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08. April 2024

Selbstgesteuertes Lernen – Ein Schlüssel zur mentalen Gesundheit und akademischen Exzellenz

In der heutigen Bildungs- und Arbeitswelt ist selbstgesteuertes Lernen (SSL) an Hochschulen von großer Bedeutung. Durch gezieltes, individuelles Monitoring erhalten Studierende die Basis, um ihre Stärken und Fähigkeiten im Bereich des Selbstmanagements im Verlauf des Studiums weiterzuentwickeln und auszubauen. Im Department Business & Tourism der FH Salzburg ist selbstgesteuertes Lernen mittlerweile fixer Bestandteil im Studium.

Besonders in berufsbegleitenden Studiengängen spielen Zeitmanagement, Selbstregulation und Selbstmotivation eine entscheidende Rolle. Eine gute Selbststeuerungsfähigkeit hilft, Stress zu bewältigen, das Wohlbefinden zu steigern und Herausforderungen neutral zu betrachten.

Selbstgesteuertes Lernen erfordert ein gewisses Maß an Selbstdisziplin und Eigeninitiative, jedoch können diese Fähigkeiten durch gezielte Unterstützung und Anleitung entwickelt werden. Selbstgesteuertes Lernen bedeutet nicht, Studierende ohne Struktur oder Unterstützung zu lassen. Wir sehen es hier als Bildungsauftrag, Studierende bei der Bereitstellung von Ressourcen und Rahmenbedingungen, die sie bei der Entwicklung dieser Kompetenzen brauchen, zu unterstützen“, betont Anna Maria Wegenkittl, Initatorin und Koordinatorin von "Selbstgesteuertes Lernen" an der FH Salzburg. 

Auch im Berufsleben wird der Erfolg nicht nur durch Fachkompetenzen bestimmt. Durch die steigende Dynamik in der Arbeitswelt tragen auch Persönlichkeitskompetenzen wie Flexibilität, Eigeninitiative, Empathie, Durchsetzungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein einen großen Teil dazu bei. 

Individuelle Förderung und persönliches Coaching

In der Lehrveranstaltung "Selbstgesteuertes Lernen und Kommunikation" setzen sich die Studierenden im Department Business & Tourism intensiv mit den persönlichen Denk- und Lernmustern auseinander. Ihnen wird im ersten und sechsten Semester ein wissenschaftlich fundierter Ressourcen-Check angeboten, der auf der PSI-Theorie von Prof. Dr. Julius Kuhl basiert. Durch die Durchführung dieser Analysen zu Beginn und Ende des Studiums wird die Weiterentwicklung der Studierenden während des Studiums sichtbar.

"Es ist faszinierend, wie schnell das PSI Modell im Coaching von Studierenden einen Zugang zu konstruktivem Selbstmanagement schafft!", freut sich Coach und Unternehmensberater Martin Seibt. 

Die Studierenden werden dabei unterstützt, sich besser kennenzulernen, ihre Stärken und Ressourcen zu identifizieren und zu verstehen. Werden diese Stärken und Ressourcen gezielt eingesetzt, können persönliche und berufliche Ziele effektiver erreicht werden. 

Neben den individuellen Coachings werden auch in den anderen Semestern Lehrveranstaltungen angeboten, die einen geschützten Rahmen bilden, die individuellen Wege auszuprobieren und sich aus der Komfortzone zu wagen. Flexible Lernwege und -methoden wie Blended Learning oder Inverted Classrooms sind hier von zentraler Bedeutung. Studierende bekommen die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo Inhalte zu erarbeiten, die im Hörsaal vertieft werden.

"Selbstgesteuertes Lernen macht neugierig darauf, die eigene Persönlichkeit zu entdecken und zu erforschen. Das Thema ist somit ein idealer Begleiter für eine akademische Ausbildung und setzt den Fokus auf eine aktive Auseinandersetzung mit neuen Inhalten und Kompetenzen," ist Gerfried Fleckl, Lehrender im Department Business & Tourism, überzeugt. 

Projekt mit Vorbildfunktion

Das Projekt wurde im Rahmen des Zukunftsfonds der FH Salzburg unterstützt. Das Angebot, von dem die Studierenden individuell profitieren ist an Hochschulen ein einzigartiges Projekt mit Vorbildfunktion. Insgesamt konnten in diesem Studienjahr bereits rund 150 Student*innen den Ressourcen-Check machen sowie persönliche Coachinggespräche führen.

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