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30. Juni 2026

Applied AI in Healthcare: Wie KI die Medizin verändert – und warum jetzt der richtige Zeitpunkt für diesen Master ist

Drei Fragen an die Programmentwickler Im Interview sprechen die beiden Programmentwickler Thomas Caspari (PMU) und Werner Kaltner-Pomwenger (FH Salzburg) über die Entstehung des Studiengangs, die Zusammenarbeit beider Hochschulen und die Herausforderungen rund um den Einsatz von KI im Gesundheitswesen.

Künstliche Intelligenz verändert das Gesundheitswesen bereits heute – von der Diagnostik über die Therapieplanung bis hin zur Optimierung klinischer Prozesse. Mit dem neuen berufsbegleitenden Masterstudium Applied AI in Healthcare, das ab Oktober 2026 gemeinsam von der FH Salzburg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) angeboten wird, entsteht ein Studienangebot, das genau diese Entwicklung aufgreift und Fachkräfte für die digitale Zukunft des Gesundheitswesens qualifiziert.

Was war der ausschlaggebende Moment, an dem klar wurde: Dieses Studium braucht es jetzt?

Thomas Caspari: KI ist im Gesundheitswesen längst keine Zukunftsvision mehr. Sie entwickelt sich immer stärker von der Forschung hin zu konkreten Anwendungen im klinischen Alltag. Gleichzeitig gewinnen Datenkompetenz und regulatorische Anforderungen – etwa durch den European Health Data Space – zunehmend an Bedeutung. Dafür brauchen wir Fachkräfte, die Technologie, Medizin sowie ethische und rechtliche Verantwortung miteinander verbinden.

Werner Kaltner-Pomwenger: Genau darum geht es. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, neue Technologien zu entwickeln, sondern sie auch verantwortungsvoll und sinnvoll in die Gesundheitsversorgung zu integrieren. Mit diesem Studiengang schaffen wir die Grundlage dafür.

FH Salzburg und PMU bringen unterschiedliche Stärken ein. Wie hat diese Zusammenarbeit das Studienprogramm geprägt?

Thomas Caspari: Die Kooperation ist ein echtes "Perfect Match". Die PMU bringt ihre medizinische und klinische Expertise ein, die FH Salzburg ihre Stärke in angewandter Technologie, Digitalisierung und Data Science. Daraus ist ein praxisnahes und interdisziplinäres Curriculum entstanden.

Werner Kaltner-Pomwenger: Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven haben das Studium besonders wertvoll gemacht. Wir konnten technische Inhalte noch stärker an den tatsächlichen Anforderungen des Gesundheitswesens ausrichten und so ein Programm entwickeln, das Theorie und Praxis optimal verbindet.

Wo liegen die größten Herausforderungen beim Einsatz von KI im Gesundheitswesen – und wie bereitet das Studium darauf vor?

Thomas Caspari: Datenschutz, Transparenz und die verantwortungsvolle Nutzung von KI gehören zu den zentralen Herausforderungen. Deshalb vermitteln wir nicht nur technisches Know-how, sondern auch medizinisches Verständnis sowie ethische und rechtliche Grundlagen.

Werner Kaltner-Pomwenger: Entscheidend ist, KI sicher und nachvollziehbar in klinische Prozesse zu integrieren. Genau deshalb verbindet das Studium technische Kompetenzen mit praxisnahen Projekten, interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie einem starken Fokus auf Ethik und Datenschutz.

Zukunft gestalten

Mit Applied AI in Healthcare schaffen FH Salzburg und PMU ein Studienangebot an der Schnittstelle von Medizin, Technologie und Innovation. Es richtet sich an Berufstätige im Gesundheitswesen, die den digitalen Wandel nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten möchten. Studienstart ist im Oktober 2026.