abgrenzung zu anderen Gesundheitsberufen. Die Absolvent*innen sind in der Lage Praktika organisatorisch vorzubereiten und durchzuführen und berücksichtigen dabei Versicherungsfragen, Strahlenschutzbestimmungen und das Dosimetermanagement. Sie verstehen die Situation und Bedürfnisse kranker Menschen und berücksichtigen physische, psychische und soziale Aspekte im beruflichen Handeln. Die Absolvent*innen wenden Grundlagen der pati-ent*innen-zentrierten Kommunikation, Gesprächsführung, interkulturellen Kompetenz und Diversität an und unterstützen Patient*innen situationsgerecht, auch bei Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder kognitiven Einschränkungen. Ethische Fragestellungen werden reflektiert in das berufliche Handeln integriert. Die Absolvent*innen verstehen zentrale Konzepte von Gesundheit, Krankheit, Resilienz und Prävention und können Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Public Health, einschließlich exemplarischer Screening Programme, fachlich einordnen. Sie verfügen über Strategien zur Stressbewältigung, Selbstreflexion und Förderung sozialer Kompetenz sowie über Grundlagen nachhaltigen und klimabewussten Handelns im radiologietechnologischen Kontext. Darüber hinaus beherrschen sie grundlegende theoretische Inhalte des Patient*innenmonitorings und können diese praktisch anwenden. Dazu zählen Blutdruckmessung, Sauerstoffgabe, Blutzuckermessung, Vorbereitung und Handhabung von Perfusoren, Anlage peripherer Venenzugänge sowie der fachgerechte Umgang mit Drainagen, Harnkathetern und Ernährungssonden.
Übergeordnetes Modul:
Einführung in Beruf und Studium
Einstelltechnik in der Projektionsradiographie - Einführung
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1ETEIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Grundlegenden Richtungs- und Lagebezeichnungen des menschlichen Körpers sowie Prinzipien von Strahlendivergenz und Strahlengangsrichtungen. Behandelt werden Körperebenen, Seitenbezeichnungen, der Einsatz von Aufnahmezubehör, Maßnahmen zur Streustrahlenreduktion, Bildoptimierung sowie die korrekte Zentrierung bei Ober und Untertischaufnahmen. Darstellung und Besprechung aller gängigen Standardeinstellungen der konventionellen Röntgendiagnostik aus den Organbereichen Schädel, Wirbelsäule, Becken und Hüftgelenke, Schultergürtel, obere und untere Extremitäten einschließlich der Gelenke, Thorax mit Lunge und Rippen, Abdomen sowie Mamma. An-passung der Lagerung, der Projektion sowie der Aufnahmeparameter in Abhängigkeit der Fragestellung. Die praktische Durchführung der Aufnahmen erfolgt strukturiert nach einem einheitlichen Schema. Dieses umfasst die Indikationsstellung, Wahl des Aufnahmeformats, Kontrolle der Belichtungswerte, Patient*innenvorbereitung, korrekte Lagerung, Ausrichtung des Zentralstrahls, Fokus-Detektor-Abstand, Strahlenschutzmaßnahmen sowie die systematische Bildanalyse.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen beherrschen die grundlegenden Richtungs- und Lagebezeichnungen des menschlichen Körpers und verstehen die Bedeutung von Körperebenen, Seitenbezeichnungen sowie Strahlengängen und Strahlengangsrichtungen für die konventionelle Röntgendiagnostik. Sie können Aufnahmezubehör zielgerichtet einsetzen und Maßnahmen zur Streustrahlenreduktion sowie zur Bildoptimierung fachgerecht anwenden. Sie sind in der Lage, die korrekte Zentrierung bei Ober- und Untertischaufnahmen durchzuführen und Lagerung, Projektion und Aufnahmeparameter entsprechend der klinischen Fragestellung anzupassen. Die Absolvent*innen kennen die gängigen Standardeinstellungen der konventionellen Röntgendiagnostik für Schädel, Wirbelsäule, Becken und Hüftgelenke, Schultergürtel, obere und untere Extremitäten einschließlich der Gelenke, Thorax, Abdomen und Mamma und können diese sicher auswählen. Die Absolvent*innen führen konventionelle Röntgenaufnahmen strukturiert und praxisgerecht durch. Sie berücksichtigen dabei Indikation, Aufnahmeformat, Belichtungswerte, Patient*innenvorbereitung, korrekte Lagerung, Ausrichtung des Zentralstrahls, Fokus-Detektor-Abstand sowie Strahlenschutzmaßnahmen. Sie sind in der Lage, die resultierenden Bilddaten systematisch zu analysieren und die Bildqualität im Hinblick auf diagnostische Fragestellungen zu beurteilen.
Übergeordnetes Modul:
Radiologische Einstelltechnik
Gerätetechnik Projektionsradiographie
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1GTPVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vermittlung grundlegender Kenntnisse zum technischen Aufbau und zur Funktionsweise von Röntgeneinrichtungen der Projektionsradiographie. Behandelt werden anwenderorientierte Grundlagen der Elektronik sowie zentrale Komponenten eines Röntgensystems, insbesondere Röntgenröhre, Röntgenstrahler, Generator und Steuerungseinheiten. Behandelt werden Tisch- und Stativsysteme, Durchleuchtungsanlagen, Mammographie, Dentalröntgen und Osteodensitometrie. Grundlegende Funktionsprinzipien von Bildempfängersystemen und Detektorsystemen. Sicherheitsrelevante Aspekte beim Betrieb radiologischer Geräte sowie Grundlagen der Dosiskontrolle. Behandelt werden die Funktionsprinzipien der Dosisautomatik sowie technische Aspekte der Dosisüberwachung.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen den grundlegenden technischen Aufbau und die Funktionsweise von Röntgeneinrichtungen der Projektionsradiographie sowie das Zusammenspiel zentraler Systemkomponenten. Sie kennen unterschiedliche Aufnahmeeinrichtungen und Gerätesysteme der Projektionsradiographie und können diese hinsichtlich ihres Aufbaus, ihrer Funktionsprinzipien und ihrer Einsatzbereiche einordnen. Die Absolvent*innen verfügen über ein grundlegendes Verständnis von Bildempfängersystemen und Detektorsystemen und können deren Funktionsprinzipien erklären. Darüber hinaus verstehen sie sicherheitsrelevante Aspekte beim Betrieb radiologischer Geräte sowie die Funktionsprinzipien der Dosisautomatik und grundlegende technische Aspekte der Dosisüberwachung.
Übergeordnetes Modul:
Projektionsradiographie - Einführung
Grundausbildung Strahlenschutz
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1GASIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Lehrinhalte entsprechend Allgemeine Strahlenschutzverordnung 2020, BGBl. II Nr. 339/2020 (Anlage 18) und Medizinischer Strahlenschutzverordnung BGBl. II Nr. 375/2017 (Anlage 2) i.d.g.F. Grundlagen ionisierender Strahlung als Basis für diagnostische und therapeutische Anwendungen im medizinischen Bereich. Behandelt werden natürliche und künstliche Strahlenquellen sowie deren Einsatz in der Medizin. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Grundlagen der Strahlenbiologie, die biologischen Wirkungen ionisierender Strahlung, unterschiedliche Formen von Strahlenschäden sowie Möglichkeiten zu deren Vorbeugung und frühzeitigen Erkennung. Darstellung zentraler Konzepte der Dosimetrie und deren Bedeutung für Patient*innen, Personal und Qualitätssicherung. Vermittlung der Grundlagen des Strahlenschutzes einschließlich technischer, organisatorischer und personenbezogener Schutzmaßnahmen. Behandelt werden zudem die relevanten Rechtsvorschriften im Bereich des Strahlenschutzes, einschließlich ärztlicher Untersuchungen und der Dosisermittlung gemäß geltendem Strahlenschutzrecht. Ergänzend erfolgt eine Einführung in Strahlenschutz Messgeräte sowie in das Vorgehen bei Strahlenunfällen und die erforderlichen Erste Hilfe Maßnahmen. Übungen: Handhabung von Geräten zur Personen- und Ortsdosisermittlung.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die physikalischen und biologischen Grundlagen des Strahlenschutzes, die Gefahren ionisierender Strahlung unter besonderer Berücksichtigung der Anwendungen ionisierender Strahlung in der Medizin, sowie die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften zum medizinischen Strahlenschutz. Sie kennen die Funktionsweise von Strahlenmessgeräten und können diese handhaben. Sie können bei Strahlenunfällen die notwendigen Veranlassungen treffen. Basierend auf den theoretischen Kenntnissen können die Absolvent*innen in der beruflichen Tätigkeit die geringstmögliche Strahlenbelastung der Patient*innen bei der Anfertigung einer optimalen Aufnahme oder Untersuchung gewährleisten.
Übergeordnetes Modul:
Projektionsradiographie - Einführung
Grundlagen der Hygiene
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1HYGIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung vermittelt Grundlagen der Bakteriologie, Virologie und Parasitolo-gie sowie zentrale Konzepte der Infektionshygiene, Umwelthygiene und Epidemiologie. Studierende lernen Maßnahmen zur Infektionsverhütung wie Prophylaxe, Impfungen, Antisepsis, Desinfektion und Sterilisation kennen. Weitere Schwerpunkte sind noso-komiale Infektionen, Krankenhaushygiene, Wasserhygiene und Abfallentsorgung. Prak-tische Inhalte umfassen die Anwendung von Schutzmaßnahmen (persönliche Schutzausrüstung), persönlicher Hygiene (insbesondere Händehygiene) und sterilem Verhal-ten. Zudem werden häufige Infektionskrankheiten wie Masern, Hepatitis oder TBC so-wie deren Prävention und Infektionsschutzmaßnahmen behandelt.
Lernergebnis:
Absolvent*innen verstehen die Verbreitung von Infektionskrankheiten und können Infek-tionsschutzmaßnahmen im beruflichen Alltag anwenden. Sie kennen Grundlagen der Krankenhaushygiene, persönliche Hygienestandards und die Entsorgung von Problem-stoffen. Zudem sind sie in der Lage, berufsrelevante Maßnahmen zur Infektionspräven-tion zu erläutern und korrekt umzusetzen.
Übergeordnetes Modul:
Allgemeine Grundlagen medizinischen Wissens
Humanbiologie und Pathologie
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1HUBVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 5 |
| ECTS-Punkte | 5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung vermittelt Grundlagen der Anatomie, Physiologie, Histologie und Pathologie. Die Organsysteme (kardiovaskuläres System, Nervensystem, Respirationstrakt, Bewegungsapparat, Gastrointestinaltrakt, Sinnesorgane, Fortpflanzungsorgane, Nieren und Harnwege, lymphatisches System, Haut) bilden die Leitstruktur. Zudem werden zelluläre Grundlagen, Gewebebildung und endokrine Funktionen behandelt.
Lernergebnis:
Absolvent*innen verstehen die biomedizinische Systematik und Terminologie. Sie kennen die morphologischen und funktionellen Zusammenhänge des Körpers sowie wesentliche Pathologien. Dieses Verständnis stellt die Grundlage für die strukturierte Einordnung klinischer Befunde sowie für das vertiefte Verständnis physiologischer und pathophysiologischer Prozesse im Kontext der Radiologietechnologie dar.
Übergeordnetes Modul:
Allgemeine Grundlagen medizinischen Wissens
Kontrastmittellehre
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1KMLVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vermittlung der Anwendungsgebiete und der systematischen Einteilung von Kontrastmitteln sowie deren physikalische und chemische Eigenschaften. Darstellung der Pharmakokinetik von Kontrastmitteln und relevanter berufsbezogener Laborparameter im Zusammenhang mit der Kontrastmittelapplikation. Applikationsarten und sichere Be-dienung von Motorspritzen und Kontrastmittelpumpen im Rahmen der eigenverantwort-lichen Applikation von Kontrastmitteln nach ärztlicher Anordnung. Erkennen von Kontrastmittelnebenwirkungen sowie erlernen strukturierter Vorgehensweisen und Maßnahmen bei Kontrastmittelzwischenfällen. Vermittlung von Kenntnissen zu den wichtigsten Notfallmedikamenten und Notfallinstrumenten im radiologischen Arbeitsumfeld. Ergänzend wird die Anlage peripherer Venenzugänge sowohl theoretisch als auch praktisch erlernt.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die Anwendungsgebiete, die systematische Einteilung sowie die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Kontrastmitteln. Sie verstehen die Pharmakokinetik von Kontrastmitteln und können relevante berufsbezogene Laborparameter im Zusammenhang mit der Kontrastmittelapplikation einordnen. Sie sind in der Lage, unterschiedliche Applikationsarten zu unterscheiden und Motorspritzen sowie Kontrastmittelpumpen im Rahmen der eigenverantwortlichen Applikation von Kontrastmitteln nach ärztlicher Anordnung sicher und fachgerecht zu bedienen. Die Absol-vent*innen erkennen Kontrastmittelnebenwirkungen frühzeitig und können bei Kontrastmittelzwischenfällen strukturierte und situationsgerechte Maßnahmen setzen. Darüber hinaus verfügen sie über grundlegende Kenntnisse der wichtigsten Notfallmedikamente und Notfallinstrumente im radiologischen Arbeitsumfeld. Sie beherrschen die Anlage peripherer Venenzugänge auf theoretischer Ebene und können diese unter Anleitung praktisch durchführen.
Übergeordnetes Modul:
Projektionsradiographie - Einführung
Pharmakologische Grundlagen für Radiologietechnolog*innen
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1PHGVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vermittlung grundlegender pharmakologischer Prinzipien mit Fokus auf den radiologietechnologischen Arbeitsbereich. Allgemeine Grundlagen der Pharmakologie einschließlich Wirkmechanismen, Wirkstoffklassen, Applikationsformen sowie pharmakokinetischer und pharmakodynamischer Zusammenhänge. Darstellung der Aufnahme, Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung von Arzneimitteln sowie Einflussfaktoren wie Alter, Organfunktion und Begleiterkrankungen. Einführung in Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen von Medikamenten mit besonderer Relevanz für radiologische Untersuchungen und Interventionen. Schwerpunkt liegt auf jener Arzneimittelgruppen, die im radiologisch-technologischen Alltag relevant sind, wie Analgetika, Sedativa, Antihypertensiva, Antikoagulanzien, Antidiabetika, Spasmolytika, Antiallergika und Notfallmedikamente. Berücksichtigung pharmakologischer Besonderheiten im Zusammenhang mit Kontrastmittelapplikationen und vorbereitenden Medikationen bei bildgebenden Verfahren. Vermittlung grundlegender rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen der Medikamentenanwendung im radiologischen Umfeld, einschließlich ärztlicher Anordnung, Dokumentation, Patient*innensicherheit und interprofessioneller Zusammenarbeit.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen grundlegende pharmakologische Prinzipien und können Wirkmechanismen, Wirkstoffklassen, Applikationsformen sowie pharmakokinetische und pharmakodynamische Zusammenhänge inkl. Aufnahme, Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung von Arzneimitteln. Sie berücksichtigen patient*innenbezogene Einflussfaktoren wie Alter, Organfunktion und Begleiterkrankungen und erkennen relevante Nebenwirkungen. Sie kennen Wechselwirkungen und Kontraindikationen der der Medikamente, die bei radiologischen Untersuchungen bzw. Interventionen eingesetzt werden. Die Absolvent*innen können die laut Ausbildungsverordnung (i.d.g.F.) berufsrelevanten Arzneimittel nach Maßgabe berufsrechtlicher Vorschriften eigenverantwortlich fachgerecht auswählen und anwenden.
Übergeordnetes Modul:
Allgemeine Grundlagen medizinischen Wissens
Physik und Strahlenphysik
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1PSPIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 4 |
| ECTS-Punkte | 5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Kernphysikalischen Grundlagen wie Aufbau der Materie und Atommodelle. Kernumwandlungen sowie physikalischen Grundlagen radioaktiver Prozesse. Wechselwirkungsprozessen ionisierender Strahlung mit Materie, wie Photoeffekt, Comptoneffekt, Paarbildung, klassische Streuung und Kernphotoeffekt sowie deren praktische Bedeutung für medizinische Anwendungen. Darstellung des Schwächungsgesetzes für Photonenstrahlung einschließlich grundlegender Berechnungen zur Schwächung in Materie. Wechselwirkungen zwischen Elektronen und Materie sowie zwischen schweren geladenen Teilchen und Materie. Vermittlung zentraler Dosisbegriffe und deren Bedeutung für Strahlenschutz, Diagnostik und Therapie. Überblick über Strahlenquellen in der Medizin sowie Einführung in die Funktionsprinzipien von Strahlungsdetektoren. Klinische Dosimetrie und deren Anwendung im medizinischen Alltag. Übungsbeispiel zu einfachen Berechnungen (radioaktiver Zerfall, Absorption ionisierender Strahlung, Dosisleistung in der Umgebung einer Punktquelle,...) Ergänzend werden praktische Messungen durchgeführt. Zusätzlich werden spektrometrische Messungen radioaktiver Quellen vorgestellt, beispielsweise mit Gammakamera, Natriumiodid-Detektor oder Halbleiterdetektor.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die kernphysikalische Grundlagen, wie Atomaufbau und Dosisbegriffe und verstehen Wechselwirkungsprozesse zwischen ionisierender Strahlung und Materie auf Elementarteilchenebene, wie auch ihre Bedeutung insgesamt. Sie sind in der Lage, einfache Berechnungen, z. B. zum radioaktiven Zerfall, zur Absorption ionisierender Strahlung, zur Dosisleistung in der Umgebung einer Punktquelle und zur Fehlerabschätzung, durchzuführen. Sie kennen die wichtigsten Strahlungsdetektoren und die Prinzipien der klinischen Dosimetrie und verfügen über die physikalischen Grundkenntnisse, die Voraussetzung für das Verständnis der weiterführenden physikalisch-technischen Fächer sind.
Übergeordnetes Modul:
Physikalische Grundlagen der Radiologietechnologie
Physikalische und mathematische Grundlagen
| Semester | 1 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB1PMGIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Physikalische und mathematische Grundlagen für den medizintechnischen Bereich. Behandelt werden physikalische Größen und ihre Einheiten sowie grundlegende Konzepte der Kinematik, Dynamik, Schwingungen und Wellenlehre einschließlich relevanter Erhaltungssätze. Ergänzend werden mathematische Grundlagen wie Exponentialfunkti-onen, Proportionalität, Potenzen, Maßeinheiten und Logarithmen vermittelt. Die Studierenden erlernen den Umgang mit logarithmischen und semilogarithmischen Darstellungen sowie die korrekte Anwendung eines Taschenrechners zur Lösung praxisrelevanter Fragestellungen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können physikalische Größen und SI-Einheiten korrekt benennen, umrechnen und in medizintechnischen Kontexten anwenden. Sie erklären grundlegende Konzepte der Kinematik, Dynamik, Schwingungs- und Wellenlehre sowie relevante Erhaltungssätze und wenden diese auf einfache praxisnahe Fragestellungen an. Sie nutzen mathematische Grundlagen wie Proportionalität, Potenzen, Exponentialfunktionen und Logarithmen zur Beschreibung physikalischer Zusammenhänge und können logarithmische und semilogarithmische Darstellungen interpretieren. Sie setzen einen Taschenrechner sicher und korrekt zur Lösung praxisrelevanter physikalisch mathematischer Aufgaben ein.
