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19. September 2022

Perfektionist in Sachen Sound

Während die Kolleg*innen im Studium MultiMediaArt sich bei Klanginstallationen und Konzeptarbeiten ausprobierten, um ihren Weg zu finden, wusste Nikodem Milewski damals schon genau, was er wollte: Popmusik zu mixen und damit Geld verdienen.

Nikdoem Milewski (©Tchad Blake)
Nikdoem Milewski (©Tchad Blake)

Es braucht nur einen Ton und Nikodem Milewski kann den Namen des Musiktitels nennen. Das war schon als Kind so, der Salzburger hat ein unverkennbares Gespür für Sound und Klangfarben. Ein Talent, das er zu seinem Beruf machen wollte. Das war ihm schon früh klar. Heute hat er eine Firma für Mixing, Mastering und Musikproduktion und gehört zu den in der Szene gefragten Namen – auch international. Bei vielen Singles und Alben trägt er im Hintergrund dazu bei, dass sie ihre Plätze in den Charts erobern. Schallplatten in Gold, Platin oder Diamant sowie mehrere Amadeus Awards hat er für seine Arbeit schon erhalten. „Die Vergangenheit interessiert mich nicht“, ist Nikodem ganz pragmatisch. Die Zukunft dafür umso mehr: „Irgendwann will ich auch einen Grammy.“ Nikodem ist sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er auch den Oskar der Musikszene in seiner Sammlung hat. Er ist extrem fokussiert und zielstrebig. Was Nikodem macht, ist wohl der Traum vieler junger Menschen, die sich für Musik begeistern. Er arbeitet mit der Musik, die andere aufnehmen und produzieren. Dieses Material mixt und arrangiert er, um aus guten Produktionen Hits zu machen.

Am Anfang war es ein hartes Geschäft. „Ich musste um jeden Job kämpfen“, erinnert sich der Musikproduzent, der sich nach der Matura für den Studiengang MultiMediaArt an der FH Salzburg entschied. Das Studium kam der Vorstellung von dem, was er beruflich machen wollte, am nächsten. Nach dem Bachelor schloss er das Masterstudium an, gründete aber 2010 noch vor dem Abschluss seine eigene Firma. Den Durchbruch brachte die Arbeit für das Electronic-Duo Klangkarussell, dessen Album „Netzwerk“ 2014 wochenlang im deutschsprachigen Raum ganz oben in den Charts war. „Danach sind die Leute mit Anfragen auf mich zugekommen“, sagt Nikodem. Seither kann er sich aussuchen, welche Aufträge er übernimmt. Er arbeitet mit Künstlern wie Tokio Hotel, Julian Le Play, Sportfreunde Stiller, VIZE, GryfWin, Helene Fischer, Mighty Oaks, Felix Jaehn oder Alice Merton zusammen.

Nikodem lebt mittlerweile in Wien, reist viel, hat sich ein internationales Netzwerk aufgebaut. Doch die meiste Zeit verbringt er im Studio, um zu arbeiten: „Ich optimiere sehr gerne, nicht nur an der Musik“, sagt er über sich selbst. Deshalb schaut er auch ständig, wie und wo er sich weiterbilden und Neues lernen kann. Podcasts sind dabei zu einer Leidenschaft geworden. Vieles von dem, was er heute mache, habe er sich selbst beigebracht, resümiert Nikodem. Sein MultiMediaArt-Studium an der FH Salzburg will er trotzdem nicht missen. Es hat ihm einen Blick über den Tellerrand ermöglicht. Im Studium hat er gelernt, das was er macht, auch zu argumentieren. Damit könne er der künstlerischen Sicht auch eine objektive Perspektive gegenüberstellen – etwas, was ihm bei der Arbeit mit seinen Kund*innen immer wieder hilft.

Zwei junge Menschen bei einer Streetdance Performance

MultiMediaArt (Bachelor)

MultiMediaArt (Master)

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