Übergeordnetes Modul:
Physikalische Grundlagen der Radiologietechnologie
Digitale Gesundheitskompetenz, medizinische Informationssysteme und KI in der Radiologie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2DGIVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Grundlegende Begriffe der digitalen Informationsverarbeitung. Einführung in Netzwerkgrundlagen, Netzwerkarchitekturen und allgemeine Schichtenmodelle mit vertiefender Betrachtung des OSI-Referenzmodells. Speicherung und Verwaltung digitaler Bilddaten sowie der Nutzung medizinischer Informationssysteme wie KIS, RIS und PACS. Darstellung der relevanten Kommunikationsstandards HL7 und DICOM und deren Bedeutung für den klinischen Informationsfluss. Einführung in telemedizinische Anwendungen, Verbindungstypen und technische Voraussetzungen sowie medizinische Datenbanken. Grundlagen der IT-Sicherheit mit Schwerpunkt auf Verschlüsselung, digitaler Signatur, Datenschutz sowie Grundlagen digitaler Gesundheitskompetenz im Umgang mit medizinischen Informationssystemen und digitalen Gesundheitsanwendungen. Ergänzend werden Grundlagen der KI gestützten Bildanalyse vermittelt, darunter Basisprinzipien maschinellen Lernens, typische Anwendungsfelder in der radiologischen Bildgebung sowie Chancen und Limitationen KI basierter Systeme. Die Lehrveranstaltung wird durch praktische Übungen ergänzt, insbesondere durch die Anwendung eines Krankenhausinformationssystems.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die grundlegenden Prinzipien digitaler Systeme im Gesundheitswesen und können zwischen analogen und digitalen Informationsstrukturen unterscheiden. Sie verfügen über ein grundlegendes Verständnis von Netzwerken, Schichtenmodellen und deren Bedeutung für den sicheren Betrieb medizinischer Infor-mationssysteme. Sie kennen Aufbau, Funktion und Zusammenspiel von KIS, RIS und PACS sowie die grundlegenden Kommunikationsstandards HL7 und DICOM. Sie können einfache unterstützende Tätigkeiten im Rahmen der Weiterentwicklung medizinischer Datenbanken und deren klinisch-medizinischer Integration sowie grundlegende Aufgaben im Umgang mit großen Datenmengen übernehmen. Sie sind in der Lage, telemedizinische Anwendungen hinsichtlich technischer Voraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen zu beurteilen. Die Absolvent*innen verfügen über Grundlagen der digitalen Gesundheitskompetenz und verstehen wesentliche Aspekte von Daten-schutz, Verschlüsselung und digitaler Signatur im medizinischen Umfeld. Sie können digitale Informationssysteme verantwortungsvoll, sicher und regelkonform nutzen. Sie verstehen die Formen des maschinellen Lernens und die Grundprinzipien KI gestützter Bildanalyse, kennen typische Anwendungsfelder in der Radiologie und können Chancen, Limitationen und potenzielle Auswirkungen auf Arbeitsprozesse kritisch reflektieren. Darüber hinaus sind sie in der Lage, ein Krankenhausinformationssystem exemplarisch zu bedienen und grundlegende Arbeitsabläufe praxisnah umzusetzen.
Übergeordnetes Modul:
Informationstechnologie in der Radiologietechnologie
Einstelltechnik in der Projektionsradiographie - Vertiefung
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2ETVIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 3 |
| ECTS-Punkte | 4 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Besprechung von Spezialaufnahmen und besonderen Aufnahmesituationen (Akutsituation und Unfallröntgen) der konventionellen Röntgendiagnostik aus den Organbereichen Schädel, Wirbelsäule, Becken und Hüftgelenke, Schultergürtel, obere und untere Extremitäten einschließlich der Gelenke, Thorax mit Lunge und Rippen, Abdomen sowie Mamma. Die praktische Durchführung der Aufnahmen erfolgt strukturiert nach einem einheitlichen Schema und umfasst die Indikationsstellung, Wahl des Aufnahmeformats, Festlegung und Kontrolle der Belichtungswerte, Patient*innenvorbereitung, korrekte Lagerung, Ausrichtung des Zentralstrahls, Fokus Detektor Abstand, Strahlenschutzmaßnahmen sowie die systematische Bildanalyse und das radiologietechnologische Befundungsverfahren. Begleitend zu den theoretischen Lehrinhalten werden fachpraktische Übungen in Kleingruppen durchgeführt. Dabei wenden die Studierenden die erlernten Einstelltechniken praktisch an, sowohl untereinander als auch an der Röntgenpuppe.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen Spezialaufnahmen und besondere Aufnahmesituationen der konventionellen Röntgendiagnostik in allen Organbereichen. Sie können die jeweilige Untersuchung in Abhängigkeit von der klinischen Fragestellung begründet auswählen. Sie sind in der Lage, Spezialaufnahmen strukturiert und fachgerecht durchzuführen. Dabei berücksichtigen sie Indikation, Aufnahmeformat, Belichtungswerte, Pati-ent*innenvorbereitung, korrekte Lagerung, Ausrichtung des Zentralstrahls, Fokus-Detektor-Abstand sowie Strahlenschutzmaßnahmen. Die Absolvent*innen wenden die erlernten Einstelltechniken sicher in der Praxis an und können diese sowohl an Modellen als auch an Patient*innen reproduzierbar umsetzen. Sie sind fähig, die resultierenden Bilddaten systematisch zu analysieren und die Bildqualität sowie die diagnostische Aussagekraft kritisch zu beurteilen. Sie sind in der Lage eine berufsspezifische Diagno-se im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes zu erstellen.
Übergeordnetes Modul:
Radiologische Einstelltechnik
Klinische Pathologie und Pathophysiologie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2KPPVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Pathologien und pathophysiologische Zusammenhänge aus allen Organbereichen, mit denen Radiologietechnolog*innen im beruflichen Alltag konfrontiert sind. Vermittelt wird das fundierte Verständnis von Zuweisungsdiagnosen, klinischen Fragestellungen und Differentialdiagnosen im Kontext der Radiologie, Nuklearmedizin und Radioonkologie. Die Inhalte werden anhand ausgewählten radiologischen Bildmaterials demonstriert, um die sichere Erkennung, Einordnung und das Verständnis pathologischer Befunde in der bildgebenden Diagnostik zu fördern.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen spezielle Pathologien und die zugrunde liegenden pathophysiologischen Zusammenhänge aus allen relevanten Organbereichen, die im beruflichen Alltag der Radiologietechnologie von Bedeutung sind. Sie verstehen Zuweisungsdiagnosen, klinische Fragestellungen und Differentialdiagnosen und können diese fachlich korrekt einordnen. Sie sind in der Lage, radiologisches Bildmaterial zu analysieren und Normalbefunde von pathologischen Veränderungen zu unterscheiden. Die Absolvent*innen erkennen typische bildgebende Merkmale relevanter Erkrankungen und können deren Bedeutung für die weitere Durchführung und Optimierung bildgebender Untersuchungen ableiten. Darüber hinaus sind sie befähigt, pathologische Befunde im interprofessionellen Kontext nachvollziehbar zu interpretieren und ihre Beobachtungen im Rahmen ihrer beruflichen Rolle kommunizieren.
Übergeordnetes Modul:
Physiologie und Pathologie
Kontrastmitteluntersuchungen und Interventionen in der Projektionsradiographie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2KMUVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1,5 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Indikationen und Kontraindikationen diagnostischer und therapeutischer Verfahren unter Verwendung von Durchleuchtungsanlagen. Behandelt werden Patient*innenvorbereitung, Lagerung, Durchführung der Untersuchungen sowie potenzielle Risiken und Komplikationen. Weitere Inhalte umfassen die fachgerechte Handhabung und Applikation von Materialien, hygienische Anforderungen, Patient*inneninformation und -betreuung, Nachsorge sowie Aspekte der Qualitätssicherung. Die Lehrveranstaltung umfasst Untersuchungen und Interventionen des Gallengangsystems, des Verdauungstraktes, des Urogenitaltraktes sowie der arteriellen und venösen Gefäße. Im interventionellen Bereich werden grundlegende Kenntnisse zu vaskulären Interventionen, zur Koronarangiographie und zur interventionellen Radiologie allgemein vermittelt, einschließlich des sachgerechten Umgangs mit Biopsiematerial.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen alle gängigen Verfahren in der diagnostischen und interventionellen Radiologie und können die Angemessenheit der angeordneten Untersuchung oder Behandlung nachvollziehen, auf Plausibilität und Vollständigkeit prüfen und erforderlichenfalls fehlende medizinisch relevante Informationen einholen. Sie wissen über die Wirkung von Kontrastmitteln Bescheid, können Patient*innen über den Ablauf der Untersuchung informieren und zu notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen anleiten, die Untersuchung vorbereiten, in Zusammenarbeit mit Ärzt*innen durchführen und dokumentieren. Die Absolvent*innen können bei Untersuchungen/Interventionen unter sterilen Bedingungen assistieren sowie bei Biopsien mitwirken und mit Biopsiematerial fachgerecht umgehen. Sie sind in der Lage, alle gängigen Untersuchungen mittels Durchleuchtungsanlagen durchzuführen bzw. in der interventionellen Radiologie unterstützend mitzuwirken. Darüber hinaus können sie Aufnahme- und Untersuchungsergebnisse analysieren, gemäß qualitativen Richtlinien bewerten sowie Fehler und deren Ursachen erkennen und entsprechende Korrekturmaßnahmen einleiten. Sie können die gewählten Untersuchungsparameter begründen und gegebenenfalls Möglichkeiten weiterführender Maßnahmen vorschlagen. Sie können eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes erstellen.
Übergeordnetes Modul:
Projektionsradiographie - Vertiefung
Medizinische Bildverarbeitung und Bildanalyse
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2MBBIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 3 |
| ECTS-Punkte | 3,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Herkunft und Klassifizierung medizinischer Bilddaten sowie grundlegende Konzepte der zweidimensionalen Bildrepräsentation und Bilddarstellung. Koordinatensysteme, Bildmatrix, räumliche und Kontrastauflösung sowie Darstellungsformen wie Histogramm, Fensterung und Look-Up-Tabellen. Vermittelt werden grundlegende Verfahren der Bildverarbeitung und Bildanalyse im Orts- und Frequenzraum sowie Konzepte der Bildseg-mentierung und Co-Registrierung medizinischer Bilddatensätze. Ergänzend werden Grundlagen der dreidimensionalen Bildrepräsentation und Bilddarstellung behandelt. Eigenschaften reformatierter bzw. rekonstruierter Bilddaten sowie Darstellungsformen wie multiplanare Rekonstruktion, Maximum Intensity Projection und Rendering-Techniken. Die Röntgenbildanatomie bildet einen integralen Bestandteil der Lehrveranstaltung. Anatomische Strukturen werden anhand von Röntgen- und Durchleuchtungsbildern besprochen und in den radiologischen Befundungsprozess eingeordnet. Aufbauend darauf wird die Erstellung einer berufsspezifischen Diagnose im Sinne eines radiologietechno-logischen Befundes vermittelt. Die Lehrveranstaltung wird durch praktische Übungen ergänzt, in denen Methoden der Bildanalyse und Bildverarbeitung angewendet und unterschiedliche Softwaretools zur Analyse, Nachbearbeitung und Interpretation medizinischer Bilddaten eingesetzt werden.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verfügen über ein grundlegendes Verständnis medizinischer Bilddaten und deren digitaler Eigenschaften und können Datenmanagement und Visualisierungen selbstständig durchführen. Sie verstehen zentrale Konzepte der digitalen Bildrepräsentation und -darstellung sowie grundlegende Verfahren der Bildverarbeitung und Bildanalyse und sind in der Lage, Bilddaten durch bewusste, regelbasierte Veränderungen aufzubereiten und zu interpretieren. Darüber hinaus verstehen sie grundlegende Konzepte der dreidimensionalen Bildrepräsentation und Bilddarstellung sowie der Bildsegmentierung und Co-Registrierung und können unterschiedliche Darstellungsformen hinsichtlich ihrer Aussagekraft beurteilen und im Anwendungszusammenhang fachlich einordnen. Sie sind in der Lage, anatomische Strukturen anhand von Röntgen- und Durchleuchtungsbildern zu erkennen, korrekt zu benennen und in den radiologischen Befundungsprozess einzuordnen sowie darauf aufbauend eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes zu erstellen. Zudem kön-nen sie Methoden der Bilddatennachbearbeitung und Bildanalyse mithilfe geeigneter Softwaretools praktisch anwenden und Bilddaten fachgerecht analysieren, nachbearbeiten und interpretieren.
Übergeordnetes Modul:
Informationstechnologie in der Radiologietechnologie
Praktikumsbegleitende Lehrveranstaltung 1
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2PB1RC |
| Typ | RC |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0,5 |
| ECTS-Punkte | 0,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung begleitet die praktische Ausbildung und unterstützt die systematische Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers. Anhand ausgewählter Case Studies werden berufsspezifische Entscheidungsprozesse analysiert und die professionelle Handlungskompetenz der Studierenden gezielt gestärkt. Darüber hinaus erhalten die Studierenden die Möglichkeit, Erfahrungen aus dem Praktikum in einem geschützten Rahmen zu reflektieren und ggf. angemessene Unterstützungsangebote thematisiert.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen reflektieren den Transfer theoretischer Inhalte in die berufliche Praxis systematisch und leiten daraus fundierte berufsspezifische Entscheidungen ab. Sie analysieren praxisrelevante Fallbeispiele kritisch und stärken dadurch ihre professionelle Handlungskompetenz. Sie sind in der Lage, eigene Erfahrungen aus dem Praktikum strukturiert zu reflektieren und diese in einen fachlichen und persönlichen Entwicklungsprozess einzuordnen. Darüber hinaus kennen sie geeignete Unterstützungsangebote und gehen verantwortungsvoll mit eigenen Belastungen um.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung Projektionsradiographie
Praktische Ausbildung Projektionsradiographie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2PP2IT |
| Typ | IT |
| Art | Praktikum (S) |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0 |
| ECTS-Punkte | 8,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Anwendung der Standardtechniken der Projektionsradiographie, einschließlich Aufnahmetechnik, Wahl und Anpassung der Aufnahmeparameter, korrekter Patient*innenpositionierung sowie grundlegender Bildnachbearbeitung. Grundlagen und praktische Aspekte der Durchleuchtung, Tischpositionierung, Kontrastmitteluntersuchungen und Bildverarbeitung. Spezifischen Einstelltechniken und Geräteparameter der Mammographie. Praktische Anwendung geeigneter Strahlenschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben und patient*innenspezifischer Anforderungen. Vermittlung einer professionellen und situationsgerechten Patient*innenkommunikation sowie der Fähigkeit zur Indikationskontrolle und kritischen Reflexion der klinischen Fragestellung. Die Studierenden lernen, Untersuchungstechniken bei Bedarf fachlich begründet anzupassen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können die Fragestellung reflektieren und die Indikation kontrollieren. Sie können die Geräte auf Grundlage des Wissens über deren Aufbau und Funktionsweise technisch einwandfrei bedienen. Sie wissen über die Ausnahmesituation der Patient*innen Bescheid und sind auf den Umgang mit Patient*innen vorbereitet. Sie können Patient*innen mittels klarer und präziser Anleitungen und Hilfestellungen unter Berücksichtigung der Fragestellung und der besonderen persönlichen Bedürfnisse lagern und positionieren sowie gegebenenfalls alternative patient*innenschonende Lagerungs-möglichkeiten anwenden. Sie können alle gängigen Röntgen- und Durchleuchtungsuntersuchungen, inklusive der Mammografie durchführen und die Aufnahme- oder Untersuchungsergebnisse analysieren und hinsichtlich qualitativer Richtlinien bewerten, Fehler und deren Ursachen erkennen sowie korrigieren und gegebenenfalls Möglichkeiten weiterführender radiologietechnologischer Maßnahmen vorschlagen. Die Absolvent*innen können Patient*innen über den Ablauf der Untersuchung informieren und zu notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen anleiten, die Untersuchung vorbereiten, in Zusammenarbeit mit Ärzt*innen durchführen und dokumentieren. Sie beherrschen Strahlenschutzmaßnahmen und verstehen, wann diese indiziert sind. Sie könne Patient*innen über die Risken von ionisierender Strahlung informieren. Die Absolvent*innen haben mind. 100 Untersuchungen aus den Organbereichen Thorax, Skelett, Mamma, Urogenitaltrakt und Gastrointestinaltrakt in mind. 3 Fachbereichen eigenständig durchgeführt.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung Projektionsradiographie
Praxisseminar - Projektionsradiographie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2PSPUE |
| Typ | UB |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Praktische Übungen in den Bereichen Kieferradiologie, Mammographie, Angiographie und Durchleuchtungsuntersuchungen im klinischen Umfeld.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können die erlernten Untersuchungstechniken in den Bereichen Kieferradiologie, Mammographie, Angiographie und Durchleuchtung sicher im klinischen Umfeld anwenden und können diese sowohl an Proband*innen als auch an der Röntgenpuppe korrekt umsetzen. Sie sind in der Lage, Untersuchungsmethoden fachgerecht durchzuführen und die radiologischen Geräte auf Basis ihres Wissens über Aufbau und Funktionsweise sicher und situationsgerecht zu bedienen.
Übergeordnetes Modul:
Projektionsradiographie - Vertiefung
Schnittbildanatomie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2SBAIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vermittlung der Fähigkeit zum Erkennen und korrekten Benennen anatomischer Strukturen anhand von Schnittbildern (Magnetresonanz- und Computertomographie) sowie anatomischen Präparaten aus den Organbereichen Schädel, Hals, Wirbelsäule, Extremitäten, Abdomen und Thorax, inklusive zentraler arterieller und venöser Gefäße. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Herstellung eines räumlichen Bezugs zwischen Projektionsaufnahmen und Schnittbilddarstellungen, um das dreidimensionale Verständnis anatomischer Strukturen und deren Lagebeziehungen zu fördern.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können anatomische Strukturen sicher anhand von Magnetresonanz- und Computertomographie Schnittbildern aus den Organbereichen Schädel, Hals, Wirbelsäule, Extremitäten, Abdomen und Thorax, inklusive der zentralen arteriellen und venösen Gefäße erkennen und benennen. Sie sind in der Lage, zweidimensionale Projektionsaufnahmen mit Schnittbilddarstellungen in Beziehung zu setzen und daraus ein räumliches Verständnis anatomischer Strukturen und Lagebeziehungen abzuleiten. Die Absolvent*innen können Normalbefunde von pathologischen Veränderungen unterscheiden und in den radiologischen Befundungsprozess einordnen sowie darauf aufbauend eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes zu erstellen, um im Bedarfsfall die Notwendigkeit weiterführende Untersuchungen bei den Ärzt*innen abzuklären.
Übergeordnetes Modul:
Physiologie und Pathologie
Strahlenbiologie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2STBVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 3 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Konzepte der Strahlenbiologie mit Fokus auf die biologischen Wirkungen ionisierender Strahlung auf Zellen, Gewebe und Organismen. Behandelt wird die relative biologische Wirksamkeit unterschiedlicher Strahlenarten sowie der Einfluss der zeitlichen und räumlichen Dosisverteilung auf die biologische Strahlenwirkung. Fraktionierte Bestrahlung und biologischen Grundlagen der fünf R der Strahlenbiologie: Reparatur, Redistribution, Reoxigenierung, Repopulierung und intrinsischer Radiosensitivität. Direkte und indirekte Strahlenwirkungen sowie frühe und späte Strahlenreaktionen. Mechanismen des Zelltods, Klonogenität von Zellen und organspezifische Toleranzdosen. Behandelt werden stochastische und deterministische Strahlenschäden sowie zytogenetische und zelluläre Antworten auf Bestrahlung bis hin zur Strahlenkrankheit. Induktion maligner Neoplasien durch ionisierende Strahlung, biologische Wirkungen kleiner Einzeldosen unter 1 Gy pro Bestrahlungsfraktion sowie klinische Anwendung bei nicht malignen Erkrankungen. In-utero Bestrahlung und strahlenbiologische Grundlagen der Strahlengenetik. Integration moderner Antikörpertherapien und zielgerichteter molekularer Therapien mit der Radiotherapie. Additive und supraadditive Wirkungen, potenzielle Nebenwirkungen sowie der Einfluss kombinierter Therapieansätze auf Gesamtüberleben, krankheitsfrei-es Überleben und lokale Tumorkontrolle.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können die Folgen medizinischer Strahlenexpositionen einschätzen und die strahlenbiologischen Grundlagen der Radioonkologie nachvollziehen. Sie verstehen die relative biologische Wirksamkeit unterschiedlicher Strahlenarten sowie den Einfluss der zeitlichen und räumlichen Dosisverteilung auf die biologische Strahlenwirkung. Sie kennen die Prinzipien der fraktionierten Bestrahlung einschließlich der fünf R der Strahlenbiologie und können direkte und indirekte Strahlenwirkungen, frühe und späte Strahlenreaktionen sowie Mechanismen des Zelltods und der Klonogenität erklären. Die Absolvent*innen unterscheiden stochastische und deterministische Strahlen-schäden, verstehen das Konzept der Schwellendosis und können organspezifische Toleranzdosen fachlich einordnen. Darüber hinaus sind sie mit zytogenetischen und zellulären Antworten auf Bestrahlung, der Strahlenkrankheit sowie der strahleninduzierten Entstehung maligner Neoplasien vertraut. Die Absolvent*innen sind in der Lage, Nebenwirkungen der Bestrahlung insbesondere in Kombination mit modernen Antikörpertherapien und zielgerichteten molekularen Therapien fachlich zu bewerten. Sie kön-nen die Verhältnismäßigkeit dieser Nebenwirkungen beurteilen und erkennen Situationen, in denen eine zusätzliche ärztliche Begutachtung erforderlich ist.
Übergeordnetes Modul:
Physiologie und Pathologie
Strahlenschutz im Bereich der diagnostischen Radiologie
| Semester | 2 |
|---|---|
| Studienjahr | 1 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2SSDIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Lehrinhalte entsprechend Allgemeine Strahlenschutzverordnung 2020, BGBl. II Nr. 339/2020 (Anlage 18) und Medizinischer Strahlenschutzverordnung BGBl. II Nr. 375/2017 (Anlage 2) i.d.g.F. Grundlagen zu Röntgeneinrichtungen in der diagnostischen und interventionellen Radiologie. Behandelt werden Art und Ausmaß der Strahlenexposition von strahlenexponierten Arbeitskräften, Patient*innen sowie weiteren beteiligten Personen inkl. Schutzmaßnahmen unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben. Dazu zählen technische, orga-nisatorische und personenbezogene Maßnahmen des Strahlenschutzes. Ergänzend werden diagnostische Referenzwerte sowie grundlegende Maßnahmen der Qualitätssicherung thematisiert und die Methoden zur Ermittlung und Bewertung der Strahlenexposition erläutert. Begleitend zu den theoretischen Inhalten werden praktische Übungen durchgeführt. Diese umfassen die Anwendung von Schutzmaßnahmen beim Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der diagnostischen und interventionellen Radiologie sowie die Durchführung ausgewählter Qualitätsprüfungen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können bei allen Anwendungen ionisierender Strahlung in der Röntgendiagnostik die geeigneten Vorkehrungen treffen, um die Strahlenbelastung für Patient*innen und Personal so gering wie möglich zu halten. Sie können die Aufgaben von Strahlenschutzbeauftragten im Bereich der Röntgendiagnostik und der Diagnostik mit umschlossenen radioaktiven Stoffen (im Sinne der Med. StrSchV., BGBl. II Nr. 375/2017 - Anlage 2, Pkt. 2 & 3) wahrnehmen.
Übergeordnetes Modul:
Projektionsradiographie - Vertiefung
Angewandte Angiographie und interventionelle Radiologie
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3AIRIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Grundlagen und Abläufe vaskulärer Interventionen inkl. steriler Assistenz, darunter Ballondilatation, Stentimplantation, Stentgrafts, Thrombektomien, Embolisationen, selektive interne Radiotherapie sowie transarterielle Chemoembolisation. Behandelt werden Indikationen, technische Durchführung und besondere Anforderungen an Material, Bildgebung und Sicherheit. Weitere Inhalte umfassen tumorablative Interventionen wie Radiofrequenzablation und Kryoablation, Biopsien, Drainageanlagen, endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie, Nervenwurzelinfiltrationen und Vertebro- bzw. Kyphoplastien. Überblick über in der Angiographie eingesetzte Medikamentengruppen, insbesondere Analgetika, Sedativa, Spasmolytika und Antikoagulanzien. Behandelt werden Wirkmechanismen, Indikationen, Kontraindikationen sowie relevante Neben- und Wechselwirkungen, Vorbereitung, Applikation, Überwachung und des Managements akuter medi-kamentöser Zwischenfälle im angiographischen Setting. Ergänzender Schwerpunkt liegt auf der Bildanalyse ausgewählter interventioneller Verfahren mit Fokus auf Röntgenanatomie und Röntgenpathologie, um die bildgebende Beurteilung der Eingriffe und deren Ergebnisse fachlich fundiert zu unterstützen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen Indikationen und Abläufe vaskulärer und interventioneller radiologischer Verfahren und kennen ihre spezifischen Aufgaben in der Angiographie. Sie sind in der Lage, diese Aufgaben im klinischen Alltag eigenständig und sicher zu übernehmen sowie bei interventionellen Eingriffen fachgerecht steril zu assistieren. Sie wissen, wie sie Interventionen durch gezielte Anwendung der Bildgebung unterstützen können, und passen Bildparameter und Projektionen situationsgerecht an. Die Absolvent*innen verstehen die Anforderungen an Material, Bildgebung und Sicherheit bei vaskulären und tumorablativen Interventionen. Darüber hinaus kennen sie die in der Angiographie eingesetzten Medikamentengruppen, deren Wirkmechanismen, Indikationen, Kontraindikationen sowie relevante Neben- und Wechselwirkungen und unterstützen Vorbereitung, Applikation, Überwachung und das Management akuter medikamentöser Zwischenfälle. Sie sind in der Lage, interventionelle Bilddaten hinsichtlich Röntgenanatomie und Röntgenpathologie zu analysieren und die Ergebnisse der Eingriffe bildbasiert fachlich zu beurteilen.
Übergeordnetes Modul:
Methodenwahl im diagnostischen Prozess
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3EWAIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Einführung in Zielsetzung, Bedeutung und Ablauf wissenschaftlichen Arbeitens im Studium und im beruflichen Kontext der Gesundheitswissenschaften. Vermittlung grundlegender Prinzipien wissenschaftlicher Denk und Arbeitsweisen mit Fokus auf die Unter-scheidung zwischen wissenschaftlich systematisch generiertem Wissen und nicht systematisch überprüftem Erfahrungswissen. Grundzüge quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden sowie grundlegende Forschungsdesigns in den Sozial und Naturwissenschaften inkl. Einfluss auf den Evidenzgrad. Entwicklung und Präzisierung wissenschaftlicher Fragestellungen, Aufbau und Struktur wissenschaftlicher Arbeiten sowie grundlegende Anforderungen an Sprache, Stil und Argumentation im wissenschaftlichen Schreiben. Systematischen Recherche wissenschaftlicher Literatur in relevanten Datenbanken, der Bewertung von Quellen hinsichtlich Qualität und Relevanz sowie dem korrekten Umgang mit wissenschaftlicher Literatur. Grundlagen des Zitierens, des Umgangs mit Referenzmanagementsystemen sowie zentrale Aspekte guter wissenschaftlicher Praxis, einschließlich Plagiatsvermeidung und ethischer Grundsätze.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen Zielsetzung, Bedeutung und Ablauf wissenschaftlichen Arbeitens im Studium und im beruflichen Kontext der Gesundheitswissenschaften. Sie können zwischen wissenschaftlich systematisch generiertem Wissen und nicht systematisch überprüftem Erfahrungswissen unterscheiden und wenden grundlegende wissenschaftliche Denk und Arbeitsweisen an. Sie kennen die Grundzüge quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden sowie grundlegende Forschungsdesigns und können deren Einfluss auf den Evidenzgrad wissenschaftlicher Aussagen einordnen. Die Ab-solvent*innen sind in der Lage, wissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln und zu präzisieren, wissenschaftliche Arbeiten strukturiert aufzubauen und grundlegende Anforderungen an Sprache, Stil und Argumentation umzusetzen. Darüber hinaus führen sie systematische Literaturrecherchen durch, bewerten wissenschaftliche Quellen hin-sichtlich Qualität und Relevanz und gehen korrekt mit wissenschaftlicher Literatur um. Sie beherrschen grundlegende Zitierregeln, nutzen Referenzmanagementsysteme und beachten zentrale Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis einschließlich Plagiatsvermeidung und ethischer Grundsätze.
Übergeordnetes Modul:
Wissenschaftliche Arbeiten
Gerätetechnik Schnittbildverfahren
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3GTSVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Grundlagen der Gerätetechnik in der Computertomografie und der Magnetresonanzto-mographie. Behandelt werden die physikalisch-technischen Grundlagen der Signalver-arbeitung sowie der Aufbau und die technischen Komponenten, wie die Bedienkonsolen, Detektoren und Spulen. Funktionsprinzipien der Systeme, Komponenten der Bildentste-hung und Bildrekonstruktion sowie Bildnachverarbeitung. Besprechung der einzelnen Untersuchungsparameter sowie deren Einfluss auf Bilddarstellung, Bildqualität, Sicher-heit bzw. Effektivdosis der Patient*innen. Diskussion typischer Artefakte und mögliche Korrekturmaßnahmen. Ergänzend werden Sicherheitsaspekte, Notfallmaßnahmen, Qualitätssicherung sowie Konstanzprüfungen thematisiert. Auseinandersetzung mit möglichen zukünftigen technischen Entwicklungen in der Com-putertomografie und Kernspintomografie.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die grundlegende Gerätetechnik der Computertomogra-fie und der Magnetresonanztomografie und können die physikalisch-technischen Grundlagen der Signalverarbeitung sowie den Aufbau und die Funktion zentraler Sys-temkomponenten wie Bedienkonsolen, Detektoren und Spulen erklären. Sie sind in der Lage, die Funktionsprinzipien der CT- und MRT-Systeme, die Prozesse der Bildentste-hung, Bildrekonstruktion und Bildnachverarbeitung nachvollziehbar darzustellen. Die Absolvent*innen können Untersuchungsparameter anpassen und deren Einfluss auf Bilddarstellung, Bildqualität, Sicherheit und die Effektivdosis der Patient*innen fachlich einordnen. Darüber hinaus erkennen sie typische Artefakte in CT- und MRT-Untersuchungen und können mögliche Ursachen sowie grundlegende Korrekturmaß-nahmen benennen. Sie kennen sicherheitsrelevante Aspekte, Prinzipien der Qualitäts-sicherung und Konstanzprüfungen und können deren Bedeutung für einen sicheren und qualitätsgesicherten Betrieb der Systeme erläutern. Sie haben die theoretischen Grund-lagen erlernt, CT- und MRT- Anlagen eigenverantwortlich und sicher zu bedienen.
Übergeordnetes Modul:
Schnittbildverfahren
Gerätetechnik in der Strahlentherapie
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3GTTIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Gerätetechnik der Strahlentherapie mit Einführung in zentrale Begriffe, historische Entwicklung sowie grundlegende Konzepte der Teletherapie und Brachytherapie. Eingesetzte Strahlenarten sowie grundlegende Konzepte der Dosisverteilung. Aufbau und Funktionsweise moderner Linearbeschleuniger sowie das Zusammenspiel ihrer wesentlichen Komponenten, von der Strahlerzeugung über die Beschleunigung und Strahlführung bis zur Abgabe des Therapiestrahls. Bildgebende Systeme und Verfahren zur Verifikation in der Strahlentherapie. Konzepte der bildgestützten Strahlentherapie (IGRT) sowie Verfahren wie EPID, Cone-Beam-CT und kV-Bildgebung. Systeme des Patient*innen- und Organbewegungsmanagements (z. B. SGRT, atem- und bewe-gungsabhängige sowie ultraschallbasierte Verfahren) sowie adaptive Bestrahlungskonzepte. Computertomographen in der Bestrahlungsplanung. Weitere Therapiesysteme wie intraoperative Strahlentherapiesysteme, stereotaktische Systeme (Cyber Knife), sowie Kreisbeschleuniger, insbesondere Zyklotron und Synchrotron, sowie die konven-tionelle Röntgentherapie inkl. spezieller Bauformen und Anwendungen. Grundlagen der Brachytherapie, einschließlich Anwendungsfelder, verwendeter Radionuklide, Applikationsformen und sicherheitsrelevanter Aspekte.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verfügen über ein grundlegendes Verständnis der Gerätetechnik in der Strahlentherapie und kennen zentrale Begriffe, Konzepte sowie die eingesetzten Strahlenarten. Sie verstehen Aufbau, Funktionsweise und unterschiedliche Betriebsarten moderner Elektronen-Linearbeschleuniger und können das Zusammenspiel der wesentlichen Systemkomponenten beschreiben. Die Absolvent*innen kennen bildgebende Systeme und Verfahren zur Verifikation in der Strahlentherapie, verstehen die Grundprinzipien der bildgestützten Strahlentherapie (IGRT) sowie von Systemen des Pati-ent*innen- und Organbewegungsmanagements und können entsprechende weiterführende Konzepte der Strahlentherapie im Überblick einordnen. Sie kennen zudem besondere Aspekte des Computertomographen für die Bestrahlungsplanung. Darüber hinaus können sie unterschiedliche weitere Therapiesysteme der Strahlentherapie, einschließlich spezieller Bauformen, Kreisbeschleuniger sowie der konventionellen Röntgentherapie, im Überblick einordnen. Sie besitzen grundlegende Kenntnisse der Brachytherapie hinsichtlich Anwendungsfelder, verwendeter Radionuklide, Applikationsformen und sicherheitsrelevanter Aspekte.
Übergeordnetes Modul:
Theoretische Grundlagen Strahlentherapie
Indikationen radiologischer Untersuchungen und Grundlagen der Röntgenpathologie
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3IRUIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Prinzipien indikationsgerechter Auswahl radiologischer Untersuchungen unter Berücksichtigung klinischer Fragestellungen, Patient*innenzustand und diagnostischem Nutzen. Behandelt werden Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz konventioneller Röntgendiagnostik sowie für den Einsatz weiterführender Methoden wie US, CT, MRT und Angiographie. Grundlagen der Röntgenpathologie mit Darstellung typischer pathologi-scher Veränderungen im Röntgenbild und bei Schnittbildern wie CT und MRT. Dazu zählen Veränderungen von Knochen, Gelenken, Lunge, Herz, Abdomen und Weichtei-len. Röntgenmorphologische Zeichen wie Verdichtung, Aufhellung, Strukturveränderung, Formabweichung und Destruktion. Darstellung häufiger Krankheitsbilder und deren typische Erscheinungsformen, einschließlich degenerativer, entzündlicher, trauma-tischer, tumoröser und vaskulärer Veränderungen. Dabei wird die systematische Bildanalyse vermittelt, um Normalbefunde von pathologischen Befunden unterscheiden zu können. Limitationen der Röntgendiagnostik, Fehlerquellen und Artefakte sowie deren Bedeutung für die Indikationsstellung und Befundinterpretation.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen sind in der Lage, radiologische Untersuchungen indikationsgerecht auszuwählen und dabei klinische Fragestellungen, den Patient*innenzustand und den diagnostischen Nutzen zu berücksichtigen. Sie können den Einsatz der konventionellen Röntgendiagnostik sowie weiterführender Verfahren wie Ultraschall, Computertomografie, Magnetresonanztomografie und Angiografie fachlich begründet einordnen. Sie erkennen grundlegende röntgenpathologische Veränderungen in Projektions- und Schnittbildverfahren und können typische röntgenmorphologische Zeichen wie Verdichtung, Aufhellung, Strukturveränderung, Formabweichung und Destruktion beschreiben. Die Absolvent*innen sind in der Lage, häufige degenerative, entzündliche, traumatische, tumoröse und vaskuläre Krankheitsbilder anhand ihrer bildgebenden Erscheinungsformen zu identifizieren. Darüber hinaus wenden sie eine systematische Bildanalyse an, um Normalbefunde von pathologischen Befunden zu unterscheiden. Sie erkennen Limi-tationen der Röntgendiagnostik sowie typische Fehlerquellen und Artefakte und berücksichtigen diese bei der Indikationsstellung und der Bewertung der diagnostischen Aussagekraft.
Übergeordnetes Modul:
Methodenwahl im diagnostischen Prozess
Praktikumsbegleitende Lehrveranstaltung 2
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB2PB2RC |
| Typ | RC |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0,5 |
| ECTS-Punkte | 0,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung begleitet die praktische Ausbildung und unterstützt die systematische Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers. Anhand ausgewählter Case Studies werden berufsspezifische Entscheidungsprozesse analysiert und die professionelle Handlungskompetenz der Studierenden gezielt gestärkt. Darüber hinaus erhalten die Studierenden die Möglichkeit, Erfahrungen aus dem Praktikum in einem geschützten Rahmen zu reflektieren und ggf. angemessene Unterstützungsangebote thematisiert.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen reflektieren den Transfer theoretischer Inhalte in die berufliche Praxis systematisch und leiten daraus fundierte berufsspezifische Entscheidungen ab. Sie analysieren praxisrelevante Fallbeispiele kritisch und stärken dadurch ihre professionelle Handlungskompetenz. Sie sind in der Lage, eigene Erfahrungen aus dem Praktikum strukturiert zu reflektieren und diese in einen fachlichen und persönlichen Entwicklungsprozess einzuordnen. Darüber hinaus kennen sie geeignete Unterstützungsangebote und gehen verantwortungsvoll mit eigenen Belastungen um.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung - Schnittbildverfahren
Praktische Ausbildung Schnittbildverfahren
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3PS3IT |
| Typ | IT |
| Art | Praktikum (S) |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0 |
| ECTS-Punkte | 6 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Training der professionellen Kommunikation mit Patient*innen, sowie der Fähigkeit zur Indikationskontrolle, zur kritischen Reflexion der klinischen Fragestellung und zur fachlich begründeten Adaptierung der Untersuchungstechniken. Im Bereich der Computertomografie werden Vorbereitung und Lagerung der Patient*innen, Auswahl und Anpassung der Geräteparameter, sicherer Umgang mit der Motorspritze und Kontrastmittelmanagement, Bildrekonstruktion und Archivierung sowie Handhabung des DICOM Viewers vermittelt. Die Lehrinhalte zur Magnetresonanztomografie umfassen, Vorbereitung und Lagerung der Patient*innen, Sicherheitsbestimmungen, Anpassung der Gerätepa-rameter, Auswahl geeigneter Sequenzen und Spulen, Bildnachverarbeitung und Archivierung sowie die sichere Applikation von MR-Kontrastmittel. Im Bereich der Sonografie werden die Einstellung der Geräteparameter sowie die Auswahl des geeigneten Schallkopfes in Abhängigkeit von Körperregion und klinischer Fragestellung behandelt.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kommunizieren professionell und situationsgerecht mit Patient*innen und können Untersuchungen verständlich erklären sowie Anleitungen klar vermitteln. Sie sind in der Lage, Indikationen zu prüfen, die klinische Fragestellung kritisch zu reflektieren und Untersuchungstechniken bei Bedarf fachlich begründet anzupassen. Die Absolvent*innen beherrschen die Bedienung der Schnittbildmodalitäten, sind mit den Komponenten der Bildentstehung, Bildberechnung und Bildnachverarbeitung vertraut, können Untersuchungsparameter selbstständig eingeben und modifizieren. Sie können Bild- und Sequenznachbearbeitung selbstständig durchführen und erforderlichenfalls optimieren. Die Absolvent*innen kennen die Sicherheitsvorschriften bei der Magnetresonanztomographie und können die Patient*innen darüber informieren. Sie wissen über die Kontraindikation der einzelnen Modalitäten, sowie der Anwendung diverser Kontrastmittel Bescheid. Sie können den venösen Zugang kontrollieren bzw. selbstständig anlegen und die Motorspritze bedienen. Die Absolvent*innen haben min-destens 40 Computertomografie-Untersuchungen, mindestens 30 Magnetresonanztomografie-Untersuchungen, mindestens 20 Ultraschall-Untersuchungen in mindestens 3 Organbereichen eigenständig durchgeführt.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung - Schnittbildverfahren
Praxisseminar Schnittbildverfahren
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3PSSUE |
| Typ | UB |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 3 |
| ECTS-Punkte | 3 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Begleitend zu den Lehrinhalten der Lehrveranstaltungen des Moduls werden sowohl Übungen am Simulator und am DICOM Viewer als auch fachpraktische Übungen an Proband*innen und ggf. an Patient*innen in Kleingruppen durchgeführt. Ziel ist die Festigung der theoretischen Inhalte insbesondere Untersuchungsplanung und Schnittbildanatomie durch die praktische Anwendung. Im Sinne eines optimierten Wissenstransfers in die Berufspraxis finden die Übungen teilweise direkt an ausgewählten Praktikumsstellen statt. Durch die systematische Verknüpfung handlungsleitender theoretischer Konzepte mit konkreten praxisbezogenen Fragestellungen wird eine fundierte Vorbereitung auf nachfolgende Praktika sichergestellt.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen wenden theoretische Inhalte der Untersuchungsplanung und Schnittbildanatomie sicher in praktischen Übungen an. Sie nutzen Simulatoren und DI-COM Viewer zur Planung, Durchführung und Analyse von Untersuchungen. Sie sind in der Lage, theoretische Konzepte systematisch mit praxisbezogenen Fragestellungen zu verknüpfen und diese im klinischen Umfeld umzusetzen. Durch Übungen an ausgewählten Praktikumsstellen sind die Absolvent*innen fundiert auf nachfolgende Praktika vorbereitet und können den Wissenstransfer in die Berufspraxis nachvollziehbar leisten.
Übergeordnetes Modul:
Schnittbildverfahren
Radioonkologie Einführung
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3ROEVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Grundlagen der Radioonkologie maligner Tumoren mit Schwerpunkt auf der onkologischen Propädeutik. Histologische Grundlagen, Staging und Grading, Kanzerogenese, epidemiologische Begriffe, Ausbreitungswege maligner Tumoren sowie Aspekte der Therapiebegleitung, Nachsorge und die Bedeutung klinischer Krebsregister. Darstellung der Methoden zur Tumorlokalisation einschließlich bildgebender Verfahren wie Planungs-CT, Ultraschall, PET CT, Szintigraphie und MRT anhand ausgewählter Bildbei-spiele. Behandelt werden Tumorvolumina, die Zielvolumendefinition in der Radioonkologie sowie Risikoorgane und organspezifische Toleranzdosen. Einflussfaktoren der Gewebetoleranz und der Einsatz strahlensensibilisierender Substanzen. Radioonkologi-sche Behandlungsrichtlinien mit Fokus auf die multidisziplinäre Indikationsstellung im Tumorboard, die Erstellung von Behandlungsplänen sowie den Einsatz bildgeführter Strahlentherapie. Therapieziele der Radioonkologie einschließlich kurativer und palliativer Konzepte, adjuvanter Bestrahlung sowie primärer, präoperativer, intraoperativer und postoperativer Strahlentherapie. Radiochemotherapie und deren Terminplanung sowie Kombinationen mit Immuntherapie, Hormontherapie und Hyperthermie. Akute und chronische Nebenwirkungen. Tumordosis mit verordneter Gesamt- und Einzeldosis sowie Fraktionierungsschemata in Abhängigkeit von Tumorgröße, Histologie, Sauer-stoffversorgung und Lokalisation. Indikationen der perkutanen kurativen Strahlentherapie sowie akute Nebenwirkungen an gesundem Gewebe und mögliche Spätfolgen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die grundlegenden Konzepte der Radioonkologie maligner Tumoren und können histologische Grundlagen, Staging, Grading, Kanzerogenese, epidemiologische Begriffe sowie Ausbreitungswege maligner Tumoren fachlich einordnen. Sie kennen Aspekte der Therapiebegleitung, Nachsorge und die Bedeutung klinischer Krebsregister. Sie sind in der Lage, Methoden der Tumorlokalisation anhand bildgebender Verfahren zu unterscheiden und Tumorvolumina, Zielvolumendefinitionen, Risikoorgane sowie organspezifische Toleranzdosen zu erklären. Einflussfaktoren der Gewebetoleranz und der Einsatz strahlensensibilisierender Substanzen sind ihnen bekannt. Die Absolvent*innen verstehen radioonkologische Behandlungsrichtlinien, den Ablauf der multidisziplinären Indikationsstellung im Tumorboard, die Erstellung von Behandlungsplänen sowie den Einsatz bildgeführter Strahlentherapie. Sie können Therapieziele der Radioonkologie differenzieren und kurative, palliative, adjuvante, primäre, präoperative, intraoperative und postoperative Konzepte einordnen. Darüber hinaus kennen sie Prinzipien der Radiochemotherapie sowie Kombinationsmöglichkeiten mit Immuntherapie, Hormontherapie und Hyperthermie. Sie verstehen die Bedeutung der Tumordosis sowie Fraktionierungsschemata in Abhängigkeit von Tumoreigenschaften und können akute sowie chronische Nebenwirkungen einschließlich möglicher Spätfolgen der perkutanen kurativen Strahlentherapie beurteilen.
Übergeordnetes Modul:
Theoretische Grundlagen Strahlentherapie
Schreibwerkstatt
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3SWSPS |
| Typ | PS |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vermittlung zentraler Schritte des wissenschaftlichen Schreibens und Arbeitens, teilweise anhand eines konkreten Schreibprojekts. Beginnend mit der Themenfindung werden Kriterien für geeignete Themen und die präzise Formulierung wissenschaftlicher Fragestellungen für schriftliche Arbeiten im Studium erarbeitet. Behandelt werden die Unterscheidung qualitativer und quantitativer Forschungsansätze, die Formulierung einer Forschungsfrage, Aufbau sowie Erstellung eines Exposés. Systematische Planung eines Schreibprojekts, einschließlich der Festlegung eines geeigneten Forschungsdesigns sowie der realistischen Planung von Zeit und Ressourcen. Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten mit ihren zentralen Bestandteilen wie Abstract, Einleitung, Hauptteil und Conclusio. Gezielten Auswahl, Bearbeitung und inhaltlichen Nutzung relevanter wissen-schaftlicher Literatur inkl. kritischer Auseinandersetzung mit Quellen, der Urheber*innenschaft sowie die Anwendung der Zitierregeln unter Nutzung von Literaturverwaltungsprogrammen. Grundlagen des Verfassens wissenschaftlicher Texte und Merkmale wissenschaftlicher Sachtexte wie Argumentationslogik, Nachvollziehbarkeit, Textstruktur, Relevanz und sprachliche Klarheit. Einsatz von KI-gestützten Werkzeugen zur Unterstützung wissenschaftlicher Arbeitsprozesse, wie Strukturierung und Optimierung. Limitationen generativer KI, insbesondere in Bezug auf inhaltliche Verlässlichkeit, Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Bias und wissenschaftliche Verantwortung. Vorstellung der KI-Richtlinie der FH Salzburg und Reflexion im Hinblick auf den zulässigen und verantwortungsvollen Einsatz von KI im Studium.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen sind in der Lage, zentrale Schritte des wissenschaftlichen Schreibens und Arbeitens selbstständig umzusetzen. Sie können geeignete Themen identifizieren, wissenschaftliche Fragestellungen präzise formulieren und qualitative sowie quantitative Forschungsansätze unterscheiden. Die Absolvent*innen können ein Schreibprojekt planen und umsetzen. Sie kennen den Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten und verfassen wissenschaftliche Texte unter Berücksichtigung von Argumentationslogik, Nachvollziehbarkeit, klarer Struktur, Relevanz und sprachlicher Präzision. Darüber hinaus können sie gezielte Literaturrecherchen durchführen, relevante Quellen kritisch auswählen und Zitierregeln korrekt anwenden. Sie können Literaturverwaltungsprogramme einsetzen und berücksichtigen Aspekte der Urheber*innenschaft und guten wissenschaftlichen Praxis. Die Absolvent*innen können KI-gestützte Werkzeuge zur Unterstützung wissenschaftlicher Arbeitsprozesse reflektiert einsetzen, erkennen deren Limitationen hinsichtlich Verlässlichkeit, Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Bias und handeln entsprechend wissenschaftlicher Verantwortung. Sie kennen die KI-Richtlinie der FH Salzburg.
Übergeordnetes Modul:
Wissenschaftliche Arbeiten
Strahlenphysik und Gerätetechnik im Bereich der Nuklearmedizin
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3GTNIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Strahlenphysik und Gerätetechnik der Nuklearmedizin mit Darstellung diagnostischer und therapeutischer Einsatzgebiete sowie grundlegender Eigenschaften ionisierender Strahlung. Wechselwirkungen von Gammastrahlung mit Materie und deren Bedeutung für Bildgebung, Dosimetrie und Strahlenschutz. Radioaktivität, Zerfallsarten und Schwä-chung von Gammastrahlung in Materie. Herstellung von Radionukliden für diagnostische und therapeutische Anwendungen, einschließlich der Funktionsweise und des Einsatzes von Radionuklidgeneratoren. Einführung in Detektorsysteme der Nuklearmedizin sowie in die Grundlagen der Messtechnik. Aufbau, Funktionsweise und Eigenschaften nuklearmedizinischer Messgeräte, Energieinformation, Zählstatistik und deren Relevanz für Messgenauigkeit und Bildqualität. Strahlenüberwachungsgeräte wie Aktivitätsmessgeräten, Kontaminationsmonitoren und Dosisleistungsmessgeräten. Sonden-messgeräte und deren Einsatzgebiete. Gerätetechnik der Gammakamera und SPECT einschließlich Geräteaufbau, Aufnahmetechnik, Bildspeicherung, relevanter Kenngrößen und Kollimatortypen. Physikalische und technische Grundlagen der Positronen-Emissions-Tomografie, einschließlich Schichtbilderzeugung und quantitativer Bildauswertung.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die physikalischen Grundlagen ionisierender Strahlung sowie deren Wechselwirkungen mit Materie und können diese im Kontext nuklearmedizinischer Diagnostik und Therapie erklären. Sie beherrschen das physikalisch technische Prinzip, den Aufbau und die Funktionsweise nuklearmedizinischer Geräte und Untersuchungsmodalitäten. Sie sind mit den Komponenten der Bildentstehung, Messwerterfassung und Bildverarbeitung in der Nuklearmedizin vertraut und können Untersuchungsparameter begründet nachvollziehen, anpassen und optimieren. Die Absolvent*innen verstehen statistische und messtechnische Zusammenhänge und können deren Einfluss auf Bildqualität, Messgenauigkeit und Strahlenschutz einschätzen. Darüber hinaus sind sie in der Lage, nuklearmedizinische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden fachgerecht durchzuführen und Geräte auf Grundlage ihres Wissens über Aufbau und Funktionsweise sicher und technisch korrekt zu bedienen. Sie können Mess- und Überwachungsgeräte sowie Sonden zielgerichtet einsetzen und Materialien für Untersuchung und Therapie fachlich, indikationsbezogen und patient*innengerecht auswählen und anwenden.
Übergeordnetes Modul:
Theoretische Grundlagen der Nuklearmedizin
Ultraschall
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3ULSIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Physikalisch technischen Grundlagen der Sonographie mit Darstellung des Aufbaus, der technischen Komponenten und der Funktionsprinzipien der Geräteeinheit. Behandelt werden die Prozesse der Bildentstehung und Bildberechnung, typische Artefakte und deren Korrekturmöglichkeiten sowie relevante Sicherheitsaspekte. Anwendungsgebiete der Sonographie. Grundlagen der Ultraschallanatomie und organspezifische Standardschnitte. Diskussion typischer sonographischer Veränderungen bei ausgewählten Krankheitsbildern. Anpassung relevanter Parameter in Abhängigkeit von Untersuchungsregion und klinischer Fragestellung sowie die standardisierte Dokumentation der Untersuchungsergebnisse. Ergänzend werden Kontrastmittelanwendungen in der Sonographie behandelt. Zur Vertiefung und Veranschaulichung der theoretischen Inhalte werden begleitend praktische Übungen mit folgenden Inhalten durchgeführt: Grundlagen der Darstellung abdomineller Organe, Schilddrüsensonographie sowie Sonographie der Carotis inkl. Messung der maximalen systolischen und enddiastolischen Geschwindigkeit sowie der Dicke der Intima Media.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die physikalisch technischen Grundlagen der Sonographie und können Aufbau, Funktionsprinzipien und sicherheitsrelevante Aspekte sonographischer Geräte erklären. Sie kennen die Prozesse der Bildentstehung und Bildberechnung, erkennen typische Artefakte und können geeignete Korrekturmaßnahmen ableiten. Sie sind in der Lage, Anwendungsgebiete der Sonographie fachlich einzuordnen, grundlegende Ultraschallanatomie zu erkennen und ausgewählte organspezifische Standardschnitte korrekt darzustellen sowie sonographische Veränderungen ausgewählter Krankheitsbilder beschreiben und klinisch einordnen. Die Absolvent*innen können Ultraschallgeräte bedienen, Geräteeinstellungen an die Untersuchungsregion und Fragestellung anpassen und Untersuchungsergebnisse standardisiert dokumentieren. Sie kennen die Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten von Kontrastmitteln in der Sonographie. Darüber hinaus führen sie einfache sonographische Untersuchungen praktisch durch, einschließlich der Darstellung abdomineller Organe, der Schilddrüse und der Carotis. Sie sind in der Lage, Blutflussgeschwindigkeiten zu messen sowie die Intima Me-dia Dicke korrekt zu bestimmen. Sie können bei ausgewählten Organbereichen zwischen normaler und pathologischer Darstellung unterscheiden und eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes erstellen. Sie wissen um die Grenzen der eigenverantwortlichen Berufsausübung Bescheid und können in Bezug auf Ultraschalluntersuchungen zwischen standardisierter Dokumentation und klinischer Befundung unterscheiden.
Übergeordnetes Modul:
Methodenwahl im diagnostischen Prozess
Untersuchungstechnik Computertomographie
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3UTCIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1,5 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Systematische und praxisnahe Vermittlung von Untersuchungen am CT sämtlicher Organe inkl. Aufklärung, Vorbereitung, Betreuung und Nachsorge der Patient*innen sowie Strahlenschutz und Sicherheitsaspekte für Patient*innen und Personal. Untersuchungsplanung, -durchführung und -optimierung einschließlich des Kontrastmittelmanagements und des optimalen Kontrastmitteltimings, unter Berücksichtigung der jeweiligen Fragestellung. Rekonstruktionsverfahren und deren Einfluss auf Bildqualität und diag-nostische Aussagekraft. Analyse der Untersuchungsparameter und Qualitätskontrolle anhand der akquirierten Bilddaten sowie Erkennen von Fehlerquellen und deren Korrektur. Ergänzend werden abhängig von der Fragestellung diverse Verfahren der Bildnachverarbeitung besprochen. Zur Veranschaulichung und Vertiefung der Inhalte werden praktische Übungen am Simulator zur Durchführung von Untersuchungen sowie Übungen am DICOM Viewer zur Bildanalyse und Nachverarbeitung integriert.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die untersuchungsrelevanten Parameter von Untersuchungen am CT sämtlicher Organbereiche und können die Angemessenheit der angeordneten Untersuchung oder Behandlung nachvollziehen, auf Plausibilität und Vollständigkeit prüfen und erforderlichenfalls fehlende medizinisch relevante Informationen einholen. Sie können die Patient*innen optimal betreuen, lagern und untersuchen. Sie können die Bildrekonstruktionen bzw. -nachbearbeitung selbstständig durchführen und erforderlichenfalls optimieren. Die Absolvent*innen beherrschen das Kontrastmittelmanagement und sind in der Lage, das Kontrastmitteltiming in Abhängigkeit von Fragestellung, Untersuchungsprotokoll und Pati-ent*innenfaktoren korrekt zu planen. Sie können Qualitätssicherungsmaßnahmen und Konstanzprüfungen vornehmen. Sie sind befähigt, die Untersuchungsparameter auf die individuellen Untersuchungs- und/oder Patient*innenerfordernisse abzustimmen und können eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes erstellen. Zur Veranschaulichung und Vertiefung der Inhalte werden praktische Übungen am Simulator zur Durchführung von Untersuchungen sowie Übungen am DICOM Viewer zur Bildanalyse und Nachverarbeitung integriert.
Übergeordnetes Modul:
Schnittbildverfahren
Untersuchungstechnik Magnetresonanztomographie
| Semester | 3 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB3UTMIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Systematische und praxisnahe Vermittlung von Untersuchungen am MRT sämtlicher Organe inkl. Aufklärung, Vorbereitung, Betreuung und Nachsorge der Patient*innen sowie Sicherheitsaspekte für Patient*innen und Personal. Untersuchungsplanung, -durchführung (inkl. Spulenmanagement) und -optimierung einschließlich des Kontrast-mittelmanagements, unter Berücksichtigung der jeweiligen Fragestellung. Eigenschaften verschiedener Sequenztypen und deren indikationsabhängige Anwendung. Analyse der Untersuchungsparameter und Qualitätskontrolle anhand der akquirierten Bilddaten sowie Erkennen von Fehlerquellen und deren Korrektur. Ergänzend werden abhängig von der Fragestellung diverse Verfahren der Bildnachverarbeitung besprochen. Zur Veranschaulichung und Vertiefung der Inhalte werden praktische Übungen am Simulator zur Durchführung von Untersuchungen sowie Übungen am DICOM Viewer zur Bildanalyse und Nachverarbeitung integriert.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die untersuchungsrelevanten Parameter von Untersuchungen am MRT sämtlicher Organbereiche und können die Angemessenheit der angeordneten Untersuchung oder Behandlung nachvollziehen, auf Plausibilität und Vollständigkeit prüfen und erforderlichenfalls fehlende medizinisch relevante Informationen einholen. Sie können die Patient*innen optimal betreuen, lagern, und untersuchen. Sie kennen die indikationsgerechten Einsatzbereiche der verschiedenen Spulen und führen Bild- sowie Sequenznachverarbeitung eigenständig durch und optimieren diese bei Bedarf. Die Absolvent*innen beherrschen das Kontrastmittelmanagement und können Qualitätssicherungsmaßnahmen und Konstanzprüfungen vornehmen. Sie sind befähigt, die Untersuchungsparameter auf die individuellen Untersuchungs- und/oder Pati-ent*innenerfordernisse abzustimmen und können eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes erstellen.
Übergeordnetes Modul:
Schnittbildverfahren
Bestrahlungsplanung und Umsetzung der therapeutischen Behandlung
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4BPUIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 3 |
| ECTS-Punkte | 3,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Ablauf der Bestrahlungsplanung in der Radioonkologie unter Einbeziehung ärztlicher, physikalischer und radiologietechnologischer Aufgaben. Computergestützte Planungsverfahren einschließlich virtueller Simulation und Planungs-CT. Prinzipien der Feldeinstellung, Einsatz und Anfertigung von Lagerungshilfen, Indexing sowie Sicherstellung reproduzierbarer Patient*innenlagerung. Dokumentation der Bestrahlung sowie MU-Kalkulation bzw. Berechnung der Bestrahlungszeit bei einfachen, nicht computergestützten Bestrahlungstechniken. Grundprinzipien und klinische Anwendung moderner Planungs- und Bestrahlungstechniken wie IMRT, VMAT, Stereotaxie, DIBH sowie bild-gestützter Verfahren einschließlich IGRT, SGRT, CBCT, kV-Bildgebung und Sonographie. Definition von Volumina und Dosen gemäß aktuellen ICRU-Richtlinien sowie klinische Zielvolumina erster, zweiter und dritter Ordnung in Abhängigkeit von Erkrankungsstadium und Behandlungsziel. Algorithmen zur Dosisberechnung sowie typische Bestrahlungstechniken und deren resultierende Dosisverteilungen. Ebenen der Be-strahlungsplanung (1-, 2-, 3- , 4-dimensional). Einfluss einzelner Parameter auf die Dosisverteilung. Ablauf der drei- und vierdimensionalen Bestrahlungsplanung inkl. Definition von Zielvolumina und Risikoorganen, semi-automatischer Konturierung, Deep Learning Methoden, Darstellung von Bestrahlungs- und Patient*innengeometrie sowie Visualisierung der Dosisverteilung mittels Isodosen und Dosis Volumen Histogrammen. Inter-pretation, Bewertung und gezielte Modifikation von Bestrahlungsplänen durch Gewichtung, Energiewahl und Anpassung der Technik. Applikationsformen, Applikatoren und bildgebende Verfahren in der Brachytherapie sowie spezielle Techniken wie Ganzkörperbestrahlung, stereotaktische Bestrahlung und intraoperative Strahlentherapie. Grundlagen der Bestrahlungsplanung in der Brachytherapie sowie Überblick über Protonen- und Kohlenstoffionentherapie. Qualitätssicherung bei der täglichen Feldeinstellung, insbesondere unter Einsatz bildgeführter Verfahren. Unterscheidung systematischer und zufälliger Fehler sowie Analyse typischer Fehlerquellen. Vertiefung dosimetrischer Grundlagen der im Modul TGST erworbenen Kompetenzen, einschließlich Dosisbegriffe und Einheiten, Dosismessung, Kalibrierung von Bestrahlungsgeräten.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können die Bestrahlungsplanung in Zusammenarbeit mit Ärzt*innen und Medizinphysiker*innen durchführen und können die Angemessenheit der angeordneten Untersuchung oder Behandlung nachvollziehen, auf Plausibilität und Vollständigkeit prüfen und erforderlichenfalls fehlende medizinisch relevante Informationen einholen. Sie können Bestrahlungskonzepte umsetzen, Nebenwirkungen erkennen und einschätzen und bei Bedarf eigenverantwortlich vor Fortsetzung der Bestrahlung eine ärztliche Kontrolle veranlassen. Sie sind in der Lage, Bestrahlungspläne sowie ärztliche Vorschreibungen an den Bestrahlungsgeräten umzusetzen und bei Störfällen entsprechend zu reagieren. Sie können eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes erstellen, anhand von Verifikationsaufnahmen unterschiedliche Füllungszustände von Hohlorganen erkennen und entsprechend reagieren. Zudem können Sie die Bildgebung zur Bestrahlungsplanung anwenden, individuelle Lagerungsmaterialien und -behelfe anfertigen und anwenden, die Bestrahlung vorbereiten, inklusive Dosisberechnung und -Verteilung, Bestrahlungspläne erstellen und die Strahlentherapie durchführen, die Verifikation mittels unterstützender Bildgebung durchführen und Plausibilitätskontrolle vornehmen. Sie können Patient*innen über die von ihnen durchgeführten Maßnahmen informieren, Maßnahmen im Bereich der Qualitätssicherung (in Zusammenarbeit mit Medizinphysiker*innen) durchführen und kennen die in der Brachytherapie zum Einsatz kommenden Geräte und Applikatoren und können die zur Planung nötigen Aufnahmen anfertigen. Sie weisen Kenntnisse über dosiseskalative Spezialverfahren wie IORT, STX, IMRT auf.
Übergeordnetes Modul:
Klinische Anwendungsfelder der Strahlentherapie
Indikationen und radiopharmazeutische Grundlagen nuklearmedizinischer Untersuchungen
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4INMVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 3 |
| ECTS-Punkte | 4 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Prinzipien der Radiopharmakologie und Pharmakokinetik mit Fokus auf Anreicherung, Verteilung, Metabolismus und Ausscheidung radiopharmazeutischer Substanzen. Einführung in die Grundlagen der Radiopharmazie mit Erklärung von Radionuklidgeneratoren, der Markierungsprozesse von Radiopharmaka sowie der Verwendung von Kits und Fertigpräparaten. Vermittlung der radiopharmazeutischen Qualitätskontrolle unter Berücksichtigung gesetzlicher, medizinischer und pharmazeutischer Vorschriften einschließlich radiochemischer und Nuklidreinheit. Sicherer und regelkonformer Umgang mit offenen radioaktiven Substanzen. Krankheits- und indikationsorientierte Grundlagen der nuklearmedizinischen Bildgebung mit Gammakamera und Positronen-Emissions-Tomografie sowie der Knochendichtemessung mittels DXA. Nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren inkl. eingesetzten Tracer bei typischen Erkrankungen ausgewählter Organsysteme, insbesondere des Skelettsystems einschließlich Osteoporose, Tumorerkrankungen und Metastasierung, des Herzens, der Lunge, der Nieren, des Gastrointestinaltraktes sowie der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen. Zusammenspiel von Fragestellung, Radiopharmakon und Bildgebung. Einführung in therapeutische Anwendungen mit offenen radioaktiven Stoffen sowie in das Konzept der Theranostik. Dabei steht die Rolle und Verantwortung der Radiologietechnolog*innen im Zusammenspiel von Diagnostik, Bildqualität und Therapievorbereitung im Mittelpunkt.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die grundlegenden Prinzipien der Radiopharmakologie und Pharmakokinetik und können Anreicherung, Verteilung, Metabolismus und Ausscheidung radiopharmazeutischer Substanzen erklären. Sie kennen Nebenwirkungen, Wechselwirkungen sowie Indikationen und Kontraindikationen nuklearmedizinischer Untersuchungen und können die Angemessenheit der angeordneten Untersuchung oder Behandlung nachvollziehen, auf Plausibilität und Vollständigkeit prüfen und erforderlichenfalls fehlende medizinisch relevante Informationen einholen. Sie verfügen über grundlegende Kenntnisse der Radiopharmazie, einschließlich Radionuklidgeneratoren, Markierung von Radiopharmaka sowie der Anwendung von Kits und Fertigpräparaten. Die Absolvent*innen verstehen die Anforderungen der radiopharmazeutischen Qualitätskontrolle und können gesetzliche, medizinische und pharmazeutische Vorgaben nachvollziehen. Sie können mit offenen radioaktiven Stoffen umgehen und nehmen bei allen Tätigkeiten auf die Prinzipien des Strahlenschutzes bedacht. Die Absolvent*innen sind in der Lage, Indikationen und Kontraindikationen nuklearmedizinischer Untersu-chungen und Therapien mitzubeurteilen, Neben- und Wechselwirkungen eingesetzter Radiopharmaka zu berücksichtigen und physiologischen von pathologischem Uptake zu unterscheiden. Sie interpretieren Bilddaten qualitätsorientiert unter Berücksichtigung von Untersuchungsprotokollen, Artefaktentstehung und Patient*innenmanagement. Sie können die Angemessenheit angeordneter Untersuchungen oder Behandlungen fachlich nachvollziehen, Untersuchungsergebnisse gemäß qualitativen Richtlinien analysieren sowie Fehler und deren Ursachen erkennen und korrigieren. Darüber hinaus erkennen sie ausgewählte Krankheitsbilder bei nuklearmedizinischen Verfahren und Verstehen die qualitativen Anforderungen an Diagnostik und Therapie einschließlich der Grundprinzipien der Theranostik.
Übergeordnetes Modul:
Theoretische Grundlagen der Nuklearmedizin
Praktikumsbegleitende Lehrveranstaltung 3
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4PB3RC |
| Typ | RC |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0,5 |
| ECTS-Punkte | 0,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung begleitet die praktische Ausbildung und unterstützt die systematische Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers. Anhand ausgewählter Case Studies werden berufsspezifische Entscheidungsprozesse analysiert und die professionelle Handlungskompetenz der Studierenden gezielt gestärkt. Darüber hinaus erhalten die Studierenden die Möglichkeit, Erfahrungen aus dem Praktikum in einem geschützten Rahmen zu reflektieren und ggf. angemessene Unterstützungsangebote thematisiert.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen reflektieren den Transfer theoretischer Inhalte in die berufliche Praxis systematisch und leiten daraus fundierte berufsspezifische Entscheidungen ab. Sie analysieren praxisrelevante Fallbeispiele kritisch und stärken dadurch ihre professionelle Handlungskompetenz. Sie sind in der Lage, eigene Erfahrungen aus dem Praktikum strukturiert zu reflektieren und diese in einen fachlichen und persönlichen Entwicklungsprozess einzuordnen. Darüber hinaus kennen sie geeignete Unterstützungsangebote und gehen verantwortungsvoll mit eigenen Belastungen um.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung - Nuklearmedizin und Strahlentherapie
Praktische Ausbildung Nuklearmedizin und Strahlentherapie
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4PNUIT |
| Typ | IT |
| Art | Praktikum (S) |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0 |
| ECTS-Punkte | 10 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Praktische Ausbildung Nuklearmedizin: Training der professionellen Kommunikation mit Fokus auf Aufklärung, Anleitung und Betreuung im nuklearmedizinischen Setting sowie der Fähigkeit zur Indikationskontrolle, zur kritischen Reflexion der klinischen Fragestellung und zur fachlich begründeten Adaptierung der Untersuchungstechniken. Im Bereich der Gammakamera werden Pati-ent*innenlagerung, Einstellung und Optimierung der Geräteparameter, Auswahl und Einsatz von Kollimatoren, Energieselektion, Durchführung von Qualitätskontrollen, Si-cherheitsbestimmungen sowie Bildverarbeitung und Bildarchivierung vermittelt. Im Be-reich der Positronen-Emissions-Tomografie werden Geräteparameter, Pati-ent*innenlagerung, die Integration der Computertomografie, Rückmessungen, Grundla-gen und Bedeutung des Standardized Uptake Value sowie Bildverarbeitung und Archi-vierung vermittelt. Arbeiten im heißen Raum, dazu zählen der sichere Umgang mit Ra-diopharmaka, Markierung und Aktivitätsmessung, Maßnahmen zur Kontaminationspro-phylaxe, korrektes Vorgehen im Kontaminationsfall sowie die Durchführung radiophar-mazeutischer Qualitätskontrollen. Praktische Ausbildung Strahlentherapie: Training der professionellen Kommunikation mit Fokus auf Aufklärung, Anleitung und Betreuung im strahlentherapeutischen Setting. Indikationskontrolle, Reflexion der klini-schen Fragestellung sowie die fachlich begründete Adaptierung von Untersuchung und Behandlungstechniken. Im Bereich der Bestrahlungsplanung werden Pati-ent*innenpositionierung, Indexing, Durchführung der Planungs-CTs mit und ohne Kon-trastmittel, virtuelle Simulation, semiautomatische Konturierung, Bildfusionierungen so-wie die Erstellung und Bewertung von Bestrahlungsplänen vermittelt. Weitere Inhalte umfassen die Simulation und Markierung der Bestrahlungsfelder sowie die Handhabung und Anwendung von Lagerungshilfen. Die Lehrinhalte zum Bestrahlungsgerät beinhalten Patient*innenbetreuung während der Behandlung, korrekte Positionierung, Feldeinstel-lungen, den Einsatz bildgeführter Verfahren zur Verifikation sowie relevante Sicher-heitsbestimmungen im klinischen Betrieb. Ergänzend wird die psychosoziale Betreuung onkologischer Patient*innen thematisiert, einschließlich des professionellen Umgangs mit Belastungssituationen, Ängsten und besonderen Bedürfnissen im Verlauf der Strah-lentherapie.
Lernergebnis:
Praktische Ausbildung Nuklearmeidizin: ie Absolvent*innen kommunizieren professionell und situationsgerecht mit Patient*innen und können nuklearmedizinische Untersuchungen verständlich erklären sowie Anlei-tungen klar vermitteln. Sie beherrschen die nuklearmedizinischen Untersuchungsmoda-litäten, können Untersuchungsparameter modifizieren und optimieren. Sie können Un-tersuchungs- und Behandlungsmethoden fachgerecht unter Aufsicht durchführen und die Geräte technisch einwandfrei bedienen. Sie können die radiologtechnologische An-gemessenheit der angeordneten Untersuchung oder Behandlung auf der Grundlage des Wissens über Indikationen und Kontraindikationen nachvollziehen und erforderli-chenfalls mit den zuständigen Ärzt*innen Rücksprache über fehlende medizinisch rele-vante Informationen halten. Sie können Patient*innen vor, während und nach einer nuk-learmedizinischen Untersuchung betreuen, für die Untersuchung optimal lagern und hinsichtlich der Nachsorge anleiten. Die Absolvent*innen können die Aufnahme- oder Untersuchungsergebnisse analysieren und hinsichtlich qualitativer Richtlinien bewerten, Fehler und deren Ursachen erkennen sowie korrigieren, die Produktqualität argumentie-ren und gegebenenfalls Möglichkeiten weiterführender radiologietechnologischer Maß-nahmen vorschlagen. Sie können Krankheitsbilder anhand nuklearmedizinischer Ver-fahren erkennen und beschreiben. Die Absolvent*innen können Radiopharmaka vorbe-reiten und wissen über den Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen Bescheid. Sie nehmen bei allen Tätigkeiten auf die Besonderheiten des Strahlenschutzes in der Nuk-learmedizin Rücksicht. Die Absolvent*innen haben mindestens 50 Untersuchungen aus mindestens 5 der fol-genden Organbereiche: Skelettsystem, endokrines System, kardiovaskuläres System, Respirationstrakt, Urogenitaltrakt, lymphatisches System, Gastrointestinaltrakt, häma-topoetisches System, Zentralnervensystem eigenständig durchgeführt. Praktische Ausbildung Strahlentherpaie: Die Absolvent*innen kommunizieren professionell mit Patient*innen im strahlentherapeu-tischen Setting und übernehmen Aufklärung, Anleitung und Betreuung situationsgerecht. Sie reflektieren die klinische Fragestellung und passen Untersuchungs- und Behand-lungstechniken fachlich begründet an. Sie setzen Bestrahlungspläne und ärztliche Vor-schreibungen an den Bestrahlungsgeräten korrekt um. Dazu zählen Pati-ent*innenpositionierung, Indexing, Durchführung von Planungs-CTs mit und ohne Kon-trastmittel, virtuelle Simulation, semiautomatische Konturierung, Bildfusionierungen so-wie die Erstellung, Bewertung und Umsetzung von Bestrahlungsplänen. Lagerungshilfen werden sicher angewendet und Simulation sowie Markierung der Bestrahlungsfelder korrekt durchgeführt. Darüber hinaus betreuen sie Patient*innen während der Bestrah-lung, führen korrekte Positionierungen und Feldeinstellungen durch, setzen bildgeführte Verfahren zur Verifikation ein und beachten Sicherheitsbestimmungen im klinischen Be-trieb und reagieren angemessen auf Störfälle. Die Absolvent*innen berücksichtigen psychosoziale Aspekte onkologischer Erkrankungen, unterstützen Patient*innen im Umgang mit Belastungssituationen und kommunizieren interprofessionell mit Ärzt*innen, Medizinphysiker*innen und Pflegepersonal zur Abstimmung der Behandlungsprozesse. Die Absolvent*innen haben mindestens 15 Planungen einschließlich virtueller Simulation sowie mindestens 35 Bestrahlungen in den Bereichen Tele- und Brachytherapie eigen-ständig durchgeführt.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung - Nuklearmedizin und Strahlentherapie
Praxisseminar Nuklearmedizin
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4PSNUE |
| Typ | UB |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Begleitend zu den Lehrinhalten der Lehrveranstaltungen des Moduls werden fachpraktische Übungen in Kleingruppen abgehalten. Dabei lernen die Studierenden die nuklearmedizinischen Geräte sowie die Aufgaben von Radiologietechnolog*innen im heißen Labor theoretisch als auch praktisch kennen. Zur Förderung eines nachhaltigen Wissenstransfers in die Berufspraxis finden die Übungen direkt an den jeweiligen Praktikumsstellen statt. Anhand ausgewählter praxisbezogener Fragestellungen wird das Zusammenspiel von Theorie und beruflicher Praxis reflektiert. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Stellenwert des Strahlenschutzes in der Nuklearmedizin, um eine fundierte Vorbereitung auf die nachfolgende praktische Ausbildung sicherzustellen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können Radiopharmaka vorbereiten und die notwendigen Qualitätssicherungsmaßnahmen anwenden. Sie kennen die untersuchungsrelevanten Parameter bei der Gammakamera und bei der PET/CT und können die Geräte technisch bedienen. Sie können Maßnahmen zur Dekontamination anwenden.
Übergeordnetes Modul:
Klinische Anwendungsfelder in der Nuklearmedizin
Praxisseminar Strahlentherapie
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4PSTUE |
| Typ | UB |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 3 |
| ECTS-Punkte | 3 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Praktische Demonstrationen und Übungen am Linearbeschleuniger und an der Planungssoftware begleitend zu den theoretischen LV. Besprechung des Ablaufs des Bestrahlungsprozesses inkl. interdisziplinärer Zusammenarbeit. Aufklärung der Patient*innen aus Sicht der Berufsgruppe. Unterstützungsmöglichkeiten für onkologische Patient*innen wie z.B. die Krebshilfe u.a. Besprechung der S3-Leitlinie ¿Komplementärmedizin in der Behandlung onkologischer Patient*innen¿ anhand von klinischen Beispielen. Übungen Teletherapie: Planungs-CT, virtuelle Simulation, Lagerungshilfen, Fixations-systeme, Indexing-System, Bildfusionierungen (PET-CT, MR), starre und nicht starre Bildregistrierung, clinical goals, Re-Bestrahlungen, Planungs-Beispiele und Übungsaufgaben an der Bestrahlungssoftware, Bedienung der Bestrahlungsgeräte inkl. IGRT. Interpretation und Umsetzung von Bestrahlungsprotokollen inkl. Behandlungsunterlagen. Nebenwirkungsmanagement (Hautirritationen, BB, Harn-Kontrollen, ¿) unterschiedlicher Tumorentitäten. Übungen Brachytherapie: Applikationsformen inkl. Instrumente und Applikatoren und dazugehöriger Bildgebung für die Bestrahlungsplanung. Grundzüge des Planungsvorganges verstehen und interpretieren. Besprechung und fachliche Reflexion der praktischen Ausbildung sowie Aufarbeitung offener Fragen und im Praktikum aufgetretener Problemstellungen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen sind in der Lage, den Ablauf des radioonkologischen Bestrahlungsprozesses unter Berücksichtigung der interdisziplinären Zusammenarbeit nachvollziehbar darzustellen und praktisch umzusetzen. Sie können Linearbeschleuniger und Planungssoftware grundlegend bedienen. Sie verstehen den Ablauf bzw. die Funktion von Planungs-CTs, virtuellen Simulationen, Lagerungs- und Fixationssystemen, Indexing Systemen sowie Bildfusionen und Bildregistrierungen. Die Absolvent*innen können klinische Zielvorgaben umsetzen, Planungsbeispiele an der Bestrahlungssoftware bearbeiten, Bestrahlungsgeräte einschließlich IGRT bedienen und Behandlungsprotokolle sowie zugehörige Unterlagen interpretieren. Sie sind in der Lage, Patient*innen aus Sicht der Berufsgruppe sachgerecht aufzuklären, Unterstützungsangebote zu benennen und Inhalte der S3-Leitlinie zur Komplementärmedizin anhand klinischer Beispiele einzuordnen. Sie erkennen therapieassoziierte Nebenwirkungen unterschiedlicher Tumorentitäten und unterstützen das Nebenwirkungsmanagement. Die Absolvent*innen verstehen Applikationsformen und Planungsgrundlagen der Brachytherapie. Sie kennen Stressbewältigungsstrategien für den Umgang mit belastenden Situationen im onkologischen Umfeld.
Übergeordnetes Modul:
Klinische Anwendungsfelder der Strahlentherapie
Radioonkologie Vertiefung
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4ROVVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vertiefung in der Strahlenbehandlung maligner Erkrankungen verschiedener Organsysteme. Behandelt werden primäre und sekundäre Hirntumoren, Tumoren der Orbita, des Gesichtsschädels und des Halses, maligne primäre und sekundäre Lymphome sowie hämatopoetische Erkrankungen. Weitere Schwerpunkte sind das Bronchialkarzinom, Mammakarzinom, Ösophaguskarzinom, Tumoren der Bauchhöhle, urogenitale Malignome, Rektum und Analkarzinome, Hautmalignome, Weichteilsarkome, pädiatrische Tumore sowie die palliative Strahlentherapie. Indikationen, radioonkologische Notfallsituationen wie das akute Querschnittssyndrom oder die obere Einflussstauung sowie die Schmerzbehandlung bei Knochen und Weichteilmetastasen. Grundlagen der Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen. Dazu zählen Indikationen für Entzündungs- und Reizbestrahlungen, vaskuläre Strahlentherapie sowie der Einsatz umschlossener Strahler. Behandlung dosiseskalativer und hochspezialisierter Verfahren inkl. Indikationen und Grundlagen der Brachytherapie, der intensitätsmodulierten Strahlentherapie, stereotaktischer Verfahren, der intraoperativen Strahlentherapie sowie moderner bildgeführter Strahlentherapietechniken.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die grundlegenden Konzepte der Strahlenbehandlung bei malignen Erkrankungen verschiedener Organsysteme und können die Indikationen der Strahlentherapie für zentrale Tumorentitäten fachlich einordnen. Sie verstehen die Besonderheiten der Bestrahlung bei primären und sekundären Tumoren des zentralen Nervensystems, bei thorakalen, abdominalen, urogenitalen, kutanen sowie pädiatrischen Malignomen. Sie sind in der Lage, Indikationen der palliativen Strahlentherapie zu erkennen und radioonkologische Notfallsituationen fachlich einzuordnen. Die Absolvent*innen verstehen die Prinzipien der Schmerzbehandlung bei Knochen und Weichteilmetastasen. Darüber hinaus kennen sie die Anwendungsgebiete der Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen und können Indikationen für Entzündungs- und Reizbestrahlungen, vaskuläre Strahlentherapie sowie den Einsatz umschlossener Strahler nachvollziehen. Sie verstehen die Grundlagen dosiseskalativer Spezialverfahren und die Einsatzgebiete intraoperativer Strahlentherapie. Sie kennen die Indikationen für Anwendungen der Brachytherapie sowie der IMRT, Stereotaxie, IORT und IGRT-Techniken.
Übergeordnetes Modul:
Theoretische Grundlagen Strahlentherapie
Strahlenschutz im Bereich der Strahlentherapie
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4SSSIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Lehrinhalte entsprechend Allgemeinen Strahlenschutzverordnung BGBl. II Nr. 339/2020 (Anlage 18, Pkt. 4) i.d.g.F. Röntgeneinrichtungen und sonstige Strahlengeneratoren sowie umschlossene radioaktive Quellen für die Therapie. Kalibrierung von Strahlenquellen. Strahlenexposition strahlenexponierter Arbeitskräfte, Patient*innen und sonstigen Personen. Ermittlung der Strahlenexposition. Schutzmaßnahmen für strahlenexponierte Arbeitskräfte, Patient*innen und sonstige Personen. Qualitätssicherungsmaßnahmen. Übungen: Schutzmaßnahmen beim Betrieb von Röntgeneinrichtungen und sonstigen Strahlengeneratoren für die Therapie sowie bei Tätigkeiten mit umschlossenen radioaktiven Quellen. Prüfung von umschlossenen radioaktiven Quellen auf Dichtheit. Qualitätsprüfungen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die Vorgaben der Allgemeine Strahlenschutzverordnung i.d.g.F. bezüglich Strahleneinrichtungen und Bestrahlungsvorrichtungen für die Therapie sowie die Schutzmaßnahmen bei therapeutischen Anwendungen für Patient*innen und Personal. Sie wissen, wie man die Strahlenexposition von Patient*innen und Personal ermittelt und kennen die gängigen Qualitätssicherungsmaßnahmen. Nach positiver Absolvierung des Bachelorstudiums sind die Absolvent*innen berechtigt, die Aufgaben von Strahlenschutzbeauftragten im Bereich der Strahlentherapie (im Sinne der Med. StrSchV., BGBl. II Nr. 375/2017 - Anlage 2, Pkt. 2 & 3) wahrzunehmen.
Übergeordnetes Modul:
Klinische Anwendungsfelder der Strahlentherapie
Strahlenschutz offene radioaktive Stoffe
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4SSNIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Lehrinhalte entsprechend Allgemeine Strahlenschutzverordnung 2020, BGBl. II Nr. 339/2020 (Anlage 18, Pkt. 3) Einrichtungen für Tätigkeiten mit offenen radioaktiven Stoffen, Strahlenexposition von strahlenexponierten Arbeitskräften, Patient*innen und sonstigen Personen. Ermittlung der Strahlenexposition. Schutzmaßnahmen für strahlenexponierte Arbeitskräfte, Pati-ent*innen und sonstige Personen. Kontamination und Dekontaminierungsmaßnahmen. Rechtliche Bestimmungen für die Freigabe und Ableitung von offenen radioaktiven Stof-fen sowie für radioaktive Abfälle. Strahlenunfälle mit äußerer Kontamination und Inkorpo-ration, Erste Hilfe, Ganzkörpermessungen und Ausscheidungsanalysen, Diagnostische Referenzwerte, Qualitätssicherungsmaßnahmen. Übungen: Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit offenen radioaktiven Stoffen, Nach-weis von Kontamination, Dekontaminierung, Qualitätsprüfungen
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können bei allen Anwendungen ionisierender Strahlung in der Nuk-learmedizin die geeigneten Vorkehrungen treffen, um die Strahlenbelastung für Pati-ent*innen und Personal so gering wie möglich zu halten. Die Absolvent*innen beherr-schen den Umgang mit radioaktiven Stoffen und können Maßnahmen zur Dekontamina-tion sowie Entsorgung durchführen. Sie können die Aufgaben von Strahlenschutzbeauf-tragten in diesen Bereichen im Sinne der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung (i.d.g.F.) wahrnehmen. Sie können bei Strahlenunfällen in der Nuklearmedizin die not-wendigen Maßnahmen einleiten. Nach positiver Absolvierung des Bachelorstudiums sind die Absolvent*innen berechtigt, die Aufgaben von Strahlenschutzbeauftragten im Bereich der Nuklearmedizin mit offe-nen radioaktiven Stoffen (im Sinne der Med. StrSchV., BGBl. II Nr. 375/2017 - Anlage 2, Pkt. 2 & 3) wahrzunehmen.
Übergeordnetes Modul:
Klinische Anwendungsfelder in der Nuklearmedizin
Untersuchungstechnik Nuklearmedizin
| Semester | 4 |
|---|---|
| Studienjahr | 2 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB4UNMIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Nuklearmedizinische Untersuchungsmethoden mit Fokus auf Geräteeinsatz und Radiopharmaka. Organisation des Untersuchungsablaufs sowie Aufklärung, Vorbereitung und Betreuung der Patient*innen im nuklearmedizinischen Setting. Überblick über Orga-nisation und Bereitstellung von Radiopharmaka sowie über Aufbau, Funktion und Arbeitsabläufe des heißen Labors. Durchführung der radiopharmazeutischen Qualitätskontrolle sowie auf Maßnahmen der Dekontamination und der sachgerechten Entsorgung radioaktiver Abfälle. Durchführung nuklearmedizinischer Untersuchungen bei der Gammakamera und am PET/CT aus verschiedenen Organbereichen, darunter Untersuchungen des ZNS, Lungenuntersuchungen wie Perfusions- und Inhalationsszintigrafie, kardiale Untersuchungen ggf. unter pharmakologischer Belastung, Untersuchungen von Leber, Abdomen, Niere, Skelett sowie Entzündungs-, Tumor- und Rezeptorszinti-grafien. Weitere Inhalte sind die Sentinel Lymphknotenszintigrafie sowie die Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenszintigrafie. Ergänzend werden Untersuchungsprotokolle erläutert, die Auswertung szintigrafischer Bilddaten diskutiert und die Bildqualität bewertet. Fachgerechte Dokumentation und Archivierung der Untersuchungsergebnisse. Durchführung von Radionuklidtherapien sowie Grundlagen der Knochendichtemessung mittels DEXA.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die Indikationen bzw. Kontraindikationen nuklearmedizinischer Untersuchungen und können die Angemessenheit der angeordneten Untersuchung oder Behandlung nachvollziehen, auf Plausibilität und Vollständigkeit prüfen und erforderlichenfalls fehlende medizinisch relevante Informationen einholen. Sie können Radiopharmaka, entsprechend der Anordnung korrekt dosieren und verabreichen, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden fachgerecht durchführen und die Geräte auf Grundlage des Wissens über deren Aufbau und Funktionsweise technisch einwandfrei bedienen. Sie können Patient*innen vor, während und nach einer nuklearmedizinischen Untersuchung betreuen, für die Untersuchung optimal lagern und hinsichtlich der Nachsorge anleiten. Sie können im Rahmen von nuklearmedizinischen Untersuchungen oder Behandlungen den Zusammenhang zwischen Lagerung der Patient*innen, Wahl der Aufnahmeparameter, dem pathophysiologischen Korrelat und den erhobenen Untersuchungsdaten herstellen sowie Abweichungen erkennen und gegebenenfalls die ent-sprechenden Parameter optimieren. Sie können Materialien für die Untersuchung oder Behandlung fach-, indikations- und patient*innengerecht auswählen, anwenden und bedienen. Die Absolvent*innen können die Aufnahme- oder Untersuchungsergebnisse analysieren und hinsichtlich qualitativer Richtlinien bewerten, Fehler und deren Ursachen erkennen sowie korrigieren, die Produktqualität argumentieren und gegebenenfalls Möglichkeiten weiterführender Maßnahmen vorschlagen. Sie können eine berufsspezifische Diagnose im Sinne eines radiologietechnologischen Befundes erstellen.
Übergeordnetes Modul:
Klinische Anwendungsfelder in der Nuklearmedizin
Einführung in das Qualitätsmanagement
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5EQMIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
QM im Gesundheitswesen. Begriffsdefinitionen. Einführung in die gängigsten Qualitätsmanagementmodelle (ISO, EFQM, TQM etc.) und deren kritische Betrachtung hinsichtlich Umsetzbarkeit. Qualitätsdimensionen im Gesundheitswesen nach Donabedian. Qualitätsgrundsätze des Qualitätsmanagements und Schlüsselkriterien der einzelnen Qualitätsdimensionen für den gesundheitswissenschaftlichen Bereich. Grundlagen QM-Management. Rechtliche und normative Grundlagen (Strahlenschutzgesetz, ISO, KTQ). Methoden und Werkzeuge (SOPS, CIRS, ¿). Kontinuierliche Qualitätsverbesserung (Fehlerkultur, Lernen aus Fehlern, Rolle der Mitarbeiter*innen, ¿) Grundbegriffe, Werkzeuge und Dokumentation im Projektmanagement.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die grundlegenden Konzepte und Begriffsdefinitionen des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen und können gängige Qualitätsmanagementmodelle kritisch im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit im klinischen Alltag beurteilen. Sie kennen die Qualitätsdimensionen nach Donabedian und können Struktur, Prozess und Ergebnisqualität auf gesundheitswissenschaftliche und radiologietechnologische Fragestellungen übertragen. Sie sind mit den zentralen Qualitätsgrundsätzen, rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen vertraut, insbesondere mit relevanten Vorgaben aus dem Strahlenschutzrecht sowie mit zertifizierungsrelevanten Standards wie ISO und KTQ. Die Absolvent*innen kennen zentrale Methoden und Werkzeuge des Qualitätsmanagements wie SOPs und CIRS und wenden diese sachgerecht an. Dar-über hinaus verstehen sie die Prinzipien der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung, einschließlich Fehlerkultur, Lernen aus Fehlern und der Rolle der Mitarbeiter*innen. Sie verstehen Qualitätsmanagement nicht als bürokratischen Selbstzweck, sondern als wesentliches Instrument zur Sicherung von Patient*innensicherheit, Bildqualität und professionellem Handeln in der Radiologietechnologie.
Übergeordnetes Modul:
Qualitäts- und Wissensmanagement
Medical English
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5MERIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Englisch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Aufbauend auf dem Maturaniveau erfolgt eine bedarfsorientierte Wiederholung und Vertiefung des allgemeinen und fachspezifischen Wortschatzes, welcher für eine sichere und professionelle Patient*innenkommunikation erforderlich ist. Vertiefung der verbalen Sprachkompetenz (Ausdrucksweise, Aussprache) als Voraussetzung für den Umgang mit fremdsprachigen Patient*innen. Sprachtraining mit besonderem Fokus auf die münd-liche Kommunikation mit Patient*innen im radiologietechnologischen und klinischen Alltag. Behandelt werden typische Kommunikationssituationen wie Aufklärungsgespräche, Anweisungen vor, während und nach Untersuchungen sowie der einfühlsame Umgang mit Fragen, Ängsten und Unsicherheiten fremdsprachiger Patient*innen. Der englische Wortschatz wird gezielt erweitert, insbesondere im Hinblick auf Anatomie, Untersuchungsabläufe, Lagerung, Sicherheit und Patientenkomfort. Vertiefung der verbalen Sprachkompetenz in Ausdrucksweise und Aussprache, um Informationen klar, verständlich und situationsgerecht vermitteln zu können. Bearbeitung englischsprachiger Fachtexte und kurzer wissenschaftliche Publikationen mit patient*innenenbezogenen Inhalten oder mit Bezug zu Bachelorarbeiten.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kommunizieren sicher und situationsgerecht auf Englisch mit fremdsprachigen Patient*innen im radiologietechnologischen Alltag. Sie verfügen über einen erweiterten allgemeinen und fachspezifischen englischen Wortschatz und wenden diesen verständlich bei Aufklärung, Anleitung und Betreuung an. Darüber hinaus verstehen sie englischsprachige Fachtexte und wissenschaftliche Inhalte und können diese im beruflichen und studienbezogenen Kontext nutzen.
Übergeordnetes Modul:
Wissenschaftliche Methodenkompetenz
Methoden qualitativer Forschung
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5QLFIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Einführung in qualitative Forschungsmethoden im Gesundheitswesen. Grundlegende Konzepte qualitativer Forschung sowie deren Abgrenzung zu quantitativen Forschungsansätzen. Überblick über qualitative Forschungsdesigns- und Methoden. Dazu zählen zentrale Erhebungsverfahren wie Interviews und qualitative Befragungen sowie grundlegende Auswertungsansätze. Diskussion der jeweiligen Stärken, Schwächen und Anwendungsgrenzen qualitativer Methoden. Auseinandersetzung mit methodischen Gütekriterien qualitativer Forschung, insbesondere Objektivität, Reliabilität und Validität, und deren Bedeutung im qualitativen Forschungsprozess. Vertieft behandelt werden qualitative Forschungsmethoden, die im Rahmen des Bachelorstudiums realistisch selbst angewendet werden können, insbesondere Expert*inneninterviews und Erhebungen bei kleinen Stichproben. Begleitend werden bereits durchgeführte qualitative Erhebungen gemeinsam analysiert und kritisch diskutiert. Ziel ist die Förderung methodischer Reflexionsfähigkeit sowie der sicheren Anwendung qualitativer Forschungsmethoden.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen die Grundlagen qualitativer Forschungsmethoden im Gesundheitswesen und können qualitative von quantitativen Forschungsansätzen systematisch abgrenzen. Sie kennen zentrale qualitative Forschungsdesigns sowie Erhebungs- und Auswertungsverfahren und können deren Stärken und Schwächen methodisch reflektieren. Sie sind in der Lage, methodische Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität im spezifischen Kontext qualitativer Forschung korrekt einzuordnen. Die Absolvent*innen kennen die Einsatzmöglichkeiten qualitativer Methoden für berufsrelevante Fragestellungen im Gesundheitswesen. Darüber hinaus können sie einfache qualitative Studien eigenständig planen und umsetzen, insbesondere Expert*inneninterviews und Erhebungen bei kleinen Populationen oder Stichproben. Sie analysieren und diskutieren qualitative Daten kritisch und entwickeln daraus eine fundierte methodische Reflexions- und Anwendungskompetenz.
Übergeordnetes Modul:
Wissenschaftliche Methodenkompetenz
Methoden quantitativer Forschung
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5QNFIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Einführung in die deskriptive Statistik mit Vermittlung zentraler statistischer Begrifflichkeiten, darunter deskriptive und Inferenzstatistik, Variable und Merkmal, kontinuierliche und diskrete Daten sowie Operationalisierung. Statistische Maßzahlen, Verteilungen, Skalenniveaus und grundlegende Formen der grafischen Darstellung von Daten. Einführung in die analytische Statistik. Inhalte sind die Grundlagen der Wahrscheinlichkeits-rechnung, die Formulierung statistischer Hypothesen sowie Aspekte der Stichprobenauswahl unter Berücksichtigung systematischer und zufälliger Fehler. Zudem werden grundlegende statistische Tests zur Hypothesenprüfung sowie Elemente der bivariaten Statistik, insbesondere Korrelation und Regression, vermittelt. Begleitend zu den theoretischen Inhalten werden praktische Übungen durchgeführt, die der Veranschaulichung und Vertiefung der statistischen Konzepte dienen. Konkrete Fragestellungen der Studierenden, insbesondere im Zusammenhang mit ihren Bachelorarbeiten, können in den Unterricht integriert und methodisch bearbeitet werden.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verstehen grundlegende Konzepte der deskriptiven und analytischen Statistik und können zentrale statistische Begriffe korrekt anwenden. Sie unterscheiden Variablen und Merkmale sowie kontinuierliche und diskrete Daten und sind in der Lage, Daten geeignet zu operationalisieren. Sie können statistische Maßzahlen, Verteilungen und Skalenniveaus interpretieren und Daten mithilfe geeigneter grafischer Darstellungen anschaulich aufbereiten. Die Absolvent*innen verstehen grundlegende Prinzipien der Wahrscheinlichkeitsrechnung und berücksichtigen systematische sowie zufällige Fehler bei der Stichprobenauswahl. Sie sind mit den Grundlagen quantitativer Forschungsmethoden vertraut und können einfache Methoden eigenständig anwenden und die Ergebnisse interpretieren. Die Absolvent*innen können mit Programmen wie z.B.: EXCEL oder DataTab einfache statistischen Auswertungen durchführen.
Übergeordnetes Modul:
Wissenschaftliche Methodenkompetenz
Praktikumsbegleitende Lehrveranstaltung 4
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5PB4RC |
| Typ | RC |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0,5 |
| ECTS-Punkte | 0,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung begleitet die praktische Ausbildung und unterstützt die systematische Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers. Anhand ausgewählter Case Studies werden berufsspezifische Entscheidungsprozesse analysiert und die professionelle Handlungskompetenz der Studierenden gezielt gestärkt. Darüber hinaus erhalten die Studierenden die Möglichkeit, Erfahrungen aus dem Praktikum in einem geschützten Rahmen zu reflektieren und ggf. angemessene Unterstützungsangebote thematisiert.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen reflektieren den Transfer theoretischer Inhalte in die berufliche Praxis systematisch und leiten daraus fundierte berufsspezifische Entscheidungen ab. Sie analysieren praxisrelevante Fallbeispiele kritisch und stärken dadurch ihre professionelle Handlungskompetenz. Sie sind in der Lage, eigene Erfahrungen aus dem Praktikum strukturiert zu reflektieren und diese in einen fachlichen und persönlichen Entwicklungsprozess einzuordnen. Darüber hinaus kennen sie geeignete Unterstützungsangebote und gehen verantwortungsvoll mit eigenen Belastungen um.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung Angiographie und Wahlpraktikum
Praktische Ausbildung Angiographie und Wahlpraktikum
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5PA5IT |
| Typ | IT |
| Art | Praktikum (S) |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0 |
| ECTS-Punkte | 16,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Praktische Ausbildung Angiographie: Vermittlung einer professionellen Kommunikation mit Schwerpunkt auf Untersuchungsaufklärung, Gesprächsanleitung und situativ angemessenem Umgang während diagnostischer und interventioneller Maßnahmen. Die Studierenden erlernen die Indikationskontrolle sowie die kritische Reflexion der klinischen Fragestellung und sind in der Lage, Untersuchungstechniken bei Bedarf fachlich begründet anzupassen. Praktische Kompetenzen in der Patient*innenlagerung und der sterilen Assistenz inkl. Vorbereitung ste-riler Tische, fundierte Materialkunde sowie die Kontrolle relevanter Laborwerte. Weitere Inhalte umfassen das Monitoring während der Untersuchung, den sicheren Umgang mit der Durchleuchtungsanlage und der Motorspritze, die Einstellung und Überprüfung gerätespezifischer Parameter, die Maßnahmen der Patient*innennachsorge sowie die wichtigsten Notfallmedikamente. Wahlpraktikum: Fachliche Vertiefung innerhalb der gewählten Fachgebiete. Selbstständiges Arbeiten unter Aufsicht von Berufskolleg*innen innerhalb des Rahmens des gesetzlich definierten Berufsfeldes. Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams.
Lernergebnis:
Practical Training in Angiography: Die Absolvent*innen kommunizieren professionell und situationsgerecht mit Patient*innen und können Untersuchungen verständlich erklären sowie Anleitungen klar vermitteln. Sie sind in der Lage, Indikationen zu prüfen, die klinische Fragestellung kritisch zu reflektieren und Untersuchungstechniken bei Bedarf fachlich begründet anzupassen. Die Absolvent*innen kennen die Anwendungsgebiete und Einteilung der Kontrastmittel, deren physikalische und chemische Eigenschaften und wissen über die Kontrastmittelnebenwirkungen und Maßnahmen bei Kontrastmittelzwischenfällen Bescheid. Sie haben Kenntnis der wichtigsten Notfallmedikamente und -instrumente. Sie können Blutdruckmessen, Venflon legen und Infusionen vorbereiten. Sie können die Motorspritze bedienen und kennen die richtige Handhabung von Monitoring Geräten wie Pulsoxymeter und EKG. Die Absolvent*innen sind in der sterilen Assistenz geübt und besit-zen Kenntnisse zur Vorbereitung eines sterilen Tisches. Sie kennen die Größenangaben angiographischer Materialien und deren Handhabung. Sie können die Aufnahmeparameter nach Bedarf optimieren und können das benötigten Aufnahmedelay je nach Körperregion abschätzen. Sie wissen über die Patient*innennachsorge Bescheid. Sie haben durch aktive Mitarbeit im sterilen und technischen Bereich praktische Kenntnisse und Fertigkeiten in der Angiographie, interventionellen Radiologie oder Koronarangiographie im Rahmen von mindestens 40 Untersuchungen erworben. Elective Internship: Die Absolvent*innen können Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in allen Teilbereichen fachgerecht durchführen und die Geräte auf Grundlage des Wissens über deren Aufbau und Funktionsweise technisch einwandfrei bedienen. Sie können Patient*innen mittels klarer und präziser Anleitungen und Hilfestellungen unter Berücksichtigung der Indikation und der besonderen persönlichen Bedürfnisse lagern und positionie-ren sowie gegebenenfalls alternative patient*innenschonende Lagerungsmöglichkeiten entwickeln. Sie können Patient*innen über den Ablauf der Untersuchung informieren und zu notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen anleiten, die Untersuchung vorbereiten, in Zusammenarbeit mit Ärzt*innen durchführen und dokumentieren. Die Absolvent*innen haben alle gesetzlich vorgeschrieben Fallzahlen erfüllt.
Übergeordnetes Modul:
Praktische Ausbildung Angiographie und Wahlpraktikum
Reflexion klinischer Entscheidungsprozesse und Notfalltraining
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5RENRC |
| Typ | RC |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Reflexion klinischer Entscheidungsprozesse im radiologischen, nuklearmedizinischen und strahlentherapeutischen Kontext unter Berücksichtigung von Indikation, diagnostischer sowie therapeutischer Strategie und dem Outcome anhand von Case Studies. Die jeweiligen diagnostischen bzw. therapeutischen Maßnahmen werden mit den Empfehlungen der Leitlinien reflektiert. Behandelt wird auch die kontinuierliche Überwachung des physischen und psychischen Zustands von Patient*innen vor, während und nach diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen sowie das Ableiten und Setzen angemessener Maßnahmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem professionellen Erkennen und Bewältigen lebensbedrohlicher Situationen. Die Studierenden trainieren strukturierte Entscheidungsfindung, Prioritätensetzung und Handlungsabläufe in akuten Notfallsituationen. Das professionelle Notfalltraining findet in einem Skills Lab statt und basiert auf dem TeamSTEPPS® Konzept (Team Strategies and Tools to Enhance Per-formance and Patient Safety). Vermittelt und geübt werden Teamkommunikation, Rollenklärung, Situationsbewusstsein, Führungsprinzipien sowie standardisierte Tools zur sicheren interprofessionellen Zusammenarbeit anhand realistischer Situation im radiologietechnologischen Kontext. Ziel ist die sichere Anwendung von Notfallmaßnahmen, effektive Teamarbeit und die Reflexion des eigenen Handelns zur Verbesserung der Patient*innensicherheit.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können klinische Entscheidungsprozesse im radiologischen, nuklearmedizinischen und strahlentherapeutischen Kontext systematisch reflektieren und leiten diagnostische und therapeutische Maßnahmen leitlinienbasiert ab. Sie beurteilen Indikation, Strategie und Outcome anhand von Fallbeispielen und ordnen diese fachlich ein. Sie können den physischen und psychischen Zustand von Patient*innen vor, während und nach Untersuchungen oder Behandlungen überwachen und setzen ggf. notwendige Maßnahmen zur Sicherstellung der Patient*innensicherheit. Sie können Notfälle erkennen und einschätzen, die entsprechende Erste Hilfe leisten sowie lebensrettende Sofortmaßnahmen, wie Herzdruckmassagen, Beatmung, Defibrillation mit halbautomatischen Geräten, Sauerstoffgabe und Erstversorgung bei allergischen Reaktionen einleiten. Sie handeln in Notfällen strukturiert und priorisiert und veranlassen weitere notwendige Maßnahmen, wie das unverzügliche Verständigen von Ärzt*innen. Sie kennen standardisierte Notfallabläufe und die Prinzipien des TeamSTEPPS® Konzepts. Darüber hinaus kommunizieren sie effektiv im interprofessionellen Team, übernehmen klare Rollen und reflektieren ihr eigenes Handeln kritisch, um die Qualität der Versorgung und die Patient*innensicherheit kontinuierlich zu verbessern.
Übergeordnetes Modul:
Soziale Interaktion und Reflexion beruflichen Handelns
Seminararbeit Radiologietechnologie
| Semester | 5 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB5SERSE |
| Typ | SE |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1,5 |
| ECTS-Punkte | 4,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Erstellung einer Literaturarbeit als inhaltliche und methodische Vorbereitung auf die abschließende Bachelorarbeit. Ausgehend von einer ersten Themenfindung wird die Entwicklung und Präzisierung einer wissenschaftlichen Forschungsfrage erarbeitet. Aufbau und Erstellung eines Exposés sowie Entwicklung eines methodischen Konzepts. Sys-tematische Recherche in medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Datenbanken sowie Auswahl, Bewertung und Strukturierung relevanter wissenschaftlicher Literatur. Wissenschaftlicher Schreibprozess inkl. korrektes Zitieren, argumentatives Schreiben, logisches Schlussfolgern sowie sachgerechter Umgang mit Quellen unter Berücksichtigung guter wissenschaftlicher Praxis. Erstellung eines wissenschaftlichen Posters.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können eine wissenschaftliche Forschungsfrage formulieren und ein strukturiertes Exposé erstellen. Sie können ein geeignetes methodisches Vorgehen für eine Literaturarbeit planen und begründen dieses fachlich. Sie recherchieren systematisch in medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Datenbanken, wählen relevante Literatur aus, bewerten deren Qualität kritisch und strukturieren die Inhalte nachvollziehbar. Die Absolvent*innen können eine wissenschaftliche Literaturarbeit unter Anwendung korrekter Zitierregeln, stringenter Argumentation und schlüssiger Schlussfolgerungen im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis verfassen und die Ergebnisse präsentieren. Sie kennen das Konzept eines wissenschaftlichen Posters.
Übergeordnetes Modul:
Datenbankrecherche und Schreibkompetenz
Aktuelle Entwicklungen in der Radiologietechnologie
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6AERVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Überblick über technologische, methodische und organisatorische Entwicklungen in der Radiologietechnologie unter besonderer Berücksichtigung der Fachbereiche Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Innovationen in der Gerätetechnik, bei interventionellen und therapeutischen Verfahren, beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (Bildrekonstruktion, Bildanalyse, Entscheidungsunterstützung sowie deren Chancen, Limitationen und ethisch rechtliche Rahmenbedingungen), im Bereich der Nuklearmedizin (Radiopharmaka, Tracern, Theranostik, ¿) und in der Bestrahlungsplanung und Strahlentherapie. Die Lehrinhalte werden den aktuellen Entwicklungen- und Innovationen angepasst.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen aktuelle Entwicklungen in der Radiologietechnologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Sie verstehen den Einsatz neuer Gerätetechniken, interventioneller und therapeutischer Verfahren sowie von Künstlicher Intelligenz und können deren Nutzen, Limitationen sowie ethisch rechtliche Rahmenbedingungen fachlich einordnen. Darüber hinaus sind sie in der Lage, Entwicklungen in Nuklearmedizin und Strahlentherapie im Hinblick auf Bildqualität, Patient*innensicherheit und berufliche Anforderungen kritisch zu reflektieren.
Übergeordnetes Modul:
Einführung in das Gesundheitssystem
Bachelor Anbschlussprüfung
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6BAPBP |
| Typ | BP |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Im Rahmen der Bachelorprüfung zeigen die Studierenden alle erworbenen Hard- und Softskills der radiologietechnologischen Bachelorausbildung. Reflexion der Bachelorarbeit und fachliche Auseinandersetzung mit den verknüpften Wirkbereichen sowie deren Querverbindungen zu relevanten Lehrveranstaltungen/Modulen des Curriculums.
Lernergebnis:
Erwerb der Berufsbefähigung in Österreich (MTD-Gesetz 2024 i.d.g.F.)
Übergeordnetes Modul:
Qualitäts- und Wissensmanagement
Begleitseminar und Bachelorarbeit
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6BBASE |
| Typ | SE |
| Art | Bachelorarbeit |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1,5 |
| ECTS-Punkte | 8 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Bearbeitung aktueller berufsrelevanter Fragestellungen und eigenständigen Durchführung eines wissenschaftlichen Projekts im Rahmen der Bachelorarbeit. Die Bachelorarbeit kann entweder als empirische Arbeit oder als praxis- bzw. technikorientierte Arbeit mit konkretem Endprodukt umgesetzt werden. Empirische Arbeiten umfassen beispielsweise qualitative oder quantitative Untersuchungen zu berufsrelevanten Fragestellungen. Praxis- bzw. technikorientierte Arbeiten zielen auf die Entwicklung, Erprobung oder Evaluation eines konkreten Outputs ab. Mögliche Endprodukte sind unter anderem Standard Operating Procedures, Arbeits- und Prozessbeschreibungen, Protokolle, Leitfäden, Schulungs- oder Trainingskonzepte, Qualitätssicherungsmaßnah-men, Evaluationsinstrumente, Checklisten oder technische bzw. organisatorische Optimierungen im klinischen Arbeitsumfeld. Unabhängig vom Arbeitstyp umfasst die Lehrveranstaltung die Entwicklung und Präzisierung einer wissenschaftlichen Fragestellung, den Aufbau und die Erstellung eines Exposés sowie die Ausarbeitung eines geeigneten methodischen Konzepts. Behandelt werden die systematische Recherche in medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Datenbanken sowie die Auswahl, kritische Bewertung und strukturierte Aufbereitung relevanter Literatur. Die Studierenden verfassen eine formal und inhaltlich den wissenschaftlichen Standards entsprechende Bachelorarbeit und präsentieren die Ergebnisse abschließend vor einem Fachpublikum.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können eine aktuelle berufsrelevante Fragestellung entweder als empirische Studie oder als praxis- bzw. technikorientierte Arbeit umsetzen. Sie können dazu eine präzise wissenschaftliche Fragestellung formulieren sowie ein geeignetes methodisches Konzept ableiten. Sie können zu ihr Forschungsvorhaben und die gewählte Methodik schlüssig in einem Exposé darstellen. Die Absolvent*innen kennen die Qualitätskriterien wissenschaftlicher Quellen sowie Tools für die Literaturrecherche und können systematisch in medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Datenbanken recherchieren, relevante Literatur auswählen, diese kritisch bewerten und sie nachvollziehbar in ihre Arbeit integrieren. Die Absolvent*innen können eine wissenschaftliche Arbeit unter Einhaltung inhaltlicher, methodischer und formaler Standards planen, strukturieren und verfassen. Darüber können sie die Ergebnisse adressatengerecht vor einem Fachpublikum präsentieren und die Schlussfolgerungen kompetent begründen.
Übergeordnetes Modul:
Begleitseminar und Bachelorarbeit
Fachspezifische Qualitätssicherung
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6FQSIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Inhalte lt. Allgemeiner Strahlenschutzverordnung 2020, BGBl. II Nr. 339/2020 (Anlage 18), i.d.g.F. Allgemeine Grundlagen: Grundlagen zur Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle; Rechtsvorschriften für den Bereich der Qualitätssicherung; Normen zur Qualitätssicherung im Bereich der Medizin; sonstige Informationsquellen; Verantwortlichkeiten und Befugnisse im Bereich der Qualitätssicherung; Auswertung von Messergebnissen; Grundbegriffe radiologischer bildgebender Verfahren; Übungen: Durchführung von Qualitätsprüfungen und Auswertung der Ergebnisse Nuklearmedizinische Anwendungen: Geräte in der Nuklearmedizin; Normen zur Qualitätssicherung im Bereich der Nuklearmedizin; Besonderheiten der Qualitätssicherung in der Nuklearmedizin; Abnahme-, Teilabnahme- und Konstanzprüfungen; Übungen: Qualitätsprüfungen an nuklearmedizinischen Geräten (z.B.: Aktivimeter) Röntgendiagnostik: Röntgeneinrichtungen für Diagnostik; Normen zur Qualitätssicherung im Bereich der Röntgendiagnostik; Besonderheiten der Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik; Abnahme-, Teilabnahme- und Konstanzprüfungen; Übungen: Qualitätsprüfungen an Direkt- und Indirektaufnahmeeinrichtungen, Qualitätsprüfungen an Bildwiedergabegeräten Strahlentherapie: Strahleneinrichtungen und Bestrahlungsvorrichtungen für Therapie; technische Vorschriften und Normen zur Qualitätssicherung im Bereich der Strahlentherapie; Besonderheiten der Qualitätssicherung in der Strahlentherapie; Abnahme-, Teilabnahme- und Konstanzprüfungen; Übungen: Qualitätsprüfungen an Strahlenthera-piegeräten
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen die in der Radiologietechnologie durchgeführten technischen Qualitätssicherungsmaßnahmen lt. Allgemeiner Strahlenschutzverordnung 2020, BGBl. II Nr. 339/2020 (Anlage 18), i.d.g.F. und können die Bedeutung der technischen Qualitätssicherung für eine optimale Patientenversorgung einschätzen. Sie können dar-über hinaus beurteilen, welchen Stellenwert die Qualität ihrer individuellen Arbeit für die Sicherstellung einer optimalen Patient*innenversorgung hat. Sie können Maßnahmen der technischen Qualitätssicherung in den Bereichen Radiodiagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin entsprechend den aktuellen gesetzlichen Regelungen und Normen (teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen) durchführen. Die Absolvent*innen können den Anforderungen medizinischer und medizinphysikalischer Qualitätssicherung und den gesetzlichen Regelungen betreffend Arbeitnehmerschutz, Strahlenschutz, Umweltschutz und Hygiene Rechnung tragen. Sie sind befähigt, die Aufgaben des spezifischen Berufsfeldes dem Stand der Wissenschaft und den Anforderungen der Praxis entsprechend zu lösen.
Übergeordnetes Modul:
Qualitäts- und Wissensmanagement
Grundzüge des Gesundheitswesens und der Gesundheitsökonomie
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6GGGVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung behandelt die Definition und Bewertung von Gesundheit und Krankheit aus ökonomischer, sozialer, politischer und medizinischer Perspektive. Studierende setzen sich mit den wirtschaftlichen Aspekten der Gesundheitsversorgung, den Grundbegriffen der Epidemiologie und der Organisation der intra- und extramuralen Versorgungsstufen auseinander. Weitere Themen sind Gesundheitspolitik, private und öffentliche Gesundheitskosten sowie internationale Vergleiche. Zudem werden Prävention, Gesundheitsförderung und Public Health behandelt, mit einem Fokus auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Gesundheitswesen.
Lernergebnis:
Absolvent*innen verstehen die ökonomischen, politischen und sozialen Einflussfaktoren der Gesundheitsversorgung und können nationale sowie internationale Systeme vergleichen. Sie kennen die Grundbegriffe der Epidemiologie und die Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen. Zudem können sie Konzepte der Prävention, Gesundheitförderung und Public Health definieren und ihre Bedeutung für den eigenen Beruf analysieren.
Übergeordnetes Modul:
Einführung in das Gesundheitssystem
Interprofessionelle Fallarbeit
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6IFAIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung behandelt interprofessionelle Fallbesprechungen als Problemlösungsansatz im Gesundheitswesen. Studierende arbeiten an Fallbeispielen, reflektieren Disziplinenlogiken und diskutieren berufsbezogene Herausforderungen, um das gemeinsame Verständnis zu erhöhen und die fachübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern. Themen sind pathologische Erscheinungsformen, Diagnostik, Therapie, Ethik, etc...
Lernergebnis:
Absolvent*innen können interprofessionelle Fallbesprechungen begründet durchführen, berufsspezifische Maßnahmen argumentieren und diagnostisch-therapeutische Konzepte im Team entwickeln. Sie kennen Tätigkeitsfelder nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe und aktuelle Empfehlungen zur Entscheidungsfindung.
Übergeordnetes Modul:
Einführung in das Gesundheitssystem
Kommunikation und Gesprächsführung
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6KGFIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Kommunikation und Gesprächsführung im beruflichen Kontext (Interaktion mit Patient*innen, aber auch mit Kolleg*innen und Angehörigen anderer Berufsgruppen) unter Bezugnahme auf aktuelle Kommunikationsmodelle ¿ Ausgangspunkt sind dabei in erster Linie die bisher von den Studierenden in der praktischen Ausbildung gemachten Erfahrungen. Reflexion von Interaktionen. Übungen zur Kommunikation und Gesprächsführung. Präsentationstechniken und Tipps für Bewerbungsgespräche inkl. praktischer Übungen.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kommunizieren im beruflichen Kontext situationsgerecht und professionell mit Patient*innen, Kolleg*innen und Angehörigen anderer Berufsgruppen und kennen aktuelle Kommunikationsmodelle. Sie reflektieren eigene Kommunikationserfahrungen aus dem Praktikum kritisch und leiten daraus Verbesserungsstrategien ab. Sie sind in der Lage, Interaktionen systematisch zu analysieren und Gesprächssituationen zielgerichtet zu gestalten. Darüber hinaus können sie Präsentationstechniken sicher anwenden und sind auf Bewerbungsgespräche vorbereitet.
Übergeordnetes Modul:
Soziale Interaktion und Reflexion beruflichen Handelns
Open Window Radiologietechnologie
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6OWRIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1,5 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Anerkennung und Anrechnung berufsrelevanter Aktivitäten außerhalb klassischer Lehrveranstaltungen, insbesondere die aktive Teilnahme an Fachkongressen im Bereich Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Einbindung von Ringvorlesungen und weiteren wissenschaftlichen oder berufsbezogenen Veranstaltungen zur fachlichen und interdisziplinären Weiterentwicklung. Mitarbeit bei hochschulbezogenen Informations- und Öffentlichkeitsveranstaltungen wie Informationssamstagen, Tagen der offenen Tür oder vergleichbaren Formaten an der FH Salzburg. Die Studierenden bringen dabei ihre fachliche Expertise ein und tragen zur Vermittlung des Berufsbildes der Radiologietechnologie bei. Erstellung und Umsetzung von PR-Materialien zur Stärkung der beruflichen Sichtbarkeit der Radiologietechnologie, mit besonderem Fokus auf soziale Medien und digitale Kommunikationsformate. Dabei steht die zielgruppenorientierte Ansprache durch fachlich korrekte und verständliche Darstellung radiologietechnologischer Inhalte im öffentlichen Raum im Vordergrund. Die Lehrveranstaltung fördert selbstständiges, projektorientiertes Arbeiten und reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen professionellen Rolle.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen sind in der Lage die Bedeutung von lebenslangem Lernen zu erkennen und anzuwenden. Sie können PR-Materialien zur beruflichen Sichtbarkeit der Radiologietechnologie zielgruppenorientiert und fachlich korrekt erstellen. Darüber hinaus können sie bei hochschulbezogenen Informations- und Öffentlichkeitsveranstaltungen den Studiengang Radiologietechnologie sowie die Berufsgruppe der Radiologietechnolog*innen gegenüber Interessierten professionell und zielgruppengerecht repräsentieren.
Übergeordnetes Modul:
Einführung in das Gesundheitssystem
Praktikumsbegleitende Kompetenzüberprüfung
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6PBKIT |
| Typ | IT |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vertiefung der praktischen Handlungskompetenzen in einem der Fachbereiche Radiologische Diagnostik, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie. Die Studierenden führen Untersuchungen und Behandlungen im Zuge des Spezialisierungspraktikums zunehmend selbstständig durch und beziehen dabei relevante theoretische Modelle und fachliche Konzepte in ihr praktisches Handeln ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung und Integration des im Studium erworbenen theoretischen Wissens in die klinische Routine unter realen Arbeitsbedingungen. Die Lehrveranstaltung schließt im Sinne einer Kompetenzüberprüfung mit einer praktischen Prüfung ab, die in einem der Teilbereiche Radiologische Diagnostik, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie durchgeführt wird.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen können Untersuchungen bzw. Behandlungen in den Bereichen Radiologische Diagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie selbstständig an Patient*innen durchführen und die Patient*innen über den Untersuchungsablauf aufklären. Sie können die anatomischen, physiologischen, physikalischen und technischen Grundlagen der durchgeführten Untersuchungen erläutern. Sie verstehen die Indikationen und kennen die Kontraindikationen sowie die Hygiene- und Strahlenschutzvorschriften bzw. allgemeine Schutzvorrichtungen. Die Absolvent*innen haben ausreichenden praktische Handlungskompetenzen gezeigt, um eigenverantwortlich mit Patient*innen zu arbeiten.
Übergeordnetes Modul:
Soziale Interaktion und Reflexion beruflichen Handelns
Psychosoziale und psychoonkologische Patientenbetreuung
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6PSPIL |
| Typ | IL |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 2 |
| ECTS-Punkte | 2 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Überblick in zentrale Konzepte der klinischen Psychologie mit besonderem Fokus auf jene psychologischen Aspekte, die für das Berufsfeld der Radiologietechnologie relevant sind. Patient*innenzentrierte, professionelle und empathische Kommunikation mit Patient*innen, Angehörigen und unterschiedlichen Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Fachlich und menschlich angemessene Umgang mit schwerkranken Patient*innen und deren Angehörigen sowie Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Grundlagen der Medizinethik und der Berufsethik. Psychische Begleiterkrankungen bei onkologischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Fatigue und Suchtverhalten sowie Konzepte der Krankheitsverarbeitung und des Copings. Einfluss des psychischen Befindens auf den Krankheitsverlauf und psychosomatische Zusammenhänge. Grundlegende psychotherapeutische Ansätze, Möglichkeiten und Grenzen der Palliativmedizin sowie Aspekte der Rehabilitation nach onkologischen Erkrankungen. Psychosoziale Unterstützungsangebote für onkologische Patient*innen. Reflexion psychischer Belastungen im beruflichen Alltag. Burnout Prophylaxe, Stressbewältigung, Teamkonflikte, Mobbing und weitere patient*innenunabhängige Belastungen im Gesundheitswesen. Die angeführten Inhalte bilden einen thematischen Rahmen. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt flexibel in Abstimmung zwischen Studierenden und Lehrenden. Inhalte können auch aus konkreten Praxisbeispielen und Problemstellungen entwickelt werden, die von Studierenden eingebracht werden. Der Lehrveranstaltung ist bewusst ausreichend Zeit für Diskussion, Reflexion und Austausch eingeräumt.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen kennen grundlegende Konzepte der klinischen Psychologie und können psychologische Aspekte mit besonderer Relevanz für die Radiologietechnologie fachlich einordnen. Sie kommunizieren patient*innenzentriert, empathisch und professionell und sind in der Lage, mit schwerkranken Patient*innen, Sterben, Tod und Trauer reflektiert umzugehen. Sie kennen und berücksichtigen medizinethische sowie berufsethische Grundsätze im beruflichen Handeln. Die Absolvent*innen erkennen psychische Begleiterkrankungen bei onkologischen Erkrankungen, verstehen Konzepte der Krankheitsverarbeitung und können den Einfluss psychischer Faktoren auf den Krank-heitsverlauf nachvollziehen. Darüber hinaus kennen sie Möglichkeiten und Grenzen psychotherapeutischer und palliativer Ansätze sowie psychosoziale Unterstützungsangebote und Rehabilitationsmöglichkeiten. Sie reflektieren psychische Belastungen im Berufsalltag, wenden Strategien zur Stressbewältigung und Burn-out Prophylaxe an und können konstruktiv mit Belastungen wie Teamkonflikten umgehen.
Übergeordnetes Modul:
Soziale Interaktion und Reflexion beruflichen Handelns
Rechtsgrundlagen für Gesundheitsberufe
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6RGLVO |
| Typ | VO |
| Art | Pflicht |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 1 |
| ECTS-Punkte | 1 |
| Prüfungscharakter | abschließend |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Die Lehrveranstaltung umfasst die Bereiche Öffentliches Recht, Privatrecht, Strafrecht sowie Arbeits- und Sozialrecht. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Sozialversiche-rungsrecht, einschließlich Pensions-, Arbeitslosen-, Unfall- und Krankenversicherungsrecht. Wichtige Themen sind Patient*innenrechte, Vertragsrecht (insbesondere medizinische Behandlungsverträge) und Haftungsrecht. Zudem wird das Berufsrecht, insbesondere das MTD-Gesetz, MABG und das HebG, behandelt, wobei die Rechte und Pflichten der Berufsgruppen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen thematisiert werden. Abschließend erfolgt eine Einführung in das Sanitätsrecht, insbesondere das Krankenanstaltenrecht.
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen verfügen über Kenntnisse in öffentlichem, privatem, Straf-, Arbeits- und Sozialrecht sowie im Sanitäts- und Sozialversicherungsrecht. Sie verstehen Patient*innenrechte, medizinische Behandlungsverträge und haftungsrechtliche Grundlagen. Zudem beherrschen sie interdisziplinäre Zusammenarbeit, kennen Gesundheitsstrukturen und erkennen berufsrechtliche Zuständigkeiten. Die Absolvent*innen sind mit den zentralen Bestimmungen des Medizinproduktegesetzes vertraut. Sie kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Delegation von Aufgaben an medizinische Assistenzberufe und ihre eigene berufliche Verantwortung sowie die Grenzen der eigenverantwortlichen Tätigkeit.
Übergeordnetes Modul:
Einführung in das Gesundheitssystem
Spezialisierungspraktikum
| Semester | 6 |
|---|---|
| Studienjahr | 3 |
| Lehrveranstaltungsnummer | RATB6PS6IT |
| Typ | IT |
| Art | Praktikum (S) |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| SWS | 0 |
| ECTS-Punkte | 7 |
| Prüfungscharakter | immanent |
Lehrveranstaltungsinhalte:
Vertiefung/Spezialisierung in einem der folgenden Fachgebiete: Radiologische Diagnostik, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie unter Bezugnahme auf die in den praktikumsbegleitenden Lehrveranstaltungen definierten Anforderungen
Lernergebnis:
Die Absolvent*innen sind befähigt, die angeforderte Untersuchung/Behandlung unter Einhaltung der Hygiene- und Strahlenschutzvorschriften selbstständig durchzuführen. Die Absolvent*innen weisen praktische Handlungskompetenz auf und reagieren professionell auf herausfordernde Situationen im Patient*innenbetrieb.
Übergeordnetes Modul:
Spezialisierungspraktikum
| Legende | |
|---|---|
| Semester | Das 1., 3., 5. Semester findet im Wintersemester und das 2., 4., 6. Semester findet im Sommersemester statt. |
| SWS | Semesterwochenstunden; die Einheiten pro Semesterwochenstunde sind im jeweiligen Studiengangsantrag festgelegt. Im Bachelorstudium sind es z.B. meistens 14 Einheiten pro SWS. Pro Einheit werden 45 Minuten unterrichtet. |
| ECTS Punkte | Arbeitsaufwand in ECTS-Punkt, 1 ECTS bedeutet 25 Stunden Arbeitsaufwand für Studierende |
| Typ | BP = Bachelorabschlussprüfung DP/MP = Diplom-/Masterabschlussprüfung IL = Integrierte Lehrveranstaltung IT = Individualtraining/-phasen LB = Labor(übung) PS = Proseminar PT = Projekt RC = Lehrveranstaltung mit reflexivem Charakter RE = Repetitorium SE = Seminar TU = Tutorium UB = Übung VO = Vorlesung